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Das Ziel von Mobbing

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  • Das Ziel von Mobbing

    Hallo miteinander,
    hier mal ein paar ganz grundsätzliche Gedanken zum Mobbing.
    Früher dachte ich, dass es beim Mobbing darum geht, jemanden los zu werden. Mobbing bedeutet doch, dass der Mob (also die Gruppe) findet, jemand passt nicht dazu. Und dann wird er gekniffen und gebissen. Bis er dann weggeht oder stirbt. Ich habe da immer sehr viel Aggression, beinahe mörderische Aggression verspürt. Was mich schockierte.
    Aber zur Zeit denke ich, es ist vielleicht doch nicht so. Es geht gar nicht unbedingt darum, mich los zu werden. Und sondern es geht darum, mich zu erziehen. Ich sehe da zwei Erziehungsziele:
    1.) Du, Neuling, stehst auf der Hierarchie aber ganz, ganz unten. So weit unten, dass Du Dir das gar nicht vorstellen kannst, wie weit unten!
    2.) Wir machen das hier nicht so. Du tust gefälligst das, was wir von Dir erwarten und Du machst alles so wie wir. Wenn wir keine Fachliteratur lesen, darfst Du auch keine lesen, denn das wäre arrogant, und arrogant sein, das willst Du ja nicht. Oderrr?

    Denn jetzt wo es mir schlecht geht und ich einfach nur noch zur Arbeit komme, Dienst nach Vorschrift mache und aufgehört habe, fröhlich zu sein und irgendetwas gestalten zu wollen, jetzt ist alles gut. Es ist jetzt niemand richtig nett zu mir, aber sie haben auch aufgehört, mich richtig schlimm zu beißen. Jetzt wird nur noch im Vorgehen ein bisschen gekniffen, um mich daran zu erinnern, wo ich stehe. Aber der Kampf ist vorbei, die Hierarchien sind ausgehandelt.

    Oder wie seht ihr das?

    Audrey

  • #2
    AW: Das Ziel von Mobbing

    Hallo,

    meine Erfahrungen sind schon andere. Ich wurde eindeutig aus ganz anderen Gründen gemobbt. Man wollte mich nicht erziehen, sondern eindeutig loswerden.
    Wenn Jemand als arrogant bezeichnet wird, nur weil er weitreichendere Erfahrungen mitbringt, die in seiner Tätigkeit mit einfliessen, ist das aus meiner Sicht eher eine Bereicherung für jedes Team. Als ich gearbeitet habe, sind auch manchmal Neue gekommen. Die hatten oft sehr interessante Dinge mit eingebracht, weil sie an einem anderen ort studiert hatten, weil sie einen anderen Vorberuf hatten, eine andere Persönlichkeit besitzen und so weiter. Ich fühlte mich von denen nicht bedroht, weil ich was von denen lernen konnte.
    Viele Kollegen fühlen sich von anderen bedroht. Haben Angst nicht so beliebt zu sein oder einfach vor den Neuerungen/anderen Ideen, die jeder neue Arbeitnehmer mit einbringt, das geht doch gar nicht anders. Wer das bekämpfen muss, der hat Angst um seinen warmen Platz und auch Angst nicht mitzukommen.
    Ich glaube, dass es um Kampf geht. Man will keine Person haben, die ihr Wissen einbringt, die müssten sich ja dann mit neuen Aspekten auseinandersetzen und davor fürchten sich viele Leute.
    Es soll Alles so bleiben wie es war, denn das war ja immer so schön.
    Manchmal mobben die einen aber auch, weil sie lieber eine Freundin da haben würden, statt einer Unbekannten. Die Freundin, die den Job auf Empfehlung bekam, hat was bei denen gut; die andere Person nicht!
    Ich habe schon Leute erlebt, die erstmal komplett die empfehlende "Schwester" ersetzt hat, nachdem diese sich dann lange krank gemeldet hatte. Sie hat für die mitgearbeitet, weil sie den Job auf deren Empfehlung bekam!
    Solche Abhängigkeiten und Kungeleien sind nunmal nix für mich. Daher muss ich mir immer wieder eine neue Stelle suchen!

