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Probleme am Arbeitsplatz

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  • Probleme am Arbeitsplatz

    Hallo, ich bin neu hier und weiß gar nicht so richtig wie ich anfangen sollen. Ich bin mir auch nicht so sicher, ob mein Problem schon unter das Thema Mobbing fällt. Ich arbeite in einem Büro mit 9 weiteren Angestellten. Mit einer Kollegin die dort schon seit über 30 Jahren arbeitet habe ich große Schwierigkeiten. Ich arbeite seit 5 Jahren in diesem Büro und stehe seitdem ständig unter ihrer Beobachtung. Alles was ich tue wird von ihr in Frage gestellt bzw. kritisiert. Sie erteilt mir Anweisungen, wie ich was zu tun habe. Sie hat mir sogar mal gesagt, dass ich mich nicht von meinen anderen Kollegen ablenken lassen soll, sondern nur an meinem Arbeitsplatz sitzen und meine Arbeit machen soll. Ich habe bisher nie viel dazu gesagt, weil ich Angst hatte, dass ich nachher daran Schuld bin, dass das Arbeitsklima schlecht ist oder ich sogar meinen Arbeitsplatz verliere. Nur auf Dauer kann das ja nicht richtig sein. Im Grunde genommen behandelt sie mich als wäre ich noch ein Azubi, dabei habe ich meine Ausbildung noch nicht einmal in diesem Büro gemacht. Dieses Verhalten macht mich echt fertig und ärgert mit total, aber ich weiß nicht wie ich mich ihr gegenüber richtig verhalten soll. Vielleicht hat ja jemand einen Tip für mich. Liebe Grüße Mo

  • #2
    Hallo Mo

    ist sie dein Vorgesetzter ? Und wie verhält sie sich den Anderen gegenüber - gibt sie hier auch den Ton an?

    Für den Fall sie ist es nicht, dann wurde ich mich abgrenzen in dem ich mich nicht auf ihre Anordnungen einlasse. Sei freundlich aber zurückhaltend und danke sie für ihren Rat etc aber dann tue was Du und auch die anderen für richtig halten.
    Ethik

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    • #3
      Nein, das ist es ja. Laut meinen Chef hat sie gar nichts zusagen, aber sie glaubt wohl, insbesondere mir gegenüber so eine Art Bürovorsteherin zu sein. Es ist nicht so, dass mir sagt, wie ich etwas besser machen soll, sondern sie befielt es mir.

      Ich habe von meinem Chef die Aufgabe bekommen, mich um unsere neue Azubiene zu kümmern. Jetzt kontrolliert sie, welche Aufgaben ich erteilt habe und ermahnt mich, wieso denn unser Azubi bestimmte Aufgaben nicht können würde, und dass sie das aber jetzt können müsse. Dabei hat die erst im August angefangen.

      Diese Woche war folgendes: Bei meinen Akten waren zwei kleinere Vorgänge bei, die ich ohnehin meinem Lehrling gegeben hatte. Erstmal hat sie mir befohlen, diese Aufgaben weiterzugeben und dann wollte sie einen von diesen Vorgängen zum kontrollieren haben. Was ich natürlich nicht an unsern Azubi weitergeben haben, weil ich gar keinen Sinn darin gesehen habe, warum ich die Sachen kontrollieren soll und anschließend sie dann nochmal. Schließlich mache ich das ja nicht erst seit gestern. Da hat sie doch tatsächlich den Azubi da mit reingezogen.

      Und immer wenn ich versuche, mich gegen ihre Attacken aufzulehnen, droht sie mir regelrecht damit, dass sie dann zum Chef gehen würde, wenn ich mich ihren Anweisungen widersetze.

      Wegen ihr haben auch schon einige "neue" Kollegen die Flucht ergriffen.

      Ich bin ja freundlich zu ihr und zurückhaltend sowieso, aber dann sucht sie solange bis sie was gefunden hat. Sie durchwühlt sogar meine Akten, aber immer erst dann wenn ich nicht im Büro bin.

