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Kollegin wird zur Vorgesetzten - Erfahrungsbericht zum Bossing

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    Ich bin hier heute an dieses Forum geraten und habe mich entschlossen, heute mal meine Erfahrungen öffentlich zu machen.... Ich begebe mich damit auf sehr dünnes Eis, da ich dank meiner Vorgesetzten vor 17 Monaten die Kündigung und vor 12 Monaten eine Anzeige wegen Stalking erhalten habe, nur weil ich mich öffentlich gegen sie aufgelehnt habe.

    Zur Geschichte:
    Vor 15 Jahren war ich als Assistentin des Geschäftsführers einer Tochterfirma eines rennomierten berliner Unternehmens tätig. Da der alleinige Gesellschafter und mein Chef sich damals in die Haare bekommen haben, wurde die Tochterfirma aufgelöst, mein unmittelbarer Chef entlassen und ich natürlich gleich mit, da ich ja seine rechte Hand war.

    Ich habe Berlin daraufhin für fast sieben Jahre verlassen, mein Chef hat eine neue Firma aufgebaut, in die er mich nach meiner Rückkehr nach Berlin aufgenommen hat - als seine Assistentin. Natürlich hatte er im Laufe meiner Ortsabwesenheit bereits eine Assistentin etabliert, mich aber gleichberechtigt eingestellt. Da zu diesem Zeitpunkt ohn3ehin eine neue Firma gegründet werden sollte, wurden diese vermeintliche Kollegin und ich gemeinsam als gleichberechtigte Geschäftsführerinnen der neuen Firma ernannt. Über sechs Jahre hinweg waren "sie" und ich gleichberechtigt für die Belange des Unternehmens zuständig.

    Bis die Steuerfahndung unserem gemeinsamen "Cheffe (=Geldgeber)" den Hahn abgedreht hat und er die Firma gesamt vollends an den Mitbewerb verkaufen wollte und "SIE" hinterrücks die Gelegenheit genutzt hat, sich die gesamte Firmengruppe als Geschäftsführerin unter den Nagel zu reissen....

    Sie tat nun ab sofort als große Macherin und wurde wenige Wochen danach schwer krank... Eine Autoimmunkrankheit erlaubte es ihr, sich aus dieser Verantwortung kurz nach deren Übernahme komplett zurückzuziehen..

    Ich machte meinen Job natürlich weiterhin.... ob nun mit oder ohne TItel, darauf kam es mir ja nie an, aber ich stand halt hinter diesem Unternehmen, was ich mit einigen wenigen anderen lange vor ihrer Zeit gegründet hatte..... Für mich war es selbstverständlich, mich weiterhin einzubringen... ich war alleinerziehende Mami eines Grundschulkindes und brachte mich trotzdem ein, weil ich mich eben f+r meine langjähribgen Kollegen genauso verantwortlich gefühlt habe...

    Dieser Einsatz aber wurde in "ihren Augen immer mehr zhur Gefahr... während "sie" ihre Krankheit auslebte, wurde meine Krankheit (Depressionen) für sie zum gefundenen Fressen, mich abzusägen...

    Sie war mittlerweile seit 5 Monaten nicht in der Firma, wärhend ich den Laden geschmissden habe, als sie Angst bekam, ich könnte ihr den Rang ablaufen. Ich habe mir sogar die Nächte um die Ohren geschlagen, um Werbekonzepte zu entwerfen oder Aquise zu machen. Sie hingegen dümpelte krank dahin und konnte gerade noch so am Rande rechtzeitig reagieren, wenn das Finanzamt uns mal wieder die Konten dicht gemacht hat, weil sie und unser Hauptgesellsc hafter mal wieder an der Buchhaltung manipuliert haben. Natürlich ging ihr der "Popo" auf Grundeis vor lauter Angst, ich könnte ihr die Geschäftsführung treitig machen. So kontaktierte sie in ihrer Unsicherheit meine Familie und redete dieser ein, ich sei suizidgefährdet und brachte mich noch am selben Abend in eine Klinik in der Hoffnung, ich würde für Wochen stationär dort aufgenommen werden. Natürlich war ich nach all den Kämpfen gegen Finanzamt und co entsprechend zermürbt und kraftlos und hatte ja keine >Verbündeten...

