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Mobbing macht krank! Rückenbeschwerden, Herz-
Kreislaufprobleme, Schlafstörungen,
Depressionen, Suchtmittelgebrauch,
Nervenzusammenbrüche, Magengeschwüre.
Die Liste der durch Mobbing
verursachten Krankheiten ist lang!
Folgen sind: Frührente, Psychiatrie,
Verlust des Arbeitsplatzes etc.
Zum Mobbingforum ->
Mobbing führt zu Stress und Krankheit, Krank durch Mobbing, was hilft?
Beispiele aus dem Forum:
Erste Hilfe bei Mobbing!
In dem Buch "Krise als Chance" ist ein Kapitel über Maßnahmen bei
Mobbing beschrieben. Zuerst ein Fragebogen um sich selbst zu prüfen,
vor allem wenn mehrere Kollegen Mobbing betreiben. Welche
Angriffsfläche man möglicherweise selbst bietet. Vielleicht hilft es
den einen oder anderen. Es hat nichts mit Schuldzuweisung zu tun,
sondern einmal nüchtern und klar seine Situation überdenken und
somit fähig ist Gegenmaßnahmen zu ergreifen.
Fragen die Sie sich stellen sollten:
- Behandeln Sie Ihre Kollegen zu überheblich?
- Lassen Sie nur Ihre Meinung gelten?
- Versuchen Sie immer andere von Ihre Meinung zu überzeugen?
- Wirken Sie aus Angst überheblich oder eingebildet?
- Haben Sie Kontaktschwierigkeiten und wirken deshalb auf die
Kollegen distanziert?
- Machen Sie viele Fehler, weil Sie Angst vor Ihren Vorgesetzten
haben?
- Halten Sie sich für schlechter als Ihre Kollegen?
- Sind Sie mit Ihrer Arbeit überfordert?
- Sind Sie anders als Ihre Kollegen? In welcher Hinsicht?
- Haben Sie private Probleme, die Sie mit in die Arbeit tragen?
Falls Sie einen Sympathisanten haben, sollten Sie diese Fragen
zusammen besprechen, denn zwischen dem Bild, das man von sich selbst
hat, und dem Bild, das der andere von einem haben, klaffen oft
Welten.
Ganz entscheidend ist es, diese Opferrolle abzulegen und die
Initiative zu ergreifen. Das heißt aber nicht, zum Gegenangriff
überzugehen (so eskaliert nur alles), sondern Ihre eigene
Einstellung zu ändern und der Mobbingsituation selbst die Grundlage
zu entziehen:
- Was können Sie jetzt tun, um die Angriffsfläche zu verkleinern und
möglichst keine mehr zu bieten?
- Können Sie einen Schritt machen, Ihr Verhalten korrigieren und die
Vergangenheit vergessen?
- Lassen Sie die anderen deutlich spüren, dass Sie das Spiel
durchschaut haben und es nicht mehr mitspielen! Wenn Sie so stark
sind, dass Sie das Mobbing mit entwaffnendem Humor nehmen können,
dann hat das Mobbing ganz und gar seine Wirkung verloren. Und wenn
Sie am Anfang nur so tun, als ob der eine oder andere Streich nur
lustig und zum Lachen wäre.
- Warten Sie nicht, bis Sie gegrüßt werden, sondern grüßen Sie
selbst "hemmungslos freundlich".
- Und wenn Sie ein Wunder bewirken wollen, sagen Sie innerlich Ihren
"Feind": Friede sei mit Dir!"
Wenn Sie solche Schritte der Eigeninitiative systematisch und
strategisch ergreifen, dann befreien Sie sich selbst aus der
Opferrolle.
Und doch gibt es ein Medikament gegen Mobbing:
Wer gelernt hat, eigene Grenzen zu setzen und zu verteidigen, und
wer fremde Grenzen nicht überschreitet, wird andere nicht mobben und
selber kein Mobbing-Opfer werden. Arbeiten Sie also daran, sich
Ihres Territoriums, Ihres "Königreiches" bewusst zu werden, Grenzen
zu ziehen und es zu verteidigen.
Bleiben Sie dann aber am Ball! Geben Sie sich nicht damit zufrieden,
sich aus der Mobbingsituation zu befreien, sondern leisten Sie ganze
Arbeit und bringen Sie wieder Lebensfreude in Ihre berufliche
Tätigkeit. So kann Ihnen diese provokante Situation helfen, ein
neues Verhältnis zu Ihrem Beruf zu bekommen.
Sich nur bedauern hilft keinem weiter, sondern die eigene Situation
klar und deutlich überdenken. Natürlich funktioniert das nicht so
schnell und es braucht sein Zeit, aber ich bin mir sicher, es könnte
helfen.
Viele Grüße Minna
Traumatische Erfahrung - wie seid Ihr
"danach" damit umgegangen?
Hallo,
ich wurde einige Jahre in der öffentlichen Verwaltung
massiv gemobbt. Ich habe mich für einen Ausstieg
entschieden, nachdem ich vergeblich versucht hatte, mir
von diversen Institutionen oder Ansprechpartnern Hilfe
zu holen. Ich habe mich für meine Gesundheit
entschieden.
