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Mobbing?

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  • Mobbing?

    Ich habe eine sehr schwierige Arbeitskollegin, die in der Firma absolut unbeliebt ist, weil sie launisch, gehässig, unverschämt usw. ist. Ich habe schon gehört, dass sie es bei einer anderen Kollegin, die sie nicht mochte geschafft hat, dass die wegen ihr ein Magengeschwür bekommen hat. Ihr gegenüber war sie zum Schluss nur noch kalt und herablassend. Die Kollegin hat damals wohl auch mit dem BR gesprochen, aber so wirklich passiert ist nichts. Des weiterem kommen in den vergangenen Jahren unzählige Azubis, die sie zum heulen gebrach hat.... Aber irgendwie wird das so hingenommen. Die ist einfach so! Muss man hinnehmen.
    So, jetzt zu meiner Situation: Ich habe mich bis vor einigen Monaten recht gut mit ihr verstanden, was auch alle Kollegen merkwürdig fanden, weil wirklich JEDER schon mal Probleme mit ihr hatte. Jetzt kam es zu einem sehr Lächerlichen "Vorfall". Ich habe mich ihr gegenüber angeblich im Ton vergriffen. In der Realität war es so, dass SIE sich im Ton vergriffen hat und das auch einige Kollegen mitbekommen haben. Das hat sie dann natürlich in unserer Abteilung auch fein jedem so erzählt.

    Seitdem behandelt sie mich wie Sch***, wird mir gegenüber bei jeder Gelegeheit unverschämt und laut, unterbricht mich in jedem Satz usw. Heute auch mal wieder... Manchmal habe ich echt ein flaues Gefühl im Magen, wenn ich die wg. Arbeit irgendwie anrufen muss oder nur ansprechen muss, da sie dann auch gleich für jeden sichtbar sogar die Augen verdreht. Ich meine echt,, in was für einem Kindergarten sind wir denn bitte?? Ich habe sie anfangs auf ihr Verhalten angesprochen, da meinte sie nur, ich würde mir alles einbilden... Ne, ist klar! Danach kam es noch zu einer Geschichte, bei der sie behauptete, dass ich sie über eine recht wichtige Sache nicht informiert hätte. Dumm nur, dass ich ihre Lästerattacke llive mitbekommen habe (habe aber nichts gesagt) und, dass meine Arbeitskollegen, bei denen sie sich versucht über mich auszulassen, mir alles erzählen und nicht drauf eingehen. Problem ist allerdings, dass wirklich keiner mal den mund aufmacht, weil die alle Schiss haben, der/die nächste zu sein. Denn so läuft es bei meiner Kollegin nun mal.
    Ich tröste mich immer mit der Tatsache, dass die Frau (Ü40) ein wirklich bescheidenes Leben hat und es nicht haben kann, wenn andere zufrieden und glücklich sind. Die hat KEINE Freunde, ist ein Couchpotatoe, der nur zu Hause abhängt und vor dem Computer sitzt und im Onlineshop einkuaft, die ist dick usw. Die geht arbeiten und macht danach gar nichts. Die geht sogar nur zu den unmöglichsten Zeiten einkaufen, weil die sich in der Öffentlichkeit nicht zeigen will. Was versucht die denn bitte mit ihren Mobbingattacken zu bewirken? neulich hat die es echt soweit gebracht, dass ich vor meinen Kollegen losgeheult habe, weil ich einfach mal einen schwachen Moment hatte. Ich weiss, es gibt wahrlich schlimmere Mobbinggeschichten, aber mich macht allein das schon manchmal voll fertig.
    Ist es auf Dauer überhaupt sinnvoll meinen Ärger damit zu besänftigen, dass ich mir einrede, dass die Frau ein so armes Leben führt,d ass ich ihr das bisschen Spaß sogra irgendwie gönne... Ich bin in der letzten Zeit sogar überfreundlich zu der, um mir auch ja nichts nachsagen zu lassen. Aber ich glaube, dass reizt die sogar noch mehr. Allein meine Anwesenheit ist für die schon schlimm, wenn ich die anspreche ist es erst ercht vorbei... #Ich weiss ja auch nicht...

    Warum gibt es nur so abgef**** Menschen, die andere versuchen fertig zu machen, die auch nur im geringsten zufriedener sind als man selber?

    Gruß
    P.

  • #2
    AW: Mobbing?

