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Kündigung und doch keine Ruhe

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  • Kündigung und doch keine Ruhe

    Hallo Leute,

    ich wurde auf meiner arbeit über fast drei jahre hinweg gemobbt. ich hab alles versucht um das zu ändern, habe mit vorgesetzten gesprochen und kollegen um hilfe gebeten, nichts hat erfolg gebracht. als ich dann an selbstmord dachte und nur noch weinte, entschloss ich mich zu kündigen. ich dachte damit ist mein problem gelöst - fehlanzeige! ich bekam mein arbeitszeignis zugeschickt, note 6. das mobbing ging weiter. ich habe meine arbeit immer gut gemacht und habe mich kollgen und vorgesetzen immer gut verhalten. ein anwalt übernahm den rest, da ich nicht mehr in der lage war mich mit diesen leuten zu streiten. aber auch heute, gute 8 wochen später bekomme ich einfach keine ruhe. ich habe bereits einige praktikas machen können, die ich aber mit einem schlechten gefühl beendet habe, da auch dort ein sehr forscher ton und böse worte gefallen sind... weil ich nicht von anfang an alles konnte. ich gab überall mein bestes und machte mehr als ich jemans selbst von mir gedacht hätte, vergeblich, ich komme nicht damit klar was meine ex-frima da in mir versaut hat. ich habe angst eine neue arbeit anzunehemen und davor das es wieder so werden könnte.
    nochmal halte ich das nicht aus.
    hat von euch jemand etwas ähnliches erlebt und überwunden???
    danke für eure hilfe

  • #2
    AW: Kündigung und doch keine Ruhe

    Hallo Bine,

    wenn man alle diese Leidensgeschichten liest, spürt man immer mehr das dieses "kollegiale Verhalten" den Bach runter geht.
    Eine vernünftige Einarbeitungszeit, herzliches aufnehmen von neuen Kollegen/innen, überhaupt jemanden "neuen" die Chance lassen sich zu bewähren gibt es alles nicht mehr.
    Heutzutage ist was anderes gefragt. Nicht die hervorragende Leistung, sondern wer am tiefsten in den Hintern vom Vorgesetzten kriecht und am meisten Die Mitarbeiter verkohlt.Manchmal könnte man glauben, für diese Art gibt es bereits Sonderprämien.
    Drei Jahre lang schlecht und ungerecht behandelt worden zu sein, liebe Bine ist eine zu lange Zeit für seelische Wunden. Du bist natürlich darauf fixiert auf jede negative Äußerung oder Situation.
    Die einzige Möglichkeit sich selber zu helfen ist raus aus dieser Opferhaltung.
    Lass eine ordentliche Wut auf diese Leute zu, die Dir das Leben schwer
    machten.Sprich mit Menschen darüber, mach Dir Luft. Nur so kannst Du das Verarbeiten und Dich von dem Übel lösen.
    Wenn Dir dann bewusst ist, dass Du an dem ganzen keine Schuld hast, es nicht an Dir lag, sondern diese intolerante, unprofessionelle, primitive Umgangsformen Deiner ehemaligen Kollegen und Vorgesetzten, erst dann kannst Du wieder richtig durchstarten.
    Überlege mal, sind es diese Menschen überhaupt wert, dass sie einen so negativ einschüchtern?
    Du schaffst das, ich drücke Dir die Daumen
    Minna

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    • #3
      AW: Kündigung und doch keine Ruhe

      Hallo Bine,

      ich kann nachfühlen, was Du durchmachst, Ich hatte nach jahrelangem Mobbing gekündigt.
      Nach einer erfolgreichen Weiterbildung habe ich zunächst befristet in einem wirklich professionellen, zugänglichen Team gearbeitet. Da von Anfang an keine Aussicht auf eine feste Ganztagsstelle bestand, nahm ich ein Angebot bei einem kirchlichen Träger wahr, weil ich auf Nummer Sicher gehen wollte.
      Dort erlebte ich die absolute Hölle und bin so krank geworden, dass ich inzwischen frühverrentet bin.
      Das klingt nun für Dich nicht ermutigend. Was ich Dir aber auf den Weg mitgeben kann:
      Befristete Arbeitsverhältnisse haben den Vorteil, auszuloten, ob man sich wohlfühlt, ob man mit dem Team klarkommt, mit den Arbeitsbedingungen. Wenn es nämlich nicht so ist, dann ist man froh, wenn es ein Ende findet.
      Vielleicht tastest Du Dich wirklich mit befristeten Stellen vor - evtl. über die viel beschimpfte Zeitarbeit. Da lernst Du verschiedene Unternehmen kennen. Das ist zwar stressig, aber durchaus auch lehrreich. Man wird flexibel, vielseitig und ist gefragt

      Und was Deinen vorherigen Arbeitgeber betrifft; er darf Dir mit einem Arbeitszeugnis nicht schaden. Lass den Anwalt mal machen.

      LG
      Trauerweide

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      • #4
        AW: Kündigung und doch keine Ruhe

        Liebe Bine,

        Deine Seele ist sehr verletzt. Die Wunden sind noch frisch.
        Sei nicht böse mit Dir, dass du das jetzt noch nicht auf die Reihe bekommst, woanders anzufangen und alles läuft wie früher, vor Deiner Geschichte.

        Ich weiß genau, wie du dich fühlst.

        Ich bin nach 7 Jahren dann schließlich zusammen gebrochen.
        Nun gehe ich zur Therapie. Nach nun 7 Monaten Arbeitsunfähigkeit schaffe ich es erst, das Problem richtig anzupacken und zu verarbeiten. Mein Tempo kann ich mittlerweile selbst bestimmen. Davor habe ich mich noch sehr unter Druck gesetzt, weil ich immer gearbeitet habe und pflichtbewußt meine Steuern bezahlt habe.

        Aber es nutzt dir nichts da jetzt mit der Brechstange ran zu gehen.
        Lass Dir Zeit. Und vor allem sei du lieb zu dir.

        Das ist ganz wichtig.

        Ich habe viele tolle Leute in einer Selbsterfahrungsgruppe kennengelernt, die mir zeigten-JA, mit mir ist alles in Ordnung. Alles gestandene Frauen. Alle völlig fassungslos, ihrem Problem gegenüber stehend.
        Ich komme wieder in Ordnung.
        Du kommst auch wieder in Ordnung.
        Aber alles braucht seine Zeit.

        Gib blos nicht auf bine. Du hast 3 Jahre Horror hinter dir gelassen. Vor dir sind wieder Tage der Gelassenheit, das verspreche ich dir ganz fest.
        Sei gut zu dir, wie du es zu deiner besten Freundin in so einer Situation wärst.

        Ganz liebe Grüße und viele viele Sonnestrahlen sendet dir

        mops.

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        • #5
          AW: Kündigung und doch keine Ruhe

          Ich würde in eine Gewerkschaft eintreten die haben Beratungsstellen und Hilfe für solche Dinge.Mir hat das sehr geholfen.Auch für den Fall eines neuen Jobs und um deine RECHTE zu kennen-das macht sicherer!!!!!!!!

          Viel Glück

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