Nun ist "es" vorbei; ich muß zusehen, dass ich meine
verwundete Seele wieder in Ordnung bekomme. Die
Erfahrungen waren traumatisch, ich fühle mich wie nach
einem langen Krieg. Ich bin fassungslos, wie Menschen
sein können. Meine normalen Wertvorstellungen haben sich
komplett gewandelt. Ich war immer leistungswillig und
habe viel für meine berufliche Zukunft gemacht. Die
Faulen sind weiter im Dienst und mobben und ich bin nun
draußen. Es paßt in meinem Kopf alles nicht mehr
zusammen.
Ich bin in Therapie. Mich würde dennoch interessieren,
wie Ihr Betroffenen damit umgeht bzw. umgegangen seid.
Wie habt ihr diese Grenzerfahrung verarbeitet?
Susanne
Wie Ich selbst ja schon herausgefunden hat, bringt ständiges
Hinterfragen und sich Gedanken machen nicht wirklich viel, Man
bleibt genau darin stecken, dreht sich irgendwann um sich selbst und
kommt kein Stückchen weiter. Es muss der nächste Schritt erfolgen,
der einen - nach dem Denken und Grübeln - ins richtige Handeln
bringt.
Deshalb halte ich eher nichts von endlosen Analysen, die führen in
der Regel zu Schuldzuweisungen auch gegen sich selbst und das ist
alles andere als produktiv, wenn man präventiv oder akut gegen
Mobbing, Depressionen, burnout etc. vorgehen will.
Die Welt ist bunt. Das heißt es gibt verschiedene (Persönlichkeits-)
Typen, daher auch unser Erleben, dass wir mit dem einen können, mit
anderen wiederum nicht, sprich warum bei einigen die Chemie sofort
stimmt, mit anderen werden wir wohl niemals warm.
Deshalb ist es mehr als hilfreich, darauf zu schauen, warum uns
bestimmte Situationen oder Personen zu schaffen machen und wie wir
ihnen künftig adäquat und selbstsicher begegnen können.
Das stärkt für viele Lebensbereiche, Erfolge und eine dauerhafte
positive Veränderung sind ein Ergebnis, das ich sehr oft bei meiner
Arbeit beobachten kann.
Man traut sich wieder mehr zu, erkennt, was einem gut tut und kommt
ins richtige Handeln. Denn diese Erfahrung hat wohl jeder schon mal
gemacht: mehr von dem gleichen Falschen tun, verschlimmert die
Situation nur noch mehr. Deshalb - etwas Anderes machen oder etwas
anders machen - und das kann man lernen, lernen anzuwenden.
Das hört sich nicht nur wunderbar an, es funktioniert wirklich. Ich
praktiziere seit Jahren nach diesem lösungsorientierten Verfahren
und kann nur Gutes berichten.
Hilfe muss auf dem Punkt sein, muss JETZT bereits greifen und nicht
erst in Wochen und Monaten.
Wer mehr darüber wissen möchte, schaut bitte auf meine Website
(siehe mein Profil); Therapeuten, die nach dieser Methode
erfolgreich arbeiten, gibt es mittlerweile bundesweit, zu finden auf
unserer Fachverbandsseite
www.ilpv.org
(Therapeutenliste).
Ich bin sehr glücklich, diese Form der Arbeit gefunden zu haben,
denn es wurde Zeit, sich von den bisher herkömmlichen analytischen
und wenig wirksamen Methoden abzuheben.
Das ist kein Aburteilen der vielen Psychotherapeuten, vielmehr eine
Anregung zum Umdenken an alle, die auch Erfolg in ihrer Arbeit
verzeichnen wollen, statt Patienten - wie bisher - über Jahre zu
therapieren mit mäßigem Erfolg aber gewinnbringend.
Es gibt sie, die wenigen Psychotherapeuten, die bereits mit der Zeit
gehen, sich fortbilden und der Realität ins Auge sehen, dass man mit
lösungsorientiertem Vorgehen, so viel mehr bewegen kann.
Aber die sucht man leider zur Zeit wie die Nadel im Heuhaufen, denn
die Kassen zahlen das nicht ... es hilft zwar und das ziemlich
schnell, aber die Kosten trägt jeder selber.
Da hat man die Wahl: jahrelange Therapie, lange Wartezeiten, wenig
effektiv, da viel zu lange in der Kindheit gewühlt wird - die Kassen
zahlen zwar, aber der Preis, den mal letztendlich tatsächlich dafür
bezahlt, ist enorm hoch.
Andererseits - eine fortschrittliche und wirksame Therapiemethode
wählen, die zwar wissenschaftlich anerkannt ist, aber nicht von den
Kassen übernommen wird. Warum ... wir lassen das mal im Raum stehen,
unkommentiert.
Was im übrigen auch wenige wissen: eine Psychotherapie über die
Kasse wird immer aktenkundig. Das heißt, für künftige Abschlüsse
etwa einer Lebensversicherung oder privaten Krankenversicherung oder
allem, wo Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß angegeben werden müssen,
sorgt das in der Regel dafür, dass man als vorbelastet oder
psychisch labil direkt in einen höheren Tarif rutscht.
