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Mobbing in der Ausbildung

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    Hallo, ich habe dieses Forum entdeckt und bin geschockt, wenn ich lese, was manche Menschen bspw. an ihrem Arbeitsplatz alles durchmachen müssen. Dabei wollen doch alle mit ihrer Arbeit nur einen Beitrag zur Gesellschaft leisten. Nehmen sogar lange Fahrtwege und wenig Urlaub in Kauf – um am Ende doch nur kritisiert zu werden.

    Auch stelle ich fest, dass Probleme am Arbeitsplatz und Mobbing einen fließenden Übergang haben. Eine gefährliche Situation, da sie von außen u.U. nicht richtig wahrgenommen wird und man schnell als Mimose oder dergleichen abgestempelt wird. Vor allem Azubis, Schüler, Ü-50er, alleinerziehende Mütter/Väter bewegen sich auf dünnem Eis. Verlieren sie ihren Job, haben sie ein Problem.

    Letzteres trifft auch auf mich zu. Ich bin Trainee in einem großen Medienunternehmen, arbeite aber in einer Außenstelle. Sprich: Mein Kollegenkreis ist überschaubar (in meiner Abteilung sind wir zu sechst). Am Anfang war ich die Neue. Habe alle Jobs brav erledigt, habe gezeigt, dass ich flexibel bin – und das in einer Stadt, die ich nicht kenne.

    Die ersten Wochen liefen auch zufriedenstellend, danach stagnierte es. Es ist sehr viel passiert, was ich hier nicht im Einzelnen schildern will, weil es einfach zuviel Text wäre. Soviel nur: Ich bin von der Rolle der Lernwilligen in die Rolle des Sündenbocks vom Dienst gerutscht. Hatte trotz (vermeintlich) starker Psyche einen Nervenzusammenbruch, wurde kurze Zeit später für zwei Wochen krankgeschrieben.

    Zum 1.1. wechsle ich auf eigenen Wunsch in eine neue Abteilung. Seitdem das aber bekannt ist, werde ich systematisch gemobbt: Ständige Kritik, Vorwürfe, Urlaubsplanung zu meinen Ungunsten und hinter meinem Rücken, aggressiver Ton. Der neue Kollege bekommt Privilegien ohne Ende eingeräumt, ich nicht.

    Auf der Zielgeraden wird mir nochmal richtig viel Druck gemacht. Die Folge: Ich mache Fehler, die schon peinlich sind. Für meine Chefs ein gefundenes Fressen, mich noch mehr fertig zu machen. Inzwischen muss ich Beruhigungsmittel nehmen, um überhaupt durch den Tag zu kommen. Ich weiß, es ist zwar nicht mehr lange hin. Bin aber ratlos, wie ich das aushalten soll.

    Das schlimme ist: Außenstehende denken mein Chef sei so ein lieber Typ. Das ist er auf den ersten Blick und am Telefon. Aber tief in ihm drin schlummert ein widerlicher Despot. Sein Vertreter ist ein Dampfplauderer. Ein wunderbare Kombination, oder?

    An meinem letzten Tag werde ich meinem Chef die Hand geben, ihm tief in die Augen sehen und sagen: „Danke… für nichts!“
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