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Bundesarbeitsgericht urteilt klug und gerecht im Fall Emely

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  • Bundesarbeitsgericht urteilt klug und gerecht im Fall Emely

    hallo,

    Mir gefällt es, dass in diesem Fall der Arbeitgeber die Arbeitnehmerin tatsächlich wiedereinstellen muss obwohl ihm das überhaupt nicht in den kram passt.
    Denn normalerweise enden Kündigungsschutzklagen , auch wenn sie gewonnen werden, leider damit, dass der Arbeitgeber
    den Arbeitnehmer troztdem rausschmeissen darf und statt dessen eine Abfindung zahlt - also obwohl er im Unrecht ist, trotz gewonnenem Prozess des Arbeitnehmers. Aber was hätte in diesem Fall die Arbeitnehmerin von einer Abfindung ? - NICHTS, denn die wäre schnell verbraucht, da sie keine neue Arbeit finden würde. Sie wäre also die Betrogene, wenn sie nicht wieder eingestellt würde.
    es verschafft mir im Übrigen große Genugtuung,dass es die Arbeitnehmerein geschafft hat durchzuhalten. Das Thema wurde von mir in einem Rouletteforum zur Sprache gebracht, wobei ein Millionär - selber tatsächlich ein gewissenloser Sozialschmarotzer, da nach eigener Aussage Steuern hinterzogen habend - in seiner üblichen verächtlich machenden Art über die rechtschaffene Arbeitnehmerin herzog, die nun endlich doch zu ihrem Recht kam.


    Steuerfahnder

  • #2
    AW: Bundesarbeitsgericht urteilt klug und gerecht im Fall Emely

    Ich habe mich sehr gefreut, dass in diesem Fall Recht gesprochen wurde!

    Vor einiger Zeit wurde, ich glaube bei Anne Will, dieser Fall besprochen, es war ein höheres Tier von Kaiser Tengelmann anwesend und dieser hat in der leider mittlerweile üblichen Art versucht, Emely in den Dreck zu treten.

    Was wirklich gewesen ist, schwer nachvollziehbar.

    Mein Eindruck ist aber auch, dass eine aus irgendwelchen Gründen unbequeme Arbeitnehmerin entsorgt werden sollte.

    Fakt ist aber auch, dass es nicht mehr so lustig ist, irgendwo zu arbeiten, wenn man nicht mehr erwünscht ist und man ein verdammt dickes Fell haben muss, um in so einer Situation klar zu kommen. Deshalb werden häufig Abfindungen gezahlt. Klar kommt man mit diesem Geld nicht allzu lange zurecht, Emely ist ja, glaube ich, schon über 50. Sie hat auf jeden Fall ein sehr gutes Zeichen gesetzt, und hoffentlich hat sie so ein dickes Fell und kann sich so wehren, dass diese Leute sie irgendwann in Frieden lassen.

    Laura

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    • #3
      AW: Bundesarbeitsgericht urteilt klug und gerecht im Fall Emely

      Die BRD Diktatur braucht einige Vorzeigefälle um den Arbeitssklaven zu zeigen, daß es gerecht zugeht.

      99,9% der Fälle (ohne Medienpräsenz) werden jedoch gegen die Arbeitssklaven entschieden. Viele Existenzen dadurch vernichtet. Die ....n hat man vergast. Die moderne Foltermethode ist Mobbing geworden.

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      • #4
        AW: Bundesarbeitsgericht urteilt klug und gerecht im Fall Emely

        "Die ....n hat man vergast. Die moderne Foltermethode ist Mobbing geworden." Ich sehe da schon einen Unterschied. So pauschalisiert kann das nicht stehen bleiben.
        Zwischen dem Prinzip "Vernichtung durch Arbeit" während der Nazidiktatur und dem Problem Mobbing in der gegenwärtigen Arbeitswelt, bestehen gravierende Unterschiede.
        Vielleicht findest Du da einen besseren und passenderen Vergleich. Z. B. Leibeigenschaft während des Mittelalters. Davon scheinen einige Bosse tatsächlich zu träumen. In den Ländern der dritten Welt wird dieses Prinzip schon in die Realität umgesetzt: rechtlose Arbeiter schuften für einen Dollar pro Tag. Ein weiteres übles Kapitel des Kapitalismus: Kinderarbeit !

        Völlig richtig ist Dein Einwand, dass Emely nur ein Vorzeigefall ist, hochgeschwemmt von der Medienpräsenz!
        Ahrens
        sehr erfahrenes Mitglied
        Zuletzt geändert von Ahrens; 04.07.2010, 13:10.
        soft and gentle

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        • #5
          AW: Bundesarbeitsgericht urteilt klug und gerecht im Fall Emely

          die Medien stürzen sich geradezu auf alles was nach sozialer Ungerechtigkeit aussieht. Glauben jedenfalls viele. In Wirklichkeit suchen sich die Medien nur die raus, die in der Öffentlichkeit darstellbar sind. Objektiv berichtet wird sowieso nicht.
          Das problem das sich daraus ergibt, ist das falsche gefühl, dass einem die Medien helfen wenn man Probleme hat. tatsächlich gibt es hunderte von Emelys um die sich die Medien einen Dreck scheren. Sobald der fall auch nur ansatzweise kompliziert ist, macht er nämlich den Zuschauer oder Leser unwillig. Wer will am Abend, währden er sein Bier trinkt und ausspannt sich noch mit komplizierten juristischen Sachverhalten herumschlagen. Im übrigen verstehen oft die Beteiligten selbst nicht so genau was juristisch abgeht.
          Solche komplizierten Fälle interessiert das fernsehen nicht. Oder Betroffene, die kritisch sind, vor der Kamera schwer zu handhaben sind oder einfach nur den Zeitungsleuten widersprechen. Das wird nicht publiziert.
          Verlasst euch nicht auf die Medien, die jubeln euch heute hoch und vernichten euch morgen. Ob die Richter das so gern mögen, wenn jede Äusserung sofort von zig zeitungsleuten diskutiert wird ist eine andere Sache. da gibt man schon mal dem einen der in der Öffentlichkeit steht recht und haut dafür 10 andere in die Pfanne. Richter sind auch nur Menschen.

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          • #6
            AW: Bundesarbeitsgericht urteilt klug und gerecht im Fall Emely

            Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass Emmely den Prozess gewonnen hat, und nun wieder dort arbeiten darf.
            Ich frage mich aber auch, wie das weitergehen wird?
            Ich denke, der Arbeitgeber wird es ihr nicht leicht machen.
            Was passiert denn, wenn wieder mal irgendwas fehlt, sei es ein Pfandbon oder irgendwas anderes?
            Dann wird es sicher sofort heißen, das war Emmely.
            Und wenn sie dann nochmal eine Kündigung bekommt, dann wird sie sich kaum noch wehren können,
            weil es dann heißt es ist ein Wiederholungsfall.
            Und ob sie noch einmal die Kraft hat, das alles noch mal durchzustehen, ist auch fraglich.
            Ich denke, wenn es der Arbeitgeber jetzt darauf anlegt, sie wieder loszuwerden, und sei es nur aus Prinzip,
            dann wird es für sie sehr schwer dort noch weiterzuarbeiten.
            Aus diesem Grund hätte ich sicher Angst gehabt, dort wieder zu arbeiten.
            Ich hoffe wirklich, dass es gutgeht, und ihr nun nicht das Leben dort schwergemacht wird, weil man sie
            nun endgültig loswerden will.

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