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Nochmals eine Frage: abgespeist, oder wirklich Neuanfang?

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  • #16
    AW: Nochmals eine Frage: abgespeist, oder wirklich Neuanfang?

    Hallo Martin, vielen Dank wieder mal für deine Antwort, und so sehe ich das, wie immer, auch.
    Manchmal kann ich schon das neue Verhalten einsetzen, meine Schwestern sehen mich wieder gerne, gestern hat sich meine "kleine" Schwester (22 ) gefreut,
    dass ich mit ihr für die Ausbildung lerne. Naja, ich hoffe, das hält jetzt mal ein Weilchen an. Jammern werde ich auch nicht mehr, sondern, wie du schriebst,
    umkehren. Denn ich kann ja alles genauso machen wie die anderen, wer hindert mich schon daran? (Also ich mein, ich bin nicht benachteiligt usw.)
    Das habe ich mir jetzt lange genug eingeredet.
    So, dann noch mals vielen Dank, und ich halte jetzt den Mund
    Viele Grüße, dir und den anderen einen schönen ersten Advent. Katze.

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    • #17
      AW: Nochmals eine Frage: abgespeist, oder wirklich Neuanfang?

      Hallo Martin und andere.
      Leider muss ich mich noch mal melden. Gestern war ich wieder in einer Klinik, wegen
      Vorstellung, Psyschotherapie.Leider wars nicht so, wies mir versprochen wurde -angeblich
      hätte ich Gruppentherapie, Einzeltherapie, Soziale Kompetenz usw. - ein ganzes Paket.
      Heraus kam plötzlich nur eine Stunde Gruppentherapie, dafür ist der Aufwand meinerseits
      zu groß, denn da kommt nur wenig raus. Werde mich aber um eine andere Therapieform
      bemühen, also Einzeltherapie, obwohl dies ziemlich lange dauert (wartezeit: halbes Jahr,
      wenn man überhaupt auf die Liste kommt). Dann habe ich gedacht: jetzt bin ich ein
      Jahr krank, es hat sich nicht viel geändert. Nun habe ich noch eine Idee bekommen:
      vielleicht Maschinenbau studieren oder Steuerwesen. DAzu habe ich eine Frage: ist
      dies zu unrealistisch, dies zu studieren? Die anderen, hauptsächlich meine Eltern und
      Schwestern, sagen, dass ich nur träume, und dass das zu schwer ist, und dass die
      auf einen wie mich gewartet hätten, also eine 35jährige (da dann 40 usw)., usw.
      Daher nun meine Frage: ist das wirklich zu unrealistisch? Leider bin ich auch erst
      spät auf die Idee gekommen. Durch das "Mobbing" bzw. schlechter Erfahrung nicht auf
      die Möglichkeit gekommen. Hätte das Ganze eine Chance? Oder wäre z.Bsp. Hobby in
      dem Bereich besser?

      Vielen Dank noch mal für alles, Gruß, Katze.

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      • #18
        AW: Nochmals eine Frage: abgespeist, oder wirklich Neuanfang?

        Hallo ihr,

        hier bin ich noch mal , habe mir noch mal zum Schluss ein paar Gedanken gemacht - so allgemein.

        1.) Bei Mobbing scheint entweder Langeweile oder Neid im Spiel zu sein.

        2.) Im Internet bin ich noch auf einen interessante Sache gestoßen, den Inhalt gebe ich mal so weiter: man erscheint als egozentrisch, weil man sich zurückzieht,
        alle Gedanken nur um das Mobbing sich drehen, und sich darum drehen: stimmt das, was habe ICH falsch gemacht, was kann ich abstellen, damit die anderen MICH
        akzeptieren.

        3.) Aufgefallen ist mir noch beim Gespräch mit dem Chef: Es wurde gesagt, nicht gegrüsst, aber es war ein konsequenter Ausschluss aus dem Team. Am Anfang
        habe ich immer gegrüsst, war freundlich usw.(wie berichtet), habe die verbalen Angriffe ignoriert. Ging aber oft nicht gut. Außerdem wurde so getan, als
        wäre man selber schuld: Büro war nicht aufgeräumt, deswegen kam keiner, (aber ich saß auch in den Kaffeerunden), angeblich pampig bei Kritik, und dann
        die Stechkarte verloren. Die Kritik wurde immer nur angedeutet. Das Büro war am Anfang immer ordentlich gewesen, die Stechkarte wurde übrigens wieder gefunden, ich habe sie nie verloren...
        es sind eigentlich keine richtige Argumente, sondern nur so Scheinargumente.

        4.) Bitte denkt nicht, dass ich wirklich so bin, wie beschrieben. Alle in meiner Umgebung sagen, ich wäre liebenswert, freundlich, witzig usw.(was ich am Anfang
        nicht geglaubt habe).
        Außerdem bin ich ordentlich, das Chaos ist erst durch den Druck entstanden. Der Sozialarbeiter hat gesagt, wäre ich gerne hingegangen, wäre das so
        nie entstanden. Daran liegt es einfach.

        Natürlich werde ich mich im folgenden dann wieder bemühen, so zu sein, wie ich es eigentlich bin. Aber ich habe ein komisches Bauchgefühl, denke,
        dass da irgendwas faul ist. Das ist auch ein weiterer Punkt bei "Mobbing", dass man immer wieder mißtrauisch wird, und die anderen denken dann,
        man hätte Paranoia.

        Wie gesagt, ich werde mich natürlich um einen guten Neuanfang bemühen.Trotzdem, falls die Sache doch in die Hose geht, werde ich noch mal zum
        Arbeitsamt gehen und gucken, ob ich in meinem Alter noch eine Möglichkeit habe, ein zweites Standbein aufzubauen.
        Was meint ihr dazu? Danke für alles, euch eine schöne, möglichst stressfreie Weihnachtszeit, Katze

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        • #19
          AW: Nochmals eine Frage: abgespeist, oder wirklich Neuanfang?

          Hallo ihr, noch mal ich, denn ich bin gerade in einer Fruststimmung,
          also bitte denkt auch nicht, dass ich für meine Fehler nicht gerade stehen will, aber mir ist es die ganze Zeit mulmig, was den Arbeitsplatz betrifft. Weiß auch nicht,
          warum ich da so mißtrauisch bin. Wie gesagt, ich war nie von Anfang an so, aber ich habe auch oft das Gefühl, dass die einen komisch hinstellen wollen. Mein Fahrlehrer
          und Freund hat auch gesagt, er kenne das auch mit Mobbing, er siehts bei seinen Kollegen und ihm auch oft. Daher müsste man sowas aushalten und sich an den
          schönen Dingen des Lebens erfreuen. Die gibts ja auch noch, und so sehe ich das mittlerweile auch, denn jeder hat ein Päckchen zu tragen, mal größer, mal kleiner.
          Manchmal mache ich mir auch Vorwürfe, dass ich zu anspruchsvoll bin, weil ich mir immer eine perfekte Arbeitsstelle oder eine perfekte Schule vorstelle. Also
          mit anderen befreundet usw. Da sagt mein Fahrlehrer, warum denkst du, dass du so anspruchsvoll bist - aber das wurde mir oft gesagt.
          Könnte man sich auch versetzen lassen, aber nicht direkt in dieselbe Sparte, sondern in eine andere Sparte? Z.Bsp., wenn man beim Finanzamt arbeiten würde,
          sich zum Gericht versetzen lassen, wenn man entsprechend Fortbildung machen würde?
          Danke, dass ihr das noch mal gelesen habt. Manchmal muss mansich doch den Frust von der Seele schreiben, aber dann denke ich, was stellst du dich so
          an, andere haben es schlimmer als du.
          Gruß, eure Katze.

