Hallo miteinander,
bei mir wird es ernst. Mein Arbeitgeber will mich nicht kündigen (obwohl mir das im Dezember versprochen worden war). Ich habe also meine Eigenkündigung getippt und werde sie Montag abgeben. Ich ärgere mich so, dass ich nicht gleich in der Probezeit im Oktober gekündigt habe, als mir der Gedanke zum ersten Mal kam! Stattdessen bin ich jetzt nur hingehalten worden und habe diverse formale Schwierigkeiten! Je mehr ich drüber lese, umso kitzeliger erscheint mir meine Situation.
Nun habe ich heute in der Broschüre vom Arbeitsamt gelesen, dass ich, wenn ich selbst gekündigt habe, meine Gründe dafür beim Arbeitsamt offen legen muss. Das bringt mich etwas ins Schwitzen. Ich tendiere gerade dazu, zu behaupten, es gäbe keinen guten Grund und Punkt. Aber ich glaube, damit verspiele ich nicht nur drei Monate Arbeitslosengeld während der Sperrfrist (die hab ich eh schon aufgegeben), sondern womöglich auch noch die Hoffnung auf Gründungszuschuss. Mit dem Gründungszuschuss wird es sowieso etwas kitzelig, weil ich eigentlich vor der Gründung gar keine Aufträge annehmen darf. Ich BIN ja noch nicht selbständig. Ich werde also so tun als sei ich für die Aufträge, die ich nach der Gründung bearbeite, auch erst nach der Gründung beauftragt worden. Ich habe auch schon mit einem Kunden gesprochen, dass ich die Rechnung erst im Juli stellen darf. Und dann bleiben noch zwei kleine Aufträge vor der Gründung, die ich als Nebentätigkeit neben meiner 80%igen Anstellung hoffentlich unterbringen darf. So weit habe ich das schonmal sortiert.
Aber der Kündigungsgrund macht mir Sorgen. Ich kann ja das Wort "Mobbing" beim Arbeitsamt nicht verwenden. Erstens kann ich das Mobbing nicht nachweisen und zweitens hat mein Arbeitgeber ja geeignete Maßnahmen ergriffen, um das Mobbing zu beenden. Mit meinem neuen Chef komme ich gut aus und der hilft mir auch, meine bisherigen Probleme zu lösen. Somit könnte ich ja nun vernünftig betrachtet dortbleiben.
Ich kann aber deshalb nicht, weil ich seit Monaten nicht mehr richtig schlafen kann und auch weiterhin nicht richtig schlafe. Ich gehe mit Angst zur Arbeit. Ich fühle mich dort unwohl und sogar beobachtet. Ich vertraue da fast keinem mehr. Ich habe durch den Schlafmangel hohen Blutdruck (Nasenbluten!) und meiner Meinung nach auch eine leichte Depression.
Ich habe aber keine Lust, zum Arzt zu gehen und mir dort Paranoia und Depression attestieren zu lassen. Auch wenn mir das beim Arbeitsamt sicher helfen würde.
Hm, ich finde das jetzt irgendwie kniffelig und schwierig zu entscheiden, wie ich meine Kündigung beim Arbeitsamt begründen soll. Ganz grundlos kündige ich ja nicht.
Ich habe auch ein paar andere mögliche Kündigungsgründe aufgeschrieben wie "Ich passe nicht in die Firmenkultur" oder "persönliche Differenzen mit einer Führungskraft". Vielleicht könnte ich aber auch frühere Mobbingerfahrungen anführen. Weil es definitiv so ist, dass ich durch früheres Mobbing einen Knacks habe und deshalb empfindlich bin. Andererseits will ich auch nicht als komplett arbeitsunfähig dastehen. Man könnte dann ja auch fragen, ob ich als Selbständige dann nicht auch gleich beim ersten Widerstand zusammenklappe. Damit wäre mein gesamter Business Plan nicht machbar und ich wäre nicht förderwürdig.
Und so nebenbei frage ich mich, ob sie mir wirklich einen neuen Chef gegeben haben, um mir etwas Gutes zu tun und mich zu behalten, oder ob es die ganze Zeit nur allein darum ging, eine Mobbingklage durch mich zu verhindern? Nur mal so gefragt. Was mich die letzten Monate vom Kündigen abhielt war ja u.a. dass ich sah, dass sie sich Mühe mit mir geben. Und daher dachte ich, vielleicht ist doch noch etwas zu retten. Aber gerade die letzten Tage zeigte sich wieder, dass man mir eben doch einiges nicht zutraut, was andere tun dürfen. Die trauen mir doch wirklich nur das 10-Finger-System zu. :-(
Audrey
bei mir wird es ernst. Mein Arbeitgeber will mich nicht kündigen (obwohl mir das im Dezember versprochen worden war). Ich habe also meine Eigenkündigung getippt und werde sie Montag abgeben. Ich ärgere mich so, dass ich nicht gleich in der Probezeit im Oktober gekündigt habe, als mir der Gedanke zum ersten Mal kam! Stattdessen bin ich jetzt nur hingehalten worden und habe diverse formale Schwierigkeiten! Je mehr ich drüber lese, umso kitzeliger erscheint mir meine Situation.
