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Würdet ihr von euch selbst behaupten ihr habt ein gutes Selbstvertrauen?

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  • Würdet ihr von euch selbst behaupten ihr habt ein gutes Selbstvertrauen?

    Hallo liebe Community,

    prinzipiell heißt es ja, jeder kann Opfer von Mobbing(attaken) werden. Mir ist bei mir selbst aufgefallen, dass ich ein "ideales" Opfer für Mobbing darstelle, da ich bestimmte Eigenschaften habe, die es dem Mobber besonders leicht machen.

    - ich bin immer nett, freundlich und hilfsbereit / kann nicht/sehr schwer Nein sagen
    - ich bin im ersten Moment nach einem Angriff erstmal sprachlos und wenig schlagfertig
    - ich lasse erstmal viel mit mir machen, bis ich sage "das geht mir jetzt zu weit"
    - ich versuche Worte zu überhören, statt in die Offensive zu gehen
    - bevor ich dem Mobber meine Meinung sage, trauer ich im stillen Kämmerchen (Zuhause)
    - ich streite überhaupt nicht gerne und gehe Konflikten lieber aus dem Weg

    Wie schätzt ihr euch selbst vor dem Mobbing ein? Hattet ihr einen starken Charakter und eine gute Portion Selbstvertrauen?

    Ich habe beobachtet, dass meine Mobberin sich bei schlagfertigen Leuten nicht zu mobben traut. Nur auf die "kleinen, schwachen" haut sie pausenlos drauf.

  • #2
    AW: Würdet ihr von euch selbst behaupten ihr habt ein gutes Selbstvertrauen?

    Hallo Golden Ice,
    ich finde, Du vermischst da verschiedene Dinge. Das Verhalten, das Du da beschreibst, das habe ich auch. Das hat bei mir aber nichts mit mangelndem Selbstvertrauen zu tun. Das ist eher eine Mischung aus Gutmütigkeit und ... Gutmütigkeit?
    Wenn mich die Grobheit von jemand anderem erschreckt und sprachlos macht, dann darum, weil ich selbst so etwas nie tun würde. Und deshalb habe ich auch nicht damit gerechnet. Im Gegenteil habe ich die Leute ja gemocht und ihnen vertraut, bevor sie mich gemobbt haben. Oft sogar währenddessen noch, weil ich ja erstmal nicht wusste, was die hinten rum so treiben.
    Ich denke, dass ganz klar mein Problem darin besteht, dass meine Eltern einen Hau haben. Borderline, vermutlich ich, zumindest bei meiner Mutter. Daher bin ich es von zu Hause gewohnt, dass meine Mutter regelmäßig irgendwelche Temperamentsausbrüche hat, bei denen sie schreit und heult, mit Selbstmord droht, mich mit den schlimmsten Schimpfworten bewirft und was noch alles. Darauf zu reagieren führt nur zu einer schrecklichen Eskalation. Am besten warte ich einfach ab, bis der Anfall vorbei ist. Dasselbe mit meinem Vater. Es konnte sein, erst verprügelt er mich, und nachdem er seinen Wutanfall ausgetobt hat, geht es ihm wieder gut. Reinigendes Gewitter. Und dann wird von mir natürlich auch das zu seiner guten Laune passende gute freundliche Gesicht erwartet und nicht etwa ein langes Gesicht wegen irgendwelcher Schläge, die ich zu Recht bekommen habe.

    Und so habe ich gelernt, dass selbst ein katastrophal abscheuliches Verhalten mir gegenüber bis hin zu Beschimpfungen à la "verrecke" oder brutale Schläge an den Kopf eigentlich nichts zu bedeuten haben. Ist nur eine vorübergehende Phase, fünf Minuten später muss ich wieder ganz fest daran glauben, geliebt zu werden, und die heile Familie spielen.

    Da ich schon lange nicht mehr bei diesen Psychos wohne und auch schon eine Menge tolle Erfolge hatte in meinem Leben, habe ich ein ganz gutes Selbstvertrauen. Manchmal vertraue ich eher zu sehr darauf, dass mich die Leute mögen, nur weil sie freundlich oder normal zu mir sind.

    So gesehen denke ich, dass bei mir das Problem ganz sicher nicht in Minderwertigkeitskomplexen liegt. Es ist eher mein großes Selbstbewusstsein, das das Mobbing noch provoziert. Aber ich habe definitiv gelernt, auf Gewalt vollständig falsch zu reagieren.

    Audrey

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    • #3
      AW: Würdet ihr von euch selbst behaupten ihr habt ein gutes Selbstvertrauen?

      Hallo Goldenice und Audrey,
      genauso sehe ich das auch. Habe auch dasselbe Verhalten wie Goldenice, und ich denke auch: hoffentlich mögen die Leute mich.
      Ich glaube, jemand der Selbstvertrauen hat, dem ist es egal, ob die anderen ihn mögen, der macht einfach, was er will...oder?
      Gruß, katze.

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      • #4
        AW: Würdet ihr von euch selbst behaupten ihr habt ein gutes Selbstvertrauen?

