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Mobbing, wann kann man eine Beschwerde einreichen?

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  • Mobbing, wann kann man eine Beschwerde einreichen?

    Hallo,
    Kannst du mir etwas über Mobbing sagen?
    - Wie soll ich in der Praxis reagieren?
    - Sollte ich eine Beschwerde einreichen und wann?

    Was tun, wenn es der Arbeitgeber und seine "Manager" sind, die beteiligt sind (wie es in vielen kleinen Unternehmen der Fall ist. Beispiel: missbräuchliche Arbeitszeiten, missbräuchliche Praktiken, keine Mittagspause oder andere Pausenzeiten ! Wenn man das nicht akzeptiert, wird man vom Chef belästigt und gemobbt. Oder man kann gehen ...
    Zuletzt geändert von Benja; 01.12.2019, 18:51.

  • #2
    AW: Mobbing, wann kann man eine Beschwerde einreichen?

    Hallo Benja,

    wenn du Teile der Geschäftsleitung schon gegen Dich hast, die darüber hinaus missbräuchlich mit eigentlich vertraglichen Regelungen einseitig bricht, so nützt Dir weder ein Einspruch noch eine Beschwerde.
    Wer soll Dir dort Recht verschaffen, Dir zu Deinen vertraglichen Rechten verhelfen, wenn Du schon die Firmenleitung u./o. noch dazu Deine VG gegen Dich hast?

    Das ist ein Krieg den Du nicht gewinnen kannst, da die Gegenseite wohl kaum ein Schuldeingeständnis machen wird. Für die bist Du nicht mehr als ein Sklave, den man bis zum letzten Blutstropfen auszusaugen versucht.
    Jede weitere Anstrengung dahingehend ist vergebens. Glücklich wirst Du dort nie werden oder bist Du der Ansicht oder Überzeugung, dass man mit Unmenschen wie diesen irgendwann ein gutes Einvernehmen erreichen kann?

    Das Gesetz lässt Dich ja auch weitgehend im Stich bzw. die Jurisdiktion, da Du in der Beweispflicht bist, Dir aber keinerlei Mittel zur Beweissicherung zur Verfügung stehen.
    Beleidigen lassen musst Du Dich allerdings nicht. Und wenn Du auf die Erfüllung der vertraglichen Pflichten pochst, dann wird man Dich kündigen, so Deine Aussage.
    Was könnte Dir besseres passieren?

    Ich frage Dich nun: Was hast Du zu verlieren ausser einen Job bei einem rücksichtslosen Ausbeuter, dem nichts heilig ist und der keine Mittel scheut seine Mitarbeiter unter massivsten Druck zu setzen.....?
    Willkommen im Mittelalter oder in den Anfängen der industriellen Revolution des frühen 19 JHD.
    Willst Du ein Sklave sein, dann mach was er von Dir verlangt.
    Willst Du hingegen leben und glücklich sein, dann such Dir einen Dienstherrn der seine Mitarbeiter anständig behandelt. Besser gestern als heute!

    Wenn Du den Infight mit diesen Leuten suchst, dann werden sie nicht viel von Dir und Deiner Selbstachtung übrig lassen.

    Das Beste ist also selber die Reissleine zu ziehen so schnell Du nur kannst.
    Das ist die einzige Empfehlung die ich Dir geben kann.
    Alles andere führt in den Abgrund und wird Dir, selbst wenn Du obsiegst, sicher schweren seelischen u./o. auch materiellen Schaden zufügen.

    Bei allem Groll den Du empfindest ist es ggf. weiser sich einzugestehen, dass es Gegner gibt und auf die man gelegentlich trifft, die man so einfach nicht überwinden kann.
    Nimm diese Erfahrung als Negativbeispiel mit, dass das etwas ist, das Du nicht willst.
    Je früher dieser Alptraum ein Ende hat desto besser für Dich und Deine Zukunft.

    Mach Deine Pausen die Dir vertraglich wie gesetzlich zustehen. Halte Dich an die vertraglichen Arbeitszeiten für die Du bezahlt wirst. Wenn ihm das nicht passt und er Dich kündigt macht er Dir ein Geschenk.
    Denn wenn er Dir kündigt, dann muss er das auch begründen und für diese Begründung im Fall der Fälle den Beweis antreten.
    Klagen beim zuständigen Arbeitsgericht kannst Du in diesem Fall ja immer noch. Doch dann bist Du schon raus dort und kannst an einer besseren Zukunft bauen.

    Hört sich alles wahrscheinlich nicht gut an für Dich aber schöne Worte helfen Dir in Deiner unangenehmen Situation nicht weiter.
    Der AG ist Dir gegenüber weder loyal noch vertragstreu. Sei Du wenigstens vertragstreu solange Du noch dort bist und er wird sich, wenn er nicht ganz blöd ist, alleine schon deshalb die eine oder andere Bemerkung verkneifen.

    Lass Dir Aufforderungen zu geforderten Abweichungen von den vertraglichen Regelungen schriftlich geben. Wenn man die Dir verweigert dann kannst Du sie wie Luft behandeln. Dann sind sie gegenstandslos und wahrscheinlich sogar nicht einmal rechtens oder sogar strafbar.
    Bedroht man Dich, verletzt man Deine Privatsphäre oder wird sogar tätlich, dann wende Dich an die hierfür verantwortlichen Instanzen wie Polizei und Staatsanwaltschaft.
    Spätestens dann wird er Dir kündigen und Du hast keine Ausfallzeiten bei der Agentur.

    Krankschreiben würde und habe ich mich in solchen Situationen nie lassen, da sie dem Gegner in die Hände spielen.
    Solange Du Dich an Deine vertraglichen Pflichten hältst und der AG nicht kannst Du nachts gut schlafen.
    Er hat dann das Problem und nicht Du, wenn er von Dir erfolglos Dinge oder gar unentgeltliche Zusatzleistungen fordert, die nirgends in den Verträgen zu finden sind.
    Du kannst beruhigt schlafen gehen während er sich grün und blau ärgert.

    Lass ja nicht zu, dass ausgerechnet Du Dich schuldig fühlst, weil Du diesen Forderungen nicht entgegenkommst oder erfüllst.
    Dann hat er erreicht was er will...

    In diesem Sinne noch einen schönen Abend

    Viele Grüsse und mit den besten Wünschen für Deine Zukunft
    Compliance

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