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Mobbing statt Kündigung?

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  • Mobbing statt Kündigung?

    WIe ja (fast) jeder weiß, ist es nicht mehr so leicht zu kündigen. Wenn Du schwerbehindert bist ist es fast unmöglich.

    Bei der gegenwärtigen Lage vieler Betriebe ist es aber unumgänglich dass Stellen abgebaut werden. (Schließlich wollen die Besitzer Kohle machen und nicht Mitarbeiter durch schleppen)

    Kann es sein, dass da ganz gezielt Mobbing eingesetzt wird um Mitarbeiter "zum Gehen" zu veranlassen.

    Bitte nennt hier keine Namen bzw. die Firmen, weil dann das Thema gelöscht wird. (Hab ich auch schon erlebt)

    Aber interessieren würde es mich schon ob das ne neue - alte Masche ist, Leute die fast unkündbar sind los zu werden.

    Danke - lg Herbstmilch

  • #2
    Ich bin in seit über 10 Jahren ein absoluter loyaler Mitarbeiter, knapp drei Jahr in Führungsposition. Seit ca. 1/2 Jahr versucht mein Vorgesetzter (angestellter GF) mich von meiner Position mit den übelsten Trick zu entfernen. Unter Einbindung der Mitarbeiter und auch externer Teilnehmer werde ich per mailverkehr persönlichst diskrediert.
    Ziel ist es (so vermute ich) einen persönlichen Bekannten von außerhalb auf meinen Stuhl zu hieven - unglaublich!
    Die ganze Muschpoke von GF/Personalabteilung/Aufsichtsrat sind derart mafiös, das selbst meine "anwaltliche Fürsorge" am verzweifeln ist. Für mich gilt: Duchhalten, nicht das Handtuchschmeissen, Selbstmotivation durch Gedanken an die zu erwartende Abfindung.
    Leid tun mir die Beobachter der Szene: Die (meine) Mitarbeiter und Kollegen, die jeden Tag daran denken, wie es ihnen mal ergehen könnte, wenn man nicht funktioniert wie es der Boss will.
    Ich befasse mich seit dieser Zeit auch sehr mit der Psyche meines Gegners und frage mich ernsthaft "was hat Gott sich dabei gedacht, als er Mobber diesen hier erschaffen hat..."

    Herzliche Grüße
    Kronprinz

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    • #3
      Statt Kündigung

      Bin 28 Jahre bei einem Träger der Sozialversicherung - also de facto unkündbar. Im Rahmen einer Reorganisation erhielt ich als einer der wenigen (Unerwünschten ?) eine Versetzung 70 km entfernt. Habe über die interne Rechtsabteilung einen Verbleib in der hiesigen Region erwirkt. Zuerst war die Freude groß, wich aber bald einen einzigen Entsetzen! Ich habe das Gefühl für vogelfrei erklärt worden zu sein. Man versucht Mobbing durch permanente Überlastung. Ich traue niemandem mehr egal ob Vorgesetzter, Personalrat oder Mitarbeiter. Derzeit herrscht bei mir eine große Enttäuschung und erst jetzt durchblicke ich die Strategie des heimtückischen Outsourcings meines Arbeitgebers. Es herrscht ein Personalüberhang mit einem Durchschnittsalter von über 45 Jahren. Also die "Alten" mürbe machen - vielleicht schmeißen sie ja von sich aus das Handtuch.

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      • #4
        Kann es sein, dass da ganz gezielt Mobbing eingesetzt wird um Mitarbeiter "zum Gehen" zu veranlassen?

        Ja das kann sein. Mittlerweile ist bekannt das gezieltes Mobbing in manchen Betrieben zum Personalabbau benutzt wird.

        Gruß Estermilla

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        • #5
          Es sind doch nicht nur vorgesetzten,die einen mit Mobbing zur Kündigung bewegen,sondern auch kollegen,so genannten A......krieche,dumm und faul,die handeln nach genaue Anweisung ihren Vorgesetzten und begreifen nicht das die dann auch zu Opfer werden.

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          • #6
            Arschkriecher ist ein durchaus erlaubter Namen

            im genannten Zusammenhang.

            Admin

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            • #7
              Hallole

              Das Thema ist so alt wie die Arbeitswelt selbst und diese ist voll von unfähigen Chefs, die neben der Pervertiertheit ihrer "Führungsstrategie" zu feige sind Themen direkt und unverblümt anzusprechen. Solche armseligen, in der Tat, "Vorgesetzte" haben weder Führungscharisma noch die psychosozialen Fähigkeiten humanistischer Führung. Sie sind selbst meist durch Intrigen und "Dirty Tricks" an die Macht gekommen. Und weil sie das als erprobte und erfolgreiche Strategie, durch das Erreichen ihrer Ziele, erlebt haben, sehen sie keinerlei Anlass etwas anders zu machen als bisher. Dadurch, dass ein inkompetentes System genauso inkompetente Mitarbeiter produziert ist der logische Schluss. Wie der Herr so´s Gescher sagt der Volksmund.
              Wenn dich der Alte auf der Latte hat, dann gibt es in der Regel nur die Flucht nach vorne. Das heisst im Klartext: Die Mittel der Mobber oder vielmehr hier der Bosser gegen sie selbst wenden. Der Bosser versucht aus seiner Machtposition heraus das Opfer zu verunsichern und totale Konfusion desselben zu erzeugen. Das ist ein Zustand in dem man nur schwer einen vernünftigen Gedanken fassen kann. Es soll der letzte Rest Selbstvertrauen und die Achtung der Kollegen gezielt ausgelöscht werden. Das können nur Menschen vollbringen die Morgens aufstehen und sich selbst und die Welt hassen. Warum in aller Welt sollte man da noch irgendwelche Skrupel haben den Spiess umzudrehen.
              Ich würde genau Buchführen wann was in der Firma schlecht lief und warum. Jeder macht Fehler und solche Pfeifen meist nur allzu oft. Ich würde den guten z.B. mal fragen wieviel bezahlte Arbeitszeit er aufwendet das Betriebsklima zu vergiften und damit die Leistung der Mitarbeiter negativ zu beeinflussen sucht und ob er so etwas vor seinem Chef angemessen zu vertreten vermag. Das nächste wäre dann ein Einschreiben mit Rückscein an den Chef vom Chef mit der Frage ob er denn weiss was hier für ein schmutziges Spiel läuft...und ob sich die Firma das leisten kann Arbeitskraft auf solche Aktivitäten zu verschwenden. Es gibt wohl einige Mitarbeiter die deutlich zuviel Zeit haben ihren Tag mit Low Performance Tätigkeiten anzufüllen..." Auch würde ich mir den Hinweis nicht verkneifen:"Ich bin hier ständig ausgelastet und kann mir so etwas nicht leisten...."
              Ausserdem würde ich unverblümt mit einer Anzeige drohen wegen seelischer Grausamkeit sowie der Veröffentlichung in der lokalen Presse was in den heiligen Mauern dieser Firma mit den Mitarbeitern getrieben wird.
              Es gilt die Angst auf der Gegenseite vor dem Tageslicht zu schüren. Ich würde mich je nach Eskalationsstufe krank schreiben lassen auf unbestimmte Zeit. Kranke Mitarbeiter sind nicht kündbar. Psychologen hinzuziehen der zu einem Mediationsgespräch einlädt. Den fürchten diese Subjekte in der Regel wie die Pest und meist ist ein in Aussicht gestellter, mit Bestimmtheit und unbarmherziger Härte geführter Prozess das Mittel der Wahl derlei Subjekte in die Knie zu zwingen, um

