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  • Hilfe! Ich will hier raus!!!

    Liebe Leser!

    Ich brauche dringend Euren Rat!!!

    Nach meinem Studium habe ich direkt einen Job als Leiterin in einem Kindergarten bekommen.
    Leider (?) bin ich nicht der Typus Mensch, der gegenüber seinen "Untergebenen" raushängen lassen will, daß er der "Big Boss" ist, obgleich Delegieren natürlich beim Leiten unerläßlich ist. Aber das eine schließt ja das andere nicht aus. Auf jeden Fall war mir immer eine aufrichtige und offene Kommunikation wichtig, und ich habe oft versucht, meinen Erzieherinnen Arbeit abzunehmen, umgekehrt gab es
    oft Nörgelei, wenn ich etwas von ihnen gewollt habe.
    Letztendlich wurde mein Engagement, auch von meinen Chefs, regelrecht vorausgesetzt, auch in der Gemeindearbeit.

    Ich habe dreizehn Mitarbeiterinnen unter mir.
    Über die Hälfte ist völlig ok, lassen sich nur völlig von 3 Erzieherinnen beeinflussen.
    Darunter ist eine Erzieherin X, die fünf Jahre jünger ist als ich, also 26.
    Sie hat eine Riesenklappe und wiegelt permanent das Team auf.
    Vor ca. einem Jahr hat sie eine Leitungsfortbildung im Kindergartenbereich begonnen. Sie versteht sich bombig mit meiner Stellvertretung, die ihren Job in meinem Kiga begann, als ich gerade 2 Jahre alt war. Als die "Urmutter" meines Kigas vor einigen Jahren in Rente ging, wollte sie, die Urmutter, unbedingt meine Stellvertretung als neue Leiterin haben und hat sich für sie bei der höchsten Instanz stark gemacht. Aufgrund ihrer "unpassenden Konfessionszugehörigkeit" hat die oberste Instanz diesen Wunsch abgelehnt. Nach einem kurzen Zwischenspiel mit einer anderen Leitung vor mir (die Person wurde gemobbt und ist nach einem Jahr gegangen) bekam ich dann den Leitungsposten und hatte von dem ganzen Hickhack keinen Schimmer. Nur einer warnte mich davor, daß die "Weibsen schwierig seien".
    Erzieherin X drohte mir auch in Zweiersituationen, daß, wenn ich mich nicht nach den Regeln (also g e m e i n s a m e Beschlüsse und keinerlei Alleingang der Leitung) halten würde, dann das Team dafür sorgt, daß das anders werden würde.
    Beim nächsen Mal war es dann meine Stellvertretung, die dann vor versammeltem Team mich verbal angriff. Super, und von ihr wurde ich auch eingearbeitet. Die Einarbeitung war dann auch entsprechend...
    Generell fanden die Angriffe immer bei einem Teamgespräch statt, oft aber auch hinten herum. Leider habe ich oft klein beigegeben und fing oft (auch im Team!) an zu heulen, Mist, weil ich nicht verstehen konnte, wie Leute
    so fieß sein können, und dann noch in einer konfessionellen Einrichtung. ICH HASSE HINTERHÄLTIGKEIT UND HINTERLISTIGE FRAUEN!!
    Viele Erzieherinnen hatten (was sie mir gegenüber in einer 1:1 Situation äußerten) Angst davor, daß s i e das nächste Mal dran seien mit gemobbt-Werden. Nur o f f e n hat darüber niemand gesprochen, noch nicht einmal im Rahmen einer Supervision.
    Diese wurde übrigens vonseiten des Supervisors beendet, aufgrund von strukturellen, unüberwindbaren Differenzen.