Das waren jetzt heute mal ein paar kritische und vielleicht für den
einen oder anderen auch informative und hilfreiche Worte von mir.
Ich kann nur von meinen Erfahrungen berichten, sicher gibt es auch
unter den Therapeuten, die so arbeiten wie ich, Unterschiede. Das
ist auch gut so, denn jeder tickt nun mal anders und jeder Klient
findet zu genau dem Therapeuten, der zu ihm passt. Nicht jeder kann
mit jedem. Aber das hatte ich ja auch schon oben erwähnt.
In diesem Sinne
ein schönes Wochenende
Sabine
Hallo Minna,
erst mal gibt es ca. 1.000.000 gemobte Arbeitnehmer täglich bei
knapp 30.000.000 Arbeitnehmern/rinnen. Jedes dieser Mobbingopfer ist
nicht in der gleichen Mobbing-Phase. Arbeitgeber mobben aus sehr
verschiedenen Gründen. Möchte ein Arbeitgeber einen Mitarbeiter, der
ca.50 Jahre jung ist und seit 20 Jahren in der Firma tätig,
kündigen, kostet der normale Weg eine größere Abfindung. Wählt er
aber den Mobbing-Weg (einschließlich Abmahnungen etc.), spart er in
der Regel an der Abfindung. Das ganze hat wohl wenig mit dem
Selbstwertgefühl des Arbeitnehmers zu tun. Die Frage was er falsch
gemacht hat oder wo er Angriffsfläche gegeben hat ist in diesen
Fällen "er ist für seinen Arbeitgeber zu alt"! Welches Medikament
hilf da? Im Zweifelsfall das Medikament, das nach
Arbeitsplatzverlust und gesundheitlichen Beschwerden verabreicht
wird! Durch eine gerichtliche Auseinandersetzung eskaliert das
Verhältnis? Die Praxis ist doch eher in der Realität zu finden, als
in einem Buch. Sicherlich gibt es da gute Ansätze wenn die
Persönlichkeit gefestigt werden soll, nur o. g. Beispiel läßt sich
damit nicht lösen.
Erste Hilfe bei Mobbing fängt da an wo der Betroffene meint er muß
"Erste Hilfe" beanspruchen. Wo setzt die Erste Hilfe ein? Nach 10 x
gemobbt werden, nach 100 x gemobbt oder bei täglichem Mobbing. Die
Schmerzgrenze ist individuell verschieden. Jeder sollte für sich
entscheiden ob er professionelle Hilfe in Anspruch nimmt, oder ob
ein Gespräch mit Freunden reicht oder die Informationen in einem
Mobbing-Forum erst mal ausreichen.
Viele Grüße Simon51
Hallo Simon51,
es stimmt was du schreibst, natürlich kann man Mobbingsituationen
nicht verallgemeinern und diese in dem Buch beschriebenen Maßnahmen
kann nicht in jeder Phase angewendet werden.
Wenn mich der Arbeitgeber nach 20 Jahren los haben möchte, mir das
Leben schwer macht und darauf hofft, dass ich von selber kündige um
die Abfindung zu sparen, hilft mir kein Patentrezept. Aber es gibt
sie einfach, diese Menschen die manchmal selber die Gründe dazu
liefern, gemobbt zu werden. Da nun mal leider die Mehrheit eher
intolerant eingestellt ist und keine Sonderlinge oder Eigenbrödler
duldet, haben diese Menschen schlechte Karten.
Beispiel: Eine neue Arbeitskollegin kam in unser Team, sie machte
nicht gerade den sympathischten Eindruck, aber dennoch wurde sie
freundlich aufgenommen.S ie wurde in jeder Form
der Einarbeitung unterstützt und bei so manchen Fehler wurde hinweg
gesehen. Nachdem sie sicher im Sattel war, zeigte sie ihr wahres
Gesicht. Suchte sich immer nur die schönsten Arbeiten raus,
Kollegialität gab es in ihren Wortschatz nicht, aber die Wörter
verkohlen und .....kriechen um so mehr. Diese Frau hat am lautesten
rumgeschrien, wir ihre Kollegen wären gegen sie!
Sich selber Verhalten das einem schlecht wird, Mitarbeiter beim
Vorgesetzten anschwärzen nur um selber gut da zu stehen ....wer soll
da noch darüber lächeln und alles tolerieren?
Wenn jemand bereits nach der dritten Arbeitsstelle immer wieder die
selben negativen Erfahrungen machen muss, wird es dann nicht endlich
Zeit über seine Verhaltensweise oder Äußerungen nachzudenken? Keiner
ist ohne Fehler, aber wie man in den Wald hinein ruft...
Viele Grüße Minna
Beiträge aus dem Forum ->
zum Forum
Mobbing, Krankheit, Abmahnung
Hallo,
ich arbeite im Öffentlichen Dienst und habe schon länger ein
Mobbing-Problem.
In 2008 war ich schon mal mehrere Monate krank geschrieben. Nach
einer Reha bin ich wieder an die Arbeit
gegangen.
Doch das Mobbing ging weiter. Es kamen von einigen Kollegen dauernd
irgendwelche Anschuldigungen gegen mich,
wahrscheinlich weil man mich aus der Abteilung raus haben wollte.
