Hallo,
ich erzähle vielleicht mal "kurz" die Vorgeschichte.. Ich hatte letztes Jahr im April in der betreffenden Firma über eine Zeitarbeitsfirma angefangen. Meine Arbeitsleistung wurde von allen Seiten gelobt und ich kam mit den Kollegen und meinen jetzigen Vorgesetzten gut zu recht. Mir wurde dann im August ein Vertrag angeboten. Seitdem ging es steil bergab. Nach nicht mal 4 Wochen wurde meine eine Kollegin gegen mich handgreiflich. Auf Drängen einer anderen Kollegin gab es ein Krisengespräch, wobei ich aber im Mittelpunkt der Kritik stand. Es wurden u.a. absurde Vorwürfe angebracht, dass z.B. als ich noch als Zeitarbeiter dort beschäftigt war, mein Handy auf dem Tisch lag und mein Tabak. Zu dem Zeitpunkt hat mich mein Chef noch in Schutz genommen und merkte u.a. an, dass es wohl auf ein Sympathie-Problem zurückzuführen sein und nicht auf meine Arbeitsweise. Ich hab dann die Schicht getauscht, um nicht mehr direkt mit der Kollegin zusammenzuarbeiten zu müssen. Für die Kollegin gab es bis auf einen Eintrag in die Personalakte keine weiteren Konsequenzen. Ab diesem Zeitpunkt gab es mehr und mehr Gegenwind mit meinen beiden Vorgesetzten (wobei gesagt werden muss, dass die Kollegin die gegen mich handgreiflich geworden ist, einen sehr guten Draht zu dem einen Vorgesetzten hat). So war ich eines Tages bei einen Kollegen um die Weiterentwicklung des Programms zu besprechen, welches ich mit eingeführt hatte. Der Kollege behaupte dann aber ich wäre statt den 3h nur 45min bei ihm gewesen. Es gab genügend Zeugen dafür, aber mir wurde nicht geglaubt. Der Kollege hat sich dann in meiner Abwesenheit an meine Kollegen, Vorgesetzten und meinen Chef gewandt. Danach schrieb er mir eine Email, dass man bereits annimmt, dass ich die anderen Mitarbeiter übergehen und nach Kalkül arbeiten würde. Es kam immer wieder zu Zwischenfällen.. Kollegen verschlampten die Papiere oder verluden die falschen Komponenten. Ich wurde dafür von meinen Vorgesetzten verantwortlich gemacht und angeschrien. Es wurde systematisch versucht mich anzugreifen. Es wurde kritisiert, wie ich einparke, was ich esse, was ich anziehe usw. ( gerne wurde das mit Kommentaren untermauert wie: " So wie du will ich auf gar keinen Fall aussehen")
Ich wurde teilweise richtiggehend vorgeführt und vor allem die eine Kollegin ist ständig ausgerastet, weil ich z.B. den Wandkalender nicht vorgestellt hatte. Es wurde nur nach Fehlern gesucht. Ich sollte darüber hinaus nichts privates mehr erzählen und lachen war auch verpönt. Es war der reinste Spießrutenlauf. Ich hatte ständig Gastritis und Schlafstörungen. Dazu musste ich mir noch sexistische Bemerkungen anhören. Ich hab z.B. einmal den Geschirrspüler ausgeräumt und mich gerade gebückt, da meinte der Kollege ich sollte doch in der Stellung bleiben. Oder es kamen so Kommentare wie: " Du stehst doch bestimmt auch auf Analverkehr". Vor ein paar Wochen, ich war ziemlich stark erkältet und putzte mir gerade die Nase... Der Kollege pikierte sich darüber mit den Worten: Es ist ja wirklich schön, dass du extra um die Ecke kommst um mir zu zeigen, wie du dir die Nase putzt. Ich erwiderte darauf: "Ich gleich mich hier nur dem Niveau an". Daraufhin schaute der Kollege mir direkt ins Gesicht und griff sich in Michael-Jackson-Manier zwischen die Beine. Ich erzählte später einer Kollegin davon. Das Ganze machte in der Firma die Runde und ein paar Tage später wurde ich von der Personalchefin ins Büro gerufen. Sie sagte, ich hätte erzählt, dass der Kollege mich sexuell belästigt hat. Das wäre Verleumdung und rufschädigend für das Unternehmen und deshalb müssten sie mich fristlos