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Alkoholeinfluß am Arbeitsplatz

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  • Alkoholeinfluß am Arbeitsplatz

    Hallo, bevor ich weitere Schritte unternehme, wollte ich mich mal hier erkundigen.
    Ich arbeite seid 5 Monaten in einer Leihfirma und bin über diese seid eben dieser Zeit immer in der gleichen Firma tätig. Heute mußte ich mitten in der Arbeitszeit bei der Leihfirma vorstellig werden, da ich angeblich alkoholisiert am Arbeitsplatz unterwegs sei.
    Der Verdacht war total unbegründet und es konnte auch beim gefordertem "anhauchen" keinerlei Alkoholgeruch wahrgenommen werden.
    Ich war total entsetzt, da ich seid über 12 Jahren, wegen eines durch eine Vergiftung erworbenen Leberschaden, keinerlei Alkohol mehr vertrage.

    Nun zu meinen Fragen:
    Fällt das unter Mobbing?
    Habe ich ein Recht den Namen der Person genannt zu bekommen, die diesen Verdacht / Behauptung geäußert hat?
    Zuletzt geändert von Marion R.; 10.08.2011, 19:14.

  • #2
    AW: Alkoholeinfluß am Arbeitsplatz

    Ja, Marion - du hast das Recht, Ross und Reiter zu erfahren! Und das solltest du auch einfordern.

    Bestehe darauf, dass es ein Gespräch gibt, an dem diese Person auch teilnimmt und wenn die Vorwürfe berechtigt sind, dann wird der- oder diejenige auch keine Scheu haben, das mit Beweisen gepflastert auch in einer solchen Runde zu sagen.

    Mir drängt sich der Verdacht auf, dass dich da irgendjemand aus der Firma ekeln möchte, dir etwas "heimzahlen" möchte o. ä. - vielleicht hast du ja auch irgendjemandem vermeintlich den Job vor der Nase weggeschnappt ...

    What ever, du solltest die genauen Gründe herausfinden und darauf unbedingt bestehen, denn das ist hochgradig rufschädigend für dich.

    Was mich nur ein wenig irritiert ist deine Überschrift: AlkoholEINFLUSS
    Da dachte ich zuerst, ohne deinen Text gelesen zu haben, hier hat einer ein Alkoholproblem und bekommt dadurch Stress am Arbeitsplatz ... Unglücklich gewählt! Denn deine Schilderung verhält sich ambivalent zur Überschrift.

    Finde also zuerst Antworten heraus und dann erst steht im Raum, wie du dagegen vorgehen solltest.

    Ich wünsche dir einen Vorgesetzten, der souverän und autonom genug ist, ein solches Gespräch herbeizuführen, ebenfalls an Klärung interessiert ist.

    Viele Grüße
    Sabine.

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    • #3
      AW: Alkoholeinfluß am Arbeitsplatz

      Nein der Vorwurf war total unbegründet und das hat auch die Dame von der Leihfirma "erschüffelt" beim Atemtest.
      Sowohl die Leihfirma, sowie auch der Personalchef der Firma bei der ich eingesetzt bin, haben sich bei mir für den Vorwurf entschuldigt und Ihr Bedauern ausgedrückt, ich konnte merken das es auch Ihnen sehr unangenehm war, da ich ein sehr gutes Verhältniss mit Ihnen pflege.
      Mein jetziges Problem, die Leihfirma möchte den Namen der Person nicht nennen, da die Firma bei der ich eingesetzt bin, Ihr bester Kunde ist und sie diese schützen möchte.
      Den Personalchef der Firma habe ich gefragt, er meinte für Ihn sei das vom Tisch und vergessen (ich konnte merken wie unangenehm es Ihm war)er wollte mir den Namen nicht nennen. Er meinte nur, da es in den letzten Jahren öfters Alkoholfälle in der Firma gab, MUß er solchen Vorwürfen eben nachgehen.

      Ist eben so, ich kann das nicht einfach abhaken und vergessen, ich habe auch eine Abteilungsleiterin in Verdacht das sie diese Äußerung von sich gegeben hat, keine Stunde zuvor wurde ich nämlich gefragt, ob ich nicht nach Ablauf der vereinbarten 6 Monate, weiter in dieser Firma und in dieser Abteilung bleiben möchte, da sie mit meiner Arbeit sehr zufrieden wären, da ich mich sehr gut in die Ansprüche und Arbeitsabläufe eingearbeitet habe und auch im Team mit den Kollegen wirklich sehr gut zurechtkomme und akzeptiert werde.

      Dadurch das es allen sehr peinlich ist, was da in den Raum gestellt wurde und sie es am liebsten vergessen und nicht weiter beachten möchten, es für sie erledigt und vergessen ist, eben dadurch habe ich das Problem den Namen der Person herrauszubekommen und da ich denke es ist diese Abteilungsleiterin, die schon über 20 Jahre der Firma angehört, genießt sie dadurch eben auch einen gewissen Schutz.
      Was meinen Verdacht noch irgendwie bestätigt, sie ist seiddem auffallend freundlich, regelrecht schleimig mir gegenüber.