Schließlich wurden sogar mehrere Dateien von meinem Computer
gelöscht, die aber wieder hergestellt werden
konnten. Ich musste zum Chef, und er veranstaltete ein regelrechtes
Verhör, in dem ich ihm mitteilte,
dass ich die Dateien nicht gelöscht habe.
Danach ließ ich mich wieder krankschreiben, das war Ende November
2009.
Seither bin ich krankgeschrieben.
Und nun kam im Juli 2010, mehr als ein halbes Jahr später, eine
Abmahnung wegen dieser gelöschten Dateien.
Es hieß, man gehe davon aus, dass ich die Dateien gelöscht habe.
Dass ich gemobbt würde, das wäre eine
reine Schutzbehauptung.
Eine Woche später erhielt ich die Aufforderung zu einem Termin beim
Amtsarzt.
Ich frage mich nun, was das alles zu bedeuten hat.
Warum schickt man mich jetzt zum Amtsarzt? Wird jetzt angezweifelt,
dass ich krank bin, oder ist das
normal nach längerer Krankheit? Wie soll ich mich bei diesem Termin
verhalten?
Was passiert, wenn ich danach wirklich wieder arbeiten muss?
Das Mobbing wird sicher weitergehen, und nach dieser Abmahnung habe
ich nun das Gefühl, dass ich
mich überhaupt nicht mehr wehren kann.
Hi Kitty
Zu dir könnte der Film passen: "Richard Kimble, Auf der Flucht!"
Das was der AG nun anstrengt nach einem halben Jahr "Krankheit" ist
vollkommen normal.
Der Amtsarzt wird dich untersuchen um festzustellen ob du nun nicht
mehr arbeiten kannst oder arbeiten willst.
Letzteres scheint mir eher der Fall. Nicht weil du von Natur aus
faul bist sondern weil du Angst hast wieder zur Arbeit zu gehen.
Wie lange willst du noch davonlaufen? Was bringt die
Krankschreiberei? Die macht alles nur noch schlimmer. Die Kollegen
bekommen noch mehr Munition um auf dich draufzuhauen. Du lieferst
sie ja Kistenweise fertig aufmunitioniert auf die MG Patronengurte.
Ich frage dich Kitty: Wie lange willst du noch warten um dein Leben
in die Hand zu nehmen, dich der Situation zu stellen und eine Lösung
nicht die Flucht zu wählen.
"Aufgeschoben ist nicht aufgehoben" heisst es in einem Sprichwort.
Du wirst aufpassen müssen, dass dir dieser Vorgang nicht zum
Rohrkrepierer wird.
Du wirst eine Weile Katz und Maus spielen können mit ihnen doch am
Ende wirst du als Verlierer aus dem Ring gehen, das garantiere ich
dir. Du hast nichts auf der Hand was dir den Kopf aus der Schlinge
zieht und eine Persönlichkeit vor der ma nicht unbedingt sagen
könnte, dass sie zielgerichtet und entschlossen handelt.
Wach auf aus deinem Traum, dass sich irgendwie alles von selbst
regeln wird. Wenn es dir dort nicht mehr gefällt, dann such dir
einen neuen Job! Aber so......?
Glaubst du deine Kollegen werden jubeln, dass sie deinen Job auch
machen müssen? Glaubst du sie werden dich dafür mögen? Wie glaubst
du überhaupt würden und werden Aussenstehende dein Verhalten
betrachten?
Stell dich den Realitäten bevor sie dich mit Macht einholen. Drück
dich nicht weiter vor der Konfrontation die eh unausweichlich ist.
Mit jedem Tag der vergeht wird deine Position schlechter. Willst du
dass sie dich fertig machen, dann mach so weiter wie bisher und ich
prophezeihe dir, dass es beim nächsten Job nicht besser sondern noch
schneller bergab geht. Die Angst ist wie ein Geschwür die dich von
innen her zerfrisst. Willst du zulassen, dass sie vollends Besitz
von dir ergreift und dich zerstört?
Und sag deinem Arzt einen schönen Gruss: Er ist eine Loser! Sonst
hätte er schon längst den Überweisungszettel in die Hand genommen
und deinen Fall in die Hände gegeben wo er hingehört.
Tut mir leid für die harten Worte. Aber anders kann ich das nicht
sehen.
Gruss Martin
Ich glaube, da machst du es dir zu einfach.
Wieder hingehen, und alles wird gut? Nein, so einfach ist das nicht.
Immerhin habe ich das ja schon versucht.
Ich war in 2008 schon mal für 6 Monate krank geschrieben. Dann habe
ich eine Reha in einer psychosomatischen Klink gemacht.
Und danach bin ich wieder arbeiten gegangen, habe sogar die
Abteilung gewechselt, um einen ganz neuen Anfang zu machen.
Doch die neuen Kollegen waren schon von den anderen Kollegen so
gegen mich aufgehetzt worden, dass sie mich gar nicht
in ihrer Abteilung haben wollten. Noch dazu ist dies eine Abteilung,
die fast gar keine Arbeit mehr hat, und demnächst aufgelöst
werden soll. Deshalb war es ihnen schon gar nicht recht, dass ich
noch dazukam, denn so fürchteten sie, dass die restliche Arbeit
noch schneller erledigt ist, und die Auflösung der Abteilung noch
eher kommt.