    Hallo,

    warum es solche Menschen gibt? Die sind neidisch, weil sie auch gerne so sein würde wie Du. Die haben eine Selbstwertproblematik/Minderwertigkeitsprobleme. Das tragen sie dann nach aussen.
    Neid muss ein grauenhaft nagendes Gefühl sein, dass nur dann Linderung erfährt, wenn man der beneideten Person das wegnimmt, was ihr wichtig und lieb erscheint.
    Wer Minderwertigkeitsprobleme hat, der kann nur an sich selber arbeiten. Zum Beispiel für positivere Gefühle sorgen. Wenn sie da ein Problem mit hat, dass sie zu dick ist und schlankere Frauen beneidet, sollte sie abspecken.
    Also es geht letztlich darum, die eigenen Gefühle über sich selber wahrzunehmen und dann nach Lösungen zu suchen. Neid entsteht im Inneren eines Menschen, weil er selber mit sich nicht zufrieden ist. Wer das erkennen kann (soll schmerzhaft sein), kann auch an sich arbeiten.
    Die Mobberin kann das offensichtlich nicht, oder sie kann es nicht alleine. Deshalb ist sie so garstig zu den anderen Frauen.

    Aber, auf eurem Arbeitsplatz läuft es doch ganz gut soweit, denn ihr seid diejenigen, die die Mobberin erkannt habt und sie auch sanktioniert.
    Die Mobberin müsste eine Therapie machen um herauszufinden, warum sie so garstig sein muss.
    Aber, wer wird ihr das sagen und wird sie es dann überhaupt tun?
    LG
    Ibag

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    • #3
      AW: Mobbing?

      Hallo, und danke für die Nachricht.
      Sehe es ja auch so. Aber hilft es mir denn auf Dauer MICH zufrieden zu stellen? Einfach zu wissen, dass sie das Problem hat... Natürlich muss sie sich helfen lassen, aber wird mich ihre Behandlung auf Dauer nicht runter ziehen? Ganz ehrlich, manchmal muss ich einfach vor mich hin grinsen, wenn ich sie sehe, weil ich trotz allem Mitleid mit der Frau habe, weil die einfach so arm dran ist. Aber richtig kann das doch auch nicht sein. Ich habe einige gute Freunde, mit denen ich da drpüber gesprochen habe, und die meinen auch,dass ich das einfach nur nicht an mich rankommen lassen soll, dass ich in Wahrheit die Starke von uns bin. Denn das ist auch so ein Punkt, bei dem ich mittlerweile über sie lachen muss, denn alle sagen immer sie wäre so direkt und stark usw und würde deswegen anecken. Also unter direkt und stark verstehe ich etwas anderes. Die ist einfach nur unverschämt und wenn man die mal darauf anspricht (was in meinen Augen Stärke beweist) macht sie einen Rückzieher, das heißt, eine direkte Konfrontation ist da gar nicht möglich! Ich rede mir halt ein, ich bin stark. Aber ich habe Angst, dass das irgendwann wieder in Überheblichkeit über geht und das dann nach hinten llos geht, weil ich dann richtig Stress mit der bekomme

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      • #4
        AW: Mobbing?

        Hallo charmed07

        Wenn sie dich mal wieder so richtig in die Kur nimmt, hör ihr geduldig zu und sag dann am Ende: "Dankeschön! Damit haben sie mir einmal mehr den Beweis angetreten warum sie hier keiner mag! Und überhaupt mag sie überhaupt jemand auf dieser Welt? Und wenn ja warum?"

        Auf diese Antwort wäre ich gespannt wie ein Flltzebogen.

        Ibag hat vollkommen Recht. Die Frau ist vom Neid zerfressen und auch die Mechanik dahinter stimmt: "Bin ich nicht glücklich, dann sollen es die anderen auch nicht sein!" könnte ihr Credo sein.

        Ein Mensch mit dem man bestenfalls Mitgefühl haben kann aber keinesfalls Furcht vor ihm. Wenn Du und die Anderen in ähnlicher Weise vorgehen wie im Eröffnungssatz, dann würde es mich nicht wundern sie hier bald begrüssen zu dürfen.
        Die einzige Chance so jemanden zu drehen ist permanentes Spiegeln der Wirkung des an den Tag gelegten Verhaltens. Damit sie ihre Fratze zu Gesicht bekommt. Nur wenn sie den permanenten Leidensdruck spürt, dass die Umgebung die Furcht vor ihr verloren hat und vom Jäger zum Gejagten wird. Dann und nur dann besteht die Möglichkeit einer Verhaltensänderung. Sicher ist das noch lange nicht!

        Durch eure stille Duldung und Meidung bestätigt ihr deren Fehlverhalten wie einem Hund der nicht spurt und sehenden Auges als Herrchen nichts dagegen unternimmt. Ja vielleicht sogar noch ein Leckerli gibt um das Fehlverhalten zu belohnen = das Herrchen zieht den Schwanz ein. Dann macht er nur noch was er will. Und das genau tut sie auch.
        Frage: Habt ihr eigentlich eine Führung? Danach sieht es mal nicht aus! Unfassbar! Der würde ich Beine machen!

