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Mobbing oder einfach nur zu sensibel für das Arbeitsleben????

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  • Mobbing oder einfach nur zu sensibel für das Arbeitsleben????

    Hallo,

    brauche ganz dringend mal ratschläge in welcher situation ich mich befinde, da ich es einfach nicht mehr einschätzen kann, ob ich gemobbt werde oder ob ich einfach nur zu sensibel bin.

    werde versuchen mal ein paar eckpunkte aus meinem bisher nicht sehr spaßigen arbeitsleben wiederzugeben. ich bin vielleicht einer der wenigen ( vielleicht auch naiv ) die noch daran glauben arbeit müßte spaß machen. nur so kann man, glaube ich, gute arbeitsleistungen erzielen. so nun genug

    ich bin jetzt seit 15 jahren inkl. ausbildung im öffentlichen dienst ( stadtverwaltung - baubetriebshof ) . und genau da fing das grauen an. das erste ausbildungsjahr lief eigentlich noch ganz in ordnung. im zweiten fing es dann an ständig wurde man kritisiert ( zu langsam, man warf mir desinteresse vor, häufig hatte ich gespräche mit meinem ausbildungsmeister) Zeugnisse aus den bildungszentren gaben aber ein anderes bild wieder. zu erwähnen sei auch noch das ich meine ausbildung in einem handwerksberuf gemacht habe!!! damit wären wir auch schon beim nächsten punkt. im zweiten und dritten ausbildungsjahr mußte ich dann schon eigenständig baustellen führen was mir dann aufgrund eines kollegen dann auch irgendwie gelungen ist!!! was aber nach meiner ansicht schon unmöglich war!?
    Zudem gab es verbale entgleisungen ( u. a. beschimpfungen, wurde von einem kollegen als lügner betitelt , mein vater aufgrund seiner schwerhörigkeit angegriffen und das noch nicht mal in seiner gegenwart).

    nach meiner ausbildung ging es dann munter weiter ständige nörgeleien, kritiken, kontrollen ( bis zu 4 mal am tag ) , manchmal kommt es mir vor als wenn man bewußt nach fehlern sucht!!!

    leider kam es auch vor das man in den zurückliegenden jahren häufiger krank geworden ist ( rückenbescherden, infekte ), ich hätte bald gesagt die üblichen krankheitsdelikte. nachdem wir dann auch noch kinder bekamen teilten meine frau und ich uns fehltage sobald unsere kinder krank wurden. ich glaube sowas ist unter männern verpöhnt wegen kranken kindern zu hause zu bleiben. nachdem dies dann 3oder 4 mal passierte mußte ich wegen dieser auffälligkeiten zu unserem abteilungsleiter der mit mir darüber sprechen wollte.

    mittlerweile kam es dann immerwieder mal zu krankheitsbedingten ausfällen die dann auch im aufenthaltsraum immer wieder öffentlich gemacht wurden und das immer mit blöden sprüchen und kommentaren! warum nur ???? muß das sein.

    letztes jahr habe ich dann wohl die spitze des eisbergen erreicht aufgrund eines bandscheibenschaden bin ich dann ganze 8 wochen bald 9 wochen ausgefallen. danach durfte ich mir dann so sachen anhören wie z.b. du bist jetzt so lange ausgefallen, jetzt mußt du dich erstmal hinten anstellen oder wie kann das sein das du in deinem alter schon einen kaputten rücken hast ( ich bin jetzt 34 ).

    ein jahr ist nun vergangen leider habe ich es mal wieder geschafft krank zu werden. an dem morgen wo ich die arbeitsunfähigkeitsbescheinigung abgegeben habe wurde ich erstmal angeschnauzt, wie das denn sein kann. dort vielen kommentare wie z.b das ich mir mal meine ausfallzeiten anschauen sollte, das es andere kollegen gibt die nicht so häufig krank wären, oder ob man sich über so einen mitarbeiter freuen kann.

    nun bin ich mittlereile schon so weit, das ich mich bald nicht mehr traue zur arbeit zu gehen. geschweige denn überhaupt zum arzt. irgendwie machen mich diese ständigen lästereien kollegen und den vorgesetzten jedenfalls ziemlich fertig. irgendwie glaube ich das ich das eigentliche problem bin. aber kann man dafür abgestraft werden das man krank wird???

    zusammenfassend wäre zu sagen das ich wenn´s hochkommt 2 wochen im jahr ausfalle

    bitte helft mir
    Zuletzt geändert von icing77; 30.10.2011, 09:42.