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          • #20
            AW: Nochmals eine Frage: abgespeist, oder wirklich Neuanfang?

            Hallo Katze

            Die Frage ist nicht ob man dies oder das oder überhaupt etwas tun soll, sondern wofür bzw. warum?

            1. Wenn es all deine Hingabe und Aufmerksamkeit, alle verfügbaren Energien weckt Maschinenbau zu studieren um dann später als Ingenieur/in Maschinen zu entwickeln, zu bauen und zu verbessern die dem Wohl und der Verbesserung der Lebensqualität anderer Menschen dienen, dann ist es eine gute Entscheidung sich auf den Weg zu machen. Egal wie alt man ist. Ich habe mit 40 auch noch einmal eine Ausbildung nebenberuflich begonnen, um mich in einer neuen Sparte zu qualifizieren. Es fiel mir trotz des Alters eher leicht. Aus dem einfachen Grunde weil ich es von ganzem Herzen wollte. Daher fiel mir das sogar deutlich leichter und hatte deutlich bessere Ergebnisse als viel jüngeren Kollegen deren Gehirn noch mehr auf Lernen programmiert war als das meine. Der Unterschied lag wohl eher darin, dass sie noch gar nicht wussten was sie am Ende damit anfangen sollten. Ich schon.

            2. Sollte sich das mit den vorhandenen Fähigkeiten decken die hierfür erforderlich sind. Sprich hast du eine mathematisch logische und hinzu eine kreative Präferenz deiner natürlichen Fähigeiten, welche diese Tätigkeit unterstützt? Im Extremfall in Mathe und Physik eine 4 oder 5 im Zeugnis stehen zu haben, dann würde ich mal behaupten nicht gerade über das erforderliche Interessen-/Präferenzengefüge zu verfügen, um das a ) auch erfolgreich und mit angemessenem Einsatz durchziehen zu können um dann b ) später auch im Beruf aufzugehen, da man es ausschliesslich mit logischen und komplexen wie auch abstrakten Gedankengängen zu tun hat. Hier sind Wunschdenken und die eigenen Möglichkeiten in Einklang zu bringen um sich nicht aus Selbstüberschätzung ins Unglück zu stürzen. Man muss daher alsbald eine ehrliche Einschätzung dahingehend treffen wo man tatsächlich Spitze werden, zur Elite zählen kann. Und ganz besonders wichtig auch: Wo nicht!

            3. Ist es wichtig von dem was man tut auch leben zu können. Brotlose Künste die dich nicht satt machen können sollten eher in den Hobbybereich verlagert werden. Das ist dann "just for fun". Was nicht heissen mag, dass man damit nicht auch Geld verdienen könnte. Darüber entscheidet dann auch das Umfeld in dem man lebt ob überhaupt eine Nachfrage besteht.
            Als Ingenieur wird man so glaube ich in nächster Zukunft weniger Probleme haben. Doch auch hier gibt es viele Geschäftsfelder. Spezialisierung ist auch hier gefragt. Um beispielsweise in Forschung und Entwicklung, dem spannendsten Teil aus meiner Sicht, arbeiten zu können, muss man sich mit den Besten, insbesondere ihrer kreativen Leistung, messen können, um dort auch tatsächlich den Einstieg zu schaffen.

            Gehe noch einmal ganz weit und tief in dich und überlege wo du wirklich die Beste werden könntest. Was dich mit ganzer Leidenschaft zu mobilisieren vermag und wo dir zudem beim Lernen auch noch praktisch alles geradezu in den Schoss fällt. Du auf diesem Gebiet mit spürbarer Leichtigkeit zu lernen vermagst. Und wenn es für das was du da tust und lernst auch noch einen Markt gibt der dir ein angemessenes Einkommen ermöglicht, dann hast du wohl in der Tat deinen Traumberuf gefunden.
            Vielleicht willst du etwas tun was es noch gar nicht gibt? Die Welt aber um dich herum förmlich danach schreit, es aber nicht bekommt? Dann solltest du dich beeilen es auch ab Heute in die Tat umzusetzen, noch bevor ein anderer auf die Idee kommt ;-))

            Viele Grüsse

            Martin
            Psychobabbel
            besonders erfahrenes Mitglied
            Zuletzt geändert von Psychobabbel; 10.12.2011, 01:52.

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            • #21
              AW: Nochmals eine Frage: abgespeist, oder wirklich Neuanfang?

              Hallo Martin,

              vielen Dank für deine Antwort, und das noch zur späten Stunde, wie ich gerade sehe

              Naja, wegen Mathe und Physik ist das so: Mein Vater war Mathe- und Physiklehrer, eigentlich habe ich es auch gerne gemacht in der Schule. Leider - durch
              die äußeren Umstände, auch wenn es jetzt sich blöd anhört, es heißt nicht, dass ich es auf andere abschieben will - bin ich damals abgerutscht. Einmal hat
              auch die Lehrerin gesagt, als ich in Chemie an der Tafel stand, und aus dem Stehgreif die Aufgabe gelöst habe, es wäre ganz gut gewesen. (Damals
              wollte ich auch den anderen nicht die Gelegenheit geben, über mich zu lachen).Und die war ziemlich
              streng damals. Aber ich habe das nicht weiterverfolgt, weil ich damals dachte: die anderen halten mich zu dumm dafür, und dann bin ich es wohl auch,
              für diese Fächer bin ich einfach nicht geeignet. Also habe ich das ruhen lassen. Zumal die anderen darüber gelacht haben: ha, sie macht jetzt Mathe
              aus der 4. Klasse. (was natürlich nicht stimmt,ich habe nachgelernt, aber ab der 8. Klasse).

              in der Schule war ich dann eher so Mittelfeld, also 4, 3, 2, aber ich habe es nicht ernst genommen, da ich dachte, naja, das wird eh nichts.
              Im Zeichnen war ich gut, da sagen die anderen sogar , ich hätte Talent darin.

              Heute interessiere ich mich für : Chemie, Bauwesen, Elektrotechnik, Technik (Geräte, Maschinen, Fahrzeuge, Flugzeuge), zeichnen. Da ich ja krankgeschrieben
              bin, lerne ich in meiner "Freizeit" aus meinen alten Schulbüchern, die mein Vater mir gegeben hat. Jetzt muss ich sagen, macht mir das Spaß, und ich
              kanns gut lernen. Habe auch mit meinen Eltern drüber gesprochen. Die waren ganz betroffen gewesen, als ich erzählt habe, wie es in der Schule war. Das haben
              sie so nicht gewusst. Sie haben immer gedacht, ich wollte allen was beweisen oder so.