        Gruss Martin

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        • #5
          AW: Mobbing?

          Ich vergass noch anzufügen.

          Das was die Dame da macht ist kein Mobbing sondern erfüllt, deinen Schilderungen folgend, den Strafbestand der Beleidigung und übler Nachrede.
          Als klassische Mobbing Situation wäre es, fataler Weise, wenn ihr euch als Kollegen zusammenschliesst und ihr zu verstehen gebt, dass sie hier unerwünscht ist und den Betriebsfrieden massiv stört.

          Das was diese Kollegin zelebriert wäre mindestens ein Abmahnung wenn nicht eine sofortige, fristlose Kündigung wert.

          Da euer Chef bzw. die Verantwortlichen die Augen vor der Situation verschliessen und ihren Job nicht machen, wäre es interessant die Frage zu beantworten ob die Gruppe damit legitim handelt sich gemeinsam gegen ein solches Scheusal zur Wehr zu setzen?
          Da bin ich mal auf eure Meinungen gespannt ;-))

          Gruss Martin

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          • #6
            AW: Mobbing?

            Hallo,

            ich gebe Psychobubbel recht mit seiner Einschätzung über die Frau. Neid und so weiter scheint ihre Antriebsfeder zu sein.
            Ihr jedoch deutlich zu machen, dass sie unerwünscht ist, halte ich für Mobbing. Gewalt lässt sich nicht mit Gewalt bekämpfen. Ich würde sie nach feedback kritisieren. Zum Beispiel hat ja jeder Mensch auch seine guten Seiten, selbst die Frau hat welche, davon bin ich überzeugt.
            Ich würde ihr zum Beispiel sagen: "Frau X, sie passen ja immer sehr genau auf, was hier so an Arbeiten versäumt wird. Das finde ich hilfreich, denn manchmal passiert es mir auch, dass ich etwas vergesse. Ihr Ton, den sie dann anschlagen, um die Kritik zu äussern, ist allerdings aus meiner Sicht manchmal etwas überheblich. Ich bekomme dann jeweils den Eindruck vermittelt, dass sie selber niemals Fehler begehen und fühle mich dadurch herabgewürdigt. In Zukunft würde ich mir wünschen, dass wir respektvoller miteinander umgehen. Sie können sicher sein, dass ich die Versäumnisse nicht fahrlässig, geschweige denn absichtlich begehe.
            Jeder von uns hat ja mal einen schlechten Tag oder private Probleme. Das lässt sich nicht vermeiden. Die Situation auf dem
            Arbeitsplatz dazu zu benutzen um Frust abzubauen, halte ich nicht für angemessen. Auf dem Arbeitsplatz könnte es auch so laufen, dass gegenseitige Hilfsbereitschaft und respektvolles Miteinander geeigneter sind, ein allgemeines Wohlbefinden zu stärken, als der Abbau von Frust in Form von Zankereien.
            Was halten sie davon, wenn sich da alle mal bemühen und es auf diese Art versuchen"?

            Ich finde es besser, dass die Frau noch eine Chance bekommt, als wenn sie noch stärker drangsaliert wird. Sie kann dann ja auch nicht anders handeln, als immer noch frustrierter zu werden. Das führt dann zur Eskalation. Sie wird das Opfer sein.
            Auch wenn sich da manche Leute die Hände reiben, wenn die abhaut. Die wird vielleicht Mittel und Wege finden, sich zu rächen.
            Grundsätzlich ist es viel besser, eine Person auf ihre unangemessenen Verhaltensweisen hinzuweisen, statt sie nur zu spiegeln. Denn spiegeln bedeutet ja auch, dass man eine Interpretation ihres Verhaltens hat, dass man ihr zurückspiegelt, das heisst, sie genauso behandelt. Erwachsene Menschen lassen sich eher auf eine Verhaltensänderung ein, wenn sie einsichtig sind.
            Einsicht allerdings wird weniger durch Spiegeln vermittelt als vielmehr durch Ich-Botschaften. Dadurch kommt ein Gespräch in Gang, in dessen Folge über die Gefühle gesprochen werden kann. Beim Spiegeln hingegen, bleibt eine starke Unsicherheit und ein Machtgefälle in der Beziehung bestehen, weil der Gespiegelte auch wieder interpretieren muss, wie das gemeint ist.
            Spiegeln ist auf dem Arbeitsplatz nicht gut geeignet, finde ich. Es führt nicht zur Verhaltensänderung oder Anpassung, sondern zu rebellischen und rechthaberischem Verhalten und Eskalation!
            Spiegeln ist ein Psychospiel und deshalb abzulehnen, aus meiner Sicht!
            LG
            Ibag

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            • #7
              AW: Mobbing?