              1. Die verlorene Selbstachtung wieder zu erlangen.
              2. Ohne unschöne Formalien im Zeugnis aus diesem Loch auszusteigen.

              Ich hab so etwas schon einmal erlebt und kann nur jedem empfehlen nicht länger zuzuwarten sondern selbst das Ruder in die Hand zu nehmen oder wenn es selbst nicht mehr geht dem Profi, das ist nicht der Anwalt sondern der Psychologe, in die Hände zu geben.
              Immerhin hat der Staat ein Diskriminierungsgesetz erlassen, das nach Präzedenzfällen schreit. Jedes Recht das mir von Gesetzes wegen zusteht ist nur dann etwas wert wenn ich auch davon Gebrauch mache.
              Meinem Chef habe ich einmal ins Gesicht gesagt: "Denken sie daran, meine Selbstachtung ist weder für Geld noch eine Position in dieser Firma zu haben. Jeder der sich daran zu vergehen versucht wird unbarmherzig spüren mit wem er es zu tun hat." Zitat Ende.
              Daraufhin wich sämtliche Farbe aus seinem Gesicht. Zugegeben: Ich bin ein 100,- kg Muskelmensch und habe so auch eine etwas auffälligere Silhouette. Doch ich glaube es hätte auch anders seine Wirkung nicht verfehlt.
              Das erste Ziel sollte es sein seine eigenen Ängste zu überwinden. Dabei hilft ebenfalls der Psychologe. Desweiteren kann ich folgendes Buch empfehlen: Fritz Riemann: Grundformen der Angst. Das hilft nicht nur das Verständnis der eigenen psychischen Verfassung zu mehren sondern auch die Mechanik meines Widersachers zu durchleuchten. Alle kochen nur mit Wasser und sind relativ leicht durchschaubar für jemanden der sich mit so etwas auskennt. Die beschäftigen sich in der Regel nicht mit so etwas. Deshalb erarbeitet man sich recht schnell einen Vorsprung.
              Ich sehe meine damals üble Erfahrung als persönlichen Gewinn und habe noch nicht einmal mehr Groll gegen meinen Peiniger. Immerhin habe ich durch ihn und sein Verhalten soviel hinzu gelernt, daß ich meine persönlichen Schwächen weitgehend überwunden habe und heute ein guter Chef bin der stolz darauf ist ein Super Team von 20-25 sehr kompetenten Mitarbeitern leiten zu dürfen, die alle zusammen an der Weihnachtsfeiern gelacht und bis spät in die Nacht gefeiert haben, zusammen im Sommer auf Motoradtour gehen oder Skifahren.
              Ich musste das Buch drei Mal lesen bis ich es verstanden hatte. Ich bin sicher das es jedem anderen Laien genauso ergehen wird. Aber der Profit den ich daraus gezogen habe hätten auch 10 Mal gerechtfertigt.

              Homer wurde einmal gefragt warum das Böse so gross und mächtig werden konnte. Seine Antwort: "Weil die Guten nichts tun!"
              In diesem Sinne verbleibe ich

              Viel Grüße und Nur Mut

              Martin
              Zuletzt geändert von Psychobabbel; 13.12.2008, 09:09. Grund: Satzstellung

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              • #8
                Hallo Martin,

                Du hast mit allem Recht, nur sind Mitarbeiter in der Krankheit durchaus kündbar!
                Anstand!

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                • #9
                  Hallo Anstand

                  Ja das ist richtig. Ich hab mich vielleicht auch etwas unpräzise ausgedrückt. Ich kann auch, bei bestehenden und dokumentierbaren Übergriffen meine Arbeitsleistung solange verweigern bis der "betriebsfrieden" wieder hergestellt ist.
                  Eine ärztliche Unterstützung ist aber insoweit angesagt, daß bereits eine psychisch schwer belastende Situation eingetrten ist die krank machende, also psychosomatische Auswirkungen zeigt. Das ist nur ein zusätzlicher Trumpf im Ärmel und soll vor allem als Beweisführung der Eskalation gegen das Opfer dienen.
                  Zudem wird mit solch einer Diagnose, und entsprechender präziser dokumentarischer Vorarbeit des Opfers über die Genauen Vorgänge, es dem Arbeitgeber bzw. Widersacher schwer fallen sich vor Gericht durchzusetzen, da man auch juristisch das um sich greifende Problem mehr ernst nimmt als früher. Aber genau diese Schwäche macht das Opfer so leicht angreifbar. Ändert man alleine diesen Teil der Strategie kann diverse Täter ins offene Messer laufen lassen. Das kann dann wirklich teuer werden für den Täter/die Firma sich auf so etwas einzulassen. Solche Prozesse sind auch öffentlich und tragen zu einem gehörigen Image Schaden des Unternehmens bei. Je kleiner die Urbanität und je weiter dies in die öffentliche Diskussion dringt desto besser für das Opfer und umso schlimmer die Folgen für den Unternehmer zukünftig qualifiziertes Personal zu rekrutieren.

