... es geht noch viel schlimmer!
Ich komm mir vor wie in einem Horrorfilm.
Ich hab mir jetzt ne Eibe zugelegt. Sie steht bei mir auf der Terrasse. Und wenn es nicht mehr geht, dann trinke ich Eibenblättertee oder so ähnlich.
Mein Leben ein einziges Fiasko! So wie der Sturm da draußen weht, so sieht es in meinem Herzen aus. Ich zeige keinem meine wahren Gefühle., nicht mal meinem Mann oder meiner Mutter. Was würde das denn bringen?
Abgesehen, dass wollen die anderen auch gar nicht wissen. Ich habe es versucht... Man ließ mich aber mit den Worten "Lade deinen Seelenmüll nicht bei mir ab" - stehen. Dabei hatte ich noch nicht einmal etwas gesagt.
Ach und ja ich hatte eine Psychologin. Die hatte aber solch schlimmen eigenen Probleme, dass sie mit meinen paar Problemchen nicht klar kam. Sie hat unseren einfach abgesagt und keinen neuen Termin bekannt gegeben. Und war auch nicht mehr zu erreichen.
Wer weiß vielleicht habe ich im früheren Leben etwas schreckliches angestellt, dass ich so bestraft gehöre?
Jetzt darf ich meine Strafe zahlen oder muss in der Verhandlung erscheinen. Trotz Angst vor Behörden, überhaupt Menschen. Das ist schlimmer als normale Angst. Ich bekomme keine Luft mehr, kann nicht mehr reden und bekomme zahlreiche Symptome wie z.B. Bauchschmerzen, Migräne, Schwindel, Tinitus, Herzrasen, schwere Übelkeit....
Ich kann seit Jahren nicht mehr Lift fahren, halte es nicht mehr in engen Räumen aus.
Bahn fahren habe ich aufgegeben. Panikattacken sind vorprogrammiert. Deshalb habe ich meine Ausbildung damals nicht zu Ende machen können.
Ich habe seit klein auf mit Mobbing zu tun.
Erster war mein Vater. Er hat mich gemobbt, erniedrigt und missbraucht. Geschlagen und gezwungen gute Noten zu schreiben, sonst drohte Liebesentzug.
Er küsste mir auf Mund und Nase. Und benannte mich mit 9 Kosenamen. Einer ekliger als der andere. Übergriffe von denen ich weiß fanden im Kleinkindalter immer in der Wanne statt.
Dazwischen Klassenkameraden in der Grundschule. Ich war sehr oft krank. Ich war schüchtern. Ich wehrte mich zuletzt sonst nicht. Ich wurde ausgeschlossen. Ich wurde geschlagen, getreten, bespuckt, ausgegrenzt, beschimpft, beklaut,....
Mir wurden Schulbüchereibücher unter die Bank gelegt die mir nicht gehörten - den Ärger bekam ich.
An meinem 13. Lebensjahr ließ mein Vater von mir endlich ab. Er hatte eine neue Frau gefunden. Und zog aus. Zum Glück!
Der tägliche Streit meiner Eltern war kaum auszuhalten. Mein Vater schlug meine Mutter auch vor meinen Augen. Er schmiss sie aus dem Auto, so dass sie hinterherlaufen musste.
Er sagte mir, meine Mama käme nie mehr wieder, er hätte sie auf dem Kompost vergraben. Usw.
Bis zur mittleren Reife wurde ich von Mitschülern gemobbt.
Bis zur 8. Klasse. Da hatte ich beschlossen von daheim wegzugehen. Sprang aus dem Fenster. Vor Angst vor meinem Vater, dieser wollte die Tür eintreten und hätte mich zu Tode geprügelt. Ich sprang und brach mir meinen 3. Lendenwirbel. Laut Polizei war ich dumm und laut Notarzt sollte ich das nächste Mal vom 2. Stock aus runterspringen, denn dann wäre ich wirklich Tod. So hatte ich nur einen Freiflug mit dem Hubschrauber gewonnen. Ja und eine Kinder und Jugendpsychologin für ein Jahr an der Backe. Sie verstand mich und ja sie war wirklich nett. Aber helfen konnte mir nicht wirklich jemand. Wusste doch keiner Bescheid. In einem so betuchten Hause passiert doch sowas nicht!
Danach kam das Mobbing zweier Lehrerinnen hinzu. Ich biss mich unfreiwillig durch die restlichen Jahre. Aber hatte es geschafft.