              Hallo Ibag

              Dein Ansatz ist gut. Spiegeln bedeutet in der Tat die Eskalation voranzutreiben. Das würde ich in diesem Fall deshalb provozieren weil die Dame offenbar jede Anstandsregel vermissen lässt.

              Es gibt Mitarbeiter die schwierig sind und schwierig. Als Vorgesetzter habe ich auch die Pflicht die übrigen Mitarbeiter vor Übergriffen zu schützen die gegen die guten Sitten verstossen. Und dazu gehören Beleidigungen und üble Nachrede. Wer das vergisst, der ist ein grober Klotz. Und auf so jemanden setze ich den groben Keil. Als Chef ist es nicht meine Aufgabe die Mitarbeiter zu therapieren. Sie zu entwickeln ganz gewiss. Aber es gibt Ärger und ärgeren Ärger.
              Wenn noch nicht einmal die normalen Anstandsregeln eingehalten werden mache ich recht schnell kurzen Prozess. Einmal ist keinmal und wenn eine aufrichtige Entschuldigung folgt will man nicht so sein. Jeder hat mal einen schwarzen Tag. Sind jedoch solche Verhaltensweisen geradezu chronisch an der Tagesordnung halte ich so etwas für untragbar.

              Um angemessen Leistung zu erbringen müssen sich alle gut dabei fühlen. Mit einem solchen Störfaktor belastet wird die Leistung des Teams zwangsläufig eingeschränkt. Dem habe ich als Chef entgegen zu wirken. Wenn nötig mit disziplinarischen Massnahmen wenn gutes Zureden nicht bringt. Irgendwann geht der Krug solange zum Brunnen bis er bricht.

              Da in dem Laden jede Führung zu fehlen scheint die es versäumt hat den Anfängen zu wehren, sehe ich keinen Grund warum die Frau auf gutes Zureden oder Feedback plötzlich drehen sollte? Würde sie nach Zuneigung und Anerkennung streben würde sie doch eigentlich ein zuvorkommendes Verhalten zeigen. Das Gegenteil ist jedoch aus meiner Sicht der Fall. Da niemand den Mut hat Grenzen zu ziehen benimmt sie sich wie omnipotent. Wie ein herrschsüchtiges Kind, dass zwar nach Zuneigung buhlt aber eben schwache Eltern hat/hatte die man hart anpacken muss.
              Sehr interessant hierzu finde ich die Ansätze von Frau Dr. Jirina Prekop. Mit ihrer Form der Festhalte Therapie folgt sie damit auch den Ansätzen von Milton H. Erickson der mit dem vergleichbaren und sog. "Ordeal" also der Kraftprobe brillante Erfolge erzielte.

              Durch die fehlende Instanz der verantwortlichen Führung delegiert die Dame die Verantwortlichkeit an die Gruppe den Fall zu lösen. Damit wird die Gruppe in ein Dilemma katapultiert ob sie nun die Kraftprobe suchen soll oder nicht.
              Deshalb mein auch so oft vertretener Ansatz, dass Mobbing in aller erster Linie ein Führungsproblem darstellt. In der jetzigen Konstellation verharrt das Team in der "Storming Phase". Geht es gemeinsam gegen die Dame vor. Ist das wie richtig postuliert: Mobbing. Tut sie es nicht, was sollte die Dame dann zur Umkehr bewegen?

              Ich denke sie ist trotz allem eine autarke Persönlichkeit die sich mit ihrer Einsamkeit arrangiert hat. Ihr Bedürfnis nach menschlicher Nähe scheint dem der Omnipotenz/Machtansprüche zumindest vordergründig unterlegen oder verschüttet zu sein.

              Ich zweifle an der Wirkung eines gemässigten Vorgehens, da sie das Gegenüber nicht ernst nimmt und als schwach empfindet, dass man unterwerfen muss wie all die Anderen vorher auch. Beim Chef hat es ja auch geklappt! Und wer sind schon die Kollegen.....?

              Eine hochinteressante Konstellation jedenfalls.

              Wie du sagst: Jeder soll seine angemessene Chance bekommen. Aber irgendwann ist Zahltag!
              Doch wo zieht man die Grenze?

              Ich bin der Meinung es braucht hier eine Kraftprobe. Doch dafür halte ich den Chef als besser geeignet das A...loch zu spielen. Weil es dann der Dame die Rückkehr in die Gruppe erlaubt weil der Chef die A-Karte angenommen hat und ausspielt. Dann haben die Kollegen einerseits Genugtuung aber auch die Chance Mitgefühl, für sie und Unmut gegen den "bösen" Chef, zu zeigen und sie damit in der Krise aufzufangen. Zumal wenn der Chef diese "letzte" aber reelle Chance auch als Erwartungshaltung bei den Meinungsträgern im Team platziert und kommuniziert.

