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Hätte nie gedacht,

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  • Hätte nie gedacht,

    dass mir das mal passiert.

    Hallo Ihr Lieben,

    ich bin seit 19 Jahren bei meinem Arbeitgeber. Der Witz, er ist Fachanwalt für Arbeitsrecht. Ich hatte immer geglaubt, ich habe einen tollen Job, denn wir haben uns sehr gut verstanden. Bis vor einem Jahr, als seine Tochter mit in die Kanzlei kam und diese mich sofort ablehnte. Warum, weiss ich bis heute nicht. Gespräche folgten, aber die Situation wird immer schlimmer. Jetzt geht diese Woche unsere angestellte Anwältin, mit der ich 16 Jahre zusammenarbeitete. Ich habe im Mai meine Kollegin verloren, was bedeutet, dass ich jetzt keinen mehr habe, dem ich vertrauen kann. Meine neue Kollegin ist eine falsche Schlange, die sich bestens mit Töchterchen versteht und sich nach einem halben Jahr Beschäftigung aufführt, als sei sie diejenige, die 19 Jahre da ist. Mir wird nicht mehr "Guten Morgen" gesagt, ich werde über nichts mehr informiert....mir geht es mittlerweile gesundheitlich immer schlechter und ich würde lieber heute als morgen dort aufhören, wenn das liebe Geld nicht wäre. Ich kann nicht auf 3 Monate Gehalt verzichten, wenn ich selber kündige.

    Hat jemand einen Rat? Vielen Dank im voraus....

  • #2
    AW: Hätte nie gedacht,

    °°Hallo! Das Betriebsklima ist durch die Schlange vergiftet! Die vertraute Mitarbeiterin geht! Sie selber, würden auch lieber gehen, wenn da nicht das liebe Geld währe! Sind Sie flexibel? Wenn sich nichts bessert, würde ich mich, nach einer anderen Stelle umschauen und da die Kündigungsfrist, 3 Monate bei Ihnen beträgt,einen Vorvertrag mit der neuen Stelle schließen, damit Sie fließend, übersiedeln können!Dem neuen Arbeitgeber, würde ich den wahren Grund nicht nennen(wer weiß, was er denkt, evtl.:Sie sind nicht teamfähig?)Sie brauchen Tapetenwechsel oder eine neue Herrausforderung!Sie scheinen ja wohl lange genug, gute Arbeit geleistet zu haben, wenn Sie bis dato keine Probleme hatten. Ich weiß nicht, ob Sie mit der Schlange schon ein klärendes Gespräch gesucht hatten, wenn nicht, schaden tut sowas nie. Um neue Arbeit brauchen Sie keine Angst haben, gute Leute werden immer gesucht!!!

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    • #3
      AW: Hätte nie gedacht,

      Sorry, Sie arbeiten beim Fachanwalt für Arbeitsrecht, dann hätten Sie auch alleine auf die Idee kommen können.Oder? :-)

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      • #4
        AW: Hätte nie gedacht,

        Vielen Dank für die Antworten.

        Ja, das klärende Gespräch hat nichts gebracht, das habe ich bereits im Sommer versucht.

        Ich wusste gar nicht, dass es bei den Krankenkassen einen Mobbingbeauftragte gibt. Ich sehe nur im Büro, dass die Mandanten mit den Sachen immer auf der Strecke bleiben....es ist einfach schwer, damit vor den Arbeitsgerichten Erfolg zu haben. Ich habe mich auch schon beworben, aber ich höre nur, ich bin zu teuer. Dabei würde ich sogar auf Geld verzichten, wenn es mir wieder gut geht, aber natürlich fange ich nicht für das Gehalt einer gerade Ausgelernten an.

        Ich werde wohl den Gang zum Arzt machen, denn es geht nicht mehr lange gut. Ich bin nervlich und körperlich so ziemlich am Ende, denn die Geschichte nagt seit 1 Jahr an mir.

        Der Dank für 19 Jahre treue Arbeit...einfach traurig und unheimlich enttäuschend.