              Das Problem ist auch, obs das richtige ist. Manchmal denke ich auch, so richtig am Leben teilhaben wollen, also den Leuten z.Bsp. helfen. So z.Bsp. im
              Steuerwesen oder allgemein mit Schulden oder Gericht (Rechtspfleger, habe mal ein Praktikum beim Gericht gemacht), oder so was ähnliches. Da ich
              im Moment in einem Bereich arbeite, in dem man nicht helfen kann, komme ich mir manchmal so richtig hilflos und abgeschoben vor, also nicht wirklich
              gebraucht und auch dass ich anderen nicht helfen kann (ich weiß nicht, wie ich das beschreiben soll).

              Leider ist es auch so, dass dann meine Eltern nicht glücklich wären, wenn ich was anderes machen würde, da ja im öffentlichen Dienst die Gehälter sicher
              sind. Sie meinen auch, mit dem Alter, da sind da viel jüngere , die dir den Rang ablaufen, usw. (Solche Argumente, dass man im Alter leicht lernen kann,
              und ich auch im Alter leicht lernen kann, zählen nicht, sie sagen dann, was ist, wenn du 43 bist, dann nimmt dich keiner mehr).

              Dann muss ich auch sagen, dass sich möglicherweise was im Privatleben tut, aber ich denke, man kann beides gleichzeitig machen, oder?

              So, das wars erst mal - was meinst du jetzt dazu? (Um noch mal deine Hilfe in Anspruch zu nehmen , ich hoffe, es ist jetzt das letzte Mal). - Gruß, Katze.

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              • #22
                AW: Nochmals eine Frage: abgespeist, oder wirklich Neuanfang?

                Hallo Martin,
                und ihr anderen Leser natürlich auch.
                Heute hatte ich wieder ein Gespräch mit dem Berufsbegleitenden Dienst, da von der Rentenversicherung jetzt eine Bestätigung zur Umschulung gekommen ist,
                bzw. zur Arbeitstherapie. Ist eine Art Test, da wird man im kaufmännischen und handwerklichen Bereich getestet, ob man fähig dazu ist, und welche Perspektiven
                man überhaupt hat. Ehrlich gesagt, bin ich sehr froh darüber, denn es ist eine neue Chance.
                Nun aber habe ich in Google mal nach meinem jetzigen Arbeitgeber "gefahndet." Was mich erschrocken hat: die neuen kollegen, die meine Aufgaben auch
                übernommen haben, kriegen auf einmal Aufgaben, die ich früher angesprochen hatte, die mir aber nie zugeteilt worden sind!!!!
                Ich bin ehrlich erschrocken, und ich kriege fast Herzrasen, wenn ich das lese.
                Was mache ich da nur falsch? Ist es da wirklich gut, zurückzukehren? Oder habe ich nur Paranoia? Bei dem Gespräch hatte ein ziemlich schlechtes Bauchgefühl,
                was aber durch die Erleichterung darüber überdeckt worden ist, jedes Mal, wenn ich an den Arbeitgeber denke, muss ich anfangen, fast zu weinen.
                Weiß da nicht mehr weiter. Was haben die nur, dass mich so ausbooten wollen, bzw. was habe ich falsch gemacht, warum hat das nie geklappt???
                Danke für eure Unterstützung, und ansonsten eine schöne Adventszeit. Gruß, katze.

                P.S.: Mit meinen Schwestern klappt es immer besser. Es stimmt: man darf nicht neidisch sein auf andere, man hat selbst genau die gleichen Möglichkeiten,
                das zu machen, was andere machen, nicht benachteiligt usw. Und jeder Mensch ist anders, aber das Verhalten meiner Behörde erzeugt dennoch Angst in mir!!!

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                • #23
                  AW: Nochmals eine Frage: abgespeist, oder wirklich Neuanfang?

                  Hallo Katze

                  Irgendwie kann ich heute nicht so richtig schlafen. Ich glaube ich bin im Moment etwas überspannt. Und da ich nun wach bin hab ich mir gedacht ich versuche dir ein paar Stichpunkte zu geben
                  über die du nachdenken kannst und wahrscheinlich auch musst.

                  QUOTE=katze4;20144]Hallo Martin,

                  vielen Dank für deine Antwort, und das noch zur späten Stunde, wie ich gerade sehe

                  Naja, wegen Mathe und Physik ist das so: Mein Vater war Mathe- und Physiklehrer, eigentlich habe ich es auch gerne gemacht in der Schule. Leider - durch
                  die äußeren Umstände, auch wenn es jetzt sich blöd anhört, es heißt nicht, dass ich es auf andere abschieben will - bin ich damals abgerutscht. Einmal hat
                  auch die Lehrerin gesagt, als ich in Chemie an der Tafel stand, und aus dem Stehgreif die Aufgabe gelöst habe, es wäre ganz gut gewesen. (Damals
                  wollte ich auch den anderen nicht die Gelegenheit geben, über mich zu lachen).Und die war ziemlich
                  streng damals. Aber ich habe das nicht weiterverfolgt, weil ich damals dachte: die anderen halten mich zu dumm dafür, und dann bin ich es wohl auch,
                  für diese Fächer bin ich einfach nicht geeignet. Also habe ich das ruhen lassen. Zumal die anderen darüber gelacht haben: ha, sie macht jetzt Mathe
                  aus der 4. Klasse. (was natürlich nicht stimmt,ich habe nachgelernt, aber ab der 8. Klasse).

                  in der Schule war ich dann eher so Mittelfeld, also 4, 3, 2, aber ich habe es nicht ernst genommen, da ich dachte, naja, das wird eh nichts.
                  Im Zeichnen war ich gut, da sagen die anderen sogar , ich hätte Talent darin.

                  Das ist ja schon mal was. Jedoch Talent ist nur die eine Seite. Edison sagte einmal: 2% sind Inspiration 98% Transpiration.
                  Talent alleine genügt nicht. Ideen zu haben leider auch nicht. Die Idee ist lediglich der Start. Danach kommt viel harte und zermürbende Detailarbeit das auch tatsächlich in die Realität zu transportieren.
                  Oft ist man dann ganz auf sich ganz alleine gestellt indem man stundenlang an ein und der selben Sache dran hängt. Konstrukteure beissen sich manchmal Tage und Wochen an einem komplexen Problem fest bis sie zur Lösung gelangen.
                  Das erfordert ein hohes Mass an Belastbarkeit und hohe Frustrationsgrenzen wenn man einfach eine Weile nicht von der Stelle zu kommen scheint oder der Chef nach einem Monat harter Arbeit zu dir sagt: "Vergiss es! Schmeiss es in den Papierkorb!"
                  Könntest du das überwinden? Bist du in der Lage dich in diesem Fall von deinen Gefühlen zu lösen und nochmal von vorne anzufangen? Wenn nicht, dann würde ich empfehlen lieber kein Ingenieur oder besser Entwicklungsingenieur werden zu wollen.
                  Dann wäre die Richtung Architektur ggf eine bessere Wahl. Dies erfordert räumliches Denken und benötigt andere kreative Kanäle als die des mehr technisch und Maschinentechnisch orientierten Ingenieurs.
                  Baupläne und Gebäude sind leichter auf die Kundenbedürfnisse anzupassen.