Nun habe ich heute in der Broschüre vom Arbeitsamt gelesen, dass ich, wenn ich selbst gekündigt habe, meine Gründe dafür beim Arbeitsamt offen legen muss. Das bringt mich etwas ins Schwitzen. Ich tendiere gerade dazu, zu behaupten, es gäbe keinen guten Grund und Punkt. Aber ich glaube, damit verspiele ich nicht nur drei Monate Arbeitslosengeld während der Sperrfrist (die hab ich eh schon aufgegeben), sondern womöglich auch noch die Hoffnung auf Gründungszuschuss. Mit dem Gründungszuschuss wird es sowieso etwas kitzelig, weil ich eigentlich vor der Gründung gar keine Aufträge annehmen darf. Ich BIN ja noch nicht selbständig. Ich werde also so tun als sei ich für die Aufträge, die ich nach der Gründung bearbeite, auch erst nach der Gründung beauftragt worden. Ich habe auch schon mit einem Kunden gesprochen, dass ich die Rechnung erst im Juli stellen darf. Und dann bleiben noch zwei kleine Aufträge vor der Gründung, die ich als Nebentätigkeit neben meiner 80%igen Anstellung hoffentlich unterbringen darf. So weit habe ich das schonmal sortiert.
Aber der Kündigungsgrund macht mir Sorgen. Ich kann ja das Wort "Mobbing" beim Arbeitsamt nicht verwenden. Erstens kann ich das Mobbing nicht nachweisen und zweitens hat mein Arbeitgeber ja geeignete Maßnahmen ergriffen, um das Mobbing zu beenden. Mit meinem neuen Chef komme ich gut aus und der hilft mir auch, meine bisherigen Probleme zu lösen. Somit könnte ich ja nun vernünftig betrachtet dortbleiben.
Ich kann aber deshalb nicht, weil ich seit Monaten nicht mehr richtig schlafen kann und auch weiterhin nicht richtig schlafe. Ich gehe mit Angst zur Arbeit. Ich fühle mich dort unwohl und sogar beobachtet. Ich vertraue da fast keinem mehr. Ich habe durch den Schlafmangel hohen Blutdruck (Nasenbluten!) und meiner Meinung nach auch eine leichte Depression.
Ich habe aber keine Lust, zum Arzt zu gehen und mir dort Paranoia und Depression attestieren zu lassen. Auch wenn mir das beim Arbeitsamt sicher helfen würde.
Hm, ich finde das jetzt irgendwie kniffelig und schwierig zu entscheiden, wie ich meine Kündigung beim Arbeitsamt begründen soll. Ganz grundlos kündige ich ja nicht.
Ich habe auch ein paar andere mögliche Kündigungsgründe aufgeschrieben wie "Ich passe nicht in die Firmenkultur" oder "persönliche Differenzen mit einer Führungskraft". Vielleicht könnte ich aber auch frühere Mobbingerfahrungen anführen. Weil es definitiv so ist, dass ich durch früheres Mobbing einen Knacks habe und deshalb empfindlich bin. Andererseits will ich auch nicht als komplett arbeitsunfähig dastehen. Man könnte dann ja auch fragen, ob ich als Selbständige dann nicht auch gleich beim ersten Widerstand zusammenklappe. Damit wäre mein gesamter Business Plan nicht machbar und ich wäre nicht förderwürdig.
Und so nebenbei frage ich mich, ob sie mir wirklich einen neuen Chef gegeben haben, um mir etwas Gutes zu tun und mich zu behalten, oder ob es die ganze Zeit nur allein darum ging, eine Mobbingklage durch mich zu verhindern? Nur mal so gefragt. Was mich die letzten Monate vom Kündigen abhielt war ja u.a. dass ich sah, dass sie sich Mühe mit mir geben. Und daher dachte ich, vielleicht ist doch noch etwas zu retten. Aber gerade die letzten Tage zeigte sich wieder, dass man mir eben doch einiges nicht zutraut, was andere tun dürfen. Die trauen mir doch wirklich nur das 10-Finger-System zu. :-(
Audrey
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