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Ist das Mobbing? (vorsicht lang)

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  • Ist das Mobbing? (vorsicht lang)

    Hallo, also ich bin echt am Ende im Moment. Ich fang am besten ganz am Anfang an:

    Ich habe im August 2005 bei meinem Arbeitgeber angefangen als Schwangerschaftsvertretung für eine ehemalige Berufsschulfreundin. Sie hat zwischenzeitlich wieder angefangen auf 400,00 €-Basis zu arbeiten. Das Verhältnis mit meiner Kollegin (Mutter des einen Chefs, Frau des anderen) war eigentlich gut. Dann zog die Kanzlei in größere Räume und es wurde schwieriger für uns mit dieser Kollegin auszukommen. Als ich dann plötzlich schwanger wurde fing es an schlimmer zu werden, jedefalls hoffte ich es mir einzubilden. Sie gratulierte mir nicht, sondern meinte nur sie hätte es bereits gewusst (woher?). Auch sonst redete sie zunehmend so, dass es ja fast unmöglich für mich sei wieder zu kommen. Auch nach der Geburt kam sie mich nicht besuchen, wie meine andere Kollegin damals und auch wenn ich mal in der Kanzlei in der Mittagspause vorbeikam (eigentlich egal wann) hatte sie immer viel zu tun und keine Zeit.

    Es stand für mich immer fest, dass ich nach dem Jahr, wenn das Elterngeld wegfällt wieder arbeiten gehen muss (stundenweise mind. auf 200,00 €-Basis). Dieses Jahr ist Ende April vorbei. Ich wollte im Dezember bereits mit meinem Chef reden, da ich wissen wollte, wie es aussieht, ob es möglich ist oder generell nicht. Zwischenzeitlich hatten sie eine AZUBI eingestellt, womit die Plätze voll waren. (besagte Kollegin, Vollzeit; AZUBI 1, Vollzeit + seit Anfang März ausgelernt und Berufsschulfreundin, die immer kommt, wenn AZUBI2 in der Schule ist) Daher hatte ich mir überlegt entweder zu Hause zu arbeiten oder am Samstag. Sie sagte den Termin ab "Ihr Mann hat so viel zu tun" und meinte, dass ich mir das mit dem zu Hause arbeiten aus dem Kopf schlagen könne und dass es mit Samstag auch nicht geht, da da immer zu wenig arbeit ist.

    Ende Dezember erhielt ich eine Mail, dass ich mich melden solle, wegen einer kurzfristigen Einstellung. Ich freute mich riesig, hatte ich es doch bereits aufgegeben. Ich rief an und machte einen Termin für den 16.1. aus. Plötzlich wurde ich von der Kollegin angerufen, die mich bat schon vorher anzufangen, da die eine AZUBI 3 Wochen Urlaub genommen hat wegen der Prüfung. Sie sagte auch, dass es danach mit Samstag, wie vorgeschlagen weitergehen soll. Ich solle auf jedenfall vom 14. ab in den 2 Wochen arbeiten und hätte somit die 23 Stunden für Jan. voll. Ich sagte kurzerhand zu, obwohl ich damit eine erhebliche Kürzung meines Elterngeldes in Kauf nahm (wegen 200,00€ wurden mir ca. 134 € vom EG abgezogen).

    Als ich anfing meinte sie dann plötzlich, dass das mit Sa. nicht ginge und dass sie mir anbieten würde abends nach 17 Uhr für 2 oder 3 Stunden zu arbeiten, was ich gar nicht kann, da meine Mutter in dieser Zeit nicht aufpassen möchte (unter der Woche zur "normalen" Arbeitszeit ja und Sa. ab und zu auch aber so nicht, da sie dann erst ziemlich spät zu Hause wäre und ja schließlich auch arbeiten würde). Mein Mann arbeitet in Schichtdienst und ist somit nur alle 2 Wochen abends daheim. Außerdem lohnt es sich nicht wegen 2 Std. in die Kanzlei zu kommen, mal abgesehen von den Fahrtkosten vom Bus.

    Sie sagte mir, dass es dann nicht weitergehen könne. Als ich einwand, dass ich ja für AZUBI 2 einspringen könne, wenn sie in der Schule ist, solange AZUBI 1 noch zur Schule geht (also Februar) war das ok. Wir machten dann aus, wann ich arbeiten muss im Feb. Als ich dann ein paar Tage später wieder in der Kanzlei war und wir es ändern mussten, da wir die Ferien nicht mit einbezogen hatten (keine Schule) meinte sie doch, wir hätte ja gar nichts ausgemacht. Wir zofften uns dann leicht vor dem Chef, der gerade reinkam und ich zitterte vor Wut. Sie fing wieder an, dass es nach Feb. nicht weiterging und als ich dann fragte, wann ich dann das nächste Mal kommen solle, meinte sie, dass sie es nicht wüsste und mein Chef meinte dann ich solle am Sa. kommen.