                  Heute interessiere ich mich für : Chemie, Bauwesen, Elektrotechnik, Technik (Geräte, Maschinen, Fahrzeuge, Flugzeuge), zeichnen. Da ich ja krankgeschrieben
                  bin, lerne ich in meiner "Freizeit" aus meinen alten Schulbüchern, die mein Vater mir gegeben hat. Jetzt muss ich sagen, macht mir das Spaß, und ich
                  kanns gut lernen. Habe auch mit meinen Eltern drüber gesprochen. Die waren ganz betroffen gewesen, als ich erzählt habe, wie es in der Schule war. Das haben
                  sie so nicht gewusst. Sie haben immer gedacht, ich wollte allen was beweisen oder so.

                  Das würde für mich weiter eher in Richtung Architektur sprechen. Da hast du es mit all vielen Disziplinen in Palnung und Umsetzung zu tun. Dein Tag ist damit reich an vielfältigen und abwechslungsreichen Aufgaben sowie gefüllt mit Interaktion mit anderen Menschen.
                  Aber eben auch am Reissbrett ist neben liebevoller Kreativität auch Routine und Detailarbeit gefragt.


                  Das Problem ist auch, obs das richtige ist. Manchmal denke ich auch, so richtig am Leben teilhaben wollen, also den Leuten z.Bsp. helfen. So z.Bsp. im
                  Steuerwesen oder allgemein mit Schulden oder Gericht (Rechtspfleger, habe mal ein Praktikum beim Gericht gemacht), oder so was ähnliches. Da ich
                  im Moment in einem Bereich arbeite, in dem man nicht helfen kann, komme ich mir manchmal so richtig hilflos und abgeschoben vor, also nicht wirklich
                  gebraucht und auch dass ich anderen nicht helfen kann (ich weiß nicht, wie ich das beschreiben soll).

                  Ich sehe in deinem Bestreben anderen Menschen helfen zu wollen eine Präferenz hin zur Kundenorientierung. Was gibt es in der Tat schöneres als Menschen einen Wunsch erfüllen zu können.
                  Als Architekt/in könntest du mit deinem technisches Interesse sowie dieser Kundenorientierung dem grössten Wunsch der meisten Menschen, dem eigenen Heim, eine Gestalt geben. Ihnen also helfen diesen Wunsch in die Tat umzusetzen.
                  Schön, dennoch zweckmässig, und auch bezahlbar. Oder auch luxuriös, verspielt, bombastisch? Was immer der Kunde sich wünscht, du gibst ihm diesem Wunsch eine Gestalt.
                  Oder auch mithelfen ihr in die Jahre gekommenes Haus umzugestalten? Oder es energietechnisch zu optimieren und zu sanieren? Die Möglichkeiten sich zu entfalten sind schier unbegrenzt. Eben so vielfältig und individuell wie die Menschen selbst.


                  Leider ist es auch so, dass dann meine Eltern nicht glücklich wären, wenn ich was anderes machen würde, da ja im öffentlichen Dienst die Gehälter sicher
                  sind. Sie meinen auch, mit dem Alter, da sind da viel jüngere , die dir den Rang ablaufen, usw. (Solche Argumente, dass man im Alter leicht lernen kann,
                  und ich auch im Alter leicht lernen kann, zählen nicht, sie sagen dann, was ist, wenn du 43 bist, dann nimmt dich keiner mehr).

                  Als Architekt/in ist ein gesetzteres Alter eher von Vorteil! Denn wer ein Haus bauen möchte der drückt nicht unbedingt einem 25-30 jährigen eine viertel bis halbe Million Euro in die Hand und sagt: "Da! Mach mal!"
                  Dort schafft ein gesetzteres Alter eher Vertrauen in die Lebenserfahrung und die gezügelte Euphorie verschreckt nicht gleich den Kunden beim ersten Kontakt.
                  Dann die Frage nach der Sicherheit. Als Lehrer der eher alten Schule musste sich dein Vater nie in der Wirtschaft behaupten. Er ist wie du aber auch durch diesen Einfluss stark sicherheitsbetont.
                  Aber in dir ist etwas anders als in deinen Eltern. Da ist ein Drang nach etwas neuem. Du möchtest dein durch diese trügerische Eintönigkeit zugestaubtes Leben mit neuer Farbe füllen. Das ist ein Aufschrei deiner Vitalität noch mal etwas anderes zu versuchen.
                  Das kann es nicht gewesen sein! Das ist wohl der Gedanke, der dich die ganze Zeit verfolgt! Warum soll ich für die Sicherheit eines sich kaum entwickelnde monatlichen Gehalts mein Leben "verkaufen" für etwas das ich gar nicht tun will?


                  Dann muss ich auch sagen, dass sich möglicherweise was im Privatleben tut, aber ich denke, man kann beides gleichzeitig machen, oder?

                  Nichts ist schlimmer als wenn man sich in einer Beziehung nichts mehr zu sagen hat. Der berufliche Alltagstrott den viele Menschen erleben treibt sie nach Feierabend in Vereine, in die Kneipe oder zu sonst welchen Aktivitäten um genau etwas zu tun. Nämlich zu vergessen welch miesen Job sie machen müssen. Sie entwickeln keine Hingabe für das was sie tun und sind schlussendlich total unzufrieden. Am Stammtisch oder mit den Vereinskollegen wird sich gegenseitig beklagt was für ein Arsch der Chef ist, welch miese Kollegen bei ihnen arbeiten, dass sie schon längst was anderes machen sollten aber nicht wissen was.... und und und. Ich habe mich lange genug mit solchen Menschen auseinander gesetzt die permanent unzufrieden sind. Obwohl sie eigentlich gut verdienen und damit ein Haus bauen konnten, ein schickes Auto fahren können, 2 x in den Urlaub usw. Aber sie fühlen sich mehr gefangen in dem was sie tun als die Freiheit, egal wo sie sind, immer kreativ tätig sein zu können. Leider sind 80% der Bevölkerung eben mehr Konsument als Produzent. Wir sind dazu erzogen worden brav zu konsumieren und uns mit Hypotheken und Krediten langfristig nicht nur an Immobilien und Besitz sondern auch an den Arbeitgeber zu binden.
                  Es ist wie mit der Eheschliessung. Sobald sich die Eheleute vor dem Standesbeamten das Ja Wort gegeben haben, fragen sie sich von diesem Moment ab unablässig, ob sie jetzt zusammen sein dürfen oder ob sie nun zusammenbleiben müssen ;-))
                  Von daher darfst du dir diese Frage ob beides geht gar nicht erst stellen. Gerade in der Partnerschaft muss das möglich sein, sonst kannst du auch eine Beziehung mit der Bank eingehen. Die sagt dir nämlich ab dem Zeitpunkt der Kreditvertragsunterzeichnung auch was du zu tun und zu lassen hast.
                  Lass dich niemals auf eine Komplementärbeziehung ein. Wenn dich dein Partner nicht so haben will und damit liebt so wie du heute bist, dann soll er sich eine andere suchen.
                  Dein Leben und die Erfüllung deiner Wünsche sind genauso viel wert wie die des Partners. Wenn er dich liebt, dann gesteht er dir das auch tatsächlich zu. Meine Frau und ich führen ein getrenntes berufliches Leben. Wir sind beide sehr engagiert und fleissig und erleben jeden Tag immer wieder neue Dinge die unsern Tag und unser Leben bereichern. Wir haben uns immer etwas zu erzählen und wir philosophieren gerne und viel gemeinsam über Gott und die Welt.
                  Eines ist unser Eheleben damit ganz gewiss nicht. Langweilig! Und das ist deshalb so, weil jeder dem anderen sein Leben zugesteht und damit eine echte Partnerschaft entsteht. Das nun schon seit 25 Jahren.
                  Neulich machten wir mal wieder Witze darüber, dass wir uns scheiden lassen müssten, um wieder "In" zu sein.