      Ich habe schon verschiedenes ausprobiert. Ich war total freundlich zu ihr und habe sie einfach reden lassen. Ich habe sie direkt drauf angsprochen, warum ich was wie gemacht habe. Dann sagt sie immer: "Darüber will ich nicht mit Ihnen diskutieren" oder "Lass Sie das mal meine Sorge sein"
      Es ist sogar ein mal so eskaliert, dass ich am nächsten Tag zum Chef gegangen bin, weil ich mir keinen anderen Ausweg gewußt habe. Dann ging es für einige Wochen gut.
      Aber jetzt geht sie über die Auszubildende und ich muss mir jetzt erstmal wieder Respekt verschaffen.

      Sie hat sich gegenüber meinen Kollegen auch so oder so ähnlich verhalten und die haben sie dann versucht in die Schranken zuweisen bzw. tun jetzt so als wenn sie ganz ihrer Meinung sind.

      Ich bin mir nur so unsicher, wann darf ich ihr wirklich die Meinung sagen und inweit darf ich ihr Meinung sagen. Je mehr ich versuche ihr aus dem Weg zu gehen und freundlich zu ihr bleibe umso mehr sucht sie regelrecht solange bis was gefunden hat um mir klar zu machen, dass ich dumm oder so bin und das ohne sie nichts läuft.

      Eine Zeitlang hat sie mich sogar für jeden kleinen Fehler den ich gemacht habe beim Chef angeschwärzt. Sie hat mir sogar mal was falsches gesagt, und dann beim Chef alles auf mich geschoben. Das habe ich ihr bis heute nicht verziehen.

      Sie befielt, kritisiert und stellt alles in Frage was ich tue. Sie schreibt mir vor, wie ich mit der Kundschaft um zugehen habe. Und meint Unterlagen von mir überprüfen zu müssen. Dich schon in meinem ersten Ausbildungsjahr ohne Kontrolle erledigt habe. Sobald jemand mit mir bespricht werden ihre Ohren und Augen ganz groß. Und wenn sie ans Telefon geht und sie hat zufälligerweise einen Kunden von mir am Telefon und dieser hat eine Frage, dann bekomme ich denn nicht so einfach durchgestellt. Ich muss erst Rechenschaft darüber ablegen, was dort gewesen ist und warum.

      Manchmal wünsche ich mir, ich würde nicht in der Anmeldung arbeiten, sondern in einem Büro, damit ich in Ruhe meine Arbeit machen kann. Dann könnte sie mich ja nicht so überwachen.

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      • #4
        Sie spürt deine Unsicherheit und den Dilemma und deswegen treibt sie munter weiter. Sie überschreitet ihre Grenzen und Kompetenzen und missachtet deine. Sie wird nicht aufhören, solange dein Chef nichts tut – hier liegt auch wieder mal das Problem.

        Ich wurde nochmals ein Gespräch suchen (Aufhänger 1-2 Beispiele die vor Kürzen sich ereignet haben) und informiere sie, dass sie deine Grenzen missachtet und sie die dauernd überschreitet, vielleicht ist eine Zeuge Vorort bei dem Gespräch und mache einen Aktennotiz davon. Fasse diesen Aktennotiz zu hause zusammen. Lasse es auch bei dir ein paar Tage liegen und verfeinere es, dass es nicht gegen dich gewendet werden kann. Wandele diese Aktennotiz mit Datum etc etc in ein pdf (Schreibgeschützt) und bei nächsten Mal schicke es ihr über Email in dem du sie nochmals daran erinnerst was diskutiert wurde und sie soll sich daran halten…

        Sie wird bestimmt gegen dich gehen, daher sei gewappnet und lasse nichts rum liegen.

        Falls es wieder vorkommt, informiere dein Chef rechtzeitig und dass du ihn bei nächsten Mal auf dem Email nimmst und auch hier der vorausgegangen Emailverkehr anhängen. Er muss handeln, aber ich weiss nicht wie er zu ihr steht.
        Ethik

