Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Bitte um Rat

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Bitte um Rat

    Hallo, ich möchte Euch hier mal um Rat fragen, denn ich weiß langsam nicht mehr weiter.
    Ich arbeite seit nunmehr 20 Jahren in einem größeren Unternehmen. Seit etwa 10 Jahren gibt es dort eine Führungskraft, die zunächst Team- und jetzt Dienststellenleiter ist.
    Ich kam damals aus dem Erziehungsurlaub zurück und da war er da. Ich sollte dann damals versetzt werden, wogegen ich mich gewehrt habe, da ich nicht eingesehen habe, dass ich als Halbtagskraft mit 4 Std. täglich einen Anfahrtsweg von 3 Std. täglich haben sollte. Zwar bin ich damals damit durch gekommen, doch seitdem hasst diese Führungskraft mich abgrundtief. Vor ca. 4 Jahren hat er es dann doch noch geschafft, mich zu versetzen.
    Schon damals ist es zu Aussagen gekommen wie "meine Frau hat ja erst Karriere gemacht und dann Kinder bekommen, die hat es jetzt nicht mehr nötig, sich beruflich zu profilieren". Wobei bei mir von Profilieren gar keine Rede sein kann, denn ich mache einen Job, bei dem die Aufstiegschancen gleich null sind. Ich habe dann auch noch die Frechheit besessen, 2003 ein zweites Kind zu bekommen, bin dann nach ca. 8 Monaten wieder arbeiten gegangen.
    Ein großes Problem bei mir ist, dass ich eine angeschlagene Gesundheit habe, ich leide unter einer massiven Infektanfälligkeit, Allergien, Migräne etc. und bin deshalb überdurchschnittlich oft arbeitsunfähig. Und das ist der Aufhänger, den sich mein Chef jetzt krallt.
    Es hat in der Vergangenheit schon öfter Probleme deswegen gegeben, so wurde ich vor 2 Jahren an den Nasennebenhöhlen operiert, das ganze hat sich dann wegen einer Fehlbehandlung und zwei Nach-OPs über 3 Monate hingezogen. Die ganze Zeit über habe ich Kontakt mit der Arbeit gehalten, da ich sowieso jeden Tag zum Arzt musste, bin ich ab und ab auf der Arbeit vorbeigegangen und habe berichtet, wie es mir geht etc. Schon da hat der Chef sich über die lange AU erbost und hat behauptet, er habe die gleiche OP gehabt und wäre nach 1 Woche wieder arbeiten gegangen, mir wurde immer wieder unterstellt, ich würde ich AU herauszögern.
    Seitdem gibt es jedes Mal Zoff, wenn ich mich krank melde. Das führt schon so weit, dass ich mit Fieber etc. arbeiten gehe aus Angst, wieder Probleme zu bekommen. Auch als im letzten Jahr meine Kleine ins Krankenhaus musste und ich (was für mich selbstverständlich ist) mit gegangen bin, stieß das wieder auf entsprechenden Protest. Prompt steckten meine Tochter und ich uns im Krankenhaus dann auch noch mit einem Rota-Virus an und dadurch verzögerte sich wieder alles. Schon gab es wieder entsprechende Anfeindungen. Häufigster Satz:"das kann doch nicht sein..." So ist es aber nun mal, ich kann doch auch nichts dafür! Und ganz nebenbei ist es bei mir ja auch nicht NUR die Arbeit, die unter so was leidet, sondern auch die Gesundheit an sich, zu Hause bleibt auch alles liegen, es hängt ja immer eine Menge dran, wenn man krank ist, erst recht, weil ich inzwischen mit meinen Kindern allein lebe und auch keine Hilfe habe.
    Nun bin ich im Urlaub umgeknickt und habe mir die Bänder im Sprunggelenk verletzt. Weil ich schon wieder so eine Angst hatte, was das wieder für Wellen schlägt, habe ich im Gespräch mit meinem Teamleiter geäußert, dass ich ja sogar mit dem verletzten Fuß arbeiten kommen würde, größtes Hindernis ist, dass ich den Arbeitsweg bzw. den Weg zum Bahnhof (es gibt keine adäquaten Busverbindungen, zumal ich unterwegs meine Kleine im Kindergarten "abliefern" müsste) nicht bewältigen kann, da ich mit der Schiene, die ich tragen muss, nicht Auto fahren kann. Mein Teamleiter wollte nun mit diesem Dienststellenleiter abklären, inwieweit der Arbeitgeber vielleicht ein Taxi zum Bahnhof stellen würde, damit ich arbeiten kann.
    Und nun kommts: Der Dienststellenleiter macht jetzt eine riesige Welle, er gehe davon aus, dass ich gar nicht arbeitsunfähig bin, denn der Weg zur Arbeit gehöre nicht mit in die Beurteilung der AU, wenn ich meine bisherige Tätigkeit auch mit dem verletzten Fuß ausüben könne, und das müsse im Büro wohl möglich sein, dann müsste ich gefälligst sehen, wie ich zur Arbeit komme, das sei nicht Problem des Arbeitgebers. Ich habe daraufhin nochmals mitgeteilt, dass ich sehr wohl AU bin, dass es sich hier nur um ein Engegenkommen meinerseits gehandelt habe, dass ich trotz AU arbeiten würde, wenn ich bei der Bewältigung der Wegstrecke unterstützt würde. (Ich könnte mir die Taxikosten von ca. 20,-€ am Tag nicht leisten!) Bisher habe ich mit dem Dienststellenleiter nicht persönlich gesprochen, es läuft immer alles über meinen Teamleiter, der ruft dann den 200km entfernt sitzenden Dienststellenleiter an. Heute nun rief mich mein Teamleiter an und teilte mir mit, dass ich, sobald ich wieder arbeitsfähig sei, zu einem Personalgespräch mit dem Dienststellenleiter in der 200 km entfernten Stadt zu erscheinen habe. Warum und welche Konsequenzen mir jetzt drohen, wurde mir nicht gesagt. Der Teamleiter äußerte nur, er könne dazu nichts sagen, er halte sich da raus, der Dienststellenleiter sei schließlich sein Chef, er habe nicht das Recht, diesen zu kritisieren und er könne mir auch nicht raten, wie ich mich jetzt verhalten soll.
    ABER WIE SOLL ICH MICH JETZT VERHALTEN???
    Wer kann mir raten, mir evtl. auch sagen, was mir schlimmstenfalls passieren kann, worauf ich mich einstellen soll, wie ich mich im Personalgespräch verhalten soll?
    Für eine schnelle Antwort wäre ich Euch sehr sehr dankbar!
    Liebe Grüße
    Fatiha

  • #2
    sehr interessanter Beitrag. Leider kann ich Dir im Moment keinen Rat geben. Aber ich schieb einfach mal deinen Beitrag wieder nach oben. Vielleicht kann dir ein anderes Forumsmitglied helfen.

    l g

    Kommentar


    • #3
      Danke. Ich habe inzwischen den Personalrat eingeschaltet, der mich bei dem Gespräch mit dem Dienststellenleiter begleiten wird. Ich hoffe, dass ich von dort wenigstens ein wenig Unterstützung bekomme. Drückt mir die Daumen!

      Kommentar

      Lädt...
      X