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mobbing durch vorgesetzte und gleichgültiger chef

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  • mobbing durch vorgesetzte und gleichgültiger chef

    ich arbeite in einem kleinen team von 6 personen. einer davon der chef, eine direkte vorgesetzte, zwei sachbearbeiter (eine davon ich) und zwei im sekreatriat.

    die vorgesetzte hat es vor einigen monaten geschafft, ihren ehemann als "externen berater" für den chef zu installieren. dieser ehemann spuckt im großen und ganzen nur große töne und liefert nichts konkretes. da er nun auch in die arbeitsbereiche von uns sachbearbeiten "hineinpfuscht", wollten wir an den entscheidungsprozessen und besprechungen, die üblicherweise zwischen dem chef, der vorgesetzten und ihrem ehemann stattfinden, teilnehmen - das ist bis heute nicht geschehen.

    ab dem zeitpunkt, ab dem wir diese forderung aufgestellt haben, ist aber folgendes passiert: die vorgesetzte überhäuft mich mit haltlosen beschuldigungen, ich würde die stimmung im team zunichte machen (alle anderen haben mir bestätigt, das würde nicht stimmen), ich würde lügen, internas weitergeben usw. zuletzt hat sie mir sogar einen tag überstunden nicht genehmigt, die ich aber geleistet habe. den anderen sachbearbeiter lässt sie aber in ruhe, weil dieser älter ist und bei dem sie sich wahrscheinlich nicht so getraut.

    dem chef ist das egal, der möchte sich nicht mit personellen angelegenheiten befassen und lässt sie schalten und walten wie sie will. obwohl ich vorher ein sehr gutes standing bei ihm hatte, stellt er sich jetzt immer auf ihre seite und darum kann ich von ihm auf keinerlei unterstützung hoffen. obwohl der andere sachbearbeiter und die beiden im sekretariat meine situation bedauern und dies auch nicht in ordnung finden, habe ich trotzdem das gefühl, mich allein gegen sie zur wehr setzen zu müssen. ich kann kaum noch schlafen und in der arbeit habe ich ständig das gefühl, sie würde auf den kleinsten fehler meinerseits lauern.

    wie soll kann ich mich gegen sie wehren?

  • #2
    AW: mobbing durch vorgesetzte und gleichgültiger chef

    Hallo Isa_bella

    Handelt es sich bei der Firma um ein KMU wo der Chef gleichzeitig auch der Inhaber ist?
    Oder eine Abteilung eines Mittleren oder Grossunternehmens?

    Wäre wichtig um die Chancen abzustecken wie etwas zu erreichen wäre.

    Gruss Martin

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    • #3
      AW: mobbing durch vorgesetzte und gleichgültiger chef

      hallo martin,

      danke für den hinweis. ja, es ist eine abteilung in einem großunternehmen.

      gruss isa

      Kommentar


      • #4
        AW: mobbing durch vorgesetzte und gleichgültiger chef

        Hallo Isa_bella

        Entschuldigung, dass ich dich tatsächlich vergessen hatte. War sehr stressig die Tage.

        Ich frage mich, wie es zustande kommt, dass ein so naher Verwandter als Berater in ein Unternehmen eingeschleust werden kann. Dazu noch in der selben Abteilung tätig wird wo seine Frau arbeitet. Halloooo!
        Der Berater solch einen Auftrag überhaupt annimmt aus Gründen seiner ihm obliegenden Unparteilichkeit?

        Das lässt tief in seine Gesinnung, vorhandenen Kompetenzen und Berufsethos blicken.

        Es wäre wichtig dir ein klares Bild davon zu verschaffen wie weit der Filz reicht. Wer das bewilligt hat und wer wem seinen Arsch bis in welche Etage deckt bzw. über die Vorgänge dort überhaupt informiert ist.

        In der Regel geht das gar nicht. Selbst wenn dieser Berater tatsächlich seriös und kompetent wäre, kann er aber irgendwie nicht sein weil er die Protektion seiner Frau ausnutzen muss um einen Auftrag zu ergattern, ginge dies in aller Regel wegen der möglichen Integritäts-Verletzungen und Konflikte, gerade in den grossen Firmen die hier eine klare "policy" haben, gleich gar nicht. Zumindest nicht im Wirkungsumfeld oder am selben Standort des Lebenspartners.