              Überlässt man es der Gruppe wird sich irgendwann ein so starkes dynamisches Aversionsverhalten einstellen, dass die Dame entweder durch den Guerillakrieg krank wird oder vielleicht von selbst kündigt. Keiner hat wirklich was dabei gelernt ausser der Gruppe, dass sie ihre Macht spürt jeden aus dem Nest zu ekeln der nicht getreu ihrer "neuen" Regeln des "Dschungels" mitspielt. So kann dies, manifestiert durch das gemeinsame, sozial hohe Bindungskräfte auslösende Schlüsselerlebnis, zur Kultur werden, welche jedem der nachkommt eine harte und hohe Messlatte auf den Rücken nagelt und denjenigen ggf. schon von Beginn an zu vollkommener Chancenlosigkeit verdammt.
              Damit hat die Gruppe in Tat und Wahrheit die Führung übernommen und man kann den Chef getrost entlassen, der nur noch überflüssiger Weise den Stuhl warm hält von dem er sich eh nicht mehr runter bewegt bzw. noch nie runter bewegt hat.

              Auch wenn dies jetzt vielleicht weit gegriffen ist, so stellt dieser Fall für mich eine interessante Dynamik dar, die wahrscheinlich in vielen Fällen so ins Rollen kommen kann und bestimmt auch schon gekommen ist.

              Mangels tauglicher Führung!

              Freue mich auf ein Statement und bin dann mal die nächsten 10 Tage nicht greifbar.

              Gruss Martin

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              • #8
                AW: Mobbing?

                Hallo Psychobubbel,

                du beschreibst hier eindrücklich die ganze Gruppe als Täter. Die Frau mit den Verhaltensproblemen ist der Sündenbock. Auf ihr hacken alle rum, weil sie eben etwas "komisch" ist. Sehr praktisch für alle Anderen, die sich keine Gedanken mehr machen machen müssen, ob sie sich vielleicht auch manchmal daneben benehmen.
                Aus systemischer Sicht ist es besser, hier feedback zu geben an die Frau und auch ihr zuzuhören, was sie vielleicht auch erleidet, wenn sie die ganze Gruppe gegen sich hat. Die Frau sollte in gleichberechtigter Weise gefragt werden, was ihr auch von den anderen aus der Gruppe angetan wird.
                Es ist eine zu einfache Darstellung aus meiner Sicht, hier wieder das Dramadreieck zu konsultieren, wonach es immer im Kreise geht und sie jetzt als Opfer dran ist, weil sie vorher Täter gewesen ist. So ändert sich an der Gesamtsituation nie was.

                Ich meine, wer wird noch Interesse daran haben, auch die positiven und wertvollen Seiten dieser Frau zu sehen und anzuerkennen? Geschweige denn, sich auf ihre Seite zu stellen?
                In manchen Gruppen wird immer wieder gerne Jemand rausgedrängt, nachdem er als Sündenbock fungierte oder als blitzableiter. Es gibt Arbeitsgruppen, die betreiben dieses Spiel jahrelang, ohne das da eine verantwortliche Person interveniert. Wer sich weigert, den Sündenbock ebenfalls zu malträtieren oder sich sogar auf die Seite desjenigen stellt, der läuft doch Gefahr selber auch angegriffen zu werden.
                Ein Vorgesetzter der davon abhängig ist, von seinen Leuten geliebt zu werden, wird sich auf die sichere Seite schlagen und zur Gruppe gesellen. Er hat keine Führungskompetenz, wird aber von der Gruppe hochgejubelt.
                Ein Vorgesetzter mit Führungskompetenz fragt harte Daten ab, was genau wann und wie das passiert ist, welche Resultate daraus folgten. Sehr schnell kann dann auch aufgedeckt werden, wer welche Funktion im Arbeitssystem hat und wie die Kommunikation abläuft.
                Ich meine, was die Frau privat macht, ob sie onlineshopping betreibt oder nicht, ist doch ihre Sache. Falls sie neidisch ist, was ja vermutet werden kann, könnte das auch aufgedeckt werden. Man muss ihr sagen, dass es nervt und sie ihr Verhalten verändern sollte.
                Wer sie spiegelt und immer provoziert, vielleicht noch gegen sie intrigiert und sie manipuliert ist ein Täter und das ist abzulehnen. So geht man nicht mit Menschen um.
                Übrigens kam gestern auf arte ein interessanter Spielfilm zum Thema Schülermobbing. Da haben sich alle gegen einen einzelnen Schüler verbündet, was ihn in den Selbstmord trieb.
                Wollt ihr das? Soll sich jemand umbringen, nur weil ihr ihn nicht leiden könnt? Nur weil er sich nicht in die Gruppe einbringt?
                In meinen Augen ist das pervers.
                Mobber müssen auf ihr Verhalten hingewiesen werden und aufgefordert werden, eine Veränderung herbeizuführen.
                Gegen eine mobbende Gruppe aber hat keiner eine Chance, wie der Schüler. Die Konsequenzen sind euch egal?