                  So, das wars erst mal - was meinst du jetzt dazu? (Um noch mal deine Hilfe in Anspruch zu nehmen , ich hoffe, es ist jetzt das letzte Mal). - Gruß, Katze.[/QUOTE]

                  Null Problem. Wenn ich Zeit habe antworte ich dir auch in Zukunft. Bei dir macht es besonderen Spass weil ich sehe dass sich etwas bewegt.
                  Du bist noch nicht den geistigen Tod gestorben von welchem viele Menschen schon zu Lebzeiten heimsucht werden.
                  Das ist es wert unterstützt zu werden und Teil meines sozialen Engagements hier. Mein Wissen auch weiter zu geben an diejenigen die etwas damit anfangen können.
                  Behalte ich alles für mich kann gar keiner davon profitieren.

                  Ich kenne keinen erfolgreichen Unternehmer der nicht wohltätig ist und soziales Engagement zeigt für jene die nicht so starke Arme haben.
                  Deshalb habe ich auch extrem Schaum vor dem Mund bekommen als "Mobber" hier sein Unwesen trieb und auch behauptete seine Erfahrungen seinen die einzig wegweisenden.
                  Das Gegenteil ist der Fall. Leute und Unternehmer wie dieser sind die wahren subversiven Elemente die alle Errungenschaften der sozialen Marktwirtschaft Ludiwg Erhard's aushebeln wollen. Sie wollen nicht Wohlstand für alle sondern nur für sich.
                  Daher sind sie Feinde der Verfassung und der bestehenden Grundordnung die, nach dem wohl schrecklichsten Krieg der bisher je auf der Welt getobt hat, Wohlstand und Sicherheit für jedermann ermöglichte.

                  Halte dich fern von allen Menschen die so denken wie dieser Mensch es tut. Halte dich und euch fern von allen "Unternehmen" die so agieren wie er es tut oder zumindest vorgibt zu tun.

                  Wir wissen nicht was den tatsächlich umtreibt. Er könnte ein Autoverkäufer, Produzent oder aber auch ein Patron eines Zuhälterrings sein. Vielleicht auch einfach nur ein Schaumschläger und Dilettant der hier nur den Laden aufmischen wollte.
                  Er ist jedenfalls das leuchtende Beispiel für die Validität einer der vielen alten Weisheiten.

                  "Die Qualität eines Chefs oder Vorgesetzten erkennt man daran, wie er mit Mitarbeitern umgeht die nichts mehr für ihn tun können!"

                  So jetzt hau ich mich doch nochmal auf's Ohr.

                  Viele Grüsse
                  Martin
                  Psychobabbel
                  besonders erfahrenes Mitglied
                  Zuletzt geändert von Psychobabbel; 15.12.2011, 05:37.

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                  • #24
                    AW: Nochmals eine Frage: abgespeist, oder wirklich Neuanfang?

                    Hallo Martin,
                    erst mal vielen vielen Dank für deine sehr ausführliche Antwort!Sowas bin ich nicht gewohnt im realen Leben. Da wurde ich immer abgespeist.
                    Nun sind mir noch verschiedene Dinge eingefallen. Also zuerst:
                    1.)Mein Vater war zuerst Elektroingenieur, ein bißchen von der Wirtschaft hat er genossen. Andererseits hatte er als Student auch kein leichtes Leben gehabt.
                    Er hat mal erzählt, er konnte von seinem Geld gerade mal Wurst, Marmelade und Knäckebrot kaufen. Er hat sich auch erst hochgearbeitet, denn zuerst war er
                    ziemlich schlecht in der Schule, ist dann durchs Abi gefallen, hats aber nachgeholt und dann immer wieder studiert usw. Aber er hat gesagt, das STudium
                    des Elektroingenieurs hat ihm nicht gefallen, weil man sich so durchbeißen musste.
                    2.) Wegen Architekt: das klingt sehr gut, ich habe insgeheim auch daran gedacht! Aber ich hab gedacht, das geht nicht, da mein Notendurchschnitt
                    im Abi dafür nicht ausreicht, (2, 6). Ich weiß, das klingt wie eine Ausrede, ich hätte damals mehr machen müssen: aber an der Schule wars sehr schwer
                    wegen dem Mündlichen - trotzdem hatte ich in der mündlichen Prüfung in Musik dann eine Eins. (Aber vielleicht war die mir nur wohlgesonnen).
                    Wenn ich durch die Stadt gehe, ertappe ich mich oft dabei, mir die Häuser anzusehen, ob sie schön sind oder nicht, oder wie kunstvoll sie gebaut sind,
                    oder das alte, mittelalterliche Stadtbild begeistert mich.
                    Andererseits hatte ich aber mal negative Erfahrungen mit einem Architekten. Das war mein Vermieter, der ist nie gekommen, wenn man ihn brauchte,
                    und dann hatte Unfrieden unter den Nachbarn zugelassen, weils keine Hausordnung gab, oder weil er nichts gemacht hatte, als die nachbarin zu laute
                    Musik um zwölf Uhr nachts gemacht hatte. Danach hatte man nie was von ihm gehört: weil - er ist pleite gewesen. Er konnte zuerst das GEld nicht genug
                    kriegen, aber dann musste er doch aufgeben. Mein Fahrlehrer(übrigens mein "Freund" kannte den Vermieter auch, er hat gemeint, der Vermieter wäre einer,
                    der andere dauernd reinlegen würde usw.
                    Daher hat mich das immer abgeschreckt - was meinst du dazu, sollte ich es trotz alle dem versuchen, um ein besseres Beispiel zu geben?
                    3.) Wegen solcher Menschen wie Mobber: ja, ich war auch entsetzt, als ich das gelesen hatte. Aber ich habe zuerst gedacht, es wäre nur ein Schüler,
                    der hier ein bißchen einen Streich spielen wollte. Dann wurden seine Antworten aber immer genauer, da war ich mir nicht so sicher. Am Anfang hatte
                    ich wegen der panikattacken und der alten Vergangenheit noch Mitgefühl. Aber dann hat er ja die anderen immer fertig gemacht. Außerdem hast
                    du Recht, da stimmt was nicht, wer weiß, was der wirklich war.
                    4.) Wegen der Partnerschaft: genauso sehe ich das auch, denn ich habe oft das Gefühl, dass die Leute sich immer drüber beschweren, wie schlimm alles
                    ist (der blöde Chef usw.), aber wenig ändern wollen. Und dass auch die Ehe nichts mehr ist. Dabei sollte man es ein Leben lang mit dem anderen aushalten
                    können! Wenn man sich nichts mehr zu erzählen hat, dann ist es doch schlimm, wenn man sich sein Leben anschweigen sollte.
                    Naja, noch ist es in der Kennenlernphase, bzw. "Testphase", da kann ich ja ihn gleich heute testen, was er von dieser Idee mit dem Architekten hält. Das Problem
                    ist nur, dass man sich eventuell nicht mehr so häufig sehen kann, aber es gibt ja Telefon und Internet Wenn ihm wirklich daran liegt, wird er es nutzen,
                    ich auf jeden Fall.
                    5.) Mit der Farbe ins Leben: genau das ist es, oft war es in meinem Berufsleben sehr eintönig. Der einzige Kontakt war das Mobbing , aber ansonsten hat
                    sich der Tag hingezogen, es passierte nicht wirklich was. Man konnte auch wenig ausrichten, bzw. was bewegen. Als ich abends nach Hause kam, war ich
                    total erschöpft, obwohl ich nicht viel gemacht hatte. Jetzt stelle ich fest: wenn ich Termine einzuhalten habe und da hinkommen muss, da gehts mir
                    viel besser. Bin zwar müde, aber ich habe was geschafft! Selbst meine Mutter stellt fest, dass ich da direkt aufblühe.

