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    Hallo!
    Seit 18 Jahren bin ich bei einem städt. Arbeitgeber, im Bereich Schule als Hauswartin, bzw. bis vor 8 Jahren, nach dem Tod meines Mannes, als Hausmeisterin beschäftigt. Vor 2 1/2 Jahren wurde ich an eine andere Schule versezt. Und damit begannen eigentlich meine Probleme. Ich bin Teilzeitbeschäftigte und mir obliegt die außerschulische Betreuung in einer Schule. Meine Arbeitszeit ist in den Abendstunden, wenn der Hausmeister dieser Schule frei hat. Zum Anfang hatte ich dort keine Probleme mit meinem Kollegen... aber nach einem Jahr fing es an, dass er mich sex. belästigt hat. Nach ein paar Monaten hat er dann bei der Stadt angegeben, dass ich meinen Dienst nicht pünktlich antrete, und hat sich während meiner Anwesenheit Überstunden aufgeschrieben. Dies hatte natürlich zur Folge, dass ich zu meinem Personalchef zitiert wurde und erklären sollte, warum ich meinen Dienst später, bzw. nicht antrete. Ich fiel aus allen Wolken, als ich davon erfuhr und teilte meinem Chef mit, dass das wohl das Resultat aus der sex. Belästigung meines Kollegen wäre. Dieser wusste bis dahin nichts von der sex. Belästigung. Ich sollte dann angeben, was mein Kollege im einzelnen genau gemacht hat. Nach ein paar Monaten hat mich mein Kollege dann wieder belästigt. Ich gab das bei meinem Arbeitgeber sofort an. Da mein Kollege aber ein hohes Ansehen bei meinem Arbeitgeber hat, hat diese Meldung nichts gebracht. Seit dieser Zeit, lässt mein Kollege keine Gelegenheit aus mich zu schikanieren und auch persönlich anzugreifen, indem er beispielsweise behauptet, ich hätte da und dort das Licht brennen lassen beim Verlassen meiner Arbeitsstelle... hätte div. Arbeiten nicht erledigt usw. In den Übergabeblättern, (denn seit der sex. Belästigung gibt es keine pers. Übergabe mehr, worüber ich sehr froh bin, denn so hat er keine Gelegenheit mehr mich sex. zu belästigen) lässt er keine Gelegenheit aus, mich pers. zu attakieren und mich für unfähig zu erklären. Ich habe all diese Dinge bereits mehrfach beim Schulamtsleiter und beim Personalrat vorgebracht, aber trotz dieser schriftlichen Beweise, dass er mich schikaniert (mobbt) kümmert sich so richtig niemand darum.
    Hier einmal ein Auszug aus seinen Mitteilungen an mich:
    "Trotz auftrag hing die Fahne heute morgen noch am Fahnenmast. Das Licht in der Pausenhalle, Haupteingang Schule war gestern schon wieder um 18:00 Uhr eingeschaltet, obwohl es selbst bei den gestrigen Wetterverhältnissen in diesem Bereich erst um 11:00 Uhr (?) erforderlich gewesen wäre. Die Schulkinder werden um Unnötige Energie zu verschwenden, dazu angehalten überall das Licht auszuschalten, was diese auch befolgen. Nur für Sie scheint dieser Vorsatz, Energie einzusparen nicht zu gelten, genauso wie Sie scheinbar nicht in der Lage sind, die Ihnen von Mir im Übergabeblatt mitgeteilten und auszuführenden aufgaben zu erledigen. (Rechtschreibfehler habe ich mit übernommen)

    Diese und ähnliche Mitteilungen bekomme ich fast tägl. von ihm.

    Kann mir jemand einen Tipp geben, was ich noch tun kann, damit diese unerfreuliche Sache, die auch an meinem Arbeitgeber geht, beenden kann?

    Für jeden Beitrag bin ich sehr dankbar.
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  • #2
    Hallo Happy Star!

    Du hast schon den richtigen Weg beschritten, indem Du den Personalrat informiert hast.
    Es ist leider häufig so, dass Frauen, von einem Kollegen oder vielleicht sogar Vorgesetzten sexuell belästigt werden, das Nachsehen haben, auch wenn die Rechtslage was anderes besagt. Du sagst, dass Dich der Mann nun täglich mit schriftlichen Anschuldigungen schikaniert. Kannst Du beweisen, dass Du nach Dienstvorschrift gehandelt hast und Deine Aufgaben nicht vernachlässigt hast? Schreibe für Dich täglich auf, wann Du welche Arbeiten verrichtet hast. Wehre Dich gegen die Vorwürfe in schriftlicher, sachlicher Form, z.B. "entspricht nicht der Wahrheit. Ich versichere, dass ich am ...... 2009, um ........ Uhr (Tätigkeiten auflisten) ordnungsgemäß ausgeführt habe." Falls es möglich ist, hole Dir einen Zeugen dazu, der das bestätigen kann. Ansonsten steht zumindest Aussage gegen Aussage. Bestehe darauf, dass Deine Aktenvermerke zur Kenntnis genommen und auch zur Akte geführt werden. Lass Dich nicht in die Defensive drücken, Du weißt, dass Du richtig gehandelt hast und keine Lügnerin bist, was auch die Anschuldigungen wegen sexueller Belästigung betrifft.
    Niemand kann Dir versprechen, dass es besser wird, wenn Du Dich wehrst. Es wird aber sicher nicht besser, wenn er seine Aktennotizen weiterhin schreibt mit angeblichen Dienstverfehlungen gegen Dich. Dann ist irgendwann die Akte voll und Du wirst aus dem Gedächtnis heraus Probleme haben, jeden einzelnen Tag nachzuvollziehen.

    Gibt es die Möglichkeit einer weiteren Versetzung? Wäre die Gewerkschaft (falls Du Mitglied bist) eine Anlaufstelle?

    Ich hoffe, dass sich die Angelegenheit regeln lässt.

    Gruß
    Trauerweide
    Pfirsichblüte
    besonders erfahrenes Mitglied
    Zuletzt geändert von Pfirsichblüte; 18.03.2009, 11:15.

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