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        • #5
          Ja, ich glaube Du könntest recht haben. Nach dieser letzten Aktion bin ich am nächsten Tag zu ihr gegangen und habe sie um ein klärendes Gespräch gebeten. Daraufhin hat sie nur gemeint, dass sie sich das auch schon gedacht hätte und dann aber nur im Beisein beider Chefs. Wenn ich es mir recht überlege, hätte ich vielleicht gar nicht so freundlich um ein Gespräch bitten sollen. Ich hätte es ihr gleich tun sollen und sagen sollen, wir müssen jetzt sofort miteinander reden und das ein für alle mal klären. Einer meiner Chefs weiß genau, was ich meine, der hat mir damals auch zugehört. Und ich habe nicht einmal viel über sie gesagt. Er hat direkt gemeint, dass er sich das gut vorstellen kann und sie hat einen deftigen Anschiss bekommen. Der andere ist nicht so, sagen wir mal, er ist nicht so der Typ für Konfliktlösungen. Meinst Du denn es ist richtig, beim nächsten Mal, und es wird sicher ein nächstes Mal geben, ihr ganz klar zu sagen, dass ich in ihrer unsinnigen Anweisung keinen Sinn sehe und es deswegen nicht mache? Sie ist ziemlich gut darin einen mit Worten klein zu machen. Mir liegt es nicht so, in solchen Momenten schlagfertig zu sein. Ich habe auch immer im Hinterkopf was passiert, wenn ich mich so verhalte? Habe ich überhaupt ein Recht dazu ihr zu widersprechen? Gedanklich habe ich mir zwar vorgenommen beim nächsten Mal nicht klein bei zu geben und mich durchzusetzen. Aber ich weiß nicht, ob ich das wirklich am richtigen Platz umsetzen kann. Das mit den Notizen werde ich auf jeden Fall machen. Ich habe teilweise auch schon angefangen Tagebuch zu schreiben. Aber leider kann das Tagebuch mir keine Tips geben. :-( Würdest Du denn jetzt schon ein Gespräch mit dem Chef führen? Am Freitag hatte ich mir noch ganz fest vorgenommen, ihr den Wunsch zu erfüllen und das Gespräch mit beiden Chefs zu suchen. Damit rechnet sie ja nicht. Nur auf der anderen Seite, habe ich dabei ein schlechtes Gefühl und möchte die Chefs ersteinmal noch daraus halten. Es ist ja eigentlich eine Sache zwischen ihr und mir. Morgen hat sie noch frei, da kann ich ganz in Ruhe arbeiten. Wenn sie nicht da ist, ist auch gleich ein ganz anders Klima im Büro. Ich danke Dir, dass Du schon so schnell geantwortet hast und wünsche Dir noch einen schönen Abend Liebe Grüße Mo

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          • #6
            Ich war mal in eine ähnliche Situation. Jemand beriet mir damals und sagte – nie beleidigen, nie verletzende Worte verwenden – nur klar, respektvoll und sehr trocken sagen – man freue sich über ihren Rat und Erfahrung, sofern man sie darum fragt, aber ansonsten wurde ich es sehr begrüssen wenn sie mich arbeiten liesse wie ich es für richtig halte. Ich wünsche (du kannst nicht befehlen aber wünschen darfst du jeder Zeit), dass sie dies in Zukunft respektiert und sich daran hält. (Ich wurde nichts über „unsinnige Anweisungen“ sagen – lohnt nicht – es sind ihre Arbeitsweisen und wäre eine Wertung und dies sollte man nicht aufbringen – gehört sofort zur Mobbing und hier könnte sie nachhacken). Lass dich nicht aus der Ruhe bringen, je mehr Du sagst, desto mehr verzettelst du dich und sie gewinnt an Raum – sie hatte bislang Erfolg damit. Man riet mir, nie ein Schlagabtausch auszulösen und nie zu werten - daher gebe ich gerne diesen Rat weiter. Du hast das Recht zu sagen, wenn die Situation sich nicht in den nächsten Tagen ändert, bist du bereit ein Gespräch mit den Chefs zu führen. Falls sie ja sagt, mache eine Liste über die Dinge die vorgefallen sind. Informiere aber Dein Chef vorher, dass so eine Situation möglicherweise eintritt. Insistiert sie auf einen sofortigen Termin, so gehe darauf ein mit der Bitte, dass sie dir eine Liste ihrer Anliegen vorher zusenden soll - am besten machst du dies schriftlich mit Kopie an dein Chef. Sie wird es nicht machen, aber dies ist ein Zeichen - nicht mit mir. Schönen Abend
            Ethik

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