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Muss ich resignieren ?

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  • Muss ich resignieren ?

    Als Minijobberin im fortgeschrittenen Alter sehe ich momentan keine Perspektive mehr mein Arbeitsverhältnis aufrecht zu erhalten .
    Leider hat meine jetzige , polnischstämmige Filialleiterin ein Problem mit deutschen Mitarbeitern .
    Eine Kollegin und ich werden von ihr ständig vor Kunden so runtergemacht , das es für uns und auch für die Kunden unverständlich ist wie ein Mensch so sein kann .
    Doch letzlich muss sie damit ihre eigene Inkompetenz und Unsicherheit überspielen .
    Ein Gespräch zwischen ( fast ) allen Mitarbeitern und der zuständigen Bezirksleiterin hatte zur Folge das sie sich für 6 Wochen krankschreiben liess , weil sie gemobbt wurde . Ein Witz schlechthin .
    Danach war sie eine Woche ruhig , was heisst sie hat gar nicht gesprochen oder nur dann wenn sie kritisieren konnte . Noch nicht einmal eine Begrüssung gab es , was eigentlich zum guten Ton gehört .
    Dann ging es aber wieder munter weiter mit ihrem alten Schema das aus einem krankhaften Kotrollzwang und einer Selbstverherrlichung besteht die nicht nachzuvollziehen ist . Doch das alles nur bei und beiden deutschen Mitarbeiterinnen , unsere beiden russischen Kollegin haben von ihr nichts zu befürchten . Eine davon ist ihre Stellvertreterin , der sie allerdings sehr viel Schreibarbeit liegen lässt , wenn sie mal wieder Urlaub hat , dieses Jahr insgesamt 4 Monate auf Grund von über 1 Jahr Krankheit und auftretender Krankheit während vorheriger Urlaube . Doch die leidet schweigend weil sie Angst hat den Job zu verlieren .
    Eigentlich kann ich es mir auch nicht leisten das Einkommen zu verlieren auf das mein Mann ( wurde mit 47 Jahren Frührentner ) und ich angewiesen sind . Doch da ich auch nur noch für wenige Stunden in der Woche eingeteilt werde und sich die Fahrtkosten kaum noch lohnen habe ich beschlossen meine Kündigung zu schreiben und abzuschicken weil meine schlaflosen Nächte häufiger und meine körperlichen Beschwerden immer stärker werden . Der Gang zum Arzt bringt auch nichts weil es in der Firma weder Lohnfortzahlung im Krankheitsfall noch bezahlten Urlaub gibt . Nach Aussage meiner Chefin steht Minijobern noch nicht einmal Urlaub zu ,was auch heisst , keine Arbeit , kein Geld . In den beiden Jahren die ich dort beschäftigt bin habe ich genau 3 Wochen Urlaub genommen um wenigstens ein paar Tage mal nicht an die Firma denken zu müssen .
    Meine Perspektiven sind aber alles andere als rosig wenn ich jetzt kündige , denn ich bin 61 Jahre alt und habe wohl keine Chance einen anderen Job zu finden obwohl ich das intensiv tun werde . Denn unser gemeinsames Einkommen beträgt dann gerade mal 1300 . monatlich wovon alle Kosten bezahlt werden müssen .

  • #2
    AW: Muss ich resignieren ?

    Hallole

    Was die Rechtstellung von Minijobbern angeht, so ist dein AG wohl nicht auf dem Laufenden. Natürlich steht dir Urlaub zu. Sogar bezahlt! Es gilt der Grundsatz der Gelichbehandlung aller Arbeitnehmer. Daher darf kein Mitarbeiter schlechter gestellt sein als ein anderer egal wie hoch sein Kontingent ausfällt. Als ich mein eigenes Unternehmen noch hatte war das zumindest noch so. Für den Krankheitsfall habe ich das der zuständigen KK gemeldet und die haben das übernommen bzw war mitversichert. Zumindest hab ich das so geregelt.

    Wie das heute mit den Gesetzen aussieht weiss ich nicht im Detail. Erkundige dich bei einer Krankenkasse. Die können dir schlüssig Auskunft geben. An die muss ja auch das Bündel an Nebenkosten entrichtet werden. Genannt Bundesknappschaft. Dort kannst du auch auf der Webside mal nachschauen unter AG was du beachten musst wenn du Mitarbeiter= Minijobber beschäftigst.

    Dann noch was anderes: Wenn du mit 61 körperlich noch nicht verbraucht bist, dann gründe doch für den Rest eine 1 Frau Firma und stelle Rechnungen für Diestleistungen aller Art. Es gibt immer mehr ältere Mitbürger die Hilfe brauchen und für kleine und regelmässige Dienstleistungen Geld beseite haben. Und des einen Not ist des anderen Brot. Ob Kinderbetreuung, Babysitten, Einkaufdienst, Haushaltshilfe, Haus und Gartenpflege für Leute die länger im Ausland sind oder Urlaub etc. Bestimmt kannst du es auch selbst organisieren auch ohne einen "Chef" dazwischen zu schalten der sich an dir bereichert. Ich kenne Leute die verdienen, als "selfmade men or women", wirklich gutes Geld damit!
    Einen den ich kenne der so anfing aus der Not heraus gleiche Situation, der hat jetzt 6 Mitarbeiter und lebt besser als je zuvor als Angestellter. Nur mal so als Beispiel. Er bereute zutiefst, das nicht gleich zu Beginn seines Berufslebens gemacht zu haben. Stattdessen hat er sich für andere Jahrzehntelang abgerackert, um dann den Schuh in den Hintern zu kriegen.
    Mir hat mal einer gesagt: Egal wie schlecht die Zeiten sind. Das Geld liegt auf der Strasse. Die Leute sind nur zu faul, um sich zu bücken! Und wenn ich das letzte Beispiel betrachte, dann hat er Recht.

