Vor einem Jahr habe ich meinen neuen Job angefangen. Die Kollegin, mit der ich zusammenarbeite, nennen wir sie Kollegin A, ist schon von Anfang an im Betrieb und kennt sich natürlich super gut aus. Allerdings mauert sie mit den Informationen und es ist für mich wirklich ziemlich schwierig gewesen, mich einzuarbeiten. Hätte ich vom Chef und einer zweiten Kollegin nicht Unterstützung bekommen, wäre das mit der Einarbeitung nichts geworden. Die Kollegin A geht in 2 Jahren in Rente, meckert jetzt schon immer rum, was ihr alles nicht passt und zieht über andere Kollegen her. Mein Chef findet gut, wie ich mich so rasch eingearbeitet habe, mir mein eigenes Netzwerk aufgebaut habe, ermutigt mich und arbeitet auch an einer Strategie, wie wir den restlichen Wissenstransfer noch bewältigen. Es wird in absehbarer Zeit noch eine dritte Person kommen, damit wir, wenn Kollegin A in Rente geht, einen möglichst reibungslosen Übergang ohne größeren Verlust von Wissen haben werden. Ich denke auch, die Zeit geht um......aber leider steckt Kollegin A dick mit einer jungen Kollegin B aus einer anderen Abteilung zusammen, stundenlanges wegbleiben in der anderen Abteilung, wohin man mal schnell geht, um einen Beleg zu holen, Mittagspause sowieso.
Früher war Kollegin A ja alleine für die Arbeit zuständig - jetzt bin ich noch da und da kommen die ganzen Fehler zu Tage, die sie macht und die sie früher eben immer - ohne dass es gross aufgefallen ist- wieder korrigieren konnte. Dass Kollegin A das nicht so gefällt, kann ich mir vorstellen. Da Kollegin A momentan krank ist, ploppen die ganzen Fehler hoch und ich stelle fest, dass ziemlich viel nicht rund läuft und ein grosser Teil meiner Arbeitszeit geht dafür drauf