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Mobbing/Bossing/Drohung?

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  • Mobbing/Bossing/Drohung?

    Hallo Alle,

    ich bin seit einiger Zeit krankgeschrieben wegen Mobbing und psychischen Stress und Angstempfinden. Nach ca. 10 Wochen Krankheit erhielt ich ein Schreiben von meinem Chef. In diesem verschleiert "netten" Brief wünscht er mir gute Besserung und gleichzeitig schlägt einen Auflösungsvertrag vor, "da er davon ausgeht, dass ich längere Zeit ausscheide" (Zitat)? Er hat sogar die Email-Adresse einer dafür zuständigen Person angegeben.
    Was kann man dagegen tun? Ich habe bislang nicht geantwortet und meide jeden Kontakt zur Arbeitstelle.

    Viele Grüße

    mnbd

  • #2
    AW: Mobbing/Bossing/Drohung?

    Das betrachte ich als ein faires Angebot!

    Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
    Du sagst ja selbst: "Da will ich nicht mehr hin!"

    Zieh einen Strich drunter und schau nach neuen Ufern.
    Mit einem Auflösungsvertrag kannst du die Zeit bis zum neuen Job wesentlich besser überbrücken als mit eigener Kündigung und Sperrfristen für Hartz 4.

    Schau positiv mit Hoffnung in die Zukunft.

    Was hast du heute oder morgen vom Blick voller Angst und Abscheu in Vergangenheit und Gegenwart?
    Bringt dich das einen Schritt weiter?

    Gruss Martin

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    • #3
      AW: Mobbing/Bossing/Drohung?

      Zitat von mnbd Beitrag anzeigen
      Hallo Alle,

      ich bin seit einiger Zeit krankgeschrieben wegen Mobbing und psychischen Stress und Angstempfinden. Nach ca. 10 Wochen Krankheit erhielt ich ein Schreiben von meinem Chef. In diesem verschleiert "netten" Brief wünscht er mir gute Besserung und gleichzeitig schlägt einen Auflösungsvertrag vor, "da er davon ausgeht, dass ich längere Zeit ausscheide" (Zitat)? Er hat sogar die Email-Adresse einer dafür zuständigen Person angegeben.
      Was kann man dagegen tun? Ich habe bislang nicht geantwortet und meide jeden Kontakt zur Arbeitstelle.

      Viele Grüße

      mnbd
      Hallo,

      bevor du diesen Aufhebungsvertrag unterschreibst würde ich dir empfehlen einen Rechtsanwalt für Arbeitsrecht aufzusuchen. Bei Unterzeichnung eines Aufhebungsvertrages erhälst du eine Sperrzeit bei der Agentur für Arbeit. Besser wäre es, wenn du dich kündigen läßt!

      Wichtige Informationen zum Aufhebungsvertrag:

      Der Abschluss eines Aufhebungsvertrages hat für den Arbeitnehmer regelmäßig nachteilige sozialrechtliche Folgen.

      Da Aufhebungsverträge wie eigene Kündigungen bei der Agentur für Arbeit gewertet werden, drohen immer Sperrfristen der Agentur für Arbeit beim Bezug von Arbeitslosengeld wegen Arbeitsaufgabe (§ 144 SGB III).

      Die Agentur für Arbeit darf den Bezug von Arbeitslosengeld nicht sperren, wenn die Kündigung rechtmäßig wäre und die ordentliche Kündigungsfrist bei Abschluss des Aufhebungsvertrags beachtet wird. [2] Hat der Arbeitnehmer keinen wichtigen Grund für die Beendigung des Arbeitsverhältnisses (beispielsweise: schwere Krankheit) wird eine Sperrzeit von 12 Wochen für den Bezug von Arbeitslosengeld verhängt und die Bezugsdauer gleichzeitig um 25 Prozent gekürzt.
      Aufhebungsvertrag mit Abfindung

      Die Agentur für Arbeit kann keine Sperrzeit beim Bezug von Arbeitslosengeld wegen Arbeitsaufgabe (§ 144 SGB III) aussprechen, wenn mit dem Arbeitnehmer eine Aufhebungsvereinbarung gegen Abfindung abgeschlossen wurde, weil dem Arbeitnehmer anderenfalls eine betriebsbedingte Kündigung ausgesprochen worden wäre.

      Wird eine Abfindung gezahlt und zusätzlich die Kündigungsfrist nicht eingehalten, kommt es (unter Umständen zusätzlich zur Sperrzeit von 12 Wochen) zu (möglicherweise) erheblich längeren Ruhenszeiten beim Arbeitslosengeldbezug, abhängig von der Länge der Kündigungsfrist und der Höhe der gezahlten Abfindung (längstens bis zum Ablauf der arbeitgeberseitigen Kündigungsfrist, bzw. höchstens einem Jahr). Unschädlich war bislang in der Regel ein nach Ausspruch einer arbeitgeberseitigen Kündigung abgeschlossener Abwicklungsvertrag, wenn dort die Kündigungsfrist, die der Arbeitgeber einzuhalten hatte, nicht abgekürzt wird; seit einer Entscheidung des Bundessozialgerichtes vom 18. Dezember 2003 [3] wird aber auch bei Abschluss eines Abwicklungsvertrages eine Sperrfrist zu verhängen sein.