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      • #4
        AW: Alkoholeinfluß am Arbeitsplatz

        Oh, Gott - Marion, das ist eine sehr unangenehme Situation und ich kann dich gut verstehen, dass du das nicht einfach abhaken kannst und zur Tagesordnung übergehst.

        Das würde mir ebenso gehen, weil damit nämlich ein großes Stück Vertrauen zerstört wurde!

        Ich verstehe, ehrlich gesagt, diese Vorgesetzen nicht wirklich - einerseits kann ich nachvollziehen, dass sie vielleicht (wenn dein Verdacht und Bauchgefühl richtig sind) eine langjährige Mitarbeiterin "schützen" wollen, wenn die sich geirrt hat.
        Allerdings ich als Vorgesetzte würde forcieren und anregen, dass diese Kollegin zu ihrem Fehler und ihrer Fehleinschätzung steht.

        Wir sind alles Menschen, die Fehler machen. Fehler dürfen passieren - aber man muss dazu stehen und die Verantwortung dafür übernehmen.
        Das darf nicht zu deinen Lasten gehen und auf deinen Schultern ausgetragen werden - dein Gerechtigkeitssinn schägt gerade völlig zu recht Alarm.

        Ist jetzt nur eine Idee, Marion: ich würde den Vorgesetzten bitten, ein Unter-Sechs-Augen mit dieser Kollegin zu ermöglichen. Denn ihm kann und darf einfach nicht daran gelegen sein, dass deinerseits ein Verdacht schwelt und dass dadurch das Arbeitsklima und das Vertrauen unter den Kollegen beeinträchtigt und geschädigt wird.

        So muss er den Namen nicht nennen, sie "lediglich" an den Tisch holen und ihr die Möglichkeit geben, darüber zu reden, wie sie auf diese Vermutung gekommen ist. Sie muss ja einen Grund dafür haben.

        Das muss ausgeräumt werden. Das sehe ich genau so wie du.

        Erst recht unter dem Aspekt, dass dort die Weichen auf Grün stehen für dich und sie dich als Mitarbeiter offensichtlich sehr schätzen und übernehmen wollen.

        Da müssen klare Verhältnisse geschaffen werden - unter diesen, jetzt herrschenden, Vertuschungsstrategien würde ich auch nicht mehr unbefangen arbeiten können.

        Überlege dir bitte auch, wie du darauf reagieren möchtest, wenn du Klarheit hast und teile dies deinem Vorgesetzten mit.
        Er wird nicht ohne Grund so dicht machen und inständig hoffen, dass kein Staub aufgewirbelt wird, weil die Möglichkeiten, dagegen vorzugehen für dich vielfältig sind.

        Also, mach dir klar, was du machen möchtest und wie du reagieren möchtest.

        Sollte es - was ich jetzt nur vermuten kann - deinerseits in die Richtung gehen, dass du eine Erklärung und - ganz wichtig! - Entschuldigung von dieser Kollegin einforderst und ebenfalls daran interessiert bist, es anschließend als erledigt zu betrachten, dann solltest du das unbedingt so mitteilen.

        Marion, ich drücke dir alle Daumen, dass du auf offene Ohren damit stößt und es zu einer klärenden Aussprache kommt.
        Damit du zur Ruhe kommst und deine Arbeit dort wieder genießen kannst und mit Spaß und Freude dorthin gehst. Eine Seltenheit heutzutage - Gratulation übrigens dazu, dass du übernommen wirst!

        Viele Grüße
        Sabine.

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        • #5
          AW: Alkoholeinfluß am Arbeitsplatz

          Hallo Marion

          Da haben die ja mächtig Geschütz aufgefahren.
          Immerhin hat sich Chef und involvierte Personen dafür entschuldigt. Das ist doch mal was ganz anderes wie man sonst so vernehmen kann.
          Die Abteilungsleiterin hat entweder selbst oder auf Hinweis gehandelt.

          Kommen wir zu den Fakten.

          1. Durch deinen Leberschaden aus der Vergiftung hat sich ggf. dein Stoffwechsel verändert und auch deinen "Geruch". Könnte es sein, dass du eine sog. Dauerketose hast. Dabei produziert die Leber Aceton was durch ein unvollständiges Verbrennen von Fetten entsteht. In der Ketose riecht der Atem immer leicht bis heftig nach Aceton, was fast identisch ist mit dem Geruch einer "alten Fahne". Insbesondere am Morgen oder bei und nach Anstrengung.