    Die Neuen sind immer die mit der A Karte. Die müssen sich ganz hinten anstellen und sind die letzten in der Hirarchie. So sind die Menschen, da kannste nix machen!
    Die, die da arbeiten haben aus meiner Sicht alle eine Daseinsberechtigung und sollten gleich behandelt werden. Wenn sie einen schlimmen Fehler machen, muss eben auch mal nachgedacht werden, warum das passierte.
    Jemand der zu zurückhaltend ist, hat vielleicht unter einer Dominanz zu leiden. Genauso wie Jemand, der unsicher ist, ob er auch genug Kompetenzen aufweist. Die hat er bestimmt auch, nur versteckt der die. Will man den jetzt wegmobben, wegen einer Sache? Ich finde das nicht richtig und ich würde das auch nicht machen.
    Insgesamt muss man die Menschen aufklären über einen angemessenen Umgang miteinander. Und Humor ist, wenn man trotzdem lacht!
    LG
    Ibag

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    • #3
      AW: Das Ziel von Mobbing

      Es geht gar nicht unbedingt darum, mich los zu werden. Und sondern es geht darum, mich zu erziehen. Ich sehe da zwei Erziehungsziele:
      1.) Du, Neuling, stehst auf der Hierarchie aber ganz, ganz unten. So weit unten, dass Du Dir das gar nicht vorstellen kannst, wie weit unten!
      2.) Wir machen das hier nicht so. Du tust gefälligst das, was wir von Dir erwarten und Du machst alles so wie wir. Wenn wir keine Fachliteratur lesen, darfst Du auch keine lesen, denn das wäre arrogant, und arrogant sein, das willst Du ja nicht. Oderrr?

      Denn jetzt wo es mir schlecht geht und ich einfach nur noch zur Arbeit komme, Dienst nach Vorschrift mache und aufgehört habe, fröhlich zu sein und irgendetwas gestalten zu wollen, jetzt ist alles gut. Es ist jetzt niemand richtig nett zu mir, aber sie haben auch aufgehört, mich richtig schlimm zu beißen. Jetzt wird nur noch im Vorgehen ein bisschen gekniffen, um mich daran zu erinnern, wo ich stehe. Aber der Kampf ist vorbei, die Hierarchien sind ausgehandelt.

      Oder wie seht ihr das?

      Audrey[/QUOTE]

      Alos zumindest meiner Erfahrung nach könnte das durchaus stimmen. Ich habe das ziemlich ähnlich empfunden. Allerdings sind das ja auch kleine Perspektiven wenn du ewig mit geducktem Kopf darauf warten mußt bis mal wieder jemand beißt.Abgesehen davon ist sowas kein Betriebsklima sowas ist zum k...

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      • #4
        AW: Das Ziel von Mobbing

        Hallo Foxy,

        ja, natürlich ist das nicht das, was in Ratgebern steht und was man in Kommunikationskursen lernt. Da steht, dass man Vielfalt als Bereicherung empfinden soll und tolerant sein etc. blabla. Ich bin OK, Du bist auch OK. Da habe ich den Trainern immer gesagt: "Sagen Sie das nicht mir, sagen Sie das den anderen!"

        Klar, es gibt auch andere Fälle. Ein Mal hatte ich einen Chef, der hat sich ganz klar seine Abteilung durch Mobbing gestaltet. Seine Chefs haben ihm Leute eingestellt, die er nicht leiden konnte, und dann hat er so lange gemobbt, bis die Leute alle freiwillig gegangen sind. Ich war nicht der einzige Fall. Da war das Mobbing ganz klar Teil seiner Strategie. Er wollte nicht einfach Leute entlassen, sondern lieber, dass wir kapieren, dass wir hier falsch sind. Und um uns das zu beweisen, war ihm jedes Mittel Recht.

        Meistens ist es aber wohl nicht so. Trotzdem tut sich für mich natürlich die Frage auf, ob ich wirklich so werden will wie die anderen. Die haben ja nicht mal ein schlechtes Gewissen dabei, wenn sie schlechte Arbeit leisten.

        Audrey

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        • #5
          AW: Das Ziel von Mobbing

          hallo,

          ja, ich will auch auf keinen Fall so werden wie die Mobber und Rückgratlosen!
          Deswegen habe ich ja ständig diesen Ärger! Ich will das unbedingt aushalten und habe das bis jetzt auch geschafft.
          Das ist nicht immer gut für mich, das ist auch klar. Trotzdem kann ich nicht anders, ich bin eben so.
          Ich will Leute so behandeln, wie ich auch gerne behandelt werden möchte. Punkt. Wenn die sowas nicht können, sind die doch die Doofen und nicht ich! Was wollen Arbeitgeber bloß mit solchen lernunwilligen Egoisten oder Arschkriechern? Ich verstehe das einfach nicht!
          LG
          Ibag

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