        Hallo golden ice,

        ich denke von mir, dass ich keine Opferpersönlichkeit habe. Ich sage manchmal Nein, wenn ich was machen soll, was ich nicht machen muss und manchmal sage ich Ja, weil ich einsehe, dass es gerade nicht anders möglich ist. Es kommt bei mir immer auf die Begründung an. Wenn die anfangen mich auszunutzen, mache ich das auch deutlich. Das passsierte mir daher auch selten.
        Mir passieren eher merkwürdige Anspielungen auf mein Aussehen, meine Bekleidung, mein Privatleben, oder so. Wenn ich vorher nichts darüber preisgegeben habe, weiß ich, dass Rufmord und Informationen von "meinen Feinden" im Spiel sind.
        Da gibt es schon gelgegentlich Leute, die richtig drauf rumhacken, vielleicht aus eigenem Frust heraus?

        Ich neige dazu, am Anfang einen Vertrauensvorschuß zu gewähren. Das ist leider nicht mehr zu 100% angebracht. Die Neuen werden doch meistens gemobbt, weil eine neue Person in den Augen der Langzeitbeschäftigten immer Veränderungen mit sich bringt, die nicht positiv bewertet werden, leider. Klar gibt es Veränderungen im Gefüge, wenn eine Person hinzukommt. Aber wer entscheidet denn, ob die dazu passt, oder nicht? Es sind die Langzeitbeschäftigten, die ja mit der Zeit unflexibel geworden sind oder einen Stil entwickelt haben, Jemanden zu mobben, den sie persönlich zwar gar nicht kennen, aber den eine andere Person rufmordet. Bei solchen Menschen will ich gar nicht um Anerkennung ringen, denn die sind mir einfach zu dumm!
        Wenn den Kollegen was an mir nicht gefällt in der Zusammenarbeit, können sie das mitteilen und dann werde ich das verändern, wenn es einsehbar ist. Sonst aber nicht!
        Ich hatte schon Arbeitplätze, wo jede krumm liegende Locke von mir thematisiert wurde!
        Ich arbeite, weil mein Beruf mir Freude macht, ich glaube, den gut zu können und ich meinen Lebensunterhalt finanzieren möchte. Niemals würde ich mich in so Gruppen begegeben, die andere Menschen fertig machen.
        Ich bin gut und ich mache sowas nicht, weil ich es nicht nötig habe! Die Guten, die ich kennenlernte, die das gemacht haben, sich haben kaufen lassen, sind fast alle am Herzen erkrankt. Sie haben gegen ihre Natur etwas Falsches getan; einen anderen Menschen bösartig behandelt und deshalb sind sie krank geworden. Das schlechte Gewissen hat ihr Herz und ihre Seele angenagt und das ist keine "Küchenpsychologie"!
        Die Bösen, die anderen Menschen Bösartiges antun, die erblühen regelrecht, weil sie es verheimlichen bis zum Schluss. Man sieht es an ihrem sadistischem Grinsen, manchmal! Wenn sie ihre Maske fallen lassen!

        Egal was andere Leute sagen, ich beherzige die "goldene Regel". Ich nehme es mir zumindest vor.
        LG
        Ibag

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        • #5
          AW: Würdet ihr von euch selbst behaupten ihr habt ein gutes Selbstvertrauen?

          Es gibt ein Reihe von Untersuchungen die belegen dass laute, aggressive Personen leichter durchs Leben kommen. Es gibt auch die sog. Opferpersönlichkeit, das sind Personen die bereits durch ihre Haltung kriminelle Übergriffe provozieren. Leider gibt es auch noch die "Krebspersönlichkeit" die z. B. den Ärger in sich reinfrisst und damit den Körper auf Selbstvernichtung programmiert.
          Dazu gibt es jede Menge Statistiken die diese Erkenntnisse scheinbar lückenlos belegen.

          Aber, es gibt auch die Rennfahrerecke auf fast jedem Dorffriedhof. Dort ruhen die jungen Motorrad- und Autofahrer, die weder eine Opferpersönlichkeit, noch eine Krebspersönlichkeit hatten und die auch selten gemobbt wurden.
          Wer mobbt schon einen 2 m Mann, der in seiner Lederkombi lässig von der Harley steigt ?

          Ob die eine oder andere Eigenschaft in ihrer Gesamtwirkung auf das Leben wirklich nachteilig ist, lässt sich individuell erst gegen Ende des Lebens beurteilen und auch da kommt es noch auf den jeweiligen Standpunkt an den der Beurteilende einnimmt.


          Banales Beispiel: Bei der Dschungelprüfung war Ramona Leis von Anfang an auf Krawall gebürstet. Nach der Theorie zur Vermeidung von Mobbing hätte sie eigentlich obsiegen müssen. Die übergeordnete Instanz, nämlich die Zuschauer, haben sie aber sang- und klanglos verschwinden lassen.

          In manchen Mobbingsituation genügt es die Betrachtungsebene zu wechseln um zu erkennen was für ein bedeutungsloses und lächerliches Spiel läuft.

          Ich persönlich habe schon Mobbing dadurch überwunden indem ich mich geweigert habe darüber nach zu denken.

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