    Ich habe beim nächsten Mal in der Kanzlei mit meinem Chef geredet und gemeint, dass wir uns wohl nicht einig werden und er meinte dann, dass ich nur auf das hören soll, was er sagt und dass es mit Sa. weitergeht, da er mich da gut gebrauchen kann.
    So blieb es auch den ganzen Feb.

    Am 29.02. (in der Mittagspause und kein Zeuge) rief dann plötzlich sie bei mir zu Hause an und meinte dass sie nichts mehr zu tun hätten (letztes Band geschrieben), dass ich im März nicht kommen bräuchte, da ich ja wahrscheinlich nicht auf meine Stunden kommen würde, meine Kollegin (Berufsschulfreundin) hatte ja schließlich auch Probleme im Feb. auf ihre Stunden zu kommen und dass wir dann weitersehen würden. Auf meine Nachfrage, ob sie das mit ihrem Mann abgeklärt hatte, meinte sie, natürlich. Ich konnte es nicht fassen. Ich hatte gerade den Bescheid bekommen, dass ich weniger Elterngeld bekomme und jetzt bekomme ich für März kein Geld vom AG und das Geld, was mir im Jan. und Feb. zu viel gezahlt wurde, wurde jetzt im März auch noch abgezogen, sodass ich knapp 400,00 € weniger Elterngeld und auch keine 200,00 € mehr habe. Auf meine Nachfrage, ob es dann im April weiterginge meinte sie nur dass wir mal schauen müssen. Als ich eine halbe Stunde nach Arbeitsschluss in der Kanzlei anrief, weil ich die Nr. im Display von meinem Telefon sah und nicht wusste, wann das war, ging sie ran (ich dachte es wäre nichts mehr zu tun?!). Auf meine Nachfrage, ob sie noch einmal angerufen habe, meinte sie, dass das schon früh (woher wollte sie da wissen, dass abends kein einziges Band mehr da sein würde?!) war und bei der Gelegenheit bat sie mich den Schlüssel demnächst vorbeizubringen...

    Ich habe dann am Tag danach meinen Chef angerufen, weil ich es nicht gut fand und nicht wusste, was das soll und er wusste noch nicht einmal was davon!!! Er wollte es mit seinem Sohn klären, ob es weitergeht.

    Am Montag drauf rief sie mich wieder an und fragte mich warum ich ihren Mann angerufen habe und ich sagte ihr, dass er zu mir gesagt hatte (Mitte Feb.), dass er mich braucht, es weitergeht und ich auf das hören solle, was er zu mir sagt. Meine Kollegin war etwas sauer und meinte, dass sie ja schließlich zu sagen hätte, wieviel zu tun ist, da sie ja vorne sitzt und sieht, wieviel Arbeit ist. Daraufhin kündigte sie mir sozusagen (sie meinte, dass sie mit ihrem Mann gesprochen habe und er es auch einsehe, dass ich nicht mehr gebraucht werden würde). Des Weiteren meinte sie, dass das ja schließlich ein Entgegenkommen ihrerseits gewesen wäre aus Mitleid und mir zur Liebe und dass nicht immer nur von einer Seite entgegenkommen erwartet werden kann und dass ich auch mal auf sie zukommen müsse (sie bezog sich auf die mir großzügigerweise angebotenen Arbeitsstunden abends...). Auch meinte sie, dass sie mir im Jan. nicht zugesagt hätte, dass es nach den 2 Wochen weiterginge und auch nicht, dass es mit Sa. weiterginge, was aber Blödsinn ist, da ich, hätte sie von Anfang an gesagt (wie sie meinte), dass ich nur die 2 Wochen kommen soll, ich gar nicht erst gekommen wäre, auch nicht, hätte sie mir das tolle Angebot von der Abendarbeit gemacht! Ich verstand die Welt nicht mehr. Mein Chef wollte doch mit seinem Sohn reden und warum kann er mich nicht persönlich anrufen um mir zu sagen, dass ich nicht mehr kommen soll.