                    So, jetzt höre ich aber auf, sonst wirds ellenlang, ich hoffe, du und die anderen lest es trotzdem Gruß, Katze (und eine besinnliche Weihnachtszeit, die nicht
                    zu laut sein sollte).

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                    • #25
                      AW: Nochmals eine Frage: abgespeist, oder wirklich Neuanfang?

                      Hallo Katze

                      Hier noch ein kurzer Kommentar

                      Andererseits hatte ich aber mal negative Erfahrungen mit einem Architekten. Das war mein Vermieter, der ist nie gekommen, wenn man ihn brauchte,
                      und dann hatte Unfrieden unter den Nachbarn zugelassen, weils keine Hausordnung gab, oder weil er nichts gemacht hatte, als die nachbarin zu laute
                      Musik um zwölf Uhr nachts gemacht hatte. Danach hatte man nie was von ihm gehört: weil - er ist pleite gewesen. Er konnte zuerst das GEld nicht genug
                      kriegen, aber dann musste er doch aufgeben. Mein Fahrlehrer(übrigens mein "Freund" kannte den Vermieter auch, er hat gemeint, der Vermieter wäre einer,
                      der andere dauernd reinlegen würde usw.
                      Daher hat mich das immer abgeschreckt - was meinst du dazu, sollte ich es trotz alle dem versuchen, um ein besseres Beispiel zu geben?


                      Du musst dir nicht die Schlechten zum Vorbild und Antrieb nehmen sondern die Besten. Dieser Architekt hat weder Hingabe zur Aufgabe besessen noch eine Kundenorientierung wie du. Er mag gut in der Schule gewesen sein aber eben nicht zu seinen Kunden!
                      Jeder weiss, dass es in jedem Beruf Virtuosen, Durchschnitt und Diletanttentum gibt. Die Virtuosen sind dein Ziel und Vorbild. Sie müssen es immer bleiben um selbst einer zu werden. Um von Ihnen zu lernen und auf diesem Wissen als Basis noch einmal zu explorieren. Das ist und so entsteht Fortschritt.
                      Was funktioniert kopieren und darüber hinaus weiterentwickeln. Was kannst du von den Dilettanten lernen? Nur wie man es nicht macht! Das aber bringt dich der zu bewältigenden Aufgabe nicht näher und umso weniger du dieses hässliche Bild gleich auf dich überträgst nur weil du einen kennst der das schlecht macht. Dieser Mensch und oder solch ein Abbild kann nur von dir Besitz ergreifen wenn du es zulässt. Nur indem du zulässt deine Gedanken zu dominieren wirst auch du schlecht. In deinem Kopf. Aber nicht in Wahrheit.

                      Da musst du in den Anfängen immer schwer aufpassen müssen wie mir scheint weil du Schlechtes immer sofort geneigt bist auf dich zu beziehen. Damit ist dir aber wertvoll klar geworden was du nicht sein willst. Dann brauchst du dich nur umzudrehen, wie ich es schon beschrieben habe, in die 180 Grad Gegenrichtung zu schauen und siehst genau da hin wo du eigentlich hin willst. Dort kannst du Menschen sehen die all das verkörpern was du sein willst.
                      Schau welch tiefe Einsicht ich dir hier in mein Wissen und meine Erfahrung gewähre. Dafür bezahlen andere richtig viel Geld. Das würde ich nicht tun wenn ich nicht daran glauben würde, dass du es wert bist. Das DU gut bist.
                      Du bist fähig zur Hingabe zur Aufgabe! Jeder Mensch ist das. Jeder auf seine ganz urtümliche Weise.
                      Jeder Mensch verfügt über dieses unschätzbare Kapital. Auch DU. Du musst nur danach graben. In dir drinnen. Und wer lang genug gräbt, dessen Schaufel wird irgendwann auf das Metall der Kiste stossen und sein Herz sich voll Freude öffnen über den darin bislang verborgenen Schätzen.

                      Du hast es gewagt dich aufzumachen. Die Schaufel hat dir den süssen Klang bereits beschert den sich jeder Schatzsucher erträumt. Du bist kurz vor dem Ziel. Gib nicht auf und denke es wäre nur ein Stein gewesen. Grab weiter und leg die Kiste frei. Hol sie aus der Versenkung deiner Vergangenheit.
                      Öffne die Kiste und du wirst staunen was alles möglich sein wird.

                      Liebe Grüsse
                      Martin
                      Psychobabbel
                      besonders erfahrenes Mitglied
                      Zuletzt geändert von Psychobabbel; 15.12.2011, 09:55.

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                      • #26
                        AW: Nochmals eine Frage: abgespeist, oder wirklich Neuanfang?

