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Sprachprobleme mit ausländischen Hilfskräften, eine Katastrophe für Demente, Schwerhörige und Dialekt sprechende Senioren

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  • Sprachprobleme mit ausländischen Hilfskräften, eine Katastrophe für Demente, Schwerhörige und Dialekt sprechende Senioren

    Aufgefallen ist es mir bei meiner Mutter. Obwohl dement sprach sie plötzlich Hochdeutsch. Ich konnte mir darauf zunächst keinen Reim machen. Aber bald stellte ich fest, dass die die einzige Möglichkeit war, mit der ..... halbwegs zu kommunizieren.
    Die sprach und verstand ein wenig Deutsch. Aber, es musst laut und ganz klar gesprochen werden. Meine Mutter spricht normalerweise Dialekt. Da war die Hilfskraft hoffnungslos verloren. Da blieben nur Hände und Füße zur Verständigung.

    Einfach mal lesen: Sprachprobleme mit ausländischen Hilfskräften, eine Katastrophe für Demente, Schwerhörige und Dialekt sprechende Senioren

    Meine Mutter kann Hochdeutsch sprechen. Aber jetzt, mit Parkinson und Demenz ist ihr Wortschatz doch sehr eingeschränkt. Kann sie mit dem Gegenüber Dialekt sprechen, dann sieht es deutlich bessert aus. Ich würde sagen, sie versteht mindestens 30 % mehr. Das ist bei Demenz eine ganze Menge.

    Gerade der demente Mensch soll ja durch Sprechen bzw. Unterhaltung reaktiviert werden.

    Bei einer radebrechenden, des Deutschen kaum mächtigen Person ist eine Unterhaltung schwierig, wenn nicht gar unmöglich.
    Ich finde dieser Aspekt sollte mehr Beachtung finden.
    Auch Personen die schlecht hören oder nur Dialekt sprechen sind mit einer ausländischen Hilfsperson schlecht bedient. Da reduziert sich das Leben auf simples Waschen, Füttern, Anziehen. Das ist, nach Meinung aller Experten nicht genug. Der gehandikapte Senior/ in braucht die Ansprache. Er muss seine Ansprüche vermitteln können, muss sich unterhalten um den Geist halbwegs aktiv zu halten. Da hapert es doch sehr mit einer Haushaltshilfe, die nicht einmal die Hälfte der einfachsten Dinge des Lebens versteht.

    Ganz katastrophal wird es, wenn ein Notfall eintritt. zunächst wird der Hilfsbedürftige nicht, oder nur eingeschränkt verstanden, dann ist die Hilfsperson nicht in der Lage das Problem am Telefon zu schildern bzw. die Einsatzkräfte zu mobilisieren. Ein einziger ernsthafter Zwischenfall und die ganzen Vorteile der häuslichen Pflege mit einer ausländischen Hilfskraft gehen den Bach runter. Oder auf den Friedhof.
    Herbert Süterlin
    Forumsmitglied
    Zuletzt geändert von Herbert Süterlin; 01.01.2020, 12:02.

  • #2
    AW: Sprachprobleme mit ausländischen Hilfskräften, eine Katastrophe für Demente, Schwerhörige und Dialekt sprechende Senioren

    Wir haben immer noch eine Pflegenotstand in Deutschland. Da nimmt man eben was man kriegt.
    Allerdings sind die Auswüchse in Augsburg und München (Schwerpunkte) nicht akzeptabel.
    Was die Sprache angeht, da gilt wohl, echt Pflegebedürftige können nicht mit "sprachlosen Hilfskräften" allein gelassen werden.
    von Natur aus cool
    Cool by nature
    naturellement cool

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    • #3
      AW: Sprachprobleme mit ausländischen Hilfskräften, eine Katastrophe für Demente, Schwerhörige und Dialekt sprechende Senioren

      Das klingt logisch, dass Demente auf die Sprache ihrer Kindheit zurück fallen und dementsprechend das gebrochene Hochdeutsch ausländischer Hilfskräfte nicht verstehen. Übrigens bei vielen Krankheiten bzw. belasteten Situation "fallen" wir auf unsere Muttersprache bzw. die Sprache unserer Kindheit zurück.
      Eine schlechte Wahrheit ist besser als eine gute Lüge !
      Une mauvaise vérité vaut mieux qu'un bon mensonge !
      A bad truth is better than a good lie !