Dennoch habe ich versucht, das Beste daraus zu machen, und zu allen
freundlich zu sein, und meine Arbeit zu machen.
Aber die Kolleginnen haben sich von Anfang an gegen mich gestellt.
Immer wieder gingen sie zum Chef, und beschwerten sich über mich,
immer mit irgendwelchen Anschuldigungen.
Einmal soll ich angeblich den Stecker aus dem Computer gezogen
haben, dann fehlten einer Kollegin Seiten aus einer Akte usw.
Und schließlich waren einige Dateien an meinem Computer gelöscht und
ich musste zum Chef.
Ich war völlig fertig, und ich konnte einfach nicht mehr. Ich bin
jetzt auch schon seit einigen Monaten in Psychotherapeutischer
Behandlung.
Ich habe kaum noch geschlafen, hatte Albträume und Magenschmerzen.
Und ich habe sogar schon richtige Angstzustände, traue mich kaum
noch raus, weil ich Angst habe, meinen Kollegen in der Stadt zu
begegnen.
Mir geht es nicht gut.
Und dann sagst du einfach so, ich solle nicht weglaufen und wieder
arbeiten gehen.
Wenn das so einfach wäre, dann hätte ich das schon längst gemacht.
Ich denke, du hattest noch nie so ein Problem, denn sonst könntest
du mich verstehen.
Ich weiß im Moment gar nicht wie es weitergehen soll. Ich werde
erstmal den Termin beim Amtsarzt abwarten,
und wenn ich dann wieder arbeiten gehen muss, dann werde ich eben
wieder hingehen. Aber was dann passieren wird,
kann ich mir schon vorstellen. Besser wird es sicherlich nicht, ich
fürchte, das Mobbing wird weitergehen
Und auf Unterstützung vom Chef kann ich nicht hoffen.
Aber was bleibt mir anderes übrig. Einfach einen neuen Job suchen,
das ist auch nicht so einfach. Ich bin auch
schon 40 Jahre alt, da findet man auch nicht mal so eben was Neues.
Kitty
Hi Kitty
Ich mach es mir gewiss ganz und gar nicht einfach. Ich finde eben du
machst es dir einfach. Ich habe in meinem Beitrag mit keiner Silbe
erwähnt, dass du das dort ewig aushalten, wieder dort hingehen und
arbeiten sollst.
Und so wie es aussieht mündet dieser Job eh in einer Kündigung
früher oder später. Was aus meinem Beitrag nicht zu dir
durchgedrungen ist. Was kommt danach?
Willst du in Tat und Wahrheit anderen dein Geschick überlassen? Wie
geht es weiter wenn sie dich tatsächlich kündigen? Was passiert
dann?
Wirst du dich dann nicht auch wieder auf die Suche machen müssen?
Wirst du bis dahin jünger und selbstbewusster?
Wer einen Beruf gelernt hat, Fachkraft ist, der hat bis 45 noch
nicht so die Probleme als jemand der dort drüber liegt. Ich selbst
habe mit 42 gewechselt nach 18 Jahren im selben Job, weil ich bis
zur Rente noch mal etwas Spannung wollte und nicht nur Routine.
Es gibt nur die Grenzen, die du dir selber setzt. Ich habe mich
selbst über so viele schlechte Meinungen und Schwarzmaler hinweg
gesetzt, dass ich sie gar nicht mehr zählen kann. Alle sagten damals
ob ich nicht mehr alle Glocken am Christbaum habe. Und ich hatte
trotzdem Erfolg. Nachdem ich einen kurzen Einbruch im Gehalt hatte
verdiene ich heute mehr als früher, viel mehr.
Warum also immer an das denken was schief gehen kann? Das nimmt
einem Menschen auf Dauer nur den Mut die Zukunft mit Zuversicht und
Hoffnung zu betrachten.
Wir alle müssen Fehler machen im Leben. Wie sonst lernen wir etwas
neues. Wenn wir alles gleich von Anfang an immer perfekt beherrschen
würden, dann gäbe es keine Notwendigkeit Schulen zu bauen oder eine
Ausbildung zu machen.
Aus meiner Sicht ist es ein Fehler in diesem Job weiter zu machen.
Du weigerst dich den Fehler zu korrigieren weil die anderen schuld
sind an der Situation. Das mag ja sein, aber macht die Lösung wie
sie sich jetzt darstellt Fortschritte? Geht es dir durch die
verfolgte Strategie auch nur ein wenig besser? Hat sich das Problem
damit gelöst?
Haben deine Therapeuten auch mal über deine Zukunft nachgedacht und
dich zur Handlungsorientierung geleitet statt dich in deiner Haltung
zu unterstützen? Machen sie sich zu Co-Klienten?
Oder aber auch anders: Wenn sie dich für die Zukunft fit machen
wollen, hast du dich verweigert? Wenn du nicht willst, dann ist alle
Mühe vergebens die die Therapeuten aufbringen. Dein Wille und die
Entschlossenheit eine Veränderung herbeizuführen ist entscheidend ob
du die nötigen Veränderungen in deiner Weltsicht und Handlungswelt
in die Realität umsetzt. Ansonsten bist du das, was man
beratungsresistent bezeichnet.
