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Das Gespräch, wohl ein erster Erfolg .

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  • Das Gespräch, wohl ein erster Erfolg .

    Hallo ihr, und Martin,

    zuerst mal noch mals vielen vielen Dank für eure Unterstützung. Es hat doch einiges
    ausgelöst in mir.

    Heute morgen hat meine Mutter überraschend angerufen. Sie hat gemeint, sie wüsste
    nicht, wie sie den Chef einschätzen sollte. Sie hat ihm gesagt, dass ich ein liebenswerter
    Mensch wäre, nicht von Grund auf an aggressiv usw. Sie hat sogar ihm erzählt, wie es
    bei mir in der Kindheit war. Zuerst war ich als Baby im Krankenhaus, 6 Wochen,
    dann wurde ich von den andern Kindern gehänselt. Sie hat gemeint, es wäre wohl
    eine Urerfahrung von mir gewesen, und ein "Trauma" (also ein seelisches), dass ich
    noch nicht so verarbeitet hätte.
    So, da war ich so glücklich, weil sie jetzt erkannt hat, wie es wirklich ist! Sie hat auch
    dem Arbeitsamt klar gesagt, dass ich gemobbt worden bin.
    Das fand ich toll von ihr.
    Heute waren meine Eltern bei mir, und wir sind sogar sehr gut wieder ausgekommen!
    Sie haben mir zugehört, also richtig, usw.
    So, dann war das Gespräch bei meinem Chef, also ich, der Sozialarbeiter und die
    Frau, die mich vertritt.
    Der Chef hat sich sogar gefreut (es kam mir echt vor), dass ich gekommen bin.
    Ich habe in dem Gespräch erklärt, wie es aufgrund meiner Geschichte
    zu diesen Vorfällen gekommen ist, und dass ich angstbesetzt war. ich habe mich
    sogar für dieses Fehlverhalten entschuldigt. Dann hatte er mir auf einmal zugehört
    und war recht verständnisvoll, da er auch nicht wusste, wer ich wirklich war. Er (und
    die anderen ) haben ja nur das negative Bild gesehen.
    Ich hab auch gesagt, die alten Sachen spielen für mich keine Rolle mehr. Dass es
    jetzt einen Neuanfang geben soll.
    Desweiteren ging es noch um meine Wiedereingliederung, werde im Januar anfangen.
    Aber die Wiedereingliederung soll lange dauern, weil die Konzentration völlig weg
    ist.

    Der Sozialarbeiter hat gemeint, manchmal müssen Chefs auch Arschlöcher sein,
    sie können die Entscheidungen so treffen, wie sie wollen, denn sie stehen unter
    Druck. Da muss es auch mal Sachen geben die einem nicht gefallen.
    Die beiden, die mich vertreten, bleiben weiterhin in Kontakt mit mir und der Behörde.
    ICh glaub, das Gespräch war mal ganz gut, denn dann sehen die mal, dass ich
    wirklich nicht so bin.

    Meine Eltern haben übrigens gesagt: das hat nichts damit zu tun, dass wir dich nicht
    lieben, im Gegenteil. Manchmal verhält man sich nicht richtig, und sie haben auch
    nicht immer alles gesehen. Ihnen war das alles nicht so klar, wie es hätte sein sollen.
    Es hat sich auch vieles hochgeschaukelt.

    In mir ist heute, so glaube ich, ein großer Knoten geplatzt.

    Aber ich werde jetzt auch an mir selbst arbeiten, mehr mich selbst annehmen,
    mit mir besser umgehen. Das war heute ein guter Anfang. Der Sozialarbeiter
    hat auch gesagt, immer Blickkontakt mit den anderen, das hilft, denn manchmal
    ist es auch so, dass die Nebengeräusche die Stimme verschlucken, oder es
    so hektisch zugeht, dass da mal ein ungutes Wort fällt.

    Also ich muss sagen, ich bin heute sehr zufrieden mit mir, die STelle ist noch sicher,
    und ich denke, die sind bemüht, wirklich einen Neuanfang zu starten. Was das gesamte
    Verhalten meines Chefs angeht,bin ich nicht so glücklich damit, aber Chefs sind
    Chefs, und der ist leider ein arroganter dazu. Meine Mutter hat gemeint, er müsste
    eigentlich auf seine Aufgaben als Chef hingewiesen werden, weil er nicht von selber
    drauf kommt.
    Ich hoffe aber, dass ich dann später doch noch mehr aus meinem Leben machen
    kann.

    Anderen kann ich nur empfehlen: sich Hilfe holen (das ist gar nichts schlimmes),
    und auch Kontrolle, denn wenn die von außen kontrolliert werden, werden sie
    meist kleinlaut und schwach.

    Naja, und die Strategien, die Martin mir vorgeschlagen hat, die werde ich anwenden,
    und Angriffen , falls die noch kommen werden, den Wind aus den Segeln nehmen.
    auf jeden Fall den Mund aufmachen.

    So, damits nicht zu lange wird, schließe ich jetzt mal.

    Gruß, eure Katze.

    P.S.: Heute ist Buß- und Bettag. Meine Buße habe ich getan. Eventuell hat das auch
    mein Chef. Beten werde ich noch ...

  • #2
    AW: Das Gespräch, wohl ein erster Erfolg .

    Zusatz:
    und meine Eltern haben auch gesagt, wenn ich mich ändern will, dann kann ich das natürlich, aber immer in Arbeit bleiben, nie aus dem Krankenstand
    oder Arbeitslosigkeit. Außerdem fanden sie es gut, dass ich mich der Situation gestellt habe.
    So, jetzt habe ich genug gequatscht

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    • #3
      AW: Das Gespräch, wohl ein erster Erfolg .

      Ja! Heute war ein guter Tag für dich.

      Hat er doch viele Dinge klar in die neuen Positionen gerückt.
      Du wirst sehen was und wie sich alles entwickelt.

      Tschüss bis irgendwann mal wieder

      Grüsse Martin

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      • #4
        AW: Das Gespräch, wohl ein erster Erfolg .

        Hallo Martin,
        vielen Dank für alles. Ja, ist wohl ein Wendepunkt in meinem Leben, das nicht mehr so düster aussieht.
        Bin jetzt aber wie gerädert, so müde , durch den gestrigen Tag.
        Wie gesagt, es wird sich einiges ändern.
        Falls es mal wieder Probleme gibt, werde ich natürlich euch fragen,
        aber ich werde auch so mal hier immer lesen. Gruß, Katze.

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        • #5
          AW: Das Gespräch, wohl ein erster Erfolg .

          Noch als Zusatz, da ich in der Müdigkeit das vergessen hatte:
          Zwar wird es schwierig werden, aber ich werde es schaffen. "Dieser Weg wird kein leichter sein, dieser Weg wird steinig und schwer. (..)Doch dieses Leben bietet so
          viel mehr..." bis zu dem Ziel, bei dem man sagt: "So soll es sein, so kann es bleiben." Gruß, Katze.

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