Hallo, da ich keine große Lust habe mich zu verkriechen bin ich auf der Suche im Internet hier gelandet. Ich hoffe auf Hilfe, da mir die Situation momentan absolut aussichtslos erscheint… Ich bin seit 6 Jahren in einem Betrieb beschäftigt und dort u.a. für die Abrechnung zuständig. Meine Kollegin, welche im Nebenraum sitzt (geöffnete Zwischentür) ist ca. zwei Jahre länger bei diesem Unternehmen. Vor ca. drei Wochen kam ich morgens ins Büro und fand ein Fax auf meinem Schreibtisch. Da ich diesen morgen mit der Buchung der Abrechnung beginnen wollte, legte ich das Fax meiner Kollegin zur weiteren Bearbeitung auf den Tisch. Leider habe ich versäumt, eine Notiz darauf zu hinterlassen bzw. sie aus eigenen Stücken anzusprechen, als sie ins Büro kam. Sie kam also morgens rein und fragte mich, ob ich ihr den Zettel hingelegt hätte. Ich bejahte ihre Frage und dann rastete sie regelrecht aus. Natürlich entschuldigte mich sofort für die fehlende Info, aber diese Entschuldigung ließ sie nicht gelten. Sie unterstellte mir, dass ich das ja wohl schon die ganzen Jahre machen würde, ständig würde ich ihr meine Post hinlegen und sie fühle sich (wortwörtlich) von mir „ausgetrixt“ – ich war wie vor den Kopf gestoßen !! Nach diesem Vorfall herrschte erst einmal Sendepause. Ein weiterer Vorfall ereignete sich ein paar Tage später – in diesem Vorfall wurde ich wortwörtlich der Lüge von ihr bezichtigt. Auch hier hielt ich still und habe mich nicht wirklich gewehrt, da ich wusste, dass sie massive private Probleme (Trennung von der großen Liebe) hatte. Ich dachte, die schlechte Stimmung würde sich von alleine wieder geben – aber weit gefehlt. Gestern hat sie mit dem Gruppenleiter das Gespräch gesucht, kam nach einiger Zeit wieder und bezichtigte mich nochmals der Lüge, ferner möchte sie die räumliche Trennung von mir (die bereits gegeben ist – wir müssten nur die Zwischentür schließen ). Daraufhin bin ich zum Abteilungsleiter (der Gruppenleiter war dabei) und habe das Problem mit meiner Kollegin geschildert. Der AL zeigte für die von ihr gewählte Ausdrucksweise keinerlei Verständnis und meinte ebenfalls, dass das zuviel des Guten gewesen wäre und derartige Schläge unter die Gürtellinie nicht stattzufinden haben. Der GL äußerte sich eigentlich wenig bis gar nicht. Die Kollegin ist im März d.J. von Ihrem Freund verlassen worden und leidet seit dem an massiven Stimmungsschwankungen. Sie redete oft tagelang kein Wort mit einem und von dem einen auf den anderen Moment war sie wieder völlig normal. In der Anfangszeit habe ich oft Schuldgefühle gehabt und mich gefragt, was ich falsches gesagt haben könnte, dass sie nun nicht mehr mit mir spricht…. Bis ich mich irgendwann zurückgezogen habe, da ich keine Lust mehr hatte mich ewig mit `runterziehen zu lassen durch ihre miese Laune. Sie hatte wohl gestern Nachmittag auch ein Gespräch mit dem GL und dem AL, leider hatte ich nachmittags einen Termin und musste rechtzeitig das Haus verlassen, so dass es zu keiner Aussprache zu viert gekommen ist.. Der AL ist gestern Abend für eine Woche ins Ausland geflogen und kommt nächsten Montag erst wieder. Letztlich steht es Aussage gegen Aussage, denn ihr „nein“ ist mein „ja“. Habe ich überhaupt eine Chance, oder kann ich mir gleich einen neuen Job suchen ? Da ich noch nie in einer solchen Situation war, würde ich mich freuen wenn ich hier Hilfe bekommen würde…..
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Mobbing durch Kollegin
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Ich wurde dass Vierergespräch abwarten – es könnte das Ganze entschärfen. Sofern sie nichts Schriftliches in der Hand hat, hast Du das Recht, aufgrund ihrer persönlichen Situation Belege zu verlangen.
Du darfst sagen, dass Du das Gefühl hast, dass sie unter privatem Stress steht und ihre Probleme an den Arbeitsplatz mitnimmt und es liegt Dir fern ihr irgendwas anzutun. Ich sehe kein Problem ausser Du hast hier nicht alles gesagt.Ethik
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Hallo, danke dass Du geantwortet hast. Dass die Kollegin private Probleme hat, ist einigen Leuten in der Abteilung bekannt. Dass sie Probleme hat, habe ich gestern dem AL mitgeteilt - ebenso, dass ich durchaus Kompromissbereit bin und keinen Ärger innerhalb der Abteilung haben möchte. Von Natur aus bin ich ein Harmonie liebender Mensch - ich mag keine Streitereien. Auf einem Betriebsfest vor ein paar Wochen ist sie bereits auch sehr negativ aufgefallen. Und zwar so massiv, dass der AL eine andere Kollegin `reingeholt hat und gefragt hat. was mit ihr los sei....Ob er sie allerdings dann auch noch persönlich zur Rede gestellt hat, entzieht sich leider meiner Kenntnis. Im Zuge der Auseinandersetzung mit ihr hatte ich sie bereits gebeten, ihre privaten Probleme Zuhause zu lassen und das war scheinbar mein Fehler.... Jetzt nimmt sie mich quasi als "Ablassventil".... Etwas schriftliches gibt es definitiv nicht, es sind an den Haaren herbei gezogene Behauptungen und Unterstellungen.
