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    Ich mache mir große Sorgen um meinen Mann. Er war 1 Jahr Arbeitslos und hatte einen Herzinfarkt. Im Februar diesen jahres bekam er eine Anstellung und seit dem geht es los.
    Seine Chefin macht abfällige Bemerkungen, er sei zu langsam, spricht nur das nötigste mit ihm, Kritisiert zu unrecht, sagt zu Kollegen sie dürfen ihm nicht helfen, sagt zu Kollegen"wenn weiterhin sowenig zu tun ist können wir es auch zu 2 machen stimmts S...(Kollegin)"
    Er kann nicht mehr schlafen, klagt über Beklemmung usw
    Wir haben einen 2 jährigen Sohn.Was soll ich tun, wie verhalte ich mich, was kann ihch ihm raten?
    Lg sandraT

  • #2
    AW: Sorgen

    Hallo SandraT

    Weiss die Chefin, dass dein Mann einen Herzinfarkt hinter sich hat? Und wenn ja seit wann?
    Hat sie das erst später und/oder über Umwege, sprich nicht von ihm selbst erfahren, dann könnte es sein, dass sie deinen Mann ganz gezielt loshaben möchte.
    Ursächlich für all die "Aktivitäten" wäre wohl dann ihr Gefühl bei der Entscheidungsfindung ob einstellen oder nicht getäuscht worden zu sein.
    Vielleicht fürchtet sie auch, dein Mann könnte einen zweiten bekommen und muss dann den längerfristigen Ausfall kompensieren. So sucht sie nach einem Vorwand das Arbeitsverhältnis schneller zu beenden. Dafür muss sie aber Fakten vorweisen, kann sie das nicht, dann benutzt sie die sog. "Dirty tricks".
    Den Mitarbeiter zermürben bis er von selbst geht.
    Ist die Chefin eine nachtragende Person wird er das ewig, bzw. solange, auf's Brot geschmiert bekommen, bis er entweder im Krankenhaus liegt oder selbst kündigt.
    Das Verhalten der VG ist in jedem Fall zu missbilligen. Was sagen die Kollegen. Was hat er für ein Feedback? Teilt die Kollegenschaft die Meinung der Chefin oder gibt es auch andere Stimmen? Und selbst wenn, glaube besser nicht daran, dass einer der Kollegen für deinen Mann gegen dieses Scheusal in den Zeugenstand tritt.

    In diesem Spiel sehe ich deinen Mann "Schach und Matt". Aus Rücksicht auf seine Gesundheit muss er sich gut überlegen ob er einem Schlagabtausch überhaupt gewachsen wäre. Zumindest wäre ein klärendes Gespräch für die Auflärung der Ursache dieses Verhaltens wichtig. Vielleicht ist dein Mann aber auch tatsächlich nicht in der Lage mit dem geforderten Tempo mitzuhalten. Ich denke er bekommt starke Medikamente die bei diesem Krankheitsbild sehr oft geeignet sind die Leistungsfähigkeit strak einzuschränken. Die Kritik die die Chefin anbringt wäre dann durchaus berechtigt. Die Art und Weise wie sie das tut jedoch nicht. Man macht niemanden vor anderen nieder. In diesem Fall weiss sie nichts von der Belastung deines Mannes und sollte dringend darüber aufgeklärt werden.

    Ist sie hingegen darüber im Bilde, begeht sie mit ihrem Verhalten mindestens grob fahrlässige Körperverletzung. Um ihr das nachzuweisen muss aber das was dein Mann sagt von anderen Mitarbeitern bestätigt werden. Das ist kein Kavaliersdelikt und wird zu einem Eintrag ins Strafregister führen wenn sie für schuldig gesprochen wird. Damit ist man vorbestraft! Sieht schlecht aus in einem polizeilichen Führungszeugnis.

    Es wäre äusserst bedauernswert wenn erst der Schaden eintritt bevor hier etwas geschieht. Deshalb erst mal an den runden Tisch und versuchen was noch zu retten ist. Stellt sie auf stur, kann man immer noch die Keule herausholen. Das aber sollte immer das letzte Mittel sein.

    Gruss Martin
    Psychobabbel
    besonders erfahrenes Mitglied
    Zuletzt geändert von Psychobabbel; 01.09.2010, 14:13. Grund: Ergänzungen

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    • #3
      AW: Sorgen

      Vielen Dank für Deine Antwort!!!
      Die Vorgesetzte weiss von dem Herzinfarkt, er hat es Ihr persönlich gesagt( vor ablauf der Probezeit)
      Er bekommt von den Kollegen überwiegend positives Feedback. Natürlich gibt es auch die Kolegen die die Meinung der Vorgesetzten teilen.
      Er wurde von Kollegen abgesprochen,er solle sich direkt an den Chef wenden also sie quasi übergehen, aber ich glaube,dass wäre der falsche Weg.
      Ob er seine Arbeit schafft, ich glaube schon,er ist er zu gewissenhaft.
      Lg Sandra

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      • #4
        AW: Sorgen

        Hallo SandraT

        Hört sich nach einer gespaltenen Gruppe an. Welcher Teil übt mehr Macht aus?
        Lass mich raten: Die Speichellecker?

        Oder sind das tatsächlich Leistungsträger? Das nüchterne kalte Urteil deines Mannes ist gefragt, losgelöst von seinen Emotionen.
        An wem orientiert er sich. Eher an denen die ihm wohlgesonnen sind oder an seinen Kritikern?
        Gibt oder gab es Momente in denen er sogar deren hochgesteckte Bedürfnisse befriedigen konnte?