    Und bis 17500,- EUR im Jahr hast du das ganze Mehrwertsteuer Drama auch nicht am Hals. Da macht es dir das Finanzamt heute doch noch recht leicht. Und statt es in die Rentenkasse zu schmeissen, leg das Geld lieber zur Seite bis zur Rente als Notpuffer.

    Wär das nichts für dich? Über das notwendige Selbstbewusstsein verfügst du doch!
    Ich habe grösste Hochachtung vor deiner Entscheidung denen den Dienst zu quittieren! Hut ab! Wer soviel Mut hat, der kann noch mehr bewegen! Vielleicht schlummert auch in dir ein kleiner Kleinunternehmer.
    Wenn es dir wichtig ist den Kunden ihre Bedürfnisse zu erfüllen, dann hast du schon mal die wichtigste Grundvoraussetzung/Einstellung die man braucht. Der Kunde entscheidet was er kauft. Sein Bedürfnis zählt. Was kannst du also so gut dass jemand Geld dafür bezahlen würde?

    Gruss Martin
    Psychobabbel
    besonders erfahrenes Mitglied
    Zuletzt geändert von Psychobabbel; 11.10.2010, 10:51.

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    • #3
      AW: Muss ich resignieren ?

      ich lese jetzt schon einige Zeit in diesem Forum mit und ich finde die Beitrag von Martin wirklich fundiert und hilfreich ! Wollte ich nur mal so angemerkt haben.

      Kommentar


      • #4
        AW: Muss ich resignieren ?

        ) Das sind die meisten Beiträge von ihm,
        wir sollten dankbar dafür sein jemanden derartiges zu "kennen".
        Auch nochmal Lob aussprechen will und Danke sag!
        Oje
        Geld regiert die Welt.
        Geld hat kein Gewissen.

        Kommentar


        • #5
          AW: Muss ich resignieren ?

          @Fischadler @Oje and all

          Jedes Feedback zählt. Und wenn's so ein schönes ist, dann freut mch das natürlich besonders, dass jemand mit dem was ich da so von mir gebe was anfangen kann.
          Alle werd ich damit gewiss nicht erreichen. Aber diejenigen die in der Sackgasse stecken aber meine Wertewelt teilen gewiss.
          Damit ist sicher nicht allen geholfen aber gewiss einem Teil der Leidenden hier. Das ist das Ziel. Sonst würde ich nicht versuchen mich in die Fälle zu vertiefen.
          Ich hoffe auch, dass Viele meine Profilseite besuchen, wo ich eine ganze Reihe hilfreicher Literatur zur Selbstentwicklung und Selbsterkenntnis aufgeführt habe.
          Es ist zwar nur ein kleiner Bruchteil dessen was ich gelesen habe, jedoch essentielle Werke die ich als die wertvollsten für meine Entwicklung betrachtet habe.
          Wer enen detaillierten Fortbildungs-/Entwicklungswunsch hat oder ein Thema besonders beleuchten möchte kann mich ungeniert in einer PN danach fragen.

          Man sagt ja so oft: Was nichts kostet ist auch nichts wert! Da hat der Volksmund gewiss recht.
          Aber wenn dir jemand was erzählt der es geschafft hat in der Stunde einen dreistelligen EURO Betrag zu verdienen, dann empfehle ich eventuell mal genauer hinzuhören. Ich habe mit Nichts angefangen ausser dem eisernen Willen etwas zu bewegen. Ich habe ebenfalls Leuten aufmerksam zugehört die sehr viel in ihrem Leben erreicht haben und neben der fachlichen eine ebenso hohe soziale Kompetenz auf sich vereinen. Nur das sichert nachhaltig den Erfolg.

          Ich habe wirklich nur Dinge kopiert die anderen ebenfalls zum Erfolg im Leben verholfen haben. Ich musste einzig die Bereitschaft und Offenheit mitbringen etwas neues dazulernen zu wollen. Dadurch bin ich nicht eine lasche hohle Kopie geworden, sondern ein Mensch der gerade daurch seine eigene Individualität zu entwickeln und auszuleben im Stande ist. Noch heute sprühe ich vor Energie und Tatkraft allen Widerständen da draussen zum Trotz. Und wenn mich bis dahin keine schwere Krankheit trifft die meine Physis einschränkt oder Alzheimer meinen Geist, wird das auch so bleiben.

          Keiner kann mich bremsen ausser ich mich selbst. Für alles gibt es eine Lösung ausser dem uns allen bestimmten, unausweichlichen Schicksal, den Tod.
          Aber bis dahin lebe ich und lasse keinen Atemzug vergehen wo ich es nicht geniesse. Ich weiss schliesslich nicht wann es zuende ist.

          Deshalb heisst mein Motto: Carpe diem. Lebe den Tag.

          Obwohl ich immer sehr viel und hart arbeite schaffen meine Frau und ich es eine harmonische Beziehung seit nunmehr 24 Jahren zu führen. Eine Partnerschaft die allen Stürmen des Lebens standgehalten hat. Nicht weil wir es mussten, sondern weil wir es wollten.
          Wie? Weil wir gelernt haben jede freie Minute in vollen Zügen miteinander zu geniessen. Wie gestern bei einem romantischen Abendessen, nachdem ich den ganzen Tag weg war und erst später am Abend nach Hause kam.

          Deshalb: Geniesse das Leben. Es ist zu kurz, um sich ständig nur zu ärgern und schlechten Wein zu trinken!

          Auf euer Wohl stösst heute Abend an

          Euer Martin
          Psychobabbel
          besonders erfahrenes Mitglied
          Zuletzt geändert von Psychobabbel; 30.10.2010, 21:00.

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