Hallo vielleicht kennt jemand diese Situation, werde schon seit einem halben Jahr von meinen Chef und Verkaufsleiter sehr hart angegangen. Meine Arbeitsleistung sei nicht befriedigend heißt es. Da ich im Außendienst tätig bin unterliegen ich natürlich auch dem Umsatzdruck. Letztes jahr war ich in unserem Team bestehnd aus 7 Außendienstlern der 2. Beste. In diesem Jahr hatte ich eine Stagnation im erwirtschafteten Deckungsbeitrag. Desweiteren hat man mich mindestens 2 Monate in anderen Abteilungen eingestzt, wobei meine Außendiensttätigkeit drunter gelitten hat. Das ist der IST Zustand. Das ganze wird jetzt erst richtig Pikant. Vor einem Jahr im Oktober 2009 wurde ein neuer Außendienstkollege, eingestellt. Unser Chef kennt Ihn bereits aus dem gemeinsamen früheren Beruflichen Umfeld. Dieser Kollege hat bisher mit wenig Erfolg im Unternehmen dazu beigetragen. Dieser Kollege ist Mitarbeiter einer Finanzdienstleistungsagentur noch Aktiv und wird von unserem Chef auch akzeptiert. Da unser Unternehmen sich in keiner guten Wirtschaftlichen Situation befindet, wurde ich vor einem halben Jahr angesprochen ob ich Ihm Finanziell helfen könnte, was ich auch sofort abgelehnt habe, da ich vor 2 Jahren bereits schon mal mit einen 5 Stelligen Betrag geholfen habe. Ich hatte damals einen schriftlichen Darlehensvertrag aufgesetzt. Danach ging der Terror los, fast 2 mal in der Woche Gespräche, Einschüchterungen und immer wieder wurde meine Arbeitsleistung negativ Beurteilt. Anfang Oktober wurde mir mitgeteilt das ich nicht mehr im Außendienst tätig bin und ich eine neue Aufgabe bekomme. Der neue Kollege hat all meine Kunden überschrieben bekommen, damit er eine Rechtfertigung für den Außendienstjob hat. Ich habe die Vermutung das er meinen Chef finanziell geholfen hat und ich das Bauernopfer bin. Daraufhin sagte ich zu meinen Chef ich werde den neuen Job machen ohne das sich etwas im meinen Arbeitsvertrag ändert, Auto, Einkommen bleiben gleich. Vor 1 Woche hat mein Chef mir einen Änderungsvertrag mit verringertem Einkommen und Wegfall des Autos und der Spesen unterbreitet. Ich habe zu Ihm gesagt das ich diesen nicht unterschreiben werde. Jetzt befürchte ich das mir Dinge unterstellt werden, die ich nicht begangen habe. Auf der anderen Seite habe ich genug Beweise gegen meinen Chef was in dieser Firma passiert, Geld leihen von Untergebenen kommt bei meinen Chef seinen Vorgestzten bestimmt nicht gut an und natürlich Mobbing in verschärfter Form. Ich weis das ich nicht der einzige im Unternehmen bin der Ihm finanziell geholfen habe. Ich denke die Zeichen stehen auf Trennung, ich möchte aber für mich das beste aus der Situation rausholen Was soll ich tun und wie gehe ich vor. Einen Rechtsanwalt habe ich bereits eingeschaltet. Danke für Rückinfo
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Mobbing im Endstadium
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AW: Mobbing im Endstadium
Hallo Mobbinopfer1,
irgendwie kommt mir das alles sehr bekannt vor und leider zählen (alte sowie neue) Erfolge heute kaum noch in manchen Firmen, vor allem wenn der Chef auf einmal einen auf der Liste hat und eh schon Mobbing herrscht.
Kunden werden auf einmal anderen überschrieben und Dir damit eine Grundlage genommen, ein anderer wird bevorteilt (den man von früher kennt) und dann knallt man Dir noch einen Änderungsvertrag hin mit schlechteren Konditionen. Da Du den nicht unterzeichnet hast, kommt nun die nächste Stufe, sicherlich, denn so wie es sich anhört, bist Du praktisch abgesägt, wie es so schön heißt. Ich finde es super, dass Du einen RA eingeschaltet hast, das machen leider zu wenige. Allerdings ist leider in vielen Firmen solch ein Zustand Gang und Gebe und Anwälte sowie Gerichte wollen ja schon einige Beweise und Vergehen, wenn es um Mobbing / Bossing geht. Dein Chef kann Dir schließlich andere Aufgaben ja zuweisen, je nachdem was Dein Vertrag sagt, aber das wirst Du sicherlich mit Deinem Anwalt schon geklärt haben, ob das im Rahmen war. Selbst wenn es im Rahmen war, bleibt der üble Nachgeschmack. Von einer Führungskraft erwarte ich z.B., dass sie personelle Veränderungen ruhig und sachlich bespricht und die Mitarbeiter auch "mitnimmt" und nicht vor vollendete Tatsachen einfach stellt und rumpoltert wo es grad geht.