                Eine machtmissbrauchende Gruppe kann sich immer wieder eine Person aussuchen, die dann malträtiert wird. Das muss unbedingt vermieden werden, weil dann Tür und Tor geöffnet wird für immer schlimmeres Drangsalieren!
                LG
                Ibag

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                • #9
                  AW: Mobbing?

                  Also danke nochmal für eure Antworten.
                  Ich habe in den vergangenen Tagen recht offen mit meinen Freunden und auch mit Kollegen UND auch mit einem meiner Vorgesetzten darüber gesprochen. UNd siehe da: Es tut sich etwas. Mein Vorgesetzter will in der kommenden Zeit mehr darauf achten, wie die Dame sich mir gegenüber verhält. Leider ist es aber auch so, dass sie es ganz geschickt macht wenn andere Leute anwesend sind. Dann versucht sie manchmal nämlich echt überfreundlich zu sein. Aber wehe dem, sie fühlt sich unbemerkt... Dann kommt die böse Fratze zum Vorschein. Auf Dennoch wird es oft genug von anderen bemerkt ;-) Mein Vorgesetzer wird dann in erster Linie mit ihrem direkten Vorgesetzten sprechen (und der ist schon ziemlich coold drauf, und bei dem habe ich ein Stein im Brett). Sollte sich danach nichts bessern, wird eben die nächste Instanz gewählt.
                  Bins chon froh, dass ich meine KOllegen im Rücken habe.
                  Nein, wir werden sie sicherlich nicht anfangen selber runter zu machen, obwohl sie es sicherlich mehr als verdient hat. Sie kann ja auch anders, nur wehe dem, man macht etwas in ihren Augen falsches.

                  Allerdings hier noch eine Anmerkung zu der Persönlichkeit der Frau: Die konnte mir gegenüber sogar in den vergangenen Tagen freundlich sein, imemr dann, wenn sie grade einen Hals auf alle anderen hatte und genervt war. Dann stellt die sich zu mir uns fängt an zu lästern. Hallo??? Und, in einem Moment zickt die mich an, im nächsten Moment ist die wieder freundlich... Also alles wirklich innerhalb von SEKUNDEN! Ich meine, wie krass ist die denn bitte drauf??? 2 Persönlichkeiten in einer oder was?? Ich meine das echt ernst. Das ist mit der wirklich so, als ob plötzlich jemand vor dir steht, der gar nicht weiß, was er vor wenigen Sekunden gemacht hat... ?!?

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                  • #10
                    AW: Mobbing?

                    Hallo charmed07

                    Ist ja nicht schlecht, dass sich was tut. Könnte interessant sein was du genau damit meinst mit den "cool drauf sein" des einen Chefs.

                    Die Frau hat wohl eine sehr ambivalente Persönlichkeit. Wie ich es bereits angedeutet hatte. Sie braucht wie jeder andere Mensch auch Nähe und Nestwärme deshalb ist sie dann auch freundlich. Doch mangels ausgebildetem Vertrauen in die Umwelt und die Mitmenschen kann das ebenso schnell wieder kippen wenn das durch das eigene Wertesystem filtrierte Verhalten der Umwelt, blitzartig Musterhafte Gegenreaktionen provoziert die immer stereotyp ablaufen.

                    Offenbar hat sie vielleicht nie gelernt oder verlernt angemessen auf die Impulse der Umwelt zu reagieren die auf sie zukommen. Wurde vielleicht von ebensolchen Vorbildern wie sie es nun an den Tag legt so konditioniert. Das weisst du nicht das weiss ich nicht.

                    Was aber ein Ansatz wäre ist die vielleicht tiefere Beziehung zu dir wie zu den anderen in der Gruppe.
                    Wenn es da tatsächlich einen Unterschied zu deinen Gunsten gäbe dann hättest du durch eine gewisse Form der Zuneigung einen Schlüssel in der Hand ihr mit Feedback wohldosierte Botschaften zu überbringen die mit der Zeit eine Verhaltensveränderung einleiten könnte. Das wäre der Ansatz von Ibag.