        LG
        Fleur

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        • #5
          AW: Hätte nie gedacht,

          Hallo Fleur40! Wenn Ihre Geschichte so intensiv ist, daß Sie körperlich und seelisch, am Boden sind, dann auf zum Arzt.Hop, Hop!!! :-) Die Krankenkassen bieten hervorragende Kuren an, wo man sich seelisch und moralisch, wieder aufpeppen lassen kann.Sie klingen anhand Ihres Schreiben, sehr
          geknickt. Nur nicht den Kopf hängen lassen, überlegen sie lieber, wohin Sie zur Kur fahren
          wollen!!!!!!!!!!!!!!!!!Die Schlange kann sich dann freuen, Sie lassen sich aufpeppen und die Schlange hat die ganze Arbeit, soll Sie mal beweisen, was sie so auf den Kasten hat.Ich weiß ja nicht, bei welcher Krankenkasse Sie sind, meistens stehen die aufgeschlüsselten Kuren, mit, in der Webseite.Mein Kleiner Sohn könnte auch zur Kur, incl. Psychotherapie und was da noch alles zugehört.Schön an der Ostsee. Für Erwachsene gibt es sowas auch.Und wenn Sie motiviert und aufgepeppt wieder kommen, sehen Sie bestimmt alles in einem anderen Licht und können sich einen neuen Schlachtplan für Ihre Zukunft schmieden.Bloß nicht wieder sich dem aussetzen, dem Sie vorher entflohen sind.Dann, war alles umsonst.Ich würde auch gerne mal zur Kur fahren, weiß bloß nicht welche.Ich währe ein schlechter Patient! Ich will lieber Land und Leute kennen lernen.Die Kur die ich brauch, die muß noch gebacken werden.Und das geht leider nicht! :-)

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          • #6
            AW: Hätte nie gedacht,

            Hallo Fleur40! Wenn Ihre Geschichte so intensiv ist, daß Sie körperlich und seelisch, am Boden sind, dann auf zum Arzt.Hop, Hop!!! :-) Die Krankenkassen bieten hervorragende Kuren an, wo man sich seelisch und moralisch, wieder aufpeppen lassen kann.Sie klingen anhand Ihres Schreiben, sehr
            geknickt. Nur nicht den Kopf hängen lassen, überlegen sie lieber, wohin Sie zur Kur fahren
            wollen!!!!!!!!!!!!!!!!!Die Schlange kann sich dann freuen, Sie lassen sich aufpeppen und die Schlange hat die ganze Arbeit, soll Sie mal beweisen, was sie so auf den Kasten hat.Ich weiß ja nicht, bei welcher Krankenkasse Sie sind, meistens stehen die aufgeschlüsselten Kuren, mit in der Webseite.Mein Kleiner Sohn könnte auch zur Kur, incl. Psychotherapie und was da noch alles zugehört.Schön an der Ostsee. Für Erwachsene gibt es sowas auch.Und wenn Sie motiviert und aufgepeppt wieder kommen, sehen Sie bestimmt alles in einem anderen Licht und können sich einen neuen Schlachtplan für Ihre Zukunft schmieden.Bloß nicht wieder sich dem aussetzen, dem Sie vorher entflohen sind.Dann, war alles umsonst.Ich würde auch gerne mal zur Kur fahren, weiß bloß nicht welche.Ich währe ein schlechter Patient! Ich will lieber Land und Leute kennen lernen.Die Kur die ich brauch, die muß noch gebacken werden.Und das geht leider nicht! :-)

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            • #7
              AW: Hätte nie gedacht,

              Hallo Fleur40

              Mit 19 Jahren Berufserfahrung gehört man am Arbeitsmarkt zu den sehr erfahrenen Kräften.
              Ich habe selbst nach 20 Jahren nochmals gewechselt und weiss noch nicht ob das das letzte Mal war.

              Schlussendlich ist der Job den man macht vornehmlich Broterwerb. Ist er gleichzeitig ein grosser Teil der eigenen Wertschöpfung im Sinne einer Berufung, kann man Höchstleistungen für jeden erbringen, der gewillt ist dies angemessen zu honorieren.
              Dankbarkeit oder gar Respekt zu erwarten habe ich mir schon längst abgewöhnt. Gut ich bin als Chef oft sehr einsam und kann und muss das aushalten können. Sonst gehöre ich nicht auf diesen Stuhl. Respekt verschafft man sich durch vorbildliches Benehmen und höfliche und zuvorkommende Umgangsformen ohne sich dabei unter den Scheffel zu stellen.