          Wer das nicht weiss, der geht der Annahme nach, dass du gestern einen über den Durst getrunken hast. Und wer das ein paar Tage hintereinander wahrnimmt, der macht sich dann so seine Gedanken.
          Überlege also wer dir in den Tagen vor der Meldung besonders nahe war sei es in der Pause oder auch bei der Arbeit und du hast die Person die wohl gemeldet hat.

          2. Der AG ist berechtigt einen des Alkoholmissbrauchs verdächtigen Mitarbeiter an einen Arzt zu delegieren zwecks Alkoholprobe. Tütchen blasen beispielsweise. Es ist per Betriebsordnung in der Regel verboten alkoholisiert am Arbeitsplatz zu erscheinen. Insbesondere wenn Maschinen geführt werden oder andere Arbeiten die hohe Aufmerksamkeit bedürfen hat der AG die Fürsorgepflicht dafür zu sorgen, dass diese Regeln eingehalten werden. Für die Persönliche Sicherheit von Jedermann im Betrieb. Von daher ist jeder Verdacht zu melden. In diesem Sinne haben die Verantwortlichen richtig und in Tat und Wahrheit verantwortlich gehandelt. Du arbeitest in einem guten Betrieb wo man seine Pflichten ernst zu nehmen scheint.

          Aus diesem Grund empfehle ich dir Nachsicht zu üben. Ich weiss nicht wie oft Vorgesetzte es mit Alkoholikern in der Regel zu tun haben. Ich hatte in über 20 Jahren Führungsverantwortung direkt gerade mal mit 2 Fällen zu tun. Herzlich wenig, was den Umgang damit nicht gerade einfacher macht. Und wenn ich dabei bedenke wieviele Vorgesetzte einfach wegschauen, sich zum "Co-Alkoholiker" machen, dann kann man froh sein, dass dadurch nicht mehr passiert.

          Auch wenn die Abteilungsleiterin vielleicht nicht selbst die Initiatorin war, so ist sie aber in jedem Fall involviert. Dann solltest du sie vielleicht darüber aufklären wegen deinem Gesundheitsproblem und zu welchen Folgen dies führen kann. Siehe Ketose.

          Ich sehe das gleich wie im Fall eines Kollegen der durch starken Körpergeruch auffällt. Alle meckern und reden schlecht hinten rum. Jeder sagt, dem sollte es mal "einer stecken". Doch wer ist der "Einer" und der "man"? Jeder weiss, dass man das nicht machen kann ohne jemanden zu beleidigen bzw. auch emotional zu treffen, da dies einfach ein sehr intimes Thema darstellt über das man "nicht spricht". Zumindest nicht direkt. Da traut sich keiner ran weil jeder erst auch mal in sich reinhört und sich fragt was er dazu sagen würde wenn einer daherkommt und sagt "Hey Alter hör mal du stinkst wie eine Dschungelratte!". Dann malt er sich seine eigene Reaktion aus und sagt sich lieber: "Soll doch der Chef das Arschl... spielen! Nicht mein Job!"

          So und wenn er es über sich bringt, wobei meine Schätzung bei max 20% liegt die genug Standvermögen haben das zu artikulieren statt wegzuschauen, dann hat der Chef tatsächlich die A-Karte gezogen. Und wenn sich der Beleidigte dann im Pausenraum lauthals über das Verhalten des Chefs beschwert, klopfen ihm genau die Leute zustimmend auf die Schulter die ihn beim Chef deswegen vom Feinsten abgeseilt haben. Um selbst eben ja nicht in Verdacht zu geraten die treibende Kraft für den Vorstoss des Chef's gewesen zu sein.

          Gestehe den anderen auch zu eben nicht perfekt zu sein. Wir alle sind es nicht. Aber honoriere deren guten Willen und ihr echtes Bemühen die Sache aus der Welt zu bringen.
          Wenn du mal auf einer Bananenschale ausgerutscht bist wirst du wohl auch nicht sofort nach Südamerika geflogen sein und alle Bananenplantagen deswegen abgefackelt haben. Kaum, denn ich kann immer noch Bananen kaufen.

          Jeder hat mal einen Ausrutscher und dann hoffen wir selbst immer die gnädigsten Richter zu haben die man sich nur vorstellen kann. Doch wie gnädig sind wir selbst wenn wir als "Richter" urteilen dürfen oder dürften? Wie sieht es in Wahrheit mit der eigenen Bereitschaft aus, Gnade walten zu lassen?

          Denk mal drüber nach bevor du das weiter aus, sicher für jeden verständlich, gekränkter Seele heraus eskalierst und du damit fataler Weise einen Job riskierst der dir Spass macht, man dadurch entsprechend mit dir und deiner Leistung sehr zufrieden ist und wo du mit so vielen Kollegen wirklich gut kannst.
          Ist es das wert?

          Gruss und erholsames Wochenende
          Martin
          Psychobabbel
          besonders erfahrenes Mitglied
          Zuletzt geändert von Psychobabbel; 13.08.2011, 09:19. Grund: Ergänzungen und Korrektur

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