                    Ob du dir das zutraust musst du selbst beurteilen können. Wichtig wäre hierfür die eigene unverrückbare Stabilität deiner Persönlichkeit und deines Selbstvertrauens, das durch diese Form der Angriffe, die nach wie vor kommen werden, weder sichtbar noch unsichtbar antastbar ist. Das muss sie spüren sonst wird sie dich nicht ernst nehmen. No fear!

                    Es könnte für dich ein spannender Prozess deiner persönlichen Entwicklung sein der dich selbst auch weit nach vorne bringt und Meterweise wachsen lassen kann. Indem du dich eben emotional vom Konflikt löst und durch positives Verstärken ihrer guten Seiten aber auch wertneutralen Anmerkungen zu unangemessenem Verhalten ihrerseits ihr die Möglichkeit gibst ihr Verhalten zu korrigieren.

                    Statt: "Frau X!" "Das war jetzt aber nicht gut" (Was eine Wertung enthält und dem Gegenüber keine Information darüber gibt was denn nun nicht gut war und warum.)

                    lieber die Beobachtungen mitteilen die man selbst gemacht hat

                    "Frau X Als sie sich gerade ihrem Ärger Luft gemacht haben war die Diskussion beendet und alle liefen ohne eine Lösung für das Problem gefunden zu haben auseinander."

                    Die Wertung übernimmt dann der Feedback-Nehmer selbst, bzw. überlässt man ihm. Das ist anfangs wirklich sehr schwer und erfordert einige Übung weil man sich erst seiner Emotionen bewusst werden muss, dadurch seine Affekte überwinden und die Geduld aufbringen muss dies erst durch das Bewusstsein verarbeiten zu lassen bevor die Antwort bzw. das Feedback formuliert wird. Das braucht ein paar Sekunden Zeit die man damit verbringen kann dem Gegenüber solange in die Augen zu schauen und zu warten was passiert. Oft ist das bereits "Feedback" genug. Reden ist Silber Schweigen manchmal Gold. Das praktiziere ich hin und wieder wenn ein aufgebrachter Kollege in mein Büro stürmt und mir den Tisch "vollkotzt". Dann schaue ich ihn an halte kurz inne und dann frage ich ihn, was nun seine konkrete Erwartung an mich ist und warum. Und schon sind wir in der Diskussion die es ermöglicht sich nach und nach wieder auf der Erwachsenen/Vernunft Ebene zu unterhalten, um die Lösung des Problems zu kreieren oder erst einmal zu dessen Wurzeln vorzustossen wenn wir uns in Phase 1 vordergründig über Unmut auslösende Symptome unterhalten haben.

                    Damit würdest du dir selbst nach und nach Führungsqualitäten erarbeiten die dir später einmal sehr hilfreich sein werden. Sei es im Beruf im Umgang mit Kollegen und Mitarbeitern oder auch mit den eigenen Kindern in der Familie wenn es um die individuelle oder teamorientierte Erarbeitung von Ergebnissen geht. Mit dem Buchtitel von Walter Böckmann: "Wer führen will muss Sinn bieten" wäre es durchaus wertvoll darüber nachzudenken welcher "Sinn" die Kollegin dazu bewegen könnte ihr Verhalten danach auszurichten.

                    Der Weg zum Ziel führt immer über die inneren Motive des Gegenübers. Man kann niemanden motivieren. Man kann ihn nur dort abholen wo er sich im Moment gerade befindet. Entweder er teilt das Wertesystem, akzeptiert die Zielsetzung und bringt sich ein oder er wird sich dagegen entscheiden und ständig versuchen das System, das man ihm aufgezwungen hat, zu bremsen oder zu torpedieren/boykottieren. Alles andere ist Manipulation im negativen Sinne. Sprich mit bewusst falschen Versprechungen Hoffnungen zu wecken die im Nachhinein enttäuscht werden. Das, so kann ich dir versprechen, wird nicht oft funktionieren. Zumindest nicht mit den selben Leuten. Es sei denn sie sind wirklich dumm wie Bohnenstroh oder abhängig auf Gedeih und Verderb.

                    Auch wenn der Chef bei dem du ein Stein im Brett hast cool drauf sein mag, so frage ich mich warum er bereits schon so lange die Augen davor verschlossen hat. Das was ich hier jetzt so ausgeführt habe wäre schon längstens seine Aufgabe gewesen und müsste nicht erst durch äusseren Druck forciert werden. Dann wäre die Situation wahrscheinlich erst gar nicht so weit eskaliert. Ich erteile diesem coolen Chef jedenfalls vorläufig mal kein gutes Zeugnis. Kein guter Manager!