  • #2
    AW: Mobbing oder einfach nur zu sensibel für das Arbeitsleben????

    Hi, mir geht es gerade auch so. Wobei ich mir vorstellen kann, dass es auf der Baustelle noch ruppiger zugeht als bei uns hier. Ich arbeite aber auch unter Jungs. Wobei ich nicht behaupten möchte, dass die Krankenschwestern im Krankenhaus alle total lieb zueinander sind.

    Ich frage mich auch, woher das alles kommt. Ich habe im Gegensatz zu Dir schon öfter den Job gewechselt und eigentlich ist es überall dasselbe. Der Chef demotiviert die Mitarbeiter (fast als würde er dafür bezahlt!) und die Kollegen konkurrieren untereinander und lästern übereinander.

    Ich glaube, das ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, alle werden ruppiger und egoistischer. Natürlich steht auch jeder Chef und jeder Mitarbeiter unter Druck, effizient zu arbeiten, aber ich halte das für eine blöde Ausrede für schlechtes Benehmen. Denn von Beleidigungen wird niemand fleißiger. Selbst die Leute, die absichtlich faul sind, werden dann nur noch widerborstiger.

    Ich für mich sehe nur noch den Weg, mich als Freiberuflerin selbständig zu machen. Ich glaube, ich bin wirklich auch ein wenig zu empfindlich und vor allem müsste ich diese Rüpel mal mit gleicher Unverschämtheit in ihre Schranken weisen. Aber dazu bin ich zu gut erzogen!

    Hast Du denen denn mal Paroli geboten? Oder reagierst Du immer nur entsetzt auf ihre blöden Sprüche? Vielleicht brauchen sie einfach auch mal ein wenig Ruppigkeit von Dir? Oder bist Du auch zu gut erzogen dafür?

    Audrey

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    • #3
      AW: Mobbing oder einfach nur zu sensibel für das Arbeitsleben????

      Hallo icing77

      Du bist nicht zu sensibel sondern Opfer eines schwerwiegenden Vergehens von ggf. Datenschutzverletzung des Vorgesetzten.

      Das öffentliche Anzweifeln einer ärztlichen Diagnose und Therapie kann verdammt teuer zu stehen kommen. Die haltlosen Vorwürfe die da zusätzlich im Raum stehen zeugen jedenfalls von einem Tyrannen der mit seinen Mitarbeitern umgeht wie mit einem Stück Schei...!

      Es sieht sehr schlecht aus für dich weil in deiner Abwesenheit alle oder zumindest die Mehrheit der Kollegen darauf eingeschworen wurden, dass du ein Simulant und Drückeberger bist der seine Kollegen im Stich lässt. Für sich genommen eine Ungeheuerlichkeit. Es steht wohl kaum in Aussicht auch nur einen Zeugen zu bekommen der für dich aussagen würde. Sein Schicksal wäre dann ebenfalls besiegelt. Und jeder der das von draussen betrachtet wie man dir mitspielt und Skrupel hat "mitzuspielen" im Spiel des Chefs und oder Vorarbeiters der wird den Schwanz einziehen.

      Dein Ruf ist wahrscheinlich vollkommen ruiniert. Ihn wiederherzustellen könnte unmöglich sein bzw. werden weil dich keiner mehr ernst nimmt und schon gar nichts mehr glaubt.

      Was könnte man tun

      1. Eine mögliche Variante wäre, dass du dich dem Arzt offenbarst wie man dir am AP mitspielt. Was für Vorwürfe gefallen sind und welche "Kompetenz" deinen Fall zu behandeln man ihm als Arzt bescheinigt. Dann würde ich mal hören was er dazu sagt. Schlussendlich hat man ihn auch beleidigt und öffentlich gedemütigt indem man seine ärztliche Kunst in Zweifel gezogen hat. Im Pausenraum in deiner Anwesenheit z.B.
      Es könnte sein, dass der Arzt dich dann jedoch um eine Zeugenaussage ersucht. Und in diesem Moment fällt dann eine schwerwiegende Entscheidung die dich vor folgende Situation stellt.
      Verlust des Arbeitsplatzes weil wenn du gegen deinen AG in einem Straf-Prozess aussagst, dann wird eine Weiterbeschäftigung wohl nicht mehr tragbar sein. Für keine Seite.