entlassen. Aufgrund der anderen Vorfälle würde man mir aber einen Aufhebungsvertrag anbieten. Ich wollte diesen nicht unterschreiben. Ich bin nach Hause und am nächsten Tag zum Arzt. Dann kam ein Anruf vom Geschäftsführer und der drängte mich darauf den Aufhebungsvertrag zu unterschreiben ( O-Ton: "Ansonsten kommt das Ganze vor Gericht und dann wird schmutzige Wäsche gewaschen"). Er rief mich später nochmal an und drängte auf die Unterschreibung. Ich sagte, dass ich ohne rechtlichen Beistand nichts unterschreibe und mein Anwalt im Urlaub sei. Er schlug vor, dass ich mit ihm meine Risiken durchgehen könnte oder mit seiner Frau (Fachanwältin für Arbeitsrecht). Ich blieb bei meiner Meinung. Dann führte er an, wie sich der Kollege jetzt fühlen würde ( er hat übrigens zu Protokoll gegeben, dass es genauso war) und dass es auch andere Wahrheiten geben würde und ich die Geschäftsführung am Tag vorher beschimpft hätte. Ich hätte gesagt, dass die Geschäftsführung scheiße wäre und das sich alle gegen mich verschworen hätten. Es kann sein, dass ich bei einem Telefongespräch mit einem Freund das gesagt hab. Zu dem muss ich sagen, dass ich die ersten Monate Alles über mich ergehen lassen habe. Später bin ich auch mal gegenüber den Kollegen und Vorgesetzten laut geworden und habe mich auch zu ein paar nicht jugendfreien Aussagen hinreißen lassen. Auf jeden Fall fand ich am gleichen Abend die ordnungsgemäße Kündigung in meinen Briefkasten. Ich habe mit der ganzen Geschichte noch arg zu kämpfen. Ich frage mich, ob ich die ganze Sache leichter verarbeiten kann, wenn die Geschichte vor Gericht landet oder ob mich das ganze bis dahin gar nicht mehr loslässt. Ich hab das Gefühl, dass die Firma alle Register ziehen wird um mich vor Gericht schlecht aussehen zu lassen.
ich erzähle vielleicht mal "kurz" die Vorgeschichte.. Ich hatte letztes Jahr im April in der betreffenden Firma über eine Zeitarbeitsfirma angefangen. Meine Arbeitsleistung wurde von allen Seiten gelobt und ich kam mit den Kollegen und meinen jetzigen Vorgesetzten gut zu recht. Mir wurde dann im August ein Vertrag angeboten. Seitdem ging es steil bergab. Nach nicht mal 4 Wochen wurde meine eine Kollegin gegen mich handgreiflich. Auf Drängen einer anderen Kollegin gab es ein Krisengespräch, wobei ich aber im Mittelpunkt der Kritik stand. Es wurden u.a. absurde Vorwürfe angebracht, dass z.B. als ich noch als Zeitarbeiter dort beschäftigt war, mein Handy auf dem Tisch lag und mein Tabak. Zu dem Zeitpunkt hat mich mein Chef noch in Schutz genommen und merkte u.a. an, dass es wohl auf ein Sympathie-Problem zurückzuführen sein und nicht auf meine Arbeitsweise. Ich hab dann die Schicht getauscht, um nicht mehr direkt mit der Kollegin zusammenzuarbeiten zu müssen. Für die Kollegin gab es bis auf einen Eintrag in die Personalakte keine weiteren Konsequenzen. Ab diesem Zeitpunkt gab es mehr und mehr Gegenwind mit meinen beiden Vorgesetzten (wobei gesagt werden muss, dass die Kollegin die gegen mich handgreiflich geworden ist, einen sehr guten Draht zu dem einen Vorgesetzten hat). So war ich eines Tages bei einen Kollegen um die Weiterentwicklung des Programms zu besprechen, welches ich mit eingeführt hatte. Der Kollege behaupte dann aber ich wäre statt den 3h nur 45min bei ihm gewesen. Es gab genügend Zeugen dafür, aber mir wurde nicht geglaubt. Der Kollege hat sich dann in meiner Abwesenheit an meine Kollegen, Vorgesetzten und meinen Chef gewandt. Danach schrieb er mir eine Email, dass man bereits annimmt, dass ich die anderen Mitarbeiter übergehen und nach Kalkül arbeiten würde. Es kam immer wieder zu Zwischenfällen.. Kollegen verschlampten die Papiere oder verluden die falschen Komponenten. Ich wurde dafür von meinen Vorgesetzten verantwortlich gemacht und angeschrien. Es wurde systematisch versucht mich anzugreifen. Es wurde kritisiert, wie ich einparke, was ich esse, was ich anziehe usw. ( gerne wurde das mit Kommentaren untermauert wie: " So wie du will ich auf gar keinen Fall aussehen")