    Der Abend, an dem mein schluchzender Sohn in meinen Armen lag, wird mir immer als Mahnmal in Erinnerung bleiben.... als ich ihm sagte: "Mami ist ganz bald wieder zurück, die Omi passt auf Dich auf".... Ich hatte keine Handhabe mehr, weil meine Ex-Chefin meine Mutter so tief belogen hat und meiner Mutters Ängste ausgenutzt hat... DAS ist das, was ich meiner Ex-Vorghesetzten niemals verzeihen kann.... Die trägt die alleinige Verantwortung dafür, dass ein 6-jähriger Junge derartige Ängste durchmachen musste...

    Ich war damals nach all dem Mobbing, das in der Firma seit Jahren lief, nur weil sie Angst hatte, ich könnte ihr den Rang ablaufen (btw. zurecht, denn ich war IMMER da und habe mich eingebracht, im Gegensatz zu ihr, die kam und ging, wann sie wollte und lieber mit unserem Gesellschafter, der eh schon lange keinen Bock mehr auf den Laden hatte, Karten spielte) leider schon zu kaputt, mich dagegen noch zu wehren... und fuhr an diesem Abend mit in die Klinik.. Endlich hatte "SIE" mich soweit, ich war mürbe genug, ihren Spielchen zu folgen, sie wähnte sich am Ziel, mich loszuwerden... mich. die einzige, die unseren damaligen Enthusiasmus und Gründergeist noch aufrecht erhalten hat und dem alten Gründungsteam die Augen öffnete....

    Ich in der Klinik - stationär über Wochen - das wäre die Lösung all ihrer Probleme gewesen, und noch dazu wäre SIE die Samariterin gewesen, die mir "armem Wesen" geholfen hätte, weil sie mich ja dorthin begleitet, mir zur Seite gestanden hat... Hach wäre das schön gewesen....

    Dumm nur, dass der aufnehmende Arzt mich nach unserem Erstgespräch nicht aufnehmen wollte, weil ich eben offensichtlich NICHT durchgeknallt genug war....

    Tja, uns SO musste sie mich dann halt wieder nach Hause fahren.. zurück zu meiner Familie.. zurück in mein gesundes Leben.... und somit auch zurück in die Firma...

    Natürlich berichtete ich tagsdrauf in der Firma, was passiert war ... und... bekam daraufhin die Kündigung... ging noch vor Gericht, um ein paar Monate länger Geld zu bekommen, klarzustellen, dass es keinerlei Gründe für eine personenbedingte Kündigung gibt...

    Ich habe gewonnen... und postete - das war mein Fehler - all diese Erlebnisse im Netz.. Ich war doch echt so naiv, nicht damit zu rechnen, dass "SIE" mich sogar im Netz verfolgte. Bekloppt wa?... Und doch, "SIE" tat es, fand natürlich prompt mein Posting und zeigte mich wegen Stalking und übler Nachrede an.....

    Da hatte "SIE" nun endlich ihren Willen, mich rausgeekelt zu habe, aber nein, das reichte ihr nicht, sie musste mir noch eine einschenken und mich anzeigen... anzeigen dafür, dass ich die Wahrheit gesagt habe... über sie, meine Kollegin, über die Wahrheiten, darüber, was wirklich abläuft in diesen Kreisen...

    Tja... das war wohl mein Fehler... und das war meine Geschichte...

    Dank dieser fiesen Person versuche ich bis heute vergebens, beruflich wieder Fuß zu fassen, weil natürlich jeder neue potentielle Arbeitgeber mit dem letzten telefoniert...

    Nein, ich sehe mich nicht als Opfer, ich würde sogar mit Stolz Regale auffüllen, SXpargel ernten oder Straßen fegen, wenn nur ENDLICH diese Person aufhören würde, meinem Kind und mir das Leben kaputt zu machen....

    Ich erwarte kein Mitleid, kein Bedauern, sondern freue mich darauf, zu lesen, was IHR diesbezüglich erlebt habt, möchte Euch Mut machen, niemals aufzugeben!!!
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