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Mobbing - Hilflosigkeit als Leiharbeiter-/-in????

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  • Mobbing - Hilflosigkeit als Leiharbeiter-/-in????

    Hallo!

    Ich bin Studentin und seit 3 Jahren als Leiharbeiterin in Teilzeit bei einem großen Logistikunternehmen tätig! Das Arbeitsklima war noch nie gut und die Leiharbeiter werden bei uns generell schlecht behandelt und als Mitarbeiter zweiter Klasse eingeschüchtert.

    Leider bin ich mir seit dieser Woche sicher, dass ich systematisch gemobbt werde. Konflikte gab es vorher schon öfters, aber ich habe diese bisher nie persönlich genommen und immer darauf zurückgeführt, dass ich eben Leiharbeiterin bin und mir das gefallen lassen muss. Ich bin ein eher ehrgeiziger, perfektionistischer Typ und leiste auch bestätigt durch andere Arbeitskollegen gute Arbeit. Das Mobbing äussert sich primär durch ungerechtfertigtes Schlechtreden der Arbeitsleistung (habe mir nichts!!!! zu schulden kommen lassen, weder Fehlzeiten, noch Unhöflichkeiten, Fehler bei der arbeit oder Sonstiges), sonstige Sticheleien in regelmässigen Abständen immer von den gleichen 3-4 Personen in regelmäßigen Abständen systematisch vollzogen.

    Ich bin derzeit auch in einer Phase wo ich merke, dass mich die Situation am Arbeitsplatz auch in meiner Freizeit, bzw. Konzentration (lernen für Uni) beeinträchtigt! Meine Gedanken kreisen ein wenig zwischen den Job sofort schmeissen, oder ordentlich auf den Tisch zu hauen, da ich eigentlich ein Typ bin, der sich NICHTS gefallen lässt. Was mich blockiert mich zu wehren ist die Tatsachen, dass ich eben Leiharbeiterin bin!

    Meine Fragen:

    Wie kann man sich als Leiharbeiter gegen Mobbing wehren? Ich habe ja als Leiharbeiter in der Firma praktisch keine Rechte und nichts zu melden (so wird es Allen Leiharbeitern zumindest mitgeteilt in Konfliktfällen!)????

    Was würdet ihr mir empfehlen? Ein Gepräch mit dem Leiter des Logistikunternehmens, der uns Leiharbeiter teilweise wie Luft behandelt? Ein Gespräch mit der Leiharbeitfirma? Oder einfach den eh nicht attraktiven Nebenjob an den Nagel hängen?

    Danke für Antworten

    L.g. Sabine

  • #2
    AW: Mobbing - Hilflosigkeit als Leiharbeiter-/-in????

    Hallo Sabine

    Was sind das für Menschen mit denen du dort zu tun hast? Sind das intellektuelle Tätigkeiten oder ist die Arbeit eher einfach strukturiert. Trifft letzteres zu, so musst du dich nicht wundern wenn du ein Fremdkörper bist. Die "Studierte" die sich eben anders ausdrückt, gewählter und vielleicht so gar nicht in dieses Klischee hineinpasst. Ein gewisser Abstand im Niveau gegeben, der offensichtlich nicht überwindbar ist?

    Ist die Arbeit eher gehobener intellektueller Natur und du bist gut, wäre dann eine Konkurrenzsituation denkbar, in der andere dich fürchten und du ihren Job vielleicht kassieren könntest. Indem du sie vielleicht durch deine Leistung deklassierst?

    Dann natürlich die Führung: Wenn man nicht beachtet wird und nur wie Dreck behandelt, dann muss man sich nicht wundern wenn die Stamm-Mitarbeiter ihrem "Vorbild" folgen. In diesem Fall würde ich gehen, denn ein Sinneswandel wird sich dort wohl nicht einstellen.
    Ich würde, wenn du auf eine berechtigte Frage keine vernünftige Antwort bekommst oder gar herabgewürdigt wirst mitten in der Schicht/Arbeit dem den Bettel hinschmeissen und mich im Personalbüro abmelden mit dem Hinweis, dass dieses Unternehmen und die Methoden wie die Mitarbeiter behandelt werden zutiefst verabscheuungswürdig sind. Und wenn sie auch nur den Versuch unternehmen dir den Lohn deswegen zu kürzen, sie deinen Anwalt an der Backe haben. Mit dem Kommentar: Haben sie sich mal gefragt wieviel Leistung sie ihr vermeintlicher super "Chef" da draussen kostet? würde ich den Saal für immer verlassen.
    Wird dir der Lohn für diesen Tag von der Leiharbeitsfirma verweigert, was durchaus der Fall sein kann, oder wagt man gar dich mit körperlicher Gewalt aus dem Büro zu entfernen wenn du deinen Lohn an Ort und Stelle einfordert, dann geh zur Polizei und zeig die Vögel an wegen Betrug und Verletzung der Vertrags und Fürsorgepflicht.

