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Ambulanter Pflegedienst: Mobbing, Unbezahlte Mehrarbeit, Beleidigung

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  • Ambulanter Pflegedienst: Mobbing, Unbezahlte Mehrarbeit, Beleidigung

    Hallo Liebes Forum!

    in erster linie finde ich es echt klasse das es so ein forum gibt um sich auszutauschen und zu sehen das man nicht alleine ist!

    nun zu meiner geschichte:

    Ich bin 26 Jahre alt und arbeite als Altenpflegehelfer in einem Ambulanten Pflegedienst.
    In diesem Dienst arbeite ich jetzt seit ca. 3 Jahren. 1 Jahr davon war meine Ausbildung.

    In diesem Dienst ist es Gang und Gebe die Arbeiter abzuzocken. Wir sollen Pflegeplanungen etc. nach der Arbeit erledigen und bekommen an allgemeiner Bürozeit nur 10 Minuten täglich bezahlt. Was nicht bedeutet das wir nach den 10 Minuten auch Heim dürfen...

    Ich als 1 Jähriger examinierter Altenpflegehelfer darf ich laut Gesetzgeber auch garkeine Pflegeplanungen schreiben. Das interessiert meine Chefin aber in keinster Weise. Stattdessen wird mir noch gedroht wenn ich die arbeit verweigere. Wie bereits erwähnt ist ja auch alles "Freizeit".

    Auch Tourenbesprechungen die 1mal Monatlich ausgetragen werden, werden nicht bezahlt. Von allem dem steht aber nichts im Vertrag!

    Ich habe alles 3 Jahre über mich ergehen lassen und einfach mitgespielt. Jetzt habe ich die Aussicht auf eine Stelle in einem Pflegeheim. Ich warte nur noch darauf das die Stelle für mich frei wird. Das hat meine Chefin mitbekommen und seit dem verhält sie sich mir gegenüber noch schlimmer. Sprüche wie "wenn du in einem heim arbeitet dann musste auch schon um 13 uhr auf die arbeit kommen" stehen an der tagesordnung. nur mit dem unterschied das mir die zeit dort auch bezahlt wird. in diesem betrieb aber wie o.g. nur 10 minuten tägliche arbeitszeit + die arbeitszeit auf tour.

    Heute ist die Bombe dann endgültig geplatzt. Wie jedes mal habe ich nach der Tour, in meiner Freizeit, an Pflegeplanungen gearbeitet. Diesmal wieder 1 1/2 Stunden ohne jegliche bezahlung. Auch dann wird jedes mal nach kleinen Fehlern gesucht, nur damit ich nicht nachhause kann.
    wenn ich gehen will wird mir gedroht. arbeitsverweigerung etc. wird mir vorgeworfen.
    als ich endlich fertig war ging ich nachhause. kaum dort angekommen klingelte das handy. wie man mir mitteilte solle ich "sofort ins büro kommen".
    der mdk hatte sich für morgen angekündigt und ich sollte noch einen pflegeablaufplan schreiben. als ich sagte das ich nicht kann und nicht zuhause bin wurde ich beleidigt. ("leck mich am ...) und es wurde einfach aufgelegt. ich habe zurückgerufen und wollte es klären aber ich wurde nur abgewürgt. auch meine lebensgefährtin hat es versucht und wurde ebenfalls abgewürgt. daraufhin habe ich eine kollegin angerufen die sich im büro befand. ich muss dazu sagen das alle meiner kolleginnen angerufen wurden und alle sind ins büro gekommen, nur ich nicht. ich habe ihr gesagt das ich morgen zum arzt gehen werde weil ich krank wäre. mir schlägt das alles auf den magen hab ich gesagt. außerdem ist mir rausgerutscht das die kündigung auch bald kommt. das hat aber ausser hier keiner gehört und es war ja auch nix schriftliches. jetzt will ich morgen zum arzt gehen und mich krankschreiben lassen bis ich die neue stelle annehmen kann oder meine arbeitgeberin mich kündigt... ich halte es einfach nicht mehr aus. ich habe sogar angst davor ihr morgen meine krankmeldung vorbei zu bringen... laut arbeitsvertrag muss diese nämlich am ersten tag im büro sein...