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      • #4
        AW: Sprachprobleme mit ausländischen Hilfskräften, eine Katastrophe für Demente, Schwerhörige und Dialekt sprechende Senioren

        Wenn die zu pflegende Person nicht mehr in der Lage ist sich klar auszudrücken und zu verstehen, dann ist eine Helferin, die schlecht Deutsch versteht und schlecht Deutsch, versteht völlig ungeeignet. Das kann es zu katastrophalen Mißverständnissen kommen !
        Insgesamt sollte das Modell " ausländische Pflegekraft" etwas kritischer betrachtet werden. Wenn nicht Familienmitglieder zur Kontrolle mit im Haus sind, würde ich davon abraten !

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        • #5
          AW: Sprachprobleme mit ausländischen Hilfskräften, eine Katastrophe für Demente, Schwerhörige und Dialekt sprechende Senioren

          die alten Leute sind oft schwer zu verstehen, egal ob Dialekt oder normales Deutsch. Umgekehrt hören die alten Leute meist nicht gut. Manche lesen von den Lippen ab ! Wer schlecht Deutsch vertsteht oder spricht ist für die Pflege von Senioren/innen nicht besonders geeignet. Es ist eigentlich unverständlich, dass auf dieses Problem nicht mehr aufmerksam gemacht wird !

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          • #6
            Senioren mit Sprachbehinderung, Hörbehinderung oder Demenz können sinnvoll nur von Hilfskräften betreut werden, die der deutschen Sprache halbwegs mächtig sind. Will heißen bei der Hälfte der häuslich betreuten Senioren gibt es mehr oder minder gravierende Sprachprobleme. Anderes Problem, die Medikamentengabe. Die Informationen auf den Beipackzetteln sind schon für Deutsche kaum verständlich. Trotzdem gibt es immer wieder Fälle, in denen ausländische Hilfskräfte stark wirksam Medikamente verabreichen.

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            • #7
              Jeden Tag, wenn Angehörige von Pflegebedürftigen das Pflegeheim betreten, werden sie gleich am Eingang von einer ausländisch sprechenden Pflegekraft empfangen, die ihnen zwecks Corona-Test ein Stäbchen in die Nase schiebt. Je nach Sprachkenntnis versteht man wenigstens was die Pflegekräfte von einem wollen und bekommen auch mit, ob das Testergebnis negativ oder positiv ist. Ist der Weg durch einen negativen Coronatest frei hin zum Zimmer des Angehörigen, trifft man auf dem Weg dorthin auf die ausländische Putzkraft, die einen bittet kurz zu warten bis sie zusammengefegt hat, wieder im gebrochenen Deutsch.
              Und kommt es im Zimmer des Pflegebedürftigen zu einem Notfall und man drückt den Knopf, muss man sich im nächsten Moment wieder damit auseinandersetzen, dass die ausländische Pflegekraft wieder im gebrochenen Deutsch irgendwelche Anweisungen gibt. Wenn man die Leute, die in einem Pflegeheim herumlaufen, ist der Gang dorthin noch schwerer, weil man sich täglich damit auseinandersetzen muss, dass entweder die Pflegekraft vielleicht etwas nicht versteht oder sich nicht richtig ausdrücken kann. Das ist echt beklemmend. Doch Pflegeplätze sind rar und man muss als Angehöriger nehmen was man bekommt. Gerade bei neuen ausländisch sprechenden Pflegekräften kommt zudem auch immer das Gefühl auf, ob diese denn eine ausreichende bzw. gleichwertige Ausbildung genossen haben in ihrem Heimatland.



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