                  §626 und 628 BGB können ggf. auch begünstigend zur Anwendung gelangen sind die Voraussetzungen erfüllt. Dafür müssen aber alle Ereignisse gut dokumentiert werden.
                  Diese Vorarbeit kann man sich nicht ersparen. Die meisten Opfer scheitern weil sie den Weg der Schrift ebenso wie die Täter vermeiden weil sie glauben sich selbst schon damit zu belasten. Damit ist beim Opfer bereits das Ziel erreicht was der Mobber zu erreichen versucht, nämlich, daß das Opfer bereits damit begonnen hat die Schuld bei sich zu suchen. Nur auf dem Boden von Gerüchten und Ränke alleine kann so eine "Kultur" überhaupt wachsen. Alleine durch das Bestehen auf der Schriftform bei komplexen dienstlichen Anweisungen und Aufträgen wird bei vielen Mobbern die Luft schon verdammt dünn.
                  Schriftlich etwas zu formulieren bedeutet sich festlegen zu müssen. Und jeder selbst der dümmste Knilch wird sich zwei mal überlegen was er da jederzeit reproduzierbar auf´s Blatt bringt. Manche sind aber wirklich dumm wie Bohnenstroh und outen sich als absolute Diletanten im Umgang mit den Worten. Manche schaffen es nicht mal einen semantisch fehlerfreien Satz zu formulieren.
                  Und selbst wenn nichts kommt, dann steht der Mobber doppelt mit abgesägten Hosen da, weil er sich schlussendlich dafür rechtfertigen muss warum er auf eine schriftliche Anfrage, natürlich immer mit Einschreiben/Rückschein nicht geantwortet hat. Dafür braucht man in der Regel noch keinen Anwalt.

                  Wer über die Verhaltensregeln und das Wesen der Intraspezifischen Aggression mal was lesen möchte, der ist mit Konrad Lorenz: "Das sogenannte Böse" und "Die 8 Todsünden der Menschheit" gut bedient. Der Mann hat nicht umsonst den Nobelpreis erhalten.

                  Gruß Martin

                  Kommentar


                  • #10
                    Zitat von Psychobabbel Beitrag anzeigen
                    Hallo Anstand

                    Ja das ist richtig. Ich hab mich vielleicht auch etwas unpräzise ausgedrückt. Ich kann auch, bei bestehenden und dokumentierbaren Übergriffen meine Arbeitsleistung solange verweigern bis der "betriebsfrieden" wieder hergestellt ist.
                    Eine ärztliche Unterstützung ist aber insoweit angesagt, daß bereits eine psychisch schwer belastende Situation eingetrten ist die krank machende, also psychosomatische Auswirkungen zeigt. Das ist nur ein zusätzlicher Trumpf im Ärmel und soll vor allem als Beweisführung der Eskalation gegen das Opfer dienen.
                    Zudem wird mit solch einer Diagnose, und entsprechender präziser dokumentarischer Vorarbeit des Opfers über die Genauen Vorgänge, es dem Arbeitgeber bzw. Widersacher schwer fallen sich vor Gericht durchzusetzen, da man auch juristisch das um sich greifende Problem mehr ernst nimmt als früher. Aber genau diese Schwäche macht das Opfer so leicht angreifbar. Ändert man alleine diesen Teil der Strategie kann diverse Täter ins offene Messer laufen lassen. Das kann dann wirklich teuer werden für den Täter/die Firma sich auf so etwas einzulassen. Solche Prozesse sind auch öffentlich und tragen zu einem gehörigen Image Schaden des Unternehmens bei. Je kleiner die Urbanität und je weiter dies in die öffentliche Diskussion dringt desto besser für das Opfer und umso schlimmer die Folgen für den Unternehmer zukünftig qualifiziertes Personal zu rekrutieren.

                    §626 und 628 BGB können ggf. auch begünstigend zur Anwendung gelangen sind die Voraussetzungen erfüllt. Dafür müssen aber alle Ereignisse gut dokumentiert werden.
                    Diese Vorarbeit kann man sich nicht ersparen. Die meisten Opfer scheitern weil sie den Weg der Schrift ebenso wie die Täter vermeiden weil sie glauben sich selbst schon damit zu belasten. Damit ist beim Opfer bereits das Ziel erreicht was der Mobber zu erreichen versucht, nämlich, daß das Opfer bereits damit begonnen hat die Schuld bei sich zu suchen. Nur auf dem Boden von Gerüchten und Ränke alleine kann so eine "Kultur" überhaupt wachsen. Alleine durch das Bestehen auf der Schriftform bei komplexen dienstlichen Anweisungen und Aufträgen wird bei vielen Mobbern die Luft schon verdammt dünn.
                    Schriftlich etwas zu formulieren bedeutet sich festlegen zu müssen. Und jeder selbst der dümmste Knilch wird sich zwei mal überlegen was er da jederzeit reproduzierbar auf´s Blatt bringt. Manche sind aber wirklich dumm wie Bohnenstroh und outen sich als absolute Diletanten im Umgang mit den Worten. Manche schaffen es nicht mal einen semantisch fehlerfreien Satz zu formulieren.
                    Und selbst wenn nichts kommt, dann steht der Mobber doppelt mit abgesägten Hosen da, weil er sich schlussendlich dafür rechtfertigen muss warum er auf eine schriftliche Anfrage, natürlich immer mit Einschreiben/Rückschein nicht geantwortet hat. Dafür braucht man in der Regel noch keinen Anwalt.

                    Wer über die Verhaltensregeln und das Wesen der Intraspezifischen Aggression mal was lesen möchte, der ist mit Konrad Lorenz: "Das sogenannte Böse" und "Die 8 Todsünden der Menschheit" gut bedient. Der Mann hat nicht umsonst den Nobelpreis erhalten.