      Bei Einhaltung der Kündigungsfrist kann (ohne Anrechnung auf Arbeitslosengeld) eine Abfindung vereinbart werden. In vielen Fällen beeinflusst hierbei die Dauer der Firmenzugehörigkeit die Höhe des Betrags. In der Regel sind es besondere Bedingungen oder unerwartete Ereignisse, die zum Abschluss von Auflösungsverträgen führen. Meist hat der Arbeitnehmer eine neue Stelle gefunden, die er möglichst schnell antreten will. Hat der Arbeitgeber einen adäquaten Ersatzmann, wird er meist dem Auflösungsvertrag zustimmen. Hat er keinen Ersatz, kann er auf Einhaltung der ordentlichen Kündigungsfristen bestehen.
      Meierhansen
      besonders erfahrenes Mitglied
      Zuletzt geändert von Meierhansen; 21.10.2009, 17:31.

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      • #4
        AW: Mobbing/Bossing/Drohung?

        Hallo mnbd

        ... und gleichzeitig schlägt einen Auflösungsvertrag vor, "da er davon ausgeht, dass ich längere Zeit ausscheide" (Zitat)
        Mir wurden sogar schon mal 3 Monatslöhne angeboten, wenn ich freiwillig kündige. Daran erkennt man schon wie wichtig es meinem Arbeitgeber ist, mich los zu werden.
        Ich habe aber abgelehnt, weil ich mich nicht so schnell abspeisen lasse.

        Viele Grüße ...

        Kommentar


        • #5
          AW: Mobbing/Bossing/Drohung?

          Zitat von Wärgolf Beitrag anzeigen
          Hallo mnbd



          Mir wurden sogar schon mal 3 Monatslöhne angeboten, wenn ich freiwillig kündige. Daran erkennt man schon wie wichtig es meinem Arbeitgeber ist, mich los zu werden.
          Ich habe aber abgelehnt, weil ich mich nicht so schnell abspeisen lasse.

          Viele Grüße ...
          Ja, das hätte ich auch so gemacht. Das ist ein Wahnsinn, was die sich alles einfallen lassen, nur um Arbeitnehmer loszuwerden. Hat er einen guten Lehrling der dich ersetzt?

          Ich wurde durch einen Lehrling ersetzt. Das arme Mädchen war gerade mal 4 Monate da und sollte dann allein eine Rezeption in einer psychosomatischen Klinik schmeißen. Mit ihren 120 kg bot sie den Patienten ein Adipositas-Programm an. Kann man doch nicht ernst nehmen oder. Ihre wichtigste Beschäftigung - Essen - das hat sie dort den ganzen Tag getan. Dann blieben Pat. weg. Aber das macht ja nix, hauptsache man hat gespart. Aber der Sparfuchs der dort den Bleistift angesetzt hat, ist auch schon wieder weg. So kurzlebig ist ein Arbeitsplatz.

          Kommentar


          • #6
            AW: Mobbing/Bossing/Drohung?

            Zitat von Hanj Beitrag anzeigen
            Ja, das hätte ich auch so gemacht. Das ist ein Wahnsinn, was die sich alles einfallen lassen, nur um Arbeitnehmer loszuwerden. Hat er einen guten Lehrling der dich ersetzt?

            Ich wurde durch einen Lehrling ersetzt. Das arme Mädchen war gerade mal 4 Monate da und sollte dann allein eine Rezeption in einer psychosomatischen Klinik schmeißen. Mit ihren 120 kg bot sie den Patienten ein Adipositas-Programm an. Kann man doch nicht ernst nehmen oder. Ihre wichtigste Beschäftigung - Essen - das hat sie dort den ganzen Tag getan. Dann blieben Pat. weg. Aber das macht ja nix, hauptsache man hat gespart. Aber der Sparfuchs der dort den Bleistift angesetzt hat, ist auch schon wieder weg. So kurzlebig ist ein Arbeitsplatz.
            Wir hatten hier das Thema schon sehr oft. Es muss jeder für sich selber entscheiden, wann er geht oder ob er sich noch weiter kaputt machen lässt. Manchmal ist es aber besser für Körper und Seele die Segel zu streichen, das hat nichts mit aufgeben zu tun, sondern vielmehr damit sich selber zu schützen. Ich habe meinen Enschluss bis heute nicht bereut, im Gegenteil, für einen solchen Arbeitgeber möchte ich auf keinen Fall mehr arbeiten!

            Ich persönlich wollte den Laden damals nicht mehr betreten, ich habe mich auch nicht billig abspeisen lassen, sondern mein Anwalt und ich haben den Takt vorgegeben und heute weiß ich, es war die richtige Entscheidung. Allerdings habe ich keinen Auflösungsvertrag unterzeichnet, es geht auch anders!

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