                        Hallo Martin,
                        das ist sehr schön geschrieben. Habe gerade nach dem Architekturstudium gegoogelt. Könnte man da nicht auch Bauzeichner machen und sich langsam
                        irgendwie hocharbeiten? Oder Bauingenieur? Es scheint nämlich schwierig zu werden.
                        Danke für deine tolle Hilfe, die weiß ich auch zu schätzen.
                        So, nur ganz kurz, ich muss los zu einem Arzttermin - gruß, Katze.

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                        • #27
                          AW: Nochmals eine Frage: abgespeist, oder wirklich Neuanfang?

                          Hallo Katze

                          "Wenn der Mensch weiss wofür, erträgt er beinahe jedes wie!" Friedrich Nietzsche

                          Als schwer empfinde ich alles was ich lernen soll und in der Schule musste dessen Sinn ich nicht erkennen konnte. Ich die Antwort, warum und wofür all das gut sein soll, nicht bekommen habe.

                          "Weil es im Lehrplan steht" ist für mich keine Antwort. Schon gar nicht von einem "Pädagogen". Wenn diese Pädagogen schon nicht in der Lage sind diesen Sinn zu vermitteln. Wie soll sich der unreife Schüler die Antwort darauf geben?
                          In meiner Zeit als Ausbilder war alleroberste Priorität den Lernenden den Sinn hinter all dem zu vermitteln was ich sie lehrte. Ermunterte und aktivierte sie all das Wissen zu assoziieren in dem ich ihnen Fragen und Aufgaben stellte die, ohne den Sinn begriffen zu haben, nicht zu beantworten waren.
                          Und erst wenn es selbst der Hinterste und Letzte begriffen hatte, dann wusste ich, dass ich meinen Job gut gemacht habe. Die 4 oder 5 eines Teilnehmers in einer Abschlussarbeit empfand ich zu 50% als meine persönliche Schande.
                          Nichts vermisse ich mehr in den heutigen Bildungssystemen als diese Einstellung.

                          Es ist eine Katastrophe was die Betriebe, aus egal welchen "Lernfabriken", geliefert bekommen. Durch die "Strangpressen" der Lehranstalten wird dem grössten Kapital, der Jugend, die Fähigkeit zur Passion genommen. Gnadenlos den, auf Sinnhaftigkeit nicht reflektierten, Stoff durchpaukend statt alle Kreativität und Konzentration auf das wirklich Wesentliche zu verstärken wird jede Eigeninitiative im Keim erstickt. Talente vernichtet und in der "Strangpresse uniformiert. Das was da herauskommt ist in den wenigsten Fällen wirklich vom Fleck weg zu gebrauchen. Und jene die sich ihre Individualität bewahrt haben muss man suchen wie die berühmte Nadel im Heuhaufen.

                          Neulich habe ich einen Geschäftskunden dabei unterstützt einen Ingenieur mit Leidenschaft zu finden. Was wir auf und an den Tisch bekommen haben waren in 95% aller Fälle alles nur Leute die geeignet waren "Leiden zu schaffen"!
                          Allesamt waren Bittsteller die eine Stelle suchten und keine Aufgabe. Sie wissen gar nicht was sie eigentlich wollen. Irgendwie haben sie mal gehört, dass es Ingenieure braucht, studiert und gute Abschlüsse gemacht.
                          Doch im Interview trennt sich gnadenlos die Spreu vom Weizen. Was nützt einem Unternehmen ein Mensch in solch einer Position der zwar gelernt hat alles richtig zu machen was man ihm sagt aber jegliche Eigeninitiative und Lösungsorientiertes, explorierendes Denken in der Strangpresse verlernt hat. Aus dem Hirn und Herzen geboxt bekommen hat. Gelernt hat auf Knopfdruck zu funktionieren statt inter-zu-agieren.

                          Jim Collins in seinem Buch, Der Weg zu den Besten, postuliert vollkommen zu Recht, dass Passion, die Hingabe zur Aufgabe man nicht "kaufen" kann. Entweder hat sie jemand oder er hat sie eben nicht!
                          Dem möchte ich in der Weise wiedersprechen, dass jeder dazu fähig ist. Die Frage ist nur für was?
                          Das ist die alles entscheidende Frage die sich jeder Mensch ob jung ob alt, schwarz oder weiss, gelb oder rot, irgendwann stellen und beantworten muss, um am Ende auf ein tatsächlich glückliches und erfülltes Leben zurückblicken zu können.
                          Je älter man wird desto klarer wird das Versäumnis es bisher nicht getan zu haben.
                          Ich werde nie in Rente gehen. Man wird mich niemals abstellen können solange ich physisch und geistig in der Lage bin irgend etwas zu tun was diese Welt zu einer besseren macht für jene die hier sind und diejenigen die nach mir kommen.
                          Deshalb braucht es mehr statt weniger passionierte Menschen auf diesem Erdenball.

                          Und wenn es deine wahre Bestimmung ist die schönsten, energiesparendsten und wohnlichsten Häuser dieser Welt zu bauen, für Kunden die dich dafür lieben werden, dann gibt es nichts Schwieriges auf der Welt ausser deiner eigenen Angst es nicht schaffen zu wollen!
                          Die musst du jedoch alleine überwinden. Was ich dir aber sagen kann ist, dass es genau so funktioniert. Was man mit all seinem Herzen sich wünscht und bereit ist den Preis dafür zu bezahlen wird auch in Erfüllung gehen. Der Schlüssel dazu ist der Sinn.
                          Und nach dem suchen die meisten Menschen ein Leben lang ohne ihn zu finden. Weil sie sich verweigern grosse Träume zu träumen. Weil Ihnen in den "Strangpressen" der Glaube an sich selbst nicht gefördert sondern genommen wurde.
                          Heute beginnt dieser Prozess bereits in den Familien wo die Eltern Hartz 4 Empfänger sind. Es ist erschütternd, wenn dann Kinder bereits im Kindergarten auf die Frage was sie werden wollen antworten: Hartz 4

                          Mach dir mal den Spass und geh in einen Kindergarten und frag ob du den Kindern ein paar Fragen stellen darfst. Stell dich im Beisein der Betreuerin vor die Gruppe der Kleinen und frage sie was sie denn einmal werden wollen. Wenn du Glück hast werden sie dich nur so zusprudeln mit ihren Träumen und Wünschen. Dann mach das Gleiche und trete vor eine Schulklasse. 4 Klasse Grundschule und stelle genau die gleiche Frage. Dann nochmal eins weiter und frage die Schüler einer Abschlussklasse ob den Job den sie jetzt antreten, wenn sie überhaupt einen antreten dem entspricht was sie sich schon immer erträumt hatten, Die meisten werden noch nicht einmal mehr wissen was sie einmal werden wollten. Dann war die "Strangpresse" mal wieder überaus erfolgreich. Hat aus Hoffnungsträgern in der Mehrzahl desillusionierte, entmutigte und perspektivlose Menschen gemacht die von dort an nur noch mit ihrem Schicksal hadern. Kann man mit solch einer Einstellung zur Jugend an der Spitze bleiben?