Du ergibst dich vielleicht in deine Opferrolle nach dem Motto:
1. Die anderen sind schuld, dass es mir schlecht geht. Sie müssen
schauen, dass es mir wieder besser geht. Sieht es
denn danach aus?
2. Bis jetzt habe ich noch meinen Job. Warum sollte ich kündigen.
Was die tun ist Unrecht. Ich habe nichts getan!
Das mag gut sein. Doch teilen sie diese Einsicht? Und wie lange wird
es dauern bis dies geschieht?
3. Die haben mich mit ihrem Verhalten krank gemacht. Na wartet, ich
lass euch zahlen bis ihr schwarz werdet. Ich strafe euch so dafür,
dass ihr mir das angetan habt! Wie lange glaubst
du geht das noch gut? Was kommt danach?
Ich habe nun mit allen Gedanken die ich mir
machen musste um diesen Beitrag zu verfassen 45 Minuten meiner
kostbaren Zeit aufgewendet. Ich mache es mir somit weder einfach
noch leicht. Also ich persönlich schätze immer die Meinung von
Außenstehenden. Ich frage auch heute noch immer proaktiv mein Umfeld
ab was sie in unserer Zusammenarbeit gut finden oder eben nicht so
gut, wo mehr Support gefragt ist. Das öffnet mein Umfeld auch auf
meine Bedürfnisse einzugehen. Wir geben und nehmen voneinander. Das
um mich herum sind und betrachte ich als meine Kritiker. Von denen
bekomm ich Antworten auf meine Fragen die mir meine Freunde nie
geben würden weil sie Angst haben mich zu verletzen.
Von Freunden kann man selten etwas lernen. Wenn du etwas über dich
erfahren willst und etwas neues dazulernen willst, dann frage deine
Kritiker!
"Sometimes Feedback is hard"
Glaube mir: Auch ich habe in meinem Leben viel gehört was mir zuerst
gar nicht gefallen hat. Doch es war offensichtlich eine kluge
Entscheidung dies nicht zu ignorieren und im Alltag zu
berücksichtigen. Und diesen Kampf gegen meine Schwächen und gar
nicht so tollen Persönlichkeitsmerkmale führe ich bis heute
unentwegt. Und du kannst mir glauben: Es haben schon viele Versucht
Anlauf zu nehmen und mich umzustürzen wei sie es mit dir getan
haben. Doch ich war wohl immer clever genug die Zeichen vorher zu
sehen um geschickt auszuweichen. So gingen die Schläge meiner Gegner
entweder ins Leere oder ich habe mich mit Macht verteidigt. Meine
Waffen so scharf geschliffen, dass kein noch so dicker Panzer sie
aufhalten konnte.
Nicht jeder Mensch ist in der Lage zu handeln wie ein anderer. Das
ist auch eine Tatsache. Wir sind alle verschieden. Das macht das
Leben dafür aber reich und spannend.
Aber genau deshalb passt auch nicht jeder Mensch in jede Kultur und
in jeden Kulturkreis. Deshalb sollte man sich eben auch einen Job
suchen der diesem Kulturkreis entspricht und in dessen sozialem
Umfeld ich mich an gemeinsamen Werten orientieren und somit
angemessen bewegen kann. Versuche ich mich im für mich falschen
sozialen Umfeld zu etablieren werde ich unweigerlich anecken. Ein
Pazifist wird es beim Militär wohl zugegebenermassen schwer haben
als ein Waffennarr. Ein Autofahrer es wohl eher schwer haben einem
Motorradclub beizutreten, ein Paukenspieler wohl eher schwer in
einem Streichquartett mitzuspielen.
Und immer ist dieser Einzelne, dessen Merkmale nicht zum Rest
passen, ein Außenseiter, wird sogar als störend und peinlich
empfunden. Nach gewisser Zeit wird sich Widerstand formieren und
versucht den "Fremdkörper" zu entfernen.
Wer diese einfachen Mechanismen und die Wahrnehmung über deren
Anzeichen einfach aus seiner Wahrnehmung ausblendet, der hat ein
langes Martyrium vor sich, an dessen Ende nicht selten die
Vernichtung der Persönlichkeit als Preis steht.
Emotional bist du für deine Kollegen und/oder deinen Chef bereits
schon tot. Was also willst du da noch? Mach einen Deal mit diesen
Leuten. Einen Aufhebungsvertrag oder sonst was.
Aber vor allem: Mach etwas!
Gruss Martin
Hallo Martin,
zunächst einmal möchte ich mich bedanken, dass du dir soviel Zeit
genommen hast, um mir zu antworten.
Allerdings kann ich deine Meinung nicht teilen.
Ich weiß nicht viel über dich, und es würde mich interessieren, ob
du ein solch massives Mobbing schon einmal erlebt hast?
Denn wenn nicht, dann wirst du dich auch nicht in meine Situation
versetzen können.
Du sagst, ich solle kündigen und was Neues probieren.
Aber glaub mir, so einfach ist das nicht.