Ich habe bereits mehrmals in meinem Berufsleben Bossing auf sehr üble Form erfahren, aber auch schon Superchefs und Unternehmen gehabt ohne Mobbing und ohne Bossing ! Ich bin langsam zu dem Enschluss gekommen, dass es eben Menschen gibt, die andere fertig machen wollen, da ihre eigenen Probleme (hier ja bei Deinem Chef auch stark finanziell) zu groß sind, und da ist jedes Mittel eben recht. Eine meiner ehem. Chefinnen gab sogar vor Gericht zu, dass sie aus Neid und Eifersucht versucht hat mich beruflich und privat zu ruinieren und ihr alles Leid tut und danach kam sie in psychiatrische Behandlung. Was ich damit sagen will, meine Erfahrung, wenn ein Chef Dich fertig machen und absägen will und auch noch der Inhaber ist, dann würde ich heute nur noch versuchen das Ganze anwaltlich und entsprechend finanziell abzuwickeln und einen neuen Arbeitgeber suchen. Leider musste ich, als Personaler, schon erleben, wie Chefs Pläne machten Mitarbeiter rauszumobben um Personal einzusparen und das so perfide, dass man es kaum nachweisen konnte. Da wurden Abmahnungen erfunden und die Zeugen gleich dazu !, Umstrukturierungen mit Entlassungen und dann kurz darauf hat der Chef wahllos der Verwandt- und Bekanntschaft usw. Jobs angeboten, die ja eigentlich als weggefallen galten (und das Personal war schon entlassen), Unterlagen gefälscht von Leuten, die man weg haben wollte, etc. ..
Aktennotizen fand ich immer gut, ein Tagebuch wird Dir wahrscheinlich der Anwalt schon empfohlen haben, Zeugen (wobei die ja dann meist kneifen, weil sie selber Angst haben) und vor allem viel viel MUT !
Ich weiß nicht, wie es Dir geht, aber ich fand immer den Versuch alles logisch zu erklären was Mobber machen, das kann einen zum Wahnsinn treiben, weil man deren Verhalten nicht versteht, weil Mobbing ja nur Schaden verursacht. Ich habe mal mich so reingesteigert, weil ich nicht verstehen konnte, warum mich ein Chef ruinieren will, warum er wollte, dass ich meine Berufsabschlüsse verschweige, warum er mich nicht morgens grüßte - aber alle anderen mit einem lächeln usw., warum er log über meine Arbeit, warum Unterlagen zu meinem Nachteil gefälscht wurden und dann noch die sex. Belästigungen von dem und Drohung, dass wenn ich mich anwaltlich wehre er mich rauswirft.... bis ich wirklich eine Nervenentzündung bekam, Doppelbilder nur noch sah.. dann habe ich gekündigt... ich kann nur aus meiner Sicht empfehlen, schau wie es weitergeht und zieh rechtzeitig die Notbremse, wenn die Belastung zu groß ist. Weiß Dein Chef, dass ein Anwalt informiert ist ?
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AW: Mobbing im Endstadium
Nein mein Chef ist nicht informiert, das ich einen RA beauftragt habe. Ich habe morgen einen Termin beim RA, habe gerade alle Unterlagen zusammengetragen, dabei ist mir im Änderungsvertrag eine gravierende Abweichnung meines Eintrittsdatums aufgefallen, außerdem ist der Ort wo ich arbeite falsch geschrieben. Einfach nur peinlich. Aber erst mal danke für deine Antwort. Ich glaube das es in Deutschland sehr viele Menschen gibt die von Mobbing und Bossing betroffen sind und das Thema Mobbing gar nicht oft genug in der Öffentlichkeit angesprochen werden kann. Damit alle mal in dieser Republik wach werden, schließlich kann es jeden treffen. Unsere Justiz sollte sich mal darüber Gedanken machen dieses nicht als kavaliersdelikt zu ahnden, denn dieses Mobbing verursacht Millardenschaden. Wenn ich diese Trauma hinter mich gebracht habe, werde ich aktiv und versuche über das Internet eine Initiative zu gründen für Mobbingopfer, denn das ist die schlimmste Krankheit in dieser Republik.