    Ich rief auf seiner Durchwahl an, aber keiner hob ab. Ich versuchte es am nächsten Tag wieder und erreichte ihn. Ich wollte ihn fragen, warum er nicht selbst anrief und meinte, dass er ja wohl schon wisse, warum ich anrief. Das was dann kam haute mich fast um. Er erzählte mir, dass er am Wochenende mit seiner Frau darüber sprach und er dachte halt, dass sie daraufhin angerufen habe. Als ich ihm sagte, dass sie mich wirklich angerufen habe und meinte, dass ich nicht mehr kommen bräuchte und sie es mit ihm besprochen habe, meinte er, dass das doch wohl nicht wahrsein darf. Er wollte mit seinem Sohn darüber reden. Tja, das war vor fast einer Woche und ich habe immer noch nichts von ihm gehört.

    Deutlicher, dass sie mich raushaben möchte, geht es doch wohl wirklich nicht. Ich weiß noch nicht einmal warum. Ich kann nur vermuten, dass es ihr nicht passt, dass ich mich gegen sie durchsetzen will. Das Schlimme ist ja, dass sie wahrscheinlich auch noch damit durchkommt. Auch wenn es überhaupt nicht richtig ist, wie sie sich verhält, so ist sie doch die Mutter des einen und die Frau des anderen Chefs und damit Ruhe ist, könnte ich mir vorstellen, dass ich gehen kann. In jeder anderen Firma hätte sie eine Abmahnung bekommen oder wäre gleich gefeuert worden, aber hier...

    Das Schlimme ist, dass ich wahrscheinlich wegen der blöden Kuh auch noch mein Recht auf Wiedereinstieg nach 3 Jahren verwirkt habe, weil ich zwischenzeitlich auf 23-Stunden-Basis (pro Monat) gearbeitet habe. Ich könnte heulen (was ich auch schon getan habe). Was kann ich da machen? Soll ich noch eine schriftliche Beschwerde mit Einzelheiten gegen diese Frau machen und wenn ja, was hilft das? ;-(

    Was meint ihr dazu?

    Vielen Dank an alle, die es bis hier her geschafft haben! Auch vielen Dank schon mal für die Antworten.

    Verzweifelte Grüße

    Nicole

  • #2
    Hallo Nicole,

    Deine Kollegin will ihren alten Job wieder und für Dich ist kein Platz. Vor allem Mütter mit kleinen Kindern sind bei Arbeitgebern nicht gerade willkommen, das kommt noch dazu. Ich habe das mehrfach erlebt, dass wiederkehrende Mütter nach der Mindestfrist aus fadenscheinigen Gründen "wegrationalisiert" wurden.

    Offenbar wurde hier mit juristischen Fallstricken gearbeitet. Ich hoffe, Du hast einen guten Anwalt. In der Firma zu bleiben kannst Du abschreiben, aber hol raus, was noch geht.

    LG

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    • #3
      Hallo Susi,

      danke für deine Antwort. Meine Kollegin, die mich mobbt bzw. gemobbt hat, ist die Frau vom einen Chef und die Mutter des anderen. Sie hat es auch geschafft. Mein Chef hat mir nun mitgeteilt, dass ich den 200,- Euro-Job nicht mehr machen kann, da ich (angebl.) nicht mehr gebraucht werde, weil sie den Lehrling jetzt ganz eingestellt haben, da sie ausgelernt ist.
      Ich könnte mir einen Anwalt nehmen, aber dann hab ich es schwer, da ich ja in einer Anwaltskanzlei gearbeitet habe und meine Chefs sehr viele Kontakte haben. Mein Chef hat mir zugesichert, dass es nicht meine Elternzeit berührt.

      Ich könnte also nach 3 Jahren wieder voll einsteigen. Voraussetzung ist, dass meine Kollegin, für die ich ja Schwangerschaftsvertretung gemacht habe (die jetzt aber schon seit fast 2 Jahren wieder auf 400,-€-Basis arbeitet) nicht wieder vorher voll einsteigen will bzw. dann wieder voll einsteigen will. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob das geht, da ihre Elternzeit ja jetzt im November ausläuft und sie nicht vor hat in Vollzeit wieder zu arbeiten. Damit hat sie meines Wissens ihr Recht auf ihre Vollzeitstelle verwirkt und wollte ich 2010 wieder in Vollzeit arbeiten und sie dann auch, dürfte sie kein Vorrecht mehr haben. In meinem Vertrag ist ja die Klausel, dass ich, sollte sie wieder kommen, evtl. gehen müsste, was m. M. nach hinfällig ist, da sie ja schon wieder gekommen ist. Aber das ist eine rechtliche Frage, die ich dann klären muss, wenn dieser Fall eintritt.

      LG

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