                    Gruß Martin
                    Hallo Martin,

                    hört sich alles toll an, die Realität sieht leider etwas anders aus, wie hier schon geschrieben bin ich dieses Jahr durch die Hölle gegangen.....

                    Ich bereue nichts, weil ich mir nichts gefallen lassen habe, allerdings bin ich wohl ab Januar 09 ohne Job! Die Beweispflicht liegt bei dem Mobber und auch Aufzeichnungen bringen Dich in der Regel nicht viel weiter, weil Du sie beweisen musst!!! Aussage gegen Aussage.....

                    Gruß und einen schönen Abend noch!
                    Anstand!

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                    • #11
                      Hallo Anstand

                      Das solch ein Kampf mit äusserst unangenehmen Begleiterscheinungen gepaart ist, davor darf man die Augen nicht verschliessen.
                      Das dich das deinen "Job" kostet mag Einkommensseitig heute sehr präker sein. Doch sollte sich jeder fragen was ihn/sie den Verlust der Selbstachtung in der Zukunft kostet. Diesen Preis finde ich deutlich höher als alle materiellen Dinge der Welt. Früher nannte man das "die Ehre". Diesen Begriff hört man heute nur noch selten. Als ehrlos zu gelten scheint mir heutzutage geradezu schick, wenn man daran denkt wie die Politiker mit der Wahrheit umgehen. Da muss es einem nicht wundern wenn sich nach und nach die Ganze Gesellschaft mit Lüge, Niedertracht und Ränkespielen durchsetzt in der keiner mehr dem anderen trauen kann. Für mich einer der schlimmsten Wertverluste überhaupt.

                      Trotzdem sind Vorbilder mehr denn je gefragt die solche "alten" Werte wieder hoch halten. Man merkt, daß immer mehr Menschen wieder Hunger nach Solidität, Aufrichtigkeit und, ich nenne es einfach mal so, Rittertum. Befreier von Ungemach und Lügengewirr.

                      Und ich denke gerade in den Führungsetagen gehören solche Leute wieder hin. Das was sich da so rumtreibt ist für mich die schlimmste Brut die je am Ruder war. Gleich ob Wirtschaft oder Politik. So eine verlogene Bande hat uns, die kleinen Leute, noch nie regiert.
                      Die machen so lange bis mal wieder einer durchdreht und statt Worte wieder Kugeln fliegen.
                      Doch das ist ein anderes Thema.

                      Zu der Dokumentation und Beweisführung wollte ich noch anmerken. Das muss man aufbauen wie ein Schachspiel. Schlussendlich muss man jeden Zug abwarten um zu wissen was als nächstes zu tun ist. Der Mobber nimmt aber oft das Privileg in Anspruch, und das Opfer lässt ihn nur allzu leicht gewähren weil es Angst hat, alleine seine Figuren zu ziehen und ungeniert alle Figuren der Gegenseite solange zu schlagen bis das Opfer ohne einen wirkungsvollen Gegenzug gemacht zu haben schachmatt ist. Deshalb ist der goldene Grundsatz: "Wehret den Anfängen!!!!" nicht hoch genug zu heben.

                      Ich kenne jetzt einen Fall. da versucht eine Stellvertreter am Stuhlbein des Abteilungsleiters zu sägen. Dazu versucht er die Stimmung bei den Kolleginnen und Kollegen auf seine Seite zu ziehen und mit abschätzigen Bemerkungen deren Leistung zu untergraben. Und weil alle den Verrat lieben und bestimmt schon mal mit dem Chef nicht zufrieden waren, stimmen sie in den Chor mit ein. Die Person die mir das erzählt hat, findet das Ganze unmoralisch und weiss nicht so recht wie sie sich verhalten soll. Einerseits mag sie den Abteilungsleiter weil er fair und immer korrekt ist, hat aber Angst sich dem Chef gegenüber zu äussern, was da gegen ihn zu laufen beginnt.
                      Ich habe sofort und ohne lange darüber nachdenken zu müssen die Empfehlung ausgesprochen den Chef sofort über das Verhalten zu informieren. Darauf hin erhielt ich zur Antwort: "Ja aber damit mach ich mich doch zum Verräter gegen die anderen" Und genau hier beginnt das was ich zuvor schon einmal erwähnt hatte: "Weil die Guten nichts tun!"
                      Ich habe dem Betreffenden dann klar gemacht wen und was er da unterstützt und das in der Folge es passieren kann, daß diese Person auch noch sein Chef werden könnte, gelingt ihm sein Putschversuch. Dann lautete meine Frage: Wollen sie mir tatsächlich sagen, dass sie für solch ein Subjekt mit Freude und hochmotiviert arbeiten können und werden. Was wird wohl aus ihnen werden wenn sie nur aus geringstem Anlass in Ungnade fallen?
                      Daraufhin folgte betretenes Schweigen. Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen wie sich der gute Mann entscheiden wird.