Hallo Mobbinopfer1,
irgendwie kommt mir das alles sehr bekannt vor und leider zählen (alte sowie neue) Erfolge heute kaum noch in manchen Firmen, vor allem wenn der Chef auf einmal einen auf der Liste hat und eh schon Mobbing herrscht.
Kunden werden auf einmal anderen überschrieben und Dir damit eine Grundlage genommen, ein anderer wird bevorteilt (den man von früher kennt) und dann knallt man Dir noch einen Änderungsvertrag hin mit schlechteren Konditionen. Da Du den nicht unterzeichnet hast, kommt nun die nächste Stufe, sicherlich, denn so wie es sich anhört, bist Du praktisch abgesägt, wie es so schön heißt. Ich finde es super, dass Du einen RA eingeschaltet hast, das machen leider zu wenige. Allerdings ist leider in vielen Firmen solch ein Zustand Gang und Gebe und Anwälte sowie Gerichte wollen ja schon einige Beweise und Vergehen, wenn es um Mobbing / Bossing geht. Dein Chef kann Dir schließlich andere Aufgaben ja zuweisen, je nachdem was Dein Vertrag sagt, aber das wirst Du sicherlich mit Deinem Anwalt schon geklärt haben, ob das im Rahmen war. Selbst wenn es im Rahmen war, bleibt der üble Nachgeschmack. Von einer Führungskraft erwarte ich z.B., dass sie personelle Veränderungen ruhig und sachlich bespricht und die Mitarbeiter auch "mitnimmt" und nicht vor vollendete Tatsachen einfach stellt und rumpoltert wo es grad geht.
Ich habe bereits mehrmals in meinem Berufsleben Bossing auf sehr üble Form erfahren, aber auch schon Superchefs und Unternehmen gehabt ohne Mobbing und ohne Bossing ! Ich bin langsam zu dem Enschluss gekommen, dass es eben Menschen gibt, die andere fertig machen wollen, da ihre eigenen Probleme (hier ja bei Deinem Chef auch stark finanziell) zu groß sind, und da ist jedes Mittel eben recht. Eine meiner ehem. Chefinnen gab sogar vor Gericht zu, dass sie aus Neid und Eifersucht versucht hat mich beruflich und privat zu ruinieren und ihr alles Leid tut und danach kam sie in psychiatrische Behandlung. Was ich damit sagen will, meine Erfahrung, wenn ein Chef Dich fertig machen und absägen will und auch noch der Inhaber ist, dann würde ich heute nur noch versuchen das Ganze anwaltlich und entsprechend finanziell abzuwickeln und einen neuen Arbeitgeber suchen. Leider musste ich, als Personaler, schon erleben, wie Chefs Pläne machten Mitarbeiter rauszumobben um Personal einzusparen und das so perfide, dass man es kaum nachweisen konnte. Da wurden Abmahnungen erfunden und die Zeugen gleich dazu !, Umstrukturierungen mit Entlassungen und dann kurz darauf hat der Chef wahllos der Verwandt- und Bekanntschaft usw. Jobs angeboten, die ja eigentlich als weggefallen galten (und das Personal war schon entlassen), Unterlagen gefälscht von Leuten, die man weg haben wollte, etc. ..
Aktennotizen fand ich immer gut, ein Tagebuch wird Dir wahrscheinlich der Anwalt schon empfohlen haben, Zeugen (wobei die ja dann meist kneifen, weil sie selber Angst haben) und vor allem viel viel MUT !
Ich weiß nicht, wie es Dir geht, aber ich fand immer den Versuch alles logisch zu erklären was Mobber machen, das kann einen zum Wahnsinn treiben, weil man deren Verhalten nicht versteht, weil Mobbing ja nur Schaden verursacht. Ich habe mal mich so reingesteigert, weil ich nicht verstehen konnte, warum mich ein Chef ruinieren will, warum er wollte, dass ich meine Berufsabschlüsse verschweige, warum er mich nicht morgens grüßte - aber alle anderen mit einem lächeln usw., warum er log über meine Arbeit, warum Unterlagen zu meinem Nachteil gefälscht wurden und dann noch die sex. Belästigungen von dem und Drohung, dass wenn ich mich anwaltlich wehre er mich rauswirft.... bis ich wirklich eine Nervenentzündung bekam, Doppelbilder nur noch sah.. dann habe ich gekündigt... ich kann nur aus meiner Sicht empfehlen, schau wie es weitergeht und zieh rechtzeitig die Notbremse, wenn die Belastung zu groß ist. Weiß Dein Chef, dass ein Anwalt informiert ist ?[/QUOTE]
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AW: Mobbing im Endstadium
Hallo Mobbinopfer1,
ich wünsche Dir viel Erfolg beim Anwalt und dass er sich gut auskennt. Dass in Deinem Änderungsvertrag Fehler drin sind, zeigt mal wieder, wie darauf geachtet wird oder wie nervös er mit dem Vertrag war.