        Hier haben sich ggf. ein paar Mitarbeiter etwas zu weit aus dem Fenster gelehnt und verletzen ggf. schwerwiegende Konzern- und Verhaltensregeln. Bei meinem letzten AG, einem multinationalen Unternehmen, wäre dies undenkbar gewesen. Wäre so etwas ans Tageslicht gekommen wäre der in dieser Weise agierende Mitarbeiter sofort im hohen Bogen aus der Bude geflogen. Geht gar nicht!

        Habt ihr so etwas wie Konzerngrundsätze und/oder eine Verhaltens-Policy die regelt wer wie mit wem interagieren kann bzw. darf. Hier stehen u.U. auch Betriebsgeheimnisse auf dem Spiel oder vor der Preisgabe. Mir gibt das mehr als nur zu denken.

        In einem Grosskonzern hast du in der Regel Anlaufstellen wo man sich erkundigen kann ob da alles mit rechten Dingen zugeht.
        Ich hatte auch mal den Fall, dass jemand von weiter oben einen Mitarbeiter einschleusen wollte. Der Mitarbeiter war aber, so stellte es sich in der Probezeit heraus, für die Aufgabe nicht qualifiziert und geeignet woraufhin ich keine Empfehlung zur Festanstellung ausgesprochen habe sondern sich eben vom Mitarbeiter wieder zu trennen. Dann passierte es, dass man versuchte aus den entsprechenden Stühlen heraus Druck auf mich auszuüben begann meine Haltung und Entscheidung nochmals zu "überdenken" und dem Mitarbeiter die "Chance" zu geben.

        Zum Schluss stellte sich heraus, dass es zwei Vereinsspezis waren. Ich zum Personalchef. Aber eben ganz oben den ich kannte und offenbarte ihm meine Situation. Der fiel aus allen Wolken, dass so etwas in der Firma überhaupt stattfinden konnte. Ich versicherte mich jedoch nur beim Personaler ob ich das richtig sehe. Ich traf auf seine volle Zustimmung und er versicherte mir, falls es Schwierigkeiten geben würde ich nur Piep machen müsste.

        Ich ging dann hin und beharrte auf meinem Statement. Der Mitarbeiter musste gehen. Daraufhin wurde mir gedroht. Dem hielt ich aber entgegen indem ich den Vorgesetzten der diesen Mitarbeiter um's Verrecken wollte ob er allen Ernstes ein Kraftprobe sucht. Dem ist geradewegs das Gesicht eingeschlafen und er hat sich wohl in diesem Moment ausgerechnet wie seine Chancen stehen diese heil zu überleben. Damit war die Sache gegessen. Er konnte sich an einem Finger abzählen, dass er bereits auf dem goldenen Tableau serviert wurde. Da niemand seinen Namen in dieser Angelegenheit erwähnte konnte er sich noch sicher sein, dass ich diesen noch nicht erwähnt hatte.
        Die Bulldogge blieb also ganz brav im Körbchen. Der hatte mich zwar von dort an auf der Latte. Aber was wollte er tun? Deshalb fing ich auf jeden Fall vorsichtshalber mal an zu sammeln, was er so für richtigen Mist baut. Den er zwar immer geschickt unter den Teppich kehren konnte, ohne, dass es die meisten merkten, aber so richtig Geld und Performance vernichtete. Mit Kinkerlitzchen befasste ich mich nicht. Nur mit den Big Points. Ich observierte eine Zeit lang jede seiner wichtigen Bewegungen und Projekte. So lange bis ich genug beisammen hatte, dass es für vernichtende Wunden genügen würde. Dann kehrte ich zum Alltag zurück und verschwendete keine Zeit mehr in diesen Konflikt. Das darf man nicht zu lange machen sonst bekommt man echt Paranoia.