              Ist das im momentanen sozialen Umfeld nicht möglich lässt dies tief in die Kultur einer Firma blicken und die Wertewelt wo die Menschen zuhause sind. Fehlt eine straffe Führung und/oder missachtet die Führung soziale Werte (Hygienefaktoren) oder lässt zu, dass diese gar untergehen, werde ich mich schnell neuen Ufern zuwenden.
              So etwas setze ich mich zum Beispiel nicht aus. Ich leiste viel und erwarte im Gegenzug viel. Werte wechseln mit den Personen die uns umgeben.
              Die Führung selektiert in der Regel in der Probezeit die Menschen welche diese gelebten Werte einer Firma teilen oder sie zerstören wollen.

              Viele sehr erfolgreiche Unternehmen sind gerade eben deshalb so erfolgreich, weil sie diese Wertewelt des Gründers weit über dessen Tod hinaus erhalten, egal was um sie herum passiert.
              Das heisst nicht technologisch rückständig zu sein sondern die Mehr-Werte für Kunden und Mitarbeiter zu bewahren und zu mehren. Ein gutes Miteinander auf Basis von gegenseitiger Achtung, Respekt und Wertschätzung. So macht den MA die Arbeit Spass und stimmt die Leistung.

              Was wäre zu tun? Kann ich nicht sagen. Es ist das eigene Leben das man lebt. Deshalb wäre "in sich gehen" gefragt und das was ich noch vom Leben erwarte mit dem abzugleichen was mich umgibt und die Chancen zu eruieren welchen Einfluss ich mit meiner Leistung auf dieses Umfeld nehmen kann, damit es sich so entwickelt oder auch bleibt, wie ich mir das vorstelle.

              Spüre ich, dass ich wie ein Zahnrad im gut und wie geschmiert laufenden Getriebe zuhause bin oder muss ich gegen Windmühlen kämpfen? Dann frage ich mich persönlich sehr schnell ob ich hier wirklich noch von Nutzen bin oder ob jemand anders meine Dienste mehr zu schätzen bereit ist. Alles andere empfinde ich als Energieverschleiss ohne Ergebnis. Das macht es mir leicht loszulassen. Auch in der Gewissheit, dass ich nur ein Leben habe und dieses zu kurz ist um

              1. Schlechten Wein zu trinken!
              2. Schlecht zu Essen!
              3. Sich mit den falschen Menschen zu umgeben, die mich zudem unglücklich machen!
              4. Einen Job zu machen den ich nicht mag und mich und meine Familie nicht satt macht!

              In diesem Sinne wäre es vielleicht in Erwägung zu ziehen, das sich die Dinge verändert haben und ich damit auch eine Veränderung brauche.
              Solange ich keine Klinge am Hals habe kann man es entspannt angehen und findet beizeiten was Neues, gar besseres.

              Und da braucht es im Moment wohl nicht viel ;-))

              Viele Grüsse und gute Nacht

              Martin

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              • #8
                AW: Hätte nie gedacht,

                hallo Fleur40,

                ich stimme martin zu.
                es ist nie zu spät, etwas neues zu beginnen.
                es ist unheimlich spannend, sich nochmal ganz im beruflichen zu ändern.
                da steht dir die welt noch offen.
                ich zum beispiel bin 49 jahre alt, da ich aber sicher bin, dass ich 100 jahre alt werde, habe ich ja noch nicht mal die hälfte erreicht....boa
                trau dich....mit deiner beruflichen und großen lebenserfahrung wirst du eine bereicherung für jeden neuen arbeitgeber sein

                liebe grüße
                ilona

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                • #9
                  AW: Hätte nie gedacht,

                  Ich bin ganz gerührt, dass ich so intensive Antworten bekomme. Vielen Dank an dieser Stelle. Ich werde weiter Bewerbungen schreiben und habe heute alle persönlichen Dinge mitgenommen. So kann ich jetzt von Tag zu Tag abwägen, ob ich zur Arbeit oder zum Arzt gehe. Vielleicht ergibt sich in der Zwischenzeit eine neue Stelle, bei der ich wieder glücklich und zufrieden bin.

                  Welch verlockender Gedanke, zur Kur zu fahren und einfach mal abschalten...ich weiss gar nicht mehr, was das ist.

                  Lieber Martin, das mit dem schlechten Wein hat mich zum Schmunzeln gebracht:-)

                  Gute Nacht allen,
                  Eure Fleur

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