                      Zurück zum Schach: Sobald ich merke, daß irgend etwas zu laufen Beginnt, muss ich sofort zum Gegenschlag ausholen und zwar soweit, daß der Gegener spürt, daß er hier auf ein unkalkulierbares Risiko trifft, das zum Bummerang für ihn werden könnte. Wenn man also an Dokumentarische Chronologie denkt, dann muss man nicht mit Feststellungen arbeiten sondern mit schlauen Fragen zu arbeiten beginnen. Beispiel: Wenn ich von jemandem etwas höre, das irgend jemand abschätzig über mich herzuziehen beginnt, dann lasse ich so etwas gar nicht erst anbrennen. Dann stellt ich mich nicht erst mal vor den Schreibtisch und stelle die Person zur Rede sondern warte bis Feierabend und besuche den Sack zuhause. Dann wird erst mal nach dem Grund gefragt warum solche Gerüchte über mich verbreitet werden und sollte sich die Person dem Gespräch verweigern, dann muss man der Person mitteilen, daß wenn hier nicht sofort Stellung genommen wird direkt im Anschluss ich Anzeige wegen übler Nachrede stellen werde. Ruhig bluffen und bekannt geben, daß sich jemand genauso darüber aufgeregt hat und im Zweifelsfalle als Zeuge vor Gericht dies bestätigen wird, daß diese Aussage von ihm gekommen ist. Das wird das Schwein erst mal richtig zum schwitzen bringen und er wird eine unruhige Nacht darüber verbringen wer ihn wohl verraten haben mag. Darüber hinaus würde ich sofort das Gespräch mit dem Chef suchen und mir ein Bild darüber verschaffen was er davon hält. Da kann ich dann sehen ob er sich konsequent zeigt oder ob er zur Sorte Weichei gehört, die mit eingezogenem Schwanz solchen Dingen begegenen. Ein wichttiger Faktor gleich zu wissen wie die Kräfte verteilt sind.
                      Ist es ein Weichei ohne spürbare Solidartät gegen solch ein Verhalten anzugehen, weiss ich zu mindest was mich hier für ein Arbeitsklima erwaretet und kann ggf. gleich die Weichen stellen schon mal eine neue Stelle zu suchen vor allem wenn ich auch noch eine Führungspostition bekleide.
                      Wenn man mit solchen Mitteln gleich von Anfang an den Tarif bekannt gibt, dann hat man in der Regel recht schnell Ruhe vor niederträchtigen Subjekten. Die Erfahrung hab ich zumindest schon gemacht und hab mich am letzten Arbeitsplatz 18 Jahre gehalten und hab auch am neuen Arbeitsplatz keinerlei Probleme. Man muss dem Gegner seine intelektuelle Kraft spüren lassen, dann hat man es deutlich ruhiger.

                      Wenn ich auch jetzt leider nichts mehr tun kann, so sollte man am neuen Arbeitsplatz nicht wieder in die selben Fallen tappen.
                      Ich freue mich für dich, daß du selbst den Weg der Ehre genommen hast. Das macht mich zuversichtlich, daß die alten Werte noch nicht tot sind.

                      Viele Grüsse

                      Martin

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                      • #12
                        Hallo Martin!

                        Das solch ein Kampf mit äußerst unangenehmen Begleiterscheinungen gepaart ist, davor darf man die Augen nicht verschließen.

                        -- Ich war mir sehr wohl darüber im Klaren und habe auch die Augen davor nicht geschlossen, sondern bin in die Offensive gegangen! Ich wollte mich auch noch weiterhin im Spiegel anschauen können und dies kann ich jetzt auch noch! --

                        Das dich das deinen "Job" kostet mag Einkommensseitig heute sehr präker sein. Doch sollte sich jeder fragen was ihn/sie den Verlust der Selbstachtung in der Zukunft kostet.

                        -- Nicht nur meine Selbstachtung, sondern auf Dauer wäre ich wohl sehr, sehr krank geworden, was natürlich so auch nicht ausgeblieben ist, aber es wäre dann wohl noch schlimmer geworden. --

                        Und ich denke gerade in den Führungsetagen gehören solche Leute wieder hin. Das was sich da so rumtreibt ist für mich die schlimmste Brut die je am Ruder war. Gleich ob Wirtschaft oder Politik. So eine verlogene Bande hat uns, die kleinen Leute, noch nie regiert.
                        Die machen so lange bis mal wieder einer durchdreht und statt Worte wieder Kugeln fliegen.
                        Doch das ist ein anderes Thema.

                        -- Wenn ich sehe was in dieser Organisation für die ich gearbeitet habe und noch bis Ende des Jahres tätig bin – für Mensche in der Geschäftsführung und im Vorstand sitzen, wird mir ehrlich gesagt mehr als übel….. Diese Organisation vertritt Personen in tariflichen und arbeitsrechtlichen Dingen. Sie demonstrieren auf der Straße und verwenden Worte wie: „Ethik, Anstand, Gerechtigkeit, Charakter etc.!“ Tja und in ihren eigenen Reihen mobben sie ihre eigenen Mitarbeiter! --

                        Zu der Dokumentation und Beweisführung wollte ich noch anmerken. Das muss man aufbauen wie ein Schachspiel. Schlussendlich muss man jeden Zug abwarten um zu wissen was als nächstes zu tun ist. Der Mobber nimmt aber oft das Privileg in Anspruch, und das Opfer lässt ihn nur allzu leicht gewähren weil es Angst hat, alleine seine Figuren zu ziehen und ungeniert alle Figuren der Gegenseite solange zu schlagen bis das Opfer ohne einen wirkungsvollen Gegenzug gemacht zu haben schachmatt ist. Deshalb ist der goldene Grundsatz: "Wehret den Anfängen!!!!" nicht hoch genug zu heben.

                        -- Dokumentationen und Beweise nützen Dir nur etwas, wenn Du auch Zeugen hast. Wenn Gespräche immer unter vier Augen stattfinden, kannst Du hinterher sehr wenig tun. Schachmatt habe ich die Leutchen bei uns schon irgendwie gesetzt, weil ich den Mut hatte, meinen Mund aufzumachen und Kritik zu üben. Dies wurde mir aber wirklich sehr, sehr übel genommen, weil ich der Führungsriege damit ganz klar gezeigt habe wie unfähig sie sind! Problem bei uns ist wohl auch, dass die Führungsebene sich gegenseitig unterstützt, weil sich da wohl die eine oder andere Leiche im Keller befindet. --

                        Dann lautete meine Frage: Wollen sie mir tatsächlich sagen, dass sie für solch ein Subjekt mit Freude und hochmotiviert arbeiten können und werden. Was wird wohl aus ihnen werden wenn sie nur aus geringstem Anlass in Ungnade fallen?
                        Daraufhin folgte betretenes Schweigen. Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen wie sich der gute Mann entscheiden wird.

                        -- Weißt Du Martin, ich habe festgestellt, dass die Menschen einfach dumm sind und nicht nachdenken. Die Dame die fleißig gegen mich mitgemobbt hat, steht nun auf der Abschussliste. Ich habe damals mehr als einmal zu ihr gesagt, sie sollte sich dies alles ganz genau anschauen, es kann schneller gehen als sie denkt und dann ist sie diejenige…. Hat sie aber nicht verstanden oder wollte nicht verstehen!!!