        Mir ist dieses politische Ränkespiel sehr zuwider. Aber in grossen Unternehmen herrscht neben der Arbeit ein sehr verfilztes politisches Machtgefüge. Das erinnert oft an die Zustände bei Hofe früherer Königshäuser wo Lug, Trug und Intrigantentum zum alltäglichen Tagesgeschäft gehörten. Dort hatte man ja gar nichts anderes zu tun. Dass dies in den grossen und finanziell mächtigen Firmen heute noch immer oder wieder so ist verwundert daher überhaupt nicht. Eigentlich müssten sich viele dort am Kopf kratzen, wenn sie ihren Gehaltsauszug in der Hand halten, wofür sie das viele Geld überhaupt bekommen? Doch das ist wie bei Hofe. Man bekommt je nach "Spielart" seinen Obolus zugeteilt. Mit Leistung im herkömmlichen Sinne hat das oft wenig bis gar nichts mehr zu tun. Siehe die schamlos ausufernden Managergehälter.

        Die Menschen sind nun mal so angelegt Führung zu übernehmen wo immer sie die Schwäche des Anderen entdecken. Es aber als normales Verhalten der Mitmenschen zu akzeptieren ist der erste Schritt damit angemessen umgehen zu können und nicht in Verzweiflung zu verfallen.
        Daher ist es auch ratsam auch im Hinblick der weiteren Kooperation den "König" des Gegners auf dem Schachfeld gekonnt "schachmatt" zu stellen und ihn eben nicht final zu "schlagen".

        Jemanden kalt zu stellen gilt als "Königsdisziplin". Ihn zu schlagen ist gemeinhin als barbarisches Schlächtertum verschrien. So jemanden will man nicht um sich haben. In der Regel wird man einen Schlächter meiden wie die Pest. Dann muss man auf kurz oder lang gehen. Denn "Isolationshaft" bekommt keinem Menschen auf Dauer.
        Hat man den Gegner jedoch strategisch geschickt überwunden arbeitet man dir in der Regel sogar zu.
        Als Symbol der Unterwerfung und Anerkennung deiner Macht.

        Es gibt Leute die daran eitel Freude haben. Ich habe sie längst verloren. Mir sind Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit sowie eine offene Streitkultur deutlich lieber als dieser Filz. Daher ist es vielleicht auch mal eine Überlegung für dich wert sich einmal beim gehobenen Mittelstand umzuschauen. Dort gibt es wahre Perlen in Sachen Firmenkultur.

        Um das "Spiel" besser zu verstehen kannst du dir mit etwas Literatur einen Überblick verschaffen.

        Robert Greene's: "Power, Die 48 Gesetze der Macht" sind hier neben Machiavelli: "Der Fürst" und dem "Kleinen Machiavelli" als das/die Standardwerke zu betrachten. Hier wird mit aller Scheusslichkeit jedoch klar verständlich gemacht was und wie es in der Welt der Macht abgeht. Wer es ignoriert wird immer zu den Verlierern gehören. Denn das Spiel der Macht umgibt uns unausweichlich und permanent.

        Es ist exakt so, wie es Robert Greene in seinem Vorwort schreibt: Sinngemäss mit eigenen Worten

        Egal ob wir wollen oder nicht. Wir befinden uns mitten im Spiel. Machen wir unsh also nichts vor. Wir haben aber die Wahl es als Faktum zu akzeptieren, die Regeln zu lernen oder es abzulehnen und ein damit ein schlechter Spieler zu sein. Wir sind mitten drin. Damit hat jeder auch die Möglichkeit das Spiel gut zu spielen. Und da man eh schon mitten drin ist, sollte man sich dafür entscheiden das Spiel zu beherrschen und gut zu spielen. Also lieber der Spieler zu sein als nur der Ball der dauernd getreten wird und keine Wahl hat seinen Weg selbst zu bestimmen.

        Und damit hat er vollkommen recht. Voll unterschrieben! Nur die allerwenigsten Menschen auf dieser Welt begegnen dir wirklich selbstlos. Wenn du Glück hast begegnest du in deinem Leben einem solchen Menschen. Die ganz Heiligen vielleicht auch zweien. Für mehr hast du aber auch gar keine Zeit. Verschwende also nicht zuviel Zeit damit zu hadern sondern akzeptiere die Welt so wie sie ist.
        Du weisst selbst wie schwierig es ist schlechte Gewohnheiten bei sich selbst abzustellen. Um wieviel schwerer ist es dann wenn nicht gar unmöglich das von aussen bei jemand anderem zu schaffen?