    Besonders problematische Strukturen sind:
    1.: Die "Urmutter" meines Kigas lebt immer noch in meinem Kiga, obwohl sie woanders eine (große) Bleibe hat. Sie hat einen Rieseneinfluß im Stadtteil und hat immer noch großen Kontakt zu Vielen und meinen Mitarbeiterinnen.
    2.: Meine Chefs bestehen aus Ehrenamtlern im Rentenalter und haben bedingt
    Ahnung vom Kiga-Bereich und frage mich z.B. wie sie was zu händeln haben... Aus Nächstenliebe lassen sie die Urmutter im Kiga wohnen.
    Mit ihnen habe ich oft darüber geredet, daß ich gemobbt werde, engagiert
    haben sie sich aber nicht. Sie sagten nur: "Sie müssen mal bei den Damen
    auf den Putz hauen! Dann wirds schon wieder."
    3.: Die Urmutter hat meine Mitarbeiterinnen zu sehr (viel zu sehr) autonomen Frauen erzogen, die sich von kaum jemandem etwas sagen lassen.
    4.: Keine Stelle ist richtig im Rahmen einer Stellenbeschreibung fixiert.
    5.: Ich war natürlich vor drei Jahren frisch im Kiga und war für alle "schön formbar". Da ich vom Typ her eher weich bin, konnten viele machen was sie wollten. Ich machte auch Fehler, weil Vieles neu für mich war und die Einarbeitung z.gr.T. Mist war, dadurch wurde ich unsicher und dann war das Geschrei im Team groß. Fehler wurden mir nicht direkt gesagt, sondern über meine Chefs, auch vonseiten meiner Stellvertretung.
    Meine Chefs standen bislang immer hinter mir, machten aber nie etwas.

    Letztendlich kam Folgendes:
    Migräne, Tinitus und Burnout usw., und weil ich permanent mit meinem Job beschäftigt war, kam die Trennung mit meinem Verlobten. Ja: Peng, mein Leben war am A...
    Und so landete ich in einer psychosomatischen Klinik.
    Bis heute bin ich arbeitsunfähig (fast ein 3/4 Jahr) und ich will die kommende Woche einen Auflösungsvertrag machen.

    Meine Fragen sind:

    1. Ich möchte sofort raus aus dem Vertrag, habe auch schon eine Stelle im Auge, die ich in diesem Monat bekommen könnte.

    2. Ich würde so gern Spuren hinterlassen, d.h. ich möchte gern allen sagen können, was da im Kiga ablief, denn offiziell sind alle sauer auf mich, weil ich sie mit meiner Krankheit (offiziell psychosomatische Krankheit, nicht: Mobbing) "im Stich gelassen" habe. Es kam auch keine Karte, nur von einigen: von einigen Eltern und von u.a. von einem Vorgesetzten.

    Soll ich im Auflösungsvertrag "Mobbing" als Grund nennen?
    Ich weiß es nicht, weil ich eigentlich keine Zeugen habe, weil meine Mitarbeiterinnen es ganz clever gedeichselt haben. Da bestünde die Gefahr, daß ich auf evtll. Gerichtskosten sitzenbleiben würde.

    Sollte ich Schadensersatz verlangen? Schließlich ging es mir die ganze Zeit besch...


    ICH BITTE EUCH DRINGEND UM EINE STELLUNGNAHME BZW. ANTWORT!!!



    VIELEN DANK!!!!!!!!!

    Eure Lucie





  • #2
    Hallo liebe Lucie,

    nein, Kirche schützt vor Sünde nicht!

    Ich war 2 Jahre in einer pietistischen Gemeinde. Offene Kritik wurde als böse und überheblich angesehen, also machte man es hintenrum. Wenn man etwas sagte, zitierte man Gottes Wort, um es zu belegen und Widersprüche auszuschalten. Man war aufgerufen, alles mit der Seelsorgerin zu besprechen (damit diese genug Stoff für ihre Predigten hatte ...). Die Machthaber der Gemeinde belegten alle Entscheidungen mit Gottes Willen, denn schliesslich beteten sie vor jeder solcher. Das machten die Gemeindemitglieder auch. War einer anderer Meinung, hatte sich bei dem Armen im Gebet der Böse eingeschlichen und es konnte ihm sogar passieren, dass er daraufhin eine Zeitlang gemieden wurde.

    Scheint mir ganz so der Geist zu sein, der bei Euch herrscht.

    Zum Sachlichen: Wenn Du eine neue Stelle hast, nimm sie. Nicht alle Gemeinden sind so wie oben beschrieben. Dann erübrigt sich auch die Frage, was mit Deinem alten Vertrag ist. Ein Anwalt soll die Details des Stellenwechsel für Dich oder mit Dir organisieren. Eventuell genügt es sogar schon, wenn Du bei Deinem alten Arbeitgeber erwähnst, dass Du bereit wärest, einen Anwalt einzuschalten. Die Dich nicht wollen, verdienen Dich nicht.

    Alles Gute!

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