Du hast echt wichtige Dinge gesagt. In der Öffentlichkeit mehr und immer wieder das Thema ansprechen und vor allem den Opfern mehr glauben (es kann doch nicht sein, dass die Opfer dann meist auch noch den Job verlieren oder gehen müssen) und es ist eben kein Kavaliersdelikt.
Ein Freund von mir war 1 Jahr arbeitsunfähig nach einer perfiden Mobbing/Bossing-Attacke inkl. Kündigung und sofortiger Freistellung. Der Mobber hat ihn dann noch daheim terrorisiert und ganz offen gesagt, dass er das gemacht hat, um seinen Job zu bekommen, da er den Job aber nicht könne, müsse nun er als Gekündigter von daheim helfen. So dreist war der. Telefonterror, E-Mail-Terror usw. und 4 Jahre später war sein Ex-Chef angezeigt von der Firma und da kam dann auf einmal das Thema auch wieder auf den Tisch und der Freund von mir hat nach für ihn schlimmen Jahren wenigstens eine Entschuldigung vom Vorstand der Firma bekommen, dass sie herausgefunden haben, dass er unrechtmäßig damals entlassen wurde. Die Jahre danach waren aber ein Trauma, und das ist das richtige Wort dafür. In meiner Personalerausbildung hatte ich doch direkt eine Dozentin die meinte Gemobbte wären selber Schuld und eine Anwältin hier aus dem Ldkr. meinte mal, auf sie kommt fast keiner wegen Mobbing zu, das wäre überbewertet. Ein Freund von mir, der Dozent ist und auch das Thema Mobbing im Unterricht behandelt hat da gleich mit der Aufklärungsarbeit begonnen :-)..und ich mache das auch, wo ich kann. Finde ich gut, wenn Du wieder genug Kraft hast, dass Du Dich engagieren willst. Viel Glück wünsche ich Dir und alles Gute !
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AW: Mobbing im Endstadium
Ich bin sprachlos - das kommt nicht oft vor!
Den Satz, dass du deinem Vorgesetzten einen 5-stelligen Betrag geliehen hast, musste ich mehrmals lesen, um ihn zu glauben.
Das ist ja ungeheuerlich, dass er - wenn es der Firma schlecht geht - seine Mitarbeiter um so etwas "bittet". Und das mit Folgen - je nachdem, wie sie sich entscheiden......
Du bist wirklich gut beraten, wenn du einen Anwalt in dieser Sache um Rat fragst. Hoffentlich hast du einen ausgewählt, der so etwas schon mal gemacht hat, sich vielleicht sogar auf Arbeitsrecht spezialisiert hat und vor allen Dingen gaaaanz viel Biss hat. Ein zäher Hund sozusagen. Den wirst du brauchen, wenn du das Optimum für dich herausholen möchtest und das solltest du auch, denn das steht dir zu!
Ich finde es gut, wie du die Situation für dich einschätzt und dass die Zeichen auf Trennung stehen. Eine Sichtweise, die dir sicherlich auch einige Bauchschmerzen bescheren wird. Aber das Vertrauen ist dermaßen verspielt und wurde seitens deines Vorgesetzten so missbraucht, dass es wirklich keine Zukunft hat im Sinne von "ich gehe gerne zur Arbeit und liebe meinen Job". Andererseits wer weiß, welche Dinge noch auf dich warten da draußen - seinen Marktwert mal wieder zu testen, öffnet dir sicher einige neue und schöne Herausforderungen.
Stell die Weichen mit deinem Anwalt möglichst unbemerkt, denn die "Überraschung" bzw. Konfrontation deinerseits sollte ohne Vorwarnung passieren. Je unvorbereiteter desto besser.
Alle Kraft dafür und gutes Gelingen - toll, dass du so viel Mut hattest, hier zu schreiben!
Viele Grüße
Sabine.
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