Ich wurde teilweise richtiggehend vorgeführt und vor allem die eine Kollegin ist ständig ausgerastet, weil ich z.B. den Wandkalender nicht vorgestellt hatte. Es wurde nur nach Fehlern gesucht. Ich sollte darüber hinaus nichts privates mehr erzählen und lachen war auch verpönt. Es war der reinste Spießrutenlauf. Ich hatte ständig Gastritis und Schlafstörungen. Dazu musste ich mir noch sexistische Bemerkungen anhören. Ich hab z.B. einmal den Geschirrspüler ausgeräumt und mich gerade gebückt, da meinte der Kollege ich sollte doch in der Stellung bleiben. Oder es kamen so Kommentare wie: " Du stehst doch bestimmt auch auf Analverkehr". Vor ein paar Wochen, ich war ziemlich stark erkältet und putzte mir gerade die Nase... Der Kollege pikierte sich darüber mit den Worten: Es ist ja wirklich schön, dass du extra um die Ecke kommst um mir zu zeigen, wie du dir die Nase putzt. Ich erwiderte darauf: "Ich gleich mich hier nur dem Niveau an". Daraufhin schaute der Kollege mir direkt ins Gesicht und griff sich in Michael-Jackson-Manier zwischen die Beine. Ich erzählte später einer Kollegin davon. Das Ganze machte in der Firma die Runde und ein paar Tage später wurde ich von der Personalchefin ins Büro gerufen. Sie sagte, ich hätte erzählt, dass der Kollege mich sexuell belästigt hat. Das wäre Verleumdung und rufschädigend für das Unternehmen und deshalb müssten sie mich fristlos entlassen. Aufgrund der anderen Vorfälle würde man mir aber einen Aufhebungsvertrag anbieten. Ich wollte diesen nicht unterschreiben. Ich bin nach Hause und am nächsten Tag zum Arzt. Dann kam ein Anruf vom Geschäftsführer und der drängte mich darauf den Aufhebungsvertrag zu unterschreiben ( O-Ton: "Ansonsten kommt das Ganze vor Gericht und dann wird schmutzige Wäsche gewaschen"). Er rief mich später nochmal an und drängte auf die Unterschreibung. Ich sagte, dass ich ohne rechtlichen Beistand nichts unterschreibe und mein Anwalt im Urlaub sei. Er schlug vor, dass ich mit ihm meine Risiken durchgehen könnte oder mit seiner Frau (Fachanwältin für Arbeitsrecht). Ich blieb bei meiner Meinung. Dann führte er an, wie sich der Kollege jetzt fühlen würde ( er hat übrigens zu Protokoll gegeben, dass es genauso war) und dass es auch andere Wahrheiten geben würde und ich die Geschäftsführung am Tag vorher beschimpft hätte. Ich hätte gesagt, dass die Geschäftsführung scheiße wäre und das sich alle gegen mich verschworen hätten. Es kann sein, dass ich bei einem Telefongespräch mit einem Freund das gesagt hab. Zu dem muss ich sagen, dass ich die ersten Monate Alles über mich ergehen lassen habe. Später bin ich auch mal gegenüber den Kollegen und Vorgesetzten laut geworden und habe mich auch zu ein paar nicht jugendfreien Aussagen hinreißen lassen. Auf jeden Fall fand ich am gleichen Abend die ordnungsgemäße Kündigung in meinen Briefkasten. Ich habe mit der ganzen Geschichte noch arg zu kämpfen. Ich frage mich, ob ich die ganze Sache leichter verarbeiten kann, wenn die Geschichte vor Gericht landet oder ob mich das ganze bis dahin gar nicht mehr loslässt. Ich hab das Gefühl, dass die Firma alle Register ziehen wird um mich vor Gericht schlecht aussehen zu lassen.
sigpic
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