        Ich hoffe ich konnte dir ein wenig weiterhelfen.

        Wie gesagt: Mir erscheint deine von dir geschilderte Situation am AP nicht sauber. Versuche das erst einmal so lautlos wie nur irgend möglich abzuchecken ob diese Kooperation Chef, Frau (VG), Ehemann (Berater) aus dem vielleicht vorhandenen Verhaltenskodex heraus wirklich "sauber" ist und bis wohin die Entscheidungsebenen informiert sind. Dann sich jemanden suchen der weit über diesen Dingen steht in übergeordneter Verantwortung und sich ihm/ihr offenbaren. Erst mal ohne Namen und dich beraten lassen wie du dich selbst schützen kannst und welchen Support dir die Firma liefert, um vor Übergriffen derjenigen geschützt zu werden, welche in der Folge eine auf den Pelz gebraten bekommen jedoch weiterhin in der Firma bleiben oder gar tatsächlich gehen müssen. Wobei letztere wohl eher keine Gefahr mehr intern darstellen dürften.
        Sei auf der Hut. Selbst wenn du in der Folge versetzt würdest, dann reichen die Arme der Chefs in der Regel weit. So, dass ein "Amigo" des Chefs dir zusetzt der nicht in Verbund mit dieser Geschichte gebracht werden kann. Dann hast du schnell mal den Kürzeren gezogen. Denke immer daran. Von dort ab wirst du nie mehr wirklich "alleine" sein. Und ein Chef der sich heute solcher Praktiken bedient, vielleicht morgen noch ganz andere "Fertigkeiten" offenbart.
        Ich will dir auf jeden Fall nicht vorenthalten, dass dies ein Spiel mit Feuer ist. Deshalb ist vor aller Handlung intensives Überlegen gefragt, um eine weise Entscheidung zu treffen, welche die voraussichtlichen Folgen bis weit in die Zukunft zumindest berücksichtigt. Also eine Risikoabschätzung durchgeführt wird.
        Das ist zwar keine Garantie, dass es nicht doch anders kommt; es aber gar nicht zu tun wäre in der Tat ein schwerwiegendes Versäumnis. Wahre Torheit!

        Und der Vollständigkeit halber: Alle meine Äusserungen und Empfehlungen, wo angesetzt werden könnte, spiegeln alleine meine Sicht der Dinge wider. Sie sind daher nicht geeignet eine detaillierte und fundierte Rechtsberatung bei einem Fachanwalt zu ersetzen. Daher sind sämtliche Angaben ohne Gewähr.

        Viele Grüsse
        Martin
        Psychobabbel
        besonders erfahrenes Mitglied
        Zuletzt geändert von Psychobabbel; 14.12.2011, 15:22.

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        • #5
          AW: mobbing durch vorgesetzte und gleichgültiger chef

          Ich vergass noch zu erwähnen, dass dein Chef vielleicht selbst "unter Beschuss" steht, sich deshalb keinesfalls für irgend jemanden exponieren will und die VG mit dieser Taktik auch die verborgene Absicht hegt deinen (noch) Chef zu beerben.

          Eventuell sitzt der Urheber noch eine Etage weiter oben. Also sei auf der Hut nicht zum sog. "Bauernopfer" in diesem schmutzigen Spiel zu werden ;-)
          Du hättest es in diesem Fall mit noch mächtigeren Gegnern zu tun, die bisher gar nicht in Erscheinung getreten sind.

          Gruss Martin

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          • #6
            AW: mobbing durch vorgesetzte und gleichgültiger chef

            Hallo Isabella,
            was mir da noch so einfällt: Wenn Deine Chefin zu Dir so zickig und gemein ist, dann zeigt das doch nur deutlich, dass sie weiß, sie macht da etwas falsch. Sonst könnte sie nämlich ganz gelassen und ruhig sein.
            Vielleicht hat ja ihr Mann bisher wenig Erfolg mit seiner Beraterei gehabt und brauchte dringend einen Auftrag?
            Das ist natürlich nicht Dein Problem, aber es ist ja auch wichtig zu verstehen, warum die anderen so empfindlich sind.

            Audrey

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