Ich habe früher eine Ausbildung bei einem Rechtsanwalt gemacht, dann
bin ich zum Öffentlichen Dienst gegangen.
Dort bin jetzt seit über 20 Jahren, allerdings ohne Ausbildung.
Wo sollte ich mich jetzt also bewerben.
Ein Rechtsanwalt würde mich nicht mehr einstellen, da habe ich
keinerlei Berufserfahrung.
Und im Öffentlichen Dienst wird heute auch niemand mehr ohne
Ausbildung eingestellt.
Außerdem komme ich aus einer Kleinstadt, wo es fast nur noch 400
Euro-Jobs gibt.
Da ich aber alleinstehend bin, muss ich einen Vollzeit-Job haben
damit ich davon leben kann.
Außerdem würde es mir nur Nachteile bringen, wenn ich selbst
kündigen würde.
Ich würde 3 Monate kein Arbeitslosengeld bekommen, und vom
Arbeitgeber auch keine Abfindung.
Deshalb wäre es dumm von selbst zu kündigen.
Du schreibst, irgendwann werden sie mir sowieso kündigen.
Vielleicht, das weiß ich nicht.
Und wenn, dann kann ich es nicht ändern. Aber dann werde ich
Kündigungsschutzklage einreichen,
und wenigstens noch eine Abfindung verlangen.
Ich weiß auch wirklich nicht, warum ich gehen sollte. Hast du nicht
selbst gesagt, weglaufen wäre keine Lösung?
Aber genau das würde ich doch mit einer Kündigung machen.
Warum sollte ich gehen? Eigentlich müssten die Leute gehen, die für
das Mobbing verantwortlich sind.
Wenn ich jetzt kündige, dann haben die gewonnen, und suchen sich
vielleicht das nächste Opfer.
Soll es denn immer so weiter gehen?
Ich finde, man muss sich gegen so etwas wehren. Und deshalb werde
ich kämpfen, so lange ich kann,
und nicht einfach kündigen.
Ich bin seit einiger Zeit in therapeutischer Behandlung. Meine
Therapeutin sagt, ich müsse mehr Selbstvertrauen gewinnen,
um mich in Zukunft von Anfang an dagegen zu wehren.
Du schreibst, ich wäre wahrscheinlich in dieser Umgebung ein
Außenseiter.
Ja, so fühle ich mich inzwischen. Aber das heißt ja trotzdem nicht,
dass dies der falsche Job für mich ist.
Immerhin habe ich dort fast 20 Jahre gearbeitet, ohne dass ich
jemals Probleme hatte.
Die Probleme kamen erst mit den neuen Kollegen. Deshalb denke ich
auch nicht, dass das alles an mir liegt.
Mobbing ist etwas wirklich Schlimmes. Und es verbreitet sich immer
mehr.
Man muss einfach irgendwann etwas dagegen unternehmen, sonst wird es
immer leichter,
unbeliebte Mitarbeiter einfach rauszumobben. Das darf nicht
passieren.
Deshalb werde ich nicht einfach aufgeben, sondern versuchen dagegen
anzukämpfen.
Gruß,
Kitty
Hallo Kitty
Ja man hat mich gemobbt und man versucht es ständig wieder. Ständig
werden neue "Interessengemeinschaften" geschmiedet die vor allem
eins zum Ziel haben.: Mich und meine Position zu schwächen. Deshalb
betrachte ich mein Leben als immerwährenden Kampf bis ich in Rente
gehe. Und wer weiss was dann kommt. Ein netter Nachbar?
Fakt ist, dass ich mir niemanden so nahe kommen lasse, dass er genug
weiss, um mir wirklichen Schaden zufügen zu können. Leute mit denen
ich geschäftlich zu tun habe halte ich auf sichere Distanz zu meinem
Privatleben und was tief in mir drinnen vorgeht. Das macht mich ein
Stüch weit unnahbar. Viele bedauern das. Ich möchte nicht von jedem
wissen warum. Denn, da teile ich deine Meinung rennen immer mehr mit
dem Dolch unterm Jacket herum den sie dir ohne mit der Wimper zu
zucken in die Rippen stossen wenn sie auch nur den geringsten
Vorteil dadurch für sich sehen.
Ich denke dir ist es geanuso ergangen. Neue Kolegen, die sich auf
Kosten der in der Aggression schwächeren, eher zurückhaltenden
Kollegen profilieren wollen zeigen keinerlei Skrupel oder
Rücksichtnahme auf verdiente Mitarbeiter. Ihre Gier ist auf mehr
Geld, höheren Rang und immer mehr Macht fixiert. Ein schlechtes
Gewissen kennen sie nicht. Es wird einfach ausgeblendet. Masslose
Egoisten mit dem Hang zur Megalomanie und menschenfeindlich.
Davon werden jeden Tag immer wieder welche neu geboren. Gegen die
muss man sich wehren.
Aus diesem Grund liegt nie etwas Wichtiges auf meinem Schreibtisch
herum, sichere ich meine Daten jeden Tag und pflege einen guten
Umgang mit meinem Chef, der täglich im Bilde ist was im Laden läuft.
