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Ich weiß langsam nicht mehr weiter

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  • Ich weiß langsam nicht mehr weiter

    Hallo, ich hoffe, dass hier vielleicht jemand ist, der mir einen Rat geben kann.
    Ich bin Beamtin in der Verwaltung und arbeite in einer sehr kleinen Abteilung.
    Vor vier Jahren bekam ich eine neue Kollegin, mit der ich mir das Arbeitsgebiet teile musste. Sie ist volltags ich halbtags. Am Anfang verstanden wir uns sehr gut. Es ging sogar ins Private. Ich hatte damals viele psychische Probleme und konnte gut mit ihr reden. Sie war sogar diejenige, die mir rat, eine Therapie zu machen. Ich war dann sehr lange krank und auch eine Weile in stationärer Behandlung. Während dieser Behandlung wurde immer deutlicher, dass meine Kollegin mir nicht gut tut. Sie erdrückte mich mit ihrer ständigen Besserwisserei und gab mir immer das Gefühl ich bin nicht viel wert, sie sei besser. Als ich im Sommer 2006 wieder zum Dienst ging wurde unsere "Beziehung" immer schwieriger. Sie zog sich ständig zurück und verbrachte die meiste Zeit in einem anderen Büro. Ich ärgerte mich, da die Arbeit an mir hängenblieb. Mit mir redete sie kaum noch und wurde schnell unfreundlich. Sie fing an mich zu schickanieren. Lautes Radio, Fenster zu schmeißen, großes Licht an usw. sie meckerte mich sogar an, wenn ich Knoblauch gegessen hatte. Sie wurde aggressiv und ich bekam immer größere Magenschmerzen. Meine Nerven lagen blank. Ich traute mich kaum noch mich zu bewegen.
    Dann standen Umzüge ins Haus und ich nahm mir ein Herz und sagte, dass ich mit dieser Kollegin nicht mehr zusammen sitzen kann. Jetzt ging der Terror erst richtig los. Ich wurde komplett ignoriert. Auch ein Gespräch mit meiner Chefin brachte nicht. Mir wurde im Prinzip für alles die Schuld gegeben. Sie provozierte mich wo sie nur konnte. Es wurde so schlimm, dass ich wieder krank wurde. Bis zum Frühjahr 2007. Ich hatte nun ein eigenes Büro, dass aber mit vollgestopften Schränken von anderen Kollegen zugestellt war. Ich habe das beste draus gemacht und es so hergestellt, dass ich mich wohl fühlte. Meine Arbeit, die ich seit 14 Jahren machte, wurde mir weggenommen und dafür bekam ich Arbeiten, die mich nicht mal zur Hälfte auslasten. So genannte Hilfsarbeiten. Meine Kollegin ignorierte mich weiter aber auch damit kam ich klar. Es kam immer mal wieder zu Kleinigkeiten, die ich als provozierend bezeichne aber ich schlug mich tapfer. Nur ab und zu war mir zum heulen, wenn sie mich mal wieder diskriminierte. So lief alles dahin. Bis zum letzten Freitag. Ich wollte meine Tasse abwaschen und hörte hinten mal wieder meinen Namen. Ich wurde neugierig und lauschte. Ich bekam zu hören, dass ich mit meinen niederen Arbeiten lernen sollte Kaffee zu kochen und Kekse zu servieren. Ich müsse mal mitdenken und mich mit der Abteilung identifizieren. Ich würde da vorne nichts tun. Nur sie würden arbeiten und denken. Usw. Ich wusste schon immer, dass die beiden Damen hinten über mich schlecht reden aber als ich dann hörte, wie mein Chef sagte, dass das alles ein Lernprozess sei, wurde mir schlecht. Ich habe ihn angesprochen und er meinte zu mir, dass ihm das leid täte und er dachte das sei ein Scherz. Er weiß aber von der Vorgeschichte.
    Ich weiß, dass war lang aber vielleicht finde ich hier Hilfe.
    Ist das schon mobbing? Ich weiß nur, die besagte Kollegin hat nächste Woche Urlaub aber die Woche danach gehe ich wieder mit Bauchschmerzen in den Dienst.