      oder aber

      2. Du überlegst und entschliesst dich aus existenziellen Gründen den Mund zu halten bis Gras über die Sache gewachsen ist. Wenn es wächst? Es wird sich erweisen ob sich die Situation wieder verbessert oder ob du nun definitiv das "Schwarze Schaf" der Gruppe bist. Der ultimative Sündenbock der für jeden Mist der passiert die Rechnung bekommt seist du nun beteiligt oder auch nicht. Wichtig ist für deine Widersacher, dass du es dir, gefangen in deiner Existenzangst, klaglos gefallen lässt.
      Dann steht die Möglichkeit offen erst mal innerlich zu kündigen. "Dienst nach Vorschrift" zu üben und auf Durchzug schalten. Es ist aber nur eine Frage der Zeit bis auch das nicht mehr zur Kompensation reichen wird. Sie werden einen Weg finden dich eben noch tiefer zu treffen.
      Leichter könnte dieser Weg dadurch werden wenn du trotzdem noch Kollegen am AP hast die zu dir halten und seelisch moralische Unterstützung leisten können. Vielleicht sind ja doch nicht alle so daneben wie es den Anschein macht.

      oder aber

      3. Sofort anfangen einen neuen Job zu suchen, der dir auch den kaputten Rücken aus der Schusslinie nimmt. Das muss vielleicht nicht mal in einer anderen Gemeinde sein oder die Privatwirtschaft sondern ein Schonarbeitsplatz innerhalb der Verwaltung/Organisation. Dazu würde ich mal die BG anrufen was die zu dem Bandscheibenvorfall meint. In der Baubranche und artverwandten Berufen gehört dieses Schadensbild, meine ich zumindest, zu den Berufserkrankungen. Es gibt da spezielle Therapiebehandlungen die notwendig sind und auch am AP müsste sich ggf. mal jemand von der BG einfinden, um über präventive Massnahmen zu wachen.
      Ob der öffentliche Dienst an die BG angeschlossen ist kann ich nicht beantworten. Doch mit max. zwei, drei Telefonaten ist das bei der BG abgeklärt. Die könnten, falls tatsächlich zuständig, ggf. auch erwirken, dass du einen Schonarbeitsplatz bekommst und auch mal nachfragen warum das nicht bereits längst schon geschehen ist. Zumindest vorübergehend bis das vollständig ausgeheilt ist. Das geht normalerweise schon mal zwischen 12 und 18 Monaten wenn die Bandscheibe vollständig defekt ging und der nucleus pulposus = Gallertkern ausgelaufen ist, also keine leichtere Bandscheiben Protrusion vorliegt die noch nicht zum Supergau führte.

      Ich masse mir mal an das zu wissen. Ich bin selbst geprüfter Lizenz-Trainer für Sportrehabilitation. Selbst wenn die "Alltagstauglichkeit" schon weitaus früher wieder hergestellt ist, die Belastung gerade mit auslösenden Torrsionskräften durch Streckung bei gleichzeitiger Rotation der Wirbelsäule hat dagegen strikte zu unterbleiben. Das tut man in der Regel immer wenn man schaufelt oder Blumen, Sträucher und Bäume aber auch Begrenzungspfosten setzt.
      Ich hatte reihenweise Kunden vom Bau, aus Gärtnereien und Landwirtschaft in meinem Studio die ich diesbezüglich in der Folge-Reha betreut und neue Bewegungsmuster mit ihnen einstudiert habe damit so etwas nicht noch einmal passiert.

      Diesbezüglich kann der Arzt ein Zeugnis/Attest ausstellen an den AG damit er sich an die Vorgaben hält und dir die vollständige Genesung nicht verwehrt wird. Das hinterlässt auch den entsprechenden Eindruck und hinterlegt einen eindeutigen schriftlichen Beweis , dass der AG davon in Kenntnis gesetzt wurde.