Die meisten meiner Kollegen sind in dieser Hinsicht eher nachlässig
und haben so offensichtliche Versäumnisse, dass sie mir nie
gefährlich werden können. Ich beurteile ständig mein Umfeld und
trage mit meinem weithin sichtbaren Engagement für die Firma und die
Performance dafür Sorge, dass ich meinen Widersachern immer eine
Nasenlänge voraus bin. Und weisst du was, das macht richtig Spass zu
sehen wie andere sich darüber ärgern, dass ich so gut informiert, so
motiviert und so unangreifbar bin. Durch meine Leistung und durch
meinen Auftritt der stets von Höflichkeit, Hilfsbereitschaft und
unermüdlichem Einsatz für die Firma und meine Kollegen
gekennzeichnet ist.
Das alles hab ich nicht in die Wiege gelegt bekommen. Ich musste es
mir hart erarbeiten und viel Leid und Schmerz bis zum heutigen Tag
erdulden aufgrund der Fehler die auch ich bis hierhin gemacht habe.
Und es wird weitergehen. Das Lernen wird nie enden so lange ich
lebe. Dessen bin ich mir (selbst)bewusst.
Deine Therapeutin hat recht: Du brauchst mehr Selbstvertrauen! Was
denkst du könnte dir dieses verschaffen?
Selbstbewusstsein strahlt man aus sagt man. Selbstbewusstsein lässt
uns stark wirken sagt man. Das ist richtig! Aber was ist
Selbstbewusstsein wirklich?
Bevor ich dir meine Version darlegen möchte, wäre ich dir dankbar
deine ganz persönliche Meinung zu hören.
Du weisst nicht viel von mir. Ich von dir auch nicht. Aber ich sehe
in dieser relativ kurzen Zeit Dinge die sich in deinem Leben im
Kreis bewegen.
Helfen kannst du nur dir selbst. Kein Therapeut und kein Forum kann
die Räder die sich in deinem Kopf drehen auf die andere Seite
wenden. Dazu bist nur du in der Lage.
Ich finde deinen Fall deshalb so spannend, da du auf meine
provokanten Thesen zumindest im letzten Beitrag richtig kontra
gegeben hast. Das sagt mir, dass du noch nicht tot, nicht besiegt
bist. Das finde ich gut! Du hast dich nicht aufgegeben! Du bist
bereit zu kämpfen wenn es sein muss.
Um einen Kampf zu gewinnen braucht man gegen eine Übermacht selbst
Verbündete. Hast du noch welche am Arbeitsplatz und wie könntest du
sie für deinen Kampf mobilisieren?
Du schöpfst viel aus den Erfahrungen und Stimmungen der
Vergangenheit, um deine jetzige Situation zu analysieren und dich
selbst zu stabilisieren. In wie fern könnte dies für die Gestaltung
der Zukunft für dich nutzbar gemacht werden? Hast du da eine Idee?
Nimm es mir nicht krumm. Ich will dir ganz bestimmt nichts böses.
Doch nur wo zwei Fronten aufeinandertreffen wird sich mit Blitz und
Donner das reinigende Gewitter entladen, die Wolken ihre Last
abladen und wenn der Regen auf fruchtbaren Boden fällt wird sich aus
dem zuvor toten Boden etwas neues lebendiges dem Licht entgegen
strecken und empor steigen, sich zu einem neuem Leben formen.
In diesem Sinne würde ich mich über einen weiteren Fortgang freuen.
Gruss Martin
AW: Mobbing, Krankheit, Abmahnung
Hallo,
du hast viel geschrieben, aber ich denke, man kann deine
Situation nicht mit meiner vergleichen.
Ich mache das alles nun schon mehrere Jahre lang mit,
und meine Situation an der Arbeit wird immer schlimmer.
Inzwischen habe ich schon einen so schlechten Ruf in
diesem Amt, weil immer mehr Kollegen gegen mich
aufgehetzt werden.
Und ich habe von keiner Seite Unterstützung, nicht vom
Chef und noch nicht mal vom Personalrat.
Das habe ich ja nun gesehen, nachdem ich diese Abmahnung
bekommen habe, für gelöschte Dateien,
ohne dass es irgendeinen Beweis gegeben hätte.
Was hätte ich also anderes machen sollen, als mich
krankschreiben zu lassen?
Und nun schickt man mich zum Amtsarzt.
Und das war ja eigentlich auch meine Frage.
Was passiert da? Wie soll ich mich verhalten?
Und was ist, wenn der Amtsarzt sagt, ich bin gesund?
Muss ich dann sofort wieder an die Arbeit gehen, auch
wenn
mein Arzt mich krankgeschrieben hat?
Anscheinend kann mir diese Fragen hier aber auch niemand
beantworten.
Ich weiß, dass ich an der Mobbingsituation im Moment
nichts ändern kann.
Kündigen werde ich auf jeden Fall nicht.
Ich weiß auch, dass es gut wäre, ein bisschen
selbstbewusster zu sein,
aber das ist nun mal nicht so einfach, wenn man in einer
Depression steckt.
Ich weiß im Moment einfach nicht, wie es weitergehen
soll.
Und ich habe irgendwie das Gefühl, dass das keiner so
richtig versteht.
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Mobbingforum
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