Als Aupair in England wurde ich von der Gastmutter schlecht geredet, aus Angst ich hätte etwas mit ihrem deutschen Ehemann. Nach einem Unfall kam ich zurück. Und wurde nicht mehr zurück geholt. War man froh mich loszuwerden. Meine dortige Freundin übernahm meine Aufgaben.
Hier begann ich meine Kochlehre. Ich hatte mich sehr auf das gute Restaurant gefreut. Kurz nachdem ich begann, war ein Chefwechsel und mein 3 monatiges Martyrium begann. Vor dem cholerischen Chef musste ich wenigstens keine Angst vor sexuellen Übergriffen haben. Da flog höchstens in regelmäßigen Abständen etwas in meine Richtung, beispielsweise dass Fleischermesser, dass haarscharf an mir vorbei flog und in der gegenüberliegenden Wand stecken blieb. Hatte ich unverschämterweise, jaja geantwortet.
Ein anderes Mal würgte mich der stellvertretende Küchenchef am Kühlraum, weil ich zu spät kam.
Das Fass zum Überlaufen brachte aber ein afrikanischer Spüler. Der mir dann am gleichen Tag noch im Aufzug an die Wäsche wollte.
In meiner Freizeit ging ich gerne mit Freunden weg. Bis zu jenem Tage, an dem ich in einem Hotelzimmer mehrfach vergewaltigt wurde. Leistenbruch, abgesehen von meinem zerbrochenen Herzen.
Zeitgleich machte mein damaliger Freund mit mir über Handy Schluß - ich doch nur seine Affäre, er wolle sich mehr um Frau und Kind kümmern. Wovon ich nichts wusste...
In meiner neuen Stelle gab es weder sexuelle noch gewalttätige Übergriffe.
Dennoch Andeutungen. Ein Auszubildender 2 Jahre über mir sperrte mich stundenlang in den Gemüsekühlraum.
Mein Ausbilder verbrachte absichtlich länger Spätschichten mit mir alleine.
Meine Küchenchefin und die anderen 4 Köche mobbten mich. 2 1/2 Jahre lang. Jeder Tag wurde schlimmer. Ich ließ mich immer öfter krank schreiben. Die Aussprache mit der Personalchefin brachte keine Verbesserung. Waren Küchenchefin und Personalchefin doch ganz dicke Freundinnen. Das Mobbing wurde viel viel schlimmer. Ich traute keinem mehr. Lernte ich doch nur Vertrauen kann man keinem!
Ich machte am Ende gar die Prüfung alleine nur mit der Hilfe meines Berufschullehrers!
Mein Ausbilder verachtete mich so sehr, weil ich zu dieser Zeit im 3. Monat schwanger war.
Meine Schwiegereltern konnten mich nicht leiden. Weil ich zu selbstständig war.
Meine erste Stelle nach der Erziehungszeit war in der Anfangszeit toll. Und dann war ich zu gut für die dortige Angestellte. Und wurde für sie zur ständigen Gefahr und wie sollte es anders sein, wurde ich wieder gemobbt. Noch schlimmer denn je. Mir wurden Sachen angedichtet, unlösbare Aufgaben zu Teil uvm.
Danach eine Stelle die ich liebte, endlich nette Leute bei der mein Herz aufging. Ja bis der Chef mich in die Zweigstelle verschob. Dort war ich nur eine billige Putzkraft. Wurde es zu schnell erledigt, schüttete man es um und du kannst von neuem beginnen! Arbeitsstunden über 14 Stunden keine Seltenheit. Als Azubi!
Ja und für die Männer, die zu Besuch kamen eine Attraktion. Da die normale Arbeitskleidung nicht der Norm entsprach.
Das nur ein kleiner Teil von der Mobbingzeit meines Lebens. Das andere sprengt für heute den Rahmen.
Bin ich doch so müde. Ich kann nicht mehr!
Wären Kind und die Hunde nicht... Wer weiß ob's mich noch gäbe. Mein Kopf ist leer.
Ach aufgefallen ist mir heute eine Frau mit dunklem PKW und einem Aufkleber hinten links über Tiertransporte. Hat mir zugewinkt. Sie fährt täglich an mir vorbei, egal wo ich laufe. Und die junge Frau von gestern mit dunkelblauen Kapuzenpulli. Diesmal ein anderer junger Hund.
Gestern die junge Frau mit Mütze ist mir und meiner Mum beim Spaziergang im kurzen Abstand mit ihrem Hund gefolgt. Ein anderer hat vor seinem Haus gekehrt und gemeint "mein Hund kackt gleich". - versteh das Problem nicht... ich mach alles weg - immer. Sieht man mit den neuen roten Hundekotbeuteln doch wirklich gut, wer es macht und wer nicht.