                          Ich selbst weiss längst nicht alles was es braucht, um alles selbst zu erledigen. Dafür gibt es wieder Andere die eben das besonders gut können und mit Hingabe tun, was gar nicht zu meinen Stärken geschweige denn Vorlieben gehört.
                          Weil ich weiss, dass es aber nötig und wichtig ist bspw. seine Steuern, Einnahmen und Ausgaben im Griff zu haben engagiere ich mir diese Leute mit den dafür nötigen Kompetenzen. Damit gebe ich Anderen wiederum Arbeit und Brot. So soll und muss es doch sein.
                          Das gibt mir die Freiheit an meinen eigentlichen Kernkompetenzen weiter zu feilen und die, durch den Versuch Dinge selbst zu erledigen generierte, sonst verlorene Zeit, weil das andere schneller und einfacher für mich tun könnten, gewinnbringend für mein Core-Business nutzen kann.
                          Das tue womit ich eigentlich mein Geld verdiene. Und wenn das deutlich mehr ist als die Kosten die ich für eine externe Dienstleistung pro Stunde am Markt bezahlen muss, dann wäre ich ein ausgesprochener Vollidiot diese Dienste nicht in Anspruch zu nehmen.
                          Dazu muss man die Bereitschaft haben seinen Erfolg mit anderen Menschen zu teilen. Wirklich erfolgreiche Menschen sind sparsam aber nicht geizig, grosszügig aber nicht verschwenderisch. Ihr Leben bewegt sich in einer ausgesprochenen Balance von Geben und nehmen und bekommen dennoch viel mehr zurück als sie eigentlich geben. Daher sind sie auch bereit andere zu unterstützen selbst Grösse zu erlangen weil sie wissen, dass sie selbst nicht ewig hier sein werden und es junge Menschen braucht die nachrücken, um ihr Werk noch besser fortzuführen als sie es selbst hätten tun können.

                          Das ist wahres, echtes, der Gesellschaft gegenüber verantwortliches Unternehmertum. Da müssen wir wieder hin.
                          Wir stehen vor gewaltigen Umwälzungen. Das Finanzwesen, damit die Wirtschaft und sämtliche Staatsregierungen der Welt stehen vor der grössten Herausforderung der sie je gegenüber standen.
                          Indem wir wieder einen Schritt zurück gehen zu dem was ich oben beschrieben habe können wir diese Probleme lösen. Das können aber nicht die Gesetze sondern nur wir alle indem wir umdenken und unsere Verantwortung gegenüber Mensch, Umwelt und Gesellschaft wieder ernst und durch entschlossenes Handeln wahrnehmen.

                          Wenn du also mitwirken willst als Architektin Häuser zu bauen die, wie meines keinen Kamin und kejnen fossilen Brennstoff mehr brauchen, und mit umgerechnet 200-300 Euro im Jahr Heizkosten für Wasser und wohlige Wärme auskommen, dann bist du herzlich eingeladen.
                          Dann hast du nicht nur den Besitzer glücklich gemacht sondern erweist der geschundenen Erde und ihrem Ökosystem einen Bärendienst.

                          Ist das nicht ein Ziel, ein Sinn wofür es sich lohnen würde einfach alles zu geben? Verschwindet da plötzlich nicht alle Angst vor den Hindernissen? Werden diese dadurch nicht zur als banal empfundenen Nebensächlichkeit? :-))

                          Viele Grüsse
                          Martin
                          Psychobabbel
                          besonders erfahrenes Mitglied
                          Zuletzt geändert von Psychobabbel; 15.12.2011, 13:06. Grund: Ergänzung

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                          • #28
                            AW: Nochmals eine Frage: abgespeist, oder wirklich Neuanfang?

                            Hallo Martin,
                            wie immer vielen Dank für deine Antwort, die ich schon toll finde. Ja, das stimmt, in der Schule wird ziemlich viel kaputt gemacht, das habe ich ja auch gesehen.
                            man wird dann in ein Schema gepresst, und wer ein bißchen ausßerhalb steht, der fällt durch - entweder fachlich oder persönlich. Manche Systeme sind dann zu eng
                            stirnig. So zum Beispiel wars dann damals so: naja, die war in Mathe schlecht, das kapiert sie ja auch nicht. Ein Lehrer hat mal unter die Arbeit geschrieben: "Auswendig gelernt, aber nicht verstanden." Was soll man da machen? Das ist nun mal so, wehren kann man sich dagegen nicht, und es hat lange gedauert, bis ich mir eingestanden
                            habe, dass ich Mathe und Physik und doch konnte( habe auch Tests darin gemacht oder so ähnliche Sachen).
                            Bei mir war es noch harmlos, bei anderen ist es bestimmt viel schlimmer. Siehe mein Vater usw. andere.
                            Wie gesagt, mit der Idee, Architektin zu werden, freunde ich mich immer mehr an, komme immer mehr auf den Geschmack. Irgendwie wirds da einen Weg dahin
                            schon geben. Bis jetzt ist ja alles gut gegangen, und wenn man sein Ziel weiß, dann gelingts bestimmt.
                            Jetzt muss ich nur die Angst davor überwinden.
                            Wenn ich soweit bin, dann werde ich dir auf alle Fälle ein schönes, warmes Haus konstruieren und anbieten
                            (Nein, nein, das war natürlich ein Witz, aber ich konnte es mir nicht verkneifen) - Gruß, Katze.

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                            • #29
                              AW: Nochmals eine Frage: abgespeist, oder wirklich Neuanfang?

                              Welche Ähnlichkeiten. Als Schulkind eine Niete in Mathe und Englisch, Handarbeiten usw., dafür Schulbeste in naturwissenschaftlichen Fächern. Einen naturwissenschaftlichen Beruf erlernt, dann Mutter gewesen und meine Liebe zur Architektur und Innenarchitektur entdeckt und zu Handarbeiten/Basteln/Gestalten. Ich wollte sogar Innenarchitektur studieren, leider wurde nichts draus. Aber dafür habe ich einen Beruf erlernt mit Mathe als Grundlage, der mir Spaß macht. Aber Handarbeiten/Basteln/Gestalten ist neben dem Erfinden von Häusern und Wohnungseinrichtungen mein Haupthobby neben dem Lesen. Naja in Englisch kann ich mich immer noch nicht perfekt ausdrücken, aber nach über 40 Jahren keine Schule geht es immer noch einigermaßen gut. Lass dich nicht irre machen, mach was du meinst was du kannst.

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                              • #30
                                AW: Nochmals eine Frage: abgespeist, oder wirklich Neuanfang?

                                Hallo Katzi,
                                danke für deine nette Antwort und das Mutmachen. Es ist wirklich witzig, dass wildfremde
                                Menschen im Internet sich zufällig treffen und dann ähnliche Interessen haben. Ich hoffe,
                                dass du auch dein Glück oder zumindestens deine Ruhe finden kannst. Gruß, die andere
                                Katze

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