  • #2
    Liebe Nini,
    wenn ich das lese, dann dreht sich bei mir auch gleich der Magen um.

    Du bist seit 14 Jahren in deinem Job und sicher eine sehr erfahrene, gute Arbeitskraft. Was war in den 10 Jahren "ohne sie"?

    Es scheint, dass man dir nicht mehr die "Belastungen" zutraut und dir nun Hilfsarbeiten zuschiebt. Das musst du dir nicht gefallen lassen!

    Dein Chef muss handeln und dir die Arbeit geben, die dir zusteht!
    Außerdem soll er dafür sorgen, dass die Schränke anderweitig aufgestellt werden oder du ein angemessenes Arbeitszimmer erhälst.
    Zusätzlich muss er den Damen klar machen, dass sie nicht hinter deinem Rücken in dieser abfälligen, wirklich beleidigenden und schikanierenden Art und Weise zu reden haben!

    Diese drei "Forderungen" würde ich an ihn stellen. Wenn es nicht anders fruchtet, mit Unterstützung; denn er scheint ja irgendwie den beiden Damen so "vertraut", dass sie in seiner Gegenwart über dich herfallen.

    Habt ihr einen Personalrat?
    Du könntest dort sachlich darlegen, dass du nicht angemessene Arbeiten (konkrete Beispiele) erhälst, dass du in dem Zimmer nicht störungsfrei arbeiten kannst und dass du außerdem nicht bereit bist, hinzunehmen, dass Kolleginnen negativ über dich sprechen (genaue Wiedergabe der Äußerungen, die du gehört hast).

    Hast du Kollegen, mit denen du vielleicht etwas näheren Kontakt hast oder aufbauen könntest?

    MfG - soul

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    • #3
      Danke Soul,
      ich habe seit neuestem eine neue Kollegin, die sehr nett ist und der das negative Verhalten auch schon aufgefallen ist. Leider verläßt sie uns Ende August wieder. Sie ist nur vertretungsweise bei uns. Sonst gibt es Niemanden. Ich habe vor geraumer Zeit die Beauftragte der Schwerbehinderten informiert, da kam aber nichts bei rum. Da sie heute Sprechstunde hat, werde ich sie nachher anrufen. Sollte sich nichts tun, dann muss wohl der Personalrat ran.
      Nini

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      • #4
        Hallo Nini,

        wirklich sehr schade, dass die Kollegin bald geht!!!
        Aber wenn ihr das blöde Verhalten auch schon auffiel, dann ist wenigsten eine da, die dich in dem, was du siehst, ernst nimmt, und das kann ja schon für sich genommen sehr viel wert sein.

        Und ja, lass dir das nicht bieten! Hol dir Unterstützung und pack alles auf den Tisch, wenn' sein muss!

        Ich habe angefangen, alles aufzuschreiben, und das ist gut, um sich stets genau zu erinnern - und sich dann auch nicht die Worte im Mund umdrehen zu lassen.

        Viel Erfolg wünsche ich Dir!
        soul

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        • #5
          Danke, ich führe seit zwei Jahren Buch darüber und habe einige Kopien von den Fehlern er nderen kopiert, da mir ständig Fehler vorgeworfen werden. Die Angst sitzt im Nacken, da ich ständig daran denken muss bloß nichts falsch zu machen.
          Nini

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          • #6
            ohje, aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass man das nicht lange durchhält und auch nicht durchhalten sollte. Ich würde mir den Chef schnappen und mal Tacheles reden. Angemessene Arbeit, Abstellen des Mobbing und ein angemessener Büroraum. Dabei würde ich die 10 Jahre erwähnen, wo es ohne die Dame ging. Ich drücke dir die Daumen und dass du genug Kraft und Mut aufbringst und das dann auch belohnt wird. Geht ja gar nicht.....

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            • #7
              Vielen Dank,
              genau das habe ich heute getan. Es gab ein Gespräch mit meiner Chefin. Jetzt heißt es abwarten, wie es weiter geht.

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              • #8

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