        Gruss Martin

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        • #5
          AW: Sorgen

          Hallo Martin,
          es sind gespaltene Gruppen. Er arbeitet an zwei "Fronten".
          "Die Speichelleckerfront" wollte ihn bereits in der Probezeit loswerden mit den Worten "den brauchen wir nicht".Der Chef hat sich aber für ihn entschieden und hat ihn nicht entlassen.Aber er hat auch noch kein Wort über die schlechte Stimmung verloren, geschweige den ihn irgendwie auf das Urteil der Vorgesetzten.Übrigens dies info streut sie selbst unter den Kollegen aus.
          Das Urteil wäre also auch zweigeteilt. Mit den (unglaublich aber es sind tatsächlich nur 2 Personen) muß er 5 Std auf engsten Raum verbringen.An mangeldem biss mangelt es ihm eignentlich nicht, aber ich glaube die Krankheit hat ihn schon auch verändert.
          Ich kenne ihn gut,bei passendem Arbeitsklima wächst er über sich hinaus. Er hat alles was man sich von einem Mitarbeiter wünscht. Zuverlässigkeit, pünktlichkeit, hilfsbereitschaft, Teamgeist,genauigkeit, aufgeschlossenheit. Kann es sein, dass sie Angst hat er würde ihre Stelle einnehmen wollen(die bessere Qulifizierung hätte er, aber keine Energie mehr für eine Führungspoition.)
          Danke für Deine Beiträge sie nehmen mir schon viel Angst!
          Lg Sandra

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          • #6
            AW: Sorgen

            Hallo SandraT

            Wenn er soviele Qualitäten hat, dann könnte es natürlich schon sein, dass eine gewisse Konkurrenzsituation entstanden ist.
            Hab ich auch schon erlebt. Mir half damals die Rückversicherung bei meinem Chef, dass er meine Arbeit sehr zu schätzen weiss, Leider kam auch er nicht auf mich zu und ich musste mir das Feedback holen. Dies jedoch gab mir Sicherheit zumal dessen Stellung felsenfest war. Ab diesem Moment dachte ich immer wenn meine Widersacher etwas in der Form zu mir gemeint haben: "Weisst du was? Leck mich doch kreuzweise!" und fing an demjenigen, mit diesem Gedanken im Kopf, ins Gesicht zu lächeln. Solange bis es ihnen zu blöd wurde. Wer entspannt zurücklächelt, der zeigt Souveränität und der andere beisst sich ständig auf die Zunge und fragt sich warum nur. Das macht die wahnsinnig. Glaub mir.

            Man kann nicht überall gleich beliebt sein. Das ist etwas, dass unmöglich erscheint. Länger je mehr. Deshalb ist es wichtig mindestens einen massgeblichen Entscheidungsträger/Machthaber auf seiner Seite zu haben. Der Rest ist sich die Fähigkeit anzueignen mit dieser Widersprüchlichkeit leben zu können.

            Das Buch: Power, die 48 Gesetze der Macht von Robert Greene könnte auch deinem Mann helfen klarer zu sehen. Dort heisst es: Haben sie einen Feind? Nein, dann wird es Zeit sich einen zu machen! Warum? Das wirst du bzw. dein Mann aus dem Buch erfahren.

            Dein Mann sollte sich ein Feedback holen wie der Chef, welcher sich bei der Entscheidung gegen den Willen der VG ddurchgesetzt hat, mit seiner Arbeit zufrieden ist. Er scheint sein Verbündeter zu sein. Sein Urteil zählt. Nicht heulen, dass die andere/anderen sich auf ihn stürzt/en. Gut zuhören wie er die Leistung beurteilt und welche Erwartungen er für die weitere Zukunft an ihn hat. Gute Chefs schätzen diese Abfragen. Zeigen sie doch, wie der Mitarbeiter um dessen Standortbestimmung selbst bemüht ist, ohne ihn darauf hinweisen zu müssen. Proaktiv statt reaktiv. Ich schätze dies sehr. Es ist Ausdruck seiner Identifikation mit Job und Leistung der Firma ;-))
            Vielleicht ist sein Stellenwert tatsächlich höher als er denkt. Diese Unklarheit kann er sich in der Tat selbst beseitigen. Dann wird er gewiss ruhiger schlafen.
            Mit dieser Strategie habe ich immer meine Widersacher im Zaum gehalten. Ich phantasiere dir nichts vor. Es hat immer funktioniert. Ich habe damit schnell Karriere gemacht und war meinem Umfeld immer eine Nasenlänge voraus. Wenn ich blockiert war lag es stets nur daran, dass ich meine Angst vor diesem Feedback kultiviert habe. In dem Moment als ich diese Angst abgelegt habe ging es (wieder) vorwärts.

            Gute Beziehungen schaden nur demjenigen der keine hat! wie ich stets zu sagen pflege ;-))

            Liebe Grüsse zurück

            Martin
            Psychobabbel
            besonders erfahrenes Mitglied
            Zuletzt geändert von Psychobabbel; 01.09.2010, 19:59.

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            • #7
              AW: Sorgen

              Hallo Martin,
              dieses Buch habe ich mir/uns umgehend bestellt!
              Ich denke wir werden diese Strategien erst mal in die Tat umsetzen und dann sehen was passiert!
              Danke für Deinen Rat und die Zeit die Du Dir für mich genommen hast!
              Sobald es etwas neues gib werde ich mich hier wieder melden und berichten.
              liebe Grüße Sandra

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