  • #2
    AW: Ambulanter Pflegedienst: Mobbing, Unbezahlte Mehrarbeit, Beleidigung

    Dein spontaner Wunsch zur Kündigung kam aus Deinem Inneren. Das sollte kein Problem sein, denn Pflegekräfte werden überall gesucht.
    So, wie Du die Lage beschreibst, stehst du kurz davor, vom Arbeitgeber gekündigt zu werden. Das wäre besser für Dich, denn damit wäre Dein Problem gelöst und Du würdest in einer möglichen Übergangszeit vom Amt betreut werden. Außerdem hättest Du Zeit zum Luftholen, falls Du nicht von heute auf morgen eine neue Arbeit findest.
    Wenn Du Deine Arbeit liebst, so wirst Du sehr schnell einen Job finden, der sozial verträglicher für Dich ist als der jetzige.
    Bitte habe keine Angst, die Krankmeldung vorbeizubringen. Du bist nicht absichtlich krank geworden. Der/diejenige, der/die das verursacht hat, kann ruhig auch mal mit der Konsequenz konfrontiert werden.

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    • #3
      AW: Ambulanter Pflegedienst: Mobbing, Unbezahlte Mehrarbeit, Beleidigung

      Hallo sue. Danke erstmal für deine beruhigenden Worte... Meine Angst war jetzt das ich bei Kündigung wegen zu langer Krankheit auch vom Amt eine sperre bekäme?
      Ich habe heutevormittag einen Termin beim Arzt, mal sehen was passiert. Ich will da auf jeden Fall nicht mehr hin.

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      • #4
        AW: Ambulanter Pflegedienst: Mobbing, Unbezahlte Mehrarbeit, Beleidigung

        So... ich war gerade beim Arzt. Da mein Vertrauensarzt Urlaub hat musste ich zu einem Internisten der in der gleichen Praxis ist.
        Dieser machte mir nach dem ich fertig mit dem erzählen war klar das dies in seinen Augen ein Arbeitsrechtliches Problem wäre und kein Gesundheitliches. Als ich dann sagte das ich Nachts nicht schlafen könne und auch Magenschmerzen und Unruhe habe lächelte er bloß blöde...
        Dann hat er mich mit wiederwillen 10 Tage krankgeschrieben... Na toll... jetzt geht es mir eigentlich noch schlechter als vorher. Mein Vertrauensarzt ist noch diese und nächste Woche im Urlaub. Ich überlege momenan ob ich nächste wWoche nochmal zu einem anderen Arzt gehen soll und da nocheinmal mein "Glück versuche"... Über Meinungen und Ratschläge wäre ich sehr dankbar.

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        • #5
          AW: Ambulanter Pflegedienst: Mobbing, Unbezahlte Mehrarbeit, Beleidigung

          Hallo donny122,

          dein Internist scheint wenig Ahnung von der Psyche eines Menschen zu haben. Darum gibt es ja auch Fachärzte. Wenn ein Psychologe deine Geschichte hört, und dann auch sagt, das es ein arbeitsrechtliches Problem sei, stimmt die Aussage deines Internisten. Zu welcher Fachrichtung gehört der Vertrauensarzt? Wenn er auch kein Psychologe ist, ist ein Besuch sehr wahrscheinlich nicht erforderlich.

          Eine Sache ist die Krankmeldung. Es mag im Arbeitsvertrag stehen das die Krankmeldung am ersten Krankheitstag erfolgen muss, d.h. aber nicht schriftlich. Also reicht ein Telefonanruf mit der Mitteilung das die AU per Post unterwegs ist. Alles andere ist Wunschdenken des Arbeitgebers. Anders ausgedrückt, Arbeitsverträge dürfen den gesetzlichen Regelungen nicht widersprechen.

          Ich hoffe das die Stelle im Pflegeheim an Dich geht. Damit wären dann einige Probleme der jetzigen Stelle nicht mehr aktuell. Also auf jeden Fall ein Gespräch mit einem Psychologen vereinbaren und dann weiter sehen.

          Grüße Simon51

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