                        Ich bin sehr zufrieden mit meiner Handlungsweise und würde mich immer wieder so verhalten. Auch wenn ich jetzt von allen Seiten zu hören bekomme, man hätte es doch sicher auch anders regeln können…. Hätte, wollte und könnte, klar, ich hätte meinen Mund halten können und hätte dadurch wohl noch einen Job…..

                        Wirklich?? Ja, aber nur solange wie ich genau dies tue was von mir erwartet wird und wehe ich wäre irgendwann später aus der „Rolle“ gefallen und hätte Kritik an den „Göttern“ in der Führungsriege geübt…. Dann wäre ich wohl genau in derselben Situation wie jetzt, nur einige Zeit später. Ich glaube kaum, dass man so etwas wie Mobben selbst verhindern kann, Du bist einfach der Willkür von Menschen ausgesetzt, man muss sich nur selber fragen inwieweit man bereit ist sich klein halten zu lassen und man muss sich über die Konsequenzen klar sein. Aber mal ehrlich, was nützt mir ein Job, wenn ich krank und unzufrieden werde, mein ganzes Privatleben darunter leidet?! Ich habe nur dieses eine Leben und dies möchte ich so gut wie möglich leben können!

                        Im Haus meines Noch-Arbeitgebers herrscht derzeit eine riesige Unzufriedenheit, die Leute sind entsetzt darüber wie mit mir umgegangen worden ist, dazu muss man bemerken, dass ich kein Einzelfall bin/war, vor mir ist schon einmal eine Person so behandelt worden und zwar genau von der selben Person, nämlich meinem Chef! Aber wie schon erwähnt, da hat jeder die eine oder andere Leiche im Keller und daher wird darüber einfach hinweg gegesehen! Aber ich bin mir sicher nicht mehr lange......
                        Zuletzt geändert von Anstand!; 14.12.2008, 16:19.
                        Anstand!

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                        • #13
                          Wo Anstand Recht, hat Anstand recht.

                          Hinzu kommt - strebt man einen (öffentlichen) Verfahren an und muss dazu noch gehen, so wird es schwer werden einen neuen Job auf Anhieb zu finden, denn der neuen Arbeitgeber interessiert sich auch für Vorgeschichten etc.Wenn die neue Firma auch sein Sozial-inkompetenz unter den Teppich kehren will... so steht man wieder vor ein Problem. So einfach ist es nicht, und die Gesetze haben auch ihre Tücken und Aussage gegen Aussage hat es in sich und diesen Verfahren kann sehr an den Substanz gehen. Beweise die hieb und stickfest sind zählen, sonst sitzt man in ein Karussel.

                          Züruck zum Thema und ich möchte etwas Mut machen, denn dies gehört auch hier:

                          Bei uns wurde auch Mobbing eingesetzt um fähigen Leute los zuwerden und dies bis vor ein paar Wochen – eine ganze Abteilung mobbte Leute gezielt hinaus und mit echt perverse Methoden und alle sahen zu, denn machen konnte nur der Top Management was und sie taten nichts, gar nichts und sie wussten bescheid. War wahrscheinlich wie Fernsehen für diese Leute und der Personalchef deklarierte - Chefs haben immer RECHT. Er und seine Kollegen im Top Management waren die Ursache, dass Mobbing und Bossing sich ausbreitete.

                          Durch das Nichtstun, waren sehr fähigen Leute zum Freiwild geworden – ich bekam die Geschichten mit und Vetternwirtschaft bereitete sich aus - rasend, wobei der Personalchef auch durch Vetternwirtschaft an diese Stelle kam !!! Nur sein "Beschützer" wurde gerade zwangsentfernt.

                          Nun, haben wir einen neuen Vorgesetzten im Bereich Topmanagement und nach dem er ein Monat lang zuschaute und studierte und wir alle dachte noch so einer - handelt er nun doch und er räumt auf. Er untersucht jeden Weggang in seinen Bereich, spricht mit jeder der gekündigt hat und sammelt und sammelt. Er sprach mit den Mobber und die Gemobbten – dh er hat beide Seiten angehört und bildete seine Meinung. Jetzt fängt er an zu handeln, Schritt für Schritt und jetzt sehen wir wie die Mobber zittern – ihre Missetaten verstecken wollen und Freunde zu erwerben versuchen !!!. Ich bin überzeugt, dies macht Schule bei uns und ich hoffe es ist nachhaltig.

                          Also hoffen wir, dass wir mehr von solche Vorgesetzten hören, sehen und spüren und dass es nachhaltig ist. Ich werde warten aber ich bin erstmals positive beindruckt.
                          Ethik

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                          • #14
                            Hallo

                            Ja Anstand trägt den Kopf noch am oberen Ende des Rückrades und ich bin froh, daß es noch Leute gibt wie Anstand, die Anstand und Ehre noch hoch tragen.
                            Und der Beitrag von Ethik bestärkt mich in der Haltung und Meinung, daß Mobbing in allererster Linie ein Führungsproblem ist.

                            Schlussendlich streben alle Menschen in irgend einer Form nach Macht und Anerkennung. Durch das Ausdünnen der Hierarchien in den letzten zwei Dekaden sind viele kleine "Pöstchen" in den Unernehmen und der Verwaltung weggefallen. Zusammen mit dem Verlust an realem Einkommen durch Inflation, (T)Euro und Dumping Tarifabschlüssen zum Wohle der Aktionäre und Superreichen ist der Druck auf die Menschen insgesamt gewachsen. Dabei blieben und bleiben viele Hoffnungen und Wünsche nach einer bedeutenderen Position, und damit verbunden einem besseren Einkommen, auf der Strecke. Dadurch entsteht beim Einen Frust, beim Anderen Neid auf diejenigen, die auf "seinem Stuhl" sitzen und bei wieder Anderen offene Aggression gegen Umwelt und Mitmenschen, um das angestaute Potential zu kanalisieren.