    Leiharbeitsfirmen haben ebenfalls die Fürsorgepflichten gegenüber ihren Mitarbeitern wahrzunehmen wie jedes andere Unternehmen auch. Das ist kein rechtsfreier "Sklavenmarkt". Sie müssen sicherstellen, dass ihre Mitarbeiter an den betreffenden Arbeitsstellen die selbe Behandlung erfahren wie die übrigen fest angestellten Mitarbeiter auch. Das ist Gesetz. Kümmern sie sich nicht darum machen sie sich strafbar. Erst letztlich fiel ein Urteil in genau solch einem Fall. Zugunsten des AN.

    Mach dich mal schlau und geh damit bewaffnet gegen diese Unseriösität vor. Sei auf den schlimmsten Fall vorbereitet. Und mach dir klar, dass mit diesem Vorgehen dein Job dort erledigt ist.
    Du studierst und willst etwas höher stehendes erreichen als das wo du jetzt wohl bist. Dazu braucht man Geld. Ist klar. Mach dir also vorher Gedanken darüber wie du den Verlust an anderer Stelle wettmachen kannst.

    Sonst bleibt dir auch die Variante: "Was juckt es eine deutsche Eiche wenn sich eine S.. dran scheuert!" Lächle und nutze deinen Intellekt für kleine subtile Sprüche die sie zum Wahnsinn treiben. Wie "... Ich verstehe ihre Frage nicht!"
    Überlege wie du das, was dir nun schlecht widerfährt in einen Vorteil für dich umgewandelt werden könnte. Was ist die Umkehrung all dieser Schlechtigkeiten?

    Ich hatte selbst mal einen extrem miesen, fiesen, launischen und cholerischen Chef. Ich war stets das Ziel all seiner schlechten Seiten und Launen. Die anderen liess er in Ruhe worauf die sich natürlich ebenso verhielten und immer zu ihm rannten: "Chef ich weiss was!" um von sich selbst abzulenken.
    Selbst wenn sie was erfinden mussten. Bis zu dem Tag als mir der Kragen platzte und ich ihm ganz alleine meine Meinung gestossen habe und ihm offerierte was ihn erwartet wenn er nicht aufhört. Dann wurde er zwar bleich, besser aber nicht. Das Spiel wurde nur noch hinterhältiger. Doch das machte mir nichts mehr aus. Der A.... war für mich gestorben. Nur ein fetter Fleischklops der in meiner Achtung weit unter dem eines Einzellers stand. Und das gab ich ihm auch deutlich zu spüren immer wenn er Sch.... gebaut hatte. Und davon produzierte er reichlich.
    Auch die schlimmsten Verräter unter den Kollegen habe ich mir einzeln gekauft und ihnen aufgezeigt was passieren wird wenn sie ihr Spiel weiter treiben. Hielt jedem eine Liste vor die Augen mit all den Betrügereien die bisher noch keinem aufgefallen waren und fragte sie für wie blöd sie mich und für wie superschlau sie sich halten. Zu ihrem Verdruss hielt der Bereichsleiter grosse Stücke auf mich aufgrund meiner vielen Vorschläge die sich in barer Münze für ihn auszahlten. Wohl auch der Grund warum mich mein Chef buchstäblich hasste.

    Das verlieh mir Macht die ich nicht einmal nutzen musste. Die waren jedenfalls schlagartig ruhig, hatten die Botschaft verstanden und es wurde erträglicher. Deshalb lautet auch einer meiner Leitsätze: "Gute Beziehungen schaden nur dem der keine hat!"