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Sieht doch gut aus, also ich wurde es ruhig angehen und keine Gedanke über Stellenwechsel verschwenden. Sie hat sich beklagt also muss sie es beweisen.
Auf passen, Mobbingtagebuch hin oder her - sie kann auch eine führen - bedauerlicherweise habe ich so ein Fall mitbekommen. In diesem Fall wird immer noch zwischen Wahrheit und Wahrnehmung diskutiert und hier spielen dann Schriftlichkeiten eine wichtige Rolle…</div>Ethik
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Eigentlich möchte ich den Betrieb auch nicht wechseln, denn die Arbeit macht mir Spass und mit den anderen Kollegen komme ich recht gut zurecht. Nur geht es ja auch um die künftige Zusammenarbeit mit dieser Frau, wir arbeiten in einem Bereich.... Ausserdem (auch wenn ich kompromissbereit bin) würde ich es nicht einsehen wollen, dass sie sich lediglich bei mir entschuldigt und damit wäre der Fall dann erledigt..., dafür waren die Anschuldigungen und das Verhalten mir gegenüber doch etwas zu heftig. Eigentlich erwarte ich von meinem AL, dass sie eine Abmahnung bzw. eine mündliche Verwarnung erhält (bin auch am überlegen, ihm dieses mitzuteilen) - denn ich befürchte, dass es sonst auf Dauer so weitergehen wird, wenn sie nicht in ihre Schranken verwiesen wird. Ob es etwas bringen würde, wenn ich (bevor das Vierergespräch stattfindet) diese Erwartung meinem AL mitteile ?
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ich wurde Deine Erwartungen nicht mitteilen - Dein Chef sollte selber drauf kommen - es ist sein Job und er wird dafür bezahlt und nicht deins. Er kann es auch mal gegen dich wenden - falls wieder so ein Fall auftaucht und Du bist perifer darin verwickelt und dies wird der Fall sein - denn Mobbing hat sich überall etabliert.
Du weist auch nicht wie er auf Deine Aussage reagiert, vielleicht empfindet er, dass Du überemotional bist und Du seine Kompetenz unterläufst oder ihn als unfähig charakterisierst.etc etc - hat viele Facetten.
Vorsicht ist hier geboten denn so eine Aussage kann als zB Mobbing ihrer Person auch interpretiert werden und wurde deine Kompromisbereitschaft gegenwirken.Ethik
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Deine Argumente leuchten ein und stimmen mich nachdenklich. Welche Möglichkeiten wären sonst gegeben, mich vor künftigen "Attacken" vor ihr zu schützen? So kann es auf Dauer definitiv nicht weitergehen ! Vielleicht wäre es eine Möglichkeit innerhalb des Vierergesprächs darauf hinzuweisen, dass ich bei erneuten Angriffen private, rechtliche Schritte gegen sie einleite (bringt in Wirklichkeit nichts, ich weiss...) aber evtl. reicht ja schon die Drohung - und ich lasse den Arbeitgeber zwischen`raus......
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Ich nochmal...
Habe mir jetzt ein Buch zu dem Thema bestellt mit dem Titel "Mobbing. Der Ratgeber für Betroffene und ihre Interessenvertretung" von Axel Esser und Martin Wolmerath.
Da die Aussprache frühestens nächsten Montag stattfindet und ich das Buch bereits morgen bekomme, habe ich genügend Zeit mich vorher noch einmal ausgiebig mit diesem Thema zu beschäftigen.
Auf keinen Fall möchte ich da unvorbereitet `reingehen und irgendetwas falsches sagen, was sich im Nachhinein negativ auf mich auswirkt.
Nie im Leben hätte ich gedacht, dass ich mal in so eine Situation komme.... :-(</div>
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Liebe Martina
ich bin dauernd in so eine Situation, heute schon wieder, dreimal und ich möchte diesen Menschen erwürgen und auf Lebzeiten ins Gefängnis stecken damit kein Schaden mehr entsteht –ich sage aber nichts, denn dieser unfähigen Haufen blubbernden Zellen ist es nicht wert ein Antwort zu geben. Ich lasse Sachen im Raum stehen und wenn man mich drängt oder schikaniert – sage ich, ich brauche Bedenkzeit oder ohne fundierte Beweis/Fakten erlaube ich mir keine Aussage zu machen. „Ich nehme es zur Kenntnis“ - wenn ich gar nichts sagen will oder Zeit gewinnen will etc etc – es gibt nichts Schlimmeres für diesen Menschen als abzuprallen – also nicht ernst genommen zu werden. Drohungen bringen nichts - der Zellhaufe bei uns tut es jeden Tag und ich begebe mich nicht auf diesen Niveau. Im Gegenteil, ich mache dann Scherze – pointierte Scherze. Heute zB, man will keine Frau mit Kleinkind anstellen und wenn ich so was unterstützte, dann möchte man mich gleich in Kenntnis setzten – er ist Chef und er wird über mich/uns hinweg setzen. Nach einer kurzen Pause sage ich, da hast Du aber wirklich vollkommen recht, wegen Gleichberechtigung sollten wir auch keine Männer mit Kleinkindern anstellen, sonst wirft man uns Diskriminierung vor. Klar gab es ein Gelächter, denn das Team fing an, alle Bewerbungen von Männer mit Kinder, raus zu sortieren. Wir hatten dann keine Kandidaten mehr…. Also nicht drohen – eher ein Scherz anbringen - ich hatte immer relativ viel Erfolg damit. Rechtliche Schritte einzuleiten bringen nichts – sie ist krank. Überleg Dir was.</div>Ethik
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