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Angriffspunkt Hunde

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    Hi,

    ich bin neu hier und muss mir alles von der Seele schreiben. Obwohl ich ansonsten kein Häschen bin und mich als Frau in der Baubranche auch oft beweisen muss, macht mich die Situation hier langsam fertig.

    Ich wohne seit 9 Jahren in einer Wohnung in der Hundehaltung vertraglich erlaubt ist. Ich habe auch von Anfang an Hunde gehabt. Die Hausgemeinschaft ist nett und tolerant. Ich hatte sogar Katzen, die ich mittels Katzenleiter von meinem EG-Balkon in den Garten gelassen habe.

    Viele Bewohner im Block haben regelmäßig mit den Katzen im Garten gespielt.

    Vor 6 Jahren hat ein "rüstiger Rentner" eine Wohnung im Nachbarhaus gekauft. Dieser störte sich massiv an der Katzenleiter und setzte der Hausverwaltung so lange zu, bis diese mich aufforderte diese zu entfernen. Da das Ganze leider rechtlich korrekt war, habe ich mich gefügt und mich nur still geärgert, dass der besagt Nachbar mir das nicht selbst irgendwie sagen konnte. Im Gegenteil, er hat mich nie persönlich angesprochen.

    Einige der Nachbarn haben es mir nur nach den Eigentümerversammlungen erzählt (ich bin ja "nur Mieter").

    Jetzt habe ich ja auch 2 Hunde. Und ich gehöre zu den "guten" Hundebesitzern. D.h. ich räume meine Hinterlassenschaften weg, trotzdem ist allg. bekannt, dass sich besagter Herr wegen meiner Hunde aufregt. Auch das konnte ich bisher ignorieren. Vor allem, da er selbt mit dem minimalen Geräuschen meiner Hunde nicht direkt betroffen ist.

    In den letzten Jahren sind in der Straße die öffentl. Mülleimer entfernt worden und ich habe tatsächlich (Asche auf mein Haupt) das ein oder andere mal meine "Kacktüten" im Stress im Rinnstein entsorgt.

    Eines Tages hingen diese dann an meinem Auto. Ich hab sie entnervt in den Rinnstein gelegt. Klar weiss ich, dass das nicht ganz korrekt ist, aber wir sind alle nicht perfekt.

    Wieder einige Tage später landeten diese vor meiner Wohnungstür. Natürlich zerissen und als ich nicht da war.

    Ich wusste sofort woher der Wind weht. Immerhin beschwert sich besagter Herr auch öffentlich darüber, dass ich ihn nicht grüsse.

    Nach 6 Jahren erfolgloser Ignoranz ist mir dann die Geduld aus gegangen und ich habe ihn zur Rede gestellt, im Sinne davon, dass er mich doch bitte persönlich ansprechen soll, wenn er ein Problem hat und diese feigen Attacken sein lassen soll. Immerhin hat er mit dieser Aktion vor anderen Nachbarn geprahlt. Das Ergebnis war ein cholerischer Anfall seinerseits und wüste Drohungen, er würde dafür sorgen, dass ich bald keine Hunde mehr habe. Dafür gab es einen Zeugen und ich bin zu einem Anwalt. Ich erklärte dem Anwalt, dass ich mich beobachtet und verfolgt fühle. Es gibt noch mehr Hundebesitzer in dieser Straße und der gute Mann vergreift sich aber nur an der alleinstehenden Frau. Der Anwalt hielt es für Kinderkram und schickte mich weg.

    Ich bat die Nachbarn, denen er das erzählt hat auszusagen. Keiner will sich in den "harmlosen Nachbarschaftsstreit" einmischen.

    Ich habe förmlich gebettelt. Ich sagte damals schon, dass auch wenn ich brav meine Kacktüten wegräume (mache ich ja immer, entsorge auch die Tüten nicht mehr im Rinnstein), er nicht aufhören wird. Ich habe schon Hemmungen mit meinen Hunden vor die Tür zu gehen. Ich fühle mich in der Straße total verunsichert.

    Und was nun? Gestern pflaumte mich eine Frau aus dem Nachbarhaus an, weil mein Hund auf die Wiese pullert. Die Wiese vor dem Haus wird nicht gepflegt und ich "böse" dachte, es sei besser, dass meine Hunde da pullern, als auf die Straße (da läuft man durch) oder an die alten Bäume. Meine Hunde dürfen nämlich auch nicht an Blumenkästen o.ä. pullern.

    Ich habe der Dame die Sachlage freundlich erklärt. Ich dachte schon "Nachtigall ich hör Dir trappsen" und da fiel er, der Name. XYZ hätte mich ja schon mehrfach angesprochen (hat er nicht), aber ich sei ja immer so uneinsichtig und eine Abmahnung von der Hausverwaltung hätte ich ja auch schon (hab ich nicht).

    Ich habe ausgesprochen freundlich und sachlich versucht zu reden. Ich könne den Unmut über Kackhaufen gut verstehen, aber ich würde die meiner Hunde ja nun wegräumen und einen Katheter legen geht halt nicht. Zudem am Tag ganz viele Hunde an der Wiese vorbeilaufen und es wie gesagt auch besser wäre, als der Gehweg. Auf dem Grünstreifen laufen keine Menschen und spielen keine Kinder. Er ist schlecht angelegt (Grassorten falsch gemischt) und wird nicht gesprengt.

    Nichts zu machen. Meine Hunde wären hauptsächlich schuld, weil ich mehrmals am Tag dort vorbei gehe. Ich solle meine Hunde an der kurzen Leine zu anderen Häusern führen. Immerhin wäre ich nun mehrfach beobachtet worden, dass meine Hunde dorthin pullern (klar, ich muss auch mind. 3x am Tag dort vorbei). Der XYZ hat mich nun mal wieder auf der Tagesordnung der Eigentümerversammlung. Er hetzt offensichtlich gegen mich und ist selbst zu feige für die Konfrontation.

    Freunde und Bekannt zucken mit den Schultern und meinen, ich soll alles ignorieren.

    Ich ziehe aber inzwischen auch tagsüber die Vorhänge zu. Ich versuche nicht vor seinem Haus zu parken. Ich fühle mich beobachtet. Ich bin schon völlig angespannt.

    Ich weiss, dass viele ein Problem mit Hunden haben, aber ich versuche mich immer korrekt zu verhalten (räume Kacke weg). Meine Hunde sind gut erzogen und ich engagiere mich mehrere Stunden die Woche ehrenamtlich mit ihnen im sozialen Bereich. Anwäte meinen sie hätten keine Handhabe und ich solle halt das machen (je nachdem was gerade gefordert wurde). Ich frage mich, was ich denn dann als nächstes tun soll. Es scheint ja nie zu reichen.

    Wegziehen? Auch da wird es einen selbsternannten Blockwart geben.

    Ich führe ein Bellprotokoll (sie bellen wenn ich nach Hause komme). Im Schnitt bellen sie 4x am Tag zwischen 10-20 Sek. Nicht vor 6 Uhr früh und nicht nach 22:00 Uhr.

    Dieser Kerl hat es geschafft, dass er meinen Alltag massgeblich beeinflusst und er selbst ist nicht zu fassen.

    Ich fühle mich alleine gelassen und weiss nicht was ich tun soll. Der Zustand wird langsam unerträglich.

    Perrito
    Zuletzt geändert von Perrito; 16.09.2009, 17:17.
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