                            Es gibt Menschen die haben es leider nie geschafft nach oben zu kommen und wurden immer wieder in die zweite Reihe gerückt wenn es um eine Beförderung ging. Das sind potentielle Kandidaten für das Amt des "Mobbers". Irgendwo muss und will der seinen Frust loswerden. Und so passiert es, daß ein ehemals fleissiger Kollege zum Monster mutiert der sich den schwächsten aussucht um an ihm seine pervertierte Aggression auszuleben. Gerne zieht er auch andere mit ins Boot um dadurch so etwas wie (An)Führerschaft zu erleben.
                            In ihrer blinden Wut vergessen sie Anstand und Sitte und vergreifen sich auf das Übelste an ihren Opfern. Manche gehen sogar soweit das Spiel bis zum Suizid des Opfers zu treiben ohne auch nur den geringsten Funken Mitleid oder Mitgefühl zu entwickeln. Im Gegenteil, der Suizid ist für sie sogar die Bestätigung für die finale Unfähigkeit des Opfers dem Leben und den Herausforderungen gewachsen zu sein.

                            Ein kluger und guter Chef wird immer bestrebt sein, seinen Mitarbeitern die Anerkennung zu geben die sie verdienen und auch brauchen. Er wird erkennen was sie brauchen wenn er mit ihnen spricht. Er wird gute Leistungen auch stets angemessen zu honorieren wissen und er wird stets versuchen ein WIR Gefühl in der Belegschaft aufzubauen. Denn gute Beziehungen der Kollegen untereinander sind die halbe Miete für ein florierendes Unternehmen. Unter solider Führung erkennt der Chef das Potenzial der Mitarbeiter die für eine Beförderung in Frage kommen. Dabei vergisst er aber seine anderen treuen Mitarbeiter nicht und sorgt dafür, daß auch sie in irgend einer Form zu ihrem Recht auf ideelle und materielle Anerkennung für ihre Leistung gelangen z.B. mit einem Bonussystem etc.. Doch ein Dankeschön direkt vom Chef für eine aussergewöhnliche Leistung mit Handschlag und vielleicht einem Kaffee in seinem Büro mit ein bisschen Palaver über Gott und die Welt ist auch schon mal was wert. Und kostet wenig: "Ausser man tut es!"

                            Ein schlechter Chef verbringt die meiste Zeit seines Tages im Büro. Unfähig zu delegieren betreibt er "Management by Champignon = Die Mitarbeiter im Dunkeln lassen, mit Mist betreuen und sobald sich die Köpfe zeigen...abhacken!" muss alles selber machen statt seine Mitarbeiter an den Aufgaben wachsen zu lassen und Eigenverantwortung zu fordern und zu fördern. Er wird mit Argwohn jeden beobachten der ihm in Verhalten und Kompetenz zu nahe kommt und sofort versuchen den mutmasslichen Konkurrenten so schnell wie möglich zu torpedieren, im schlimmeren Fall zu eliminieren. Das nennt sich dann "Bossing". Dabei ist ihm jedes Mitel recht.

                            Aus diesem Grund war es mir bei meinen eigenen Vorstellungsgesprächen stets wichtig danach zu fragen und genau hinzuhören wie man, beim potenziellen neuen Arbeitgeber, Probleme löst und wie die Macht im Hause verteilt ist. Danach kann man sich dann ein Bild vom "Dienstweg" machen und entscheiden ob man es so haben will oder lieber eben partizipativ und kooperativ. Auch sollte man in die Gesichter der neuen Kollegen schauen. Die sprechen oft Bände wie es hier zugeht.

                            Für mich ist der Schlüssel für die Umkehr solchen Verhaltens ein Wandel in den Köpfen der Manager und aller Führungsebenen, daß ihnen wieder klar wird, daß sie es mit Menschen zu tun haben und nicht mit seelenlosen Maschinen die auf Knopfdruck zu funktionieren haben oder wenn sie nicht funktionieren einfach ausser Dienst zu stellen. Menschen sind soziale Wesen die ein soziales Umfeld brauchen in dem sie wachsen können. Nur dann entfaltet sich ihre Kreativität und der Innovationsgeist den es auch bei kleinen Dingen braucht und nicht nur im "Großen", Und damit ein Umdenken stattfindet muss es Menschen wie Anstand geben die anders geartetem Verhalten mit Entschiedenheit die Stirn bieten und je mehr es werden desto grösser wird der Druck von unten nach oben etwas zu tun.

                            Von daher stimme ich Ethik voll und ganz zu.

                            "Wo Anstand Recht hat, hat Anstand recht!"

                            Jetzt hab ich schon wieder nen Roman geschrieben. Obwohl ich mir immer vornehme: "In der Kürze liegt die Würze" , komm ich halt immer wieder ins Schwelgen. :-))

                            Viele Grüße

                            Martin
                            Zuletzt geändert von Psychobabbel; 15.12.2008, 16:26. Grund: Rechtschreibung

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                            • #15
                              [QUOTE=Psychobabbel;4689]Hallo

                              Ja Anstand trägt den Kopf noch am oberen Ende des Rückrades und ich bin froh, daß es noch Leute gibt wie Anstand, die Anstand und Ehre noch hoch tragen.

                              -- Vielen Dank, leider sind derzeit wohl eher die Ja-Sager gefragt..... --

                              Und der Beitrag von Ethik bestärkt mich in der Haltung und Meinung, daß Mobbing in allererster Linie ein Führungsproblem ist.

                              -- Klar ist es das, wenn der Chef dagegen nichts unternimmt, wer dann?? Ist doch bekannt, der Fisch fängt immer am Kopf an zu stinken und dies zieht sich dann wie ein roter Faden durch das ganze Unternehmen! --

                              Schlussendlich streben alle Menschen in irgend einer Form nach Macht und Anerkennung.

                              -- Anerkennung ist eigentlich nichts schlechtes und ich glaube, danach streben wir alle, aber hier kommt es dann wohl, wie immer im Leben, auf das richtige Maß an! --

                              Es gibt Menschen die haben es leider nie geschafft nach oben zu kommen und wurden immer wieder in die zweite Reihe gerückt wenn es um eine Beförderung ging. Das sind potentielle Kandidaten für das Amt des "Mobbers".

                              -- Kann so sein, ist aber nicht immer so, sondern es wird teilweise auch von ganz oben gemobbt! --

                              Irgendwo muss und will der seinen Frust loswerden. Und so passiert es, daß ein ehemals fleissiger Kollege zum Monster mutiert der sich den schwächsten aussucht um an ihm seine pervertierte Aggression auszuleben.