      Dass die Kollegen meckern wenn einer krank wird, stelle ich fest, ist normal. Denn sie müssen dann ja für den Ausfall mit ihrer Arbeitskraft gerade stehen. Der Job muss ja trotzdem erledigt werden.
      Dabei ist man selbst auch höchst sensibel wenn andere krank sind. Ist man jedoch selber krank erwartet man da hingegen immenses Mitleid der Kollegen, was man ja beim Kollegen ebenfalls nicht aufbringen konnte/wollte. Da zerbricht der (Schein)Heiligenschein ja oft nur allzu leicht wenn man dann jemanden konkret auf sein ambivalentes Verhalten anspricht ;-))

      Mein Fazit: Lass dir das alles mal durch den Kopf gehen und äussere dich lieber erst noch einmal hier bevor du schlafende Bären oder Hunde weckst oder konsultiere einen Anwalt wenn du einen Rechtsschutz hast zu einer unverbindlichen Rechtsberatung. Vielleicht hat jemand anders hier noch andere Alternativen im Petto der sich im Mainstream des öffentlichen Dienst-Filzes besser auskennt wie ich.

      Viele Grüsse

      Martin

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      • #4
        AW: Mobbing oder einfach nur zu sensibel für das Arbeitsleben????

        viele dank erstmal für deine antwort, habe nämlich lange überlegt, ob ich hier mal einen beitrag einstellen soll! kann aber sagen das es sich jetzt schon gelohnt hat diesen schritt gewagt zu haben.

        objektive meinungen erweitern ungemein den horizont und was wichtig ist der austausch zwischen betroffenen personen stärkt einen irgendwie, wollte damit sagen das ich doch nicht so ganz unnormal ticke!!!

        zu deinen fragen, mir fällt es ungemein schwer paroli zu bieten, da man irgendwie es schon frühzeitig verpasst hat dagegen etwas zu unternehmen. als azubi denkt man wahrscheinlich, daß man sich alles gefallen lassen muß ( das wäre dann die sache zu gut erzogen, keine widerworte gegenüber vorgesetzten, usw. ) und schon nimmt die sache seinen lauf. das resultat der ist freiwild. jetzt widerworte zu geben verpuffen einfach so, irgendeine wirkung erzielt zu haben.
        habe versucht mit gesprächen abhilfe zu schaffen, das geht dann eine zeit gut, sobald einem dann ein fehler unterläuft, bekommt man dieses wieder schnell zu spüren. i

        irgendwie ist das eine neverending story, mittlerweile verstärken sich dadurch auch meine körperlichen beschwerden durch diese anfeindungen und ich häufig mich dabei erwische mich deswegen krankschreiben zu lassen, was aber keine dauerlösung in meinen augen darstellt. schließlich habe ich familie die mich auch braucht und keine nervliches wrack.

        im übrigen wollte ich noch erwähnen, daß ich letzte woche sonderurlaub hatte (2 tage) weil meine tochter stationär aufgenommen war, wegen v. a. migräne, dann bin ich montag´s schon mit fieber zur arbeit. und dienstag dann die au. habe die befürchtung das die mir das jetzt so auslegen wollen, das alles so geplant war!!! oder habe ich mir damit ein eigentor geschossen???

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        • #5
          AW: Mobbing oder einfach nur zu sensibel für das Arbeitsleben????

          Hallo Icing,
          rein juristisch betrachtet hat Martin Recht, aber ich würde nicht gleich mit der Keule reinhauen, nur weil die Leute ganz "normal" doofe Sprüche machen.
          Aber ich finde die Idee gut, Deine Rückenprobleme als Vorwand zu nehmen, Dir eine körperlich UND emotional leichtere Arbeit zu suchen. Du bist zwar noch jung, aber wenn Du so weitermachst, alterst Du jedes Jahr um drei Jahre. °° °°
          Es gibt übrigens noch etwas Drittes: nicht nur Schweigen oder Aggression. Du kannst auf blöde Sprüche auch mit Humor reagieren. Damit beweist Du Schlagfertigkeit, und die Leute finden das gut. Zum Beispiel wenn Dich jemand fragt, ob Du wirklich Durchfall hattest, kannst Du ja anbieten, das nächste Mal etwas davon zum Beweis für ihn in einer Tüte mitzubringen. °°
          Audrey

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