    Ich hatte selbst schon immer Ambitionen Verantwortung zu übernehmen und schwor mir niemals so zu sein wie der. Deshalb fing ich an zu lernen ob das auch anders geht, wie man es besser macht.
    Die Umkehrung seines Verhaltens in etwas Positives verhalf mir zu Macht, Einfluss und Wohlstand. Bedeutend mehr als das was er jemals erreicht hatte.
    Von daher müsste ich ihm sogar Danke sagen weil er der Antrieb war für einen bedeutenden Teil meiner eigenen Entwicklung. Er wie auch andere dienten mir als sog "Schlechte Beispiele" und setzten grosse Energien frei. in dem ich meine Aggression im positive Energie umwandelte!
    In schöpferische Kraft statt destruktive, sinnlose Ressentiments.

    Was könntest du aus deiner Situation ziehen und in Erfolg umwandeln?

    Gruss Martin

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    • #3
      AW: Mobbing - Hilflosigkeit als Leiharbeiter-/-in????

      Danke für die Antwort!

      Die Tätigkeit ist alles andere als intellektuell. Es ist monotone Fliesbandarbeit, phasenweise sehr stressig (Habe schon viele Jobs vorher gemacht und vor meinem Studium auch lange Zeit Vollzeit gearbeitet.). Wir sind übrigens ca. 30 Studenten die auf Basis von Leiharbeit dort arbeiten. Im Endeffekt sitzen alle 30 im gleichen "Boot"!

      Ich denke mir auch, dass es sich primär um Konkurrenzängste (ich könnte jemanden den Job wegnehmen..) handelt. Ich bin meiner Meinung nach sehr engagiert und fleissig und kann mir schon vorstellen, dass mein engagierter, motivierter Arbeitsstil bei vielen darauf schließen lässt, dass ich eine Fixanstellung mit höherer Funktion anstrebe. Interessanterweise werde ich vorwiegend auch genau von den Abteilungsleitern (2 Personen) schickaniert, die eben auch etwa in meinem Alter sind. Ausserdem bin ich die am längsten "dienende" Studentin dort (fast 3 Jahre), die Meisten gehen aufgrund des schlechten Arbeitsklimas und sonstigen Gründen nach wenigen Monaten oder maximal einem Jahr. Dabei ist mein Interesse nichts anderes als gute Arbeit abzuliefern und nach Beendigung meines Studiums sicher nicht mehr dort zu arbeiten!

      Die Fixangestellten sind übrigens meist unterqualifizierte Arbeitskräfte (Hilfsarbeiter - viele sogar ohne abgschlossene Berufsausbildung). Ich kann mir auch vorstellen, dass viele auch grundsätzlich ein gestörtes Verhältnis zu Studenten haben (Vorurteile wie Langschläfer, keine Sorgen, nix zu tun, schönes Leben, keine Verantwortung, nix Leisten müssen usw. - meiner Meinung nach ein lächerliches Klischee, denn jeder der selbst studiert hat oder noch Student ist weiss was ein Studium abverlangt und welchen Aufwand und Leistungsdruck ein Studium mit sich bringen kann.) - NEID aus Unwissenheit?

      Leider weiss ich echt noch nicht wie ich das nächste Woche machen werde! Auf alle Fälle suche ich mir sofort einen neuen Job (hoffentlich erfolgreich - es kann nur besser werden), denn ich sehe nicht ein, mich von solchen Leuten (nicht aus Überheblichkeit meinerseits) mobben zu lassen. Das habe ich nicht notwendig, denn Priorität hat für mich immer noch mein Studium und sehe es nicht ein, das mein Studium auch noch unter Mobbingkonflikten am Arbeitsplatz leidet! Ich hoffe auf jeden Fall eine Lösung zu finden und werde mal die unmöglichen Zustände bei meiner Leihfirma anprangern (ich bin mir sicher die wissen eh bescheid - Beschwerden gab es schon genug)! Vielleicht gibts ja die Möglichkeit von der Leiharbeitsfirma wo anders zu arbeiten wo es vielleicht etwas besser ist! (vorsichtiger Optimismus). Ich gehe davon aus, dass sich an meiner aktuellen Situation im Betrieb nichts ändern wird und da ich mir nur äusserst ungern "Mobbing" gefallen lasse, hoffe ich mal auf eine positive nicht esaklierende Konfliktlösung!

      Schönens WE, lg Sabine
      Sabine1985
      Forumsmitglied
      Zuletzt geändert von Sabine1985; 29.04.2011, 14:32.

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      • #4
        AW: Mobbing - Hilflosigkeit als Leiharbeiter-/-in????

        Hallo Sabine

        Glückwunsch zu deiner Entscheidung!

        Viel Erfolg wünscht dir auf allen Wegen

        Martin

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