                              -- Auch hier sehe ich es etwas anders, da überwiegend sehr starke Persönlichkeiten und fähige Leute gemobbt werden. --

                              In ihrer blinden Wut vergessen sie Anstand und Sitte und vergreifen sich auf das Übelste an ihren Opfern. Manche gehen sogar soweit das Spiel bis zum Suizid des Opfers zu treiben ohne auch nur den geringsten Funken Mitleid oder Mitgefühl zu entwickeln. Im Gegenteil, der Suizid ist für sie sogar die Bestätigung für die finale Unfähigkeit des Opfers dem Leben und den Herausforderungen gewachsen zu sein.

                              -- Ja, wie eckelhaft, ich schrieb ja schon, es sind die menschlichen Abgründe, die mir in diesem Jahr begegnet sind..... am schlimmsten waren die, die immer von Gott geredet haben! Ist doch alles nicht so schlimm, dann geht man wieder in die Kirche und tut Buße und alles ist wieder gut! --

                              Ein kluger und guter Chef wird immer bestrebt sein, seinen Mitarbeitern die Anerkennung zu geben die sie verdienen und auch brauchen. Er wird erkennen was sie brauchen wenn er mit ihnen spricht. Er wird gute Leistungen auch stets angemessen zu honorieren wissen und er wird stets versuchen ein WIR Gefühl in der Belegschaft aufzubauen. Denn gute Beziehungen der Kollegen untereinander sind die halbe Miete für ein florierendes Unternehmen.

                              -- Wie wahr, wie wahr, da kann ich nur das Buch "Auf Dauer erfolgreich" von Philip B. Crosby empfehlen. Leider denken viele in der Führungsebene nicht soweit..... --

                              Unter solider Führung erkennt der Chef das Potenzial der Mitarbeiter die für eine Beförderung in Frage kommen. Dabei vergisst er aber seine anderen treuen Mitarbeiter nicht und sorgt dafür, daß auch sie in irgend einer Form zu ihrem Recht auf ideelle und materielle Anerkennung für ihre Leistung gelangen z.B. mit einem Bonussystem etc.. Doch ein Dankeschön direkt vom Chef für eine aussergewöhnliche Leistung mit Handschlag und vielleicht einem Kaffee in seinem Büro mit ein bisschen Palaver über Gott und die Welt ist auch schon mal was wert. Und kostet wenig: "Ausser man tut es!"

                              -- Habe ich alles mal kennen gelernt, leider wurde die Niederlassung geschlossen, aber mit meinem damaligen Chef habe ich noch immer Kontakt, in regelmässigen Abständen treffen wir uns und reden über "alte" Zeiten. Er ist jetzt im Ruhestand! --

                              Ein schlechter Chef verbringt die meiste Zeit seines Tages im Büro. Unfähig zu delegieren betreibt er "Management by Champignon = Die Mitarbeiter im Dunkeln lassen, mit Mist betreuen und sobald sich die Köpfe zeigen...abhacken!" muss alles selber machen statt seine Mitarbeiter an den Aufgaben wachsen zu lassen und Eigenverantwortung zu fordern und zu fördern. Er wird mit Argwohn jeden beobachten der ihm in Verhalten und Kompetenz zu nahe kommt und sofort versuchen den mutmasslichen Konkurrenten so schnell wie möglich zu torpedieren, im schlimmeren Fall zu eliminieren. Das nennt sich dann "Bossing". Dabei ist ihm jedes Mitel recht.

                              -- Bei uns wurde "Management by Chaos" betrieben, aber im Dunkeln wurde ich auch gelassen und es wurde versucht uns untereinander auszuspielen. Mein direkter Chef war/ist den ganzen Tag damit beschäftigt seine Mitarbeiter zu schikanieren, sucht ständig nach irgendwelchen "Fehlern". Er war/ist als Narzisst, mit einer schweren Persönlichkeitsstörung, natürlich völlig fehlerfrei und steht über den Dingen, ein so genannter neuzeitlicher Sonnenkönig! Aber dies habe ich schon in einem anderen Thread genauer beschrieben! --

                              Aus diesem Grund war es mir bei meinen eigenen Vorstellungsgesprächen stets wichtig danach zu fragen und genau hinzuhören wie man, beim potenziellen neuen Arbeitgeber, Probleme löst und wie die Macht im Hause verteilt ist. Danach kann man sich dann ein Bild vom "Dienstweg" machen und entscheiden ob man es so haben will oder lieber eben partizipativ und kooperativ. Auch sollte man in die Gesichter der neuen Kollegen schauen. Die sprechen oft Bände wie es hier zugeht.

                              -- Jetzt muss ich grinsen, bei meinem Vorstellungsgespräch in der letzten Woche habe ich gerade auf die angesprochenen Punkte das Gespräch gelenkt. --

                              Für mich ist der Schlüssel für die Umkehr solchen Verhaltens ein Wandel in den Köpfen der Manager und aller Führungsebenen, daß ihnen wieder klar wird, daß sie es mit Menschen zu tun haben und nicht mit seelenlosen Maschinen die auf Knopfdruck zu funktionieren haben oder wenn sie nicht funktionieren einfach ausser Dienst zu stellen. Menschen sind soziale Wesen die ein soziales Umfeld brauchen in dem sie wachsen können. Nur dann entfaltet sich ihre Kreativität und der Innovationsgeist den es auch bei kleinen Dingen braucht und nicht nur im "Großen", Und damit ein Umdenken stattfindet muss es Menschen wie Anstand geben die anders geartetem Verhalten mit Entschiedenheit die Stirn bieten und je mehr es werden desto grösser wird der Druck von unten nach oben etwas zu tun.

                              -- Martin, es ist auch eine Frage, "Was bin ich mir selber wert?" und der Mut etwas zu riskieren und dazu sind die meisten Menschen aus verschiedenen Gründen nicht bereit. Der geringste Weg des Widerstandes, ist für die meisten der beste, leider! Aber dies muss jeder für sich selber entscheiden! --
                              Zuletzt geändert von Anstand!; 15.12.2008, 19:44.
                              Anstand!

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