                    Auf den Ausgang des sich nun abzeichnenden Schlagabtausches der wohl mehr "hintenrum" geführt wird bin ich mal gespannt. Ich würde mich freuen wenn du uns auf dem Laufenden halten würdest. Hier gibt es für Viele noch was zum Lernen, denke ich.

                    @Ibag

                    Vielleicht verstehen wir unter Spiegeln etwas anderes. Spiegeln ist für mich auch das Geben von Feedback. Denn indem ich Feedback gebe zeige ich dem Anderen das Bild von ihm das von ihm bei mir ankommt oder das was durch sein Verhalten/Handeln ausgelöst wird mit meinen Augen. Vielleicht wäre "Echo" der passendere Ausdruck weil es das wiedergibt, was der Andere von sich gegeben hat, um Wirkung zu erzeugen, siehe 4 Aspekte einer Nachricht, und dafür eine Meldung zurück erhält ob diese Wirkung auch erzeugt wurde oder nicht.
                    Wenn jemand etwas von mir haben möchte verhalte ich mich wie ein strunzdoofer Getränkeautomat der, wenn man nicht genug Geld hineinwirft, auch die gewünschte Flasche Cola nicht preisgibt. Erst wenn der andere bereit ist seinen angemessenen Teil dazu zu geben haben wir einen "real Deal". Vorher nicht.

                    Auch wenn Therapeuten beispielsweise gute Menschen sein mögen, so können sie nicht umsonst arbeiten. Denn dann müssten auch sie verhungern oder von Almosen leben. Wer nicht bereit ist das Honorar zu bezahlen, also ein Opfer zu bringen das u.U. sogar weh tut, der wird eben weiter mit seinen Problemen alleine klarkommen oder selbst die Schaufel in die Hand nehmen müssen.

                    Ohne die Bereitschaft dieses Opfer zu bringen ist alle Bemühung vergebens. Dazu muss aber der Betreffende wissen wofür, also den Sinn erkennen und als erstrebenswert empfinden. So gross, dass es einen drohenden Verlust bedeutet darauf zu verzichten. Man nennt das ja auch Leidensdruck.
                    Wenn der Cola Automat aus Stahl und mit Panzerglas gesichert also in der Wüste steht und ich nach Stunden ohne Wasser gewaltigen Durst habe wird meine Motivation steigen mich von meinem Kleingeld zu trennen selbst wenn der Preis noch so unverschämt sein mag.

                    Ich steige nicht ganz dahinter wie du mit alleinigem Feedback diesen Leidensdruck für eine Verhaltensänderung bei dieser Frau erzeugen willst die ja von nichts abhängig zu sein scheint? Zumindest mal nicht von den Kollegen oder einem guten Arbeitsklima. Wer könnte genug (vielleicht sanften) Leidensdruck auslösen der von ihr ernst genommen wird und sie dazu bewegt ein Opfer, einen Schritt auch von ihr auf die Anderen zu, zu erbringen?

                    Wenn du über das Feedback gehst, dann musst du ja auch die ganze Gruppe bemühen. Denn wenn nur Einzelne ggf. ohne Macht und/oder Übertragung das praktizieren wird ihr immer ein Schlupfloch bleiben sich der eigenen Verantwortung, hin zu einem besseren Miteinander, und damit einer Veränderung zu entziehen. Wenn sie auch Opfer sein mag wie du es darstellst und durchaus der Fall sein kann, so ist sie aber auch Täter der seinen Gegnern nichts schuldig bleibt. Wie bringst du sie also dazu sich der Gruppe ebenfalls zu öffnen?

                    Gruss Martin

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                    • #11
                      AW: Mobbing?

                      ZUr Info: Die Frau hat sich kein Stück geändert, meine Vorgesetzen sind kleine Schisser, allerdings habe ich mich mit der Situation abgefunden und die Frau irgendwann nur noch ignoriert. Beruht mittlerweile zum glück auf Gegenseitigkeit, sodass ich wenigstens in Ruhe meine Arbeit machen kann etc.

                      Allerdings gibt es zumindest für mich tolle News: Ich werde sehr bald meinen Job wechseln, habe bereits den Vertra unterschrieben und bald gehts los!!. ZUmindest kann ich sagen, dass sich das Leid soweit gelohnt hat, dass ich jetzt mit einer sehr positiven Sache belohnt wurde, da ich jetzt quasi meinen Traumjob durch Zufall bekommen habe :-)

                      MIr tut es nur um meine "Nachfolgerin" leid. denn es wird eine Nächste geben, die sie sich rauspickt.

                      Frage mich, ob ich der Personalleitung da evtl. noch was von sagen soll. Es soll nicht nach Nachtreten aussehen, jetzt wo ich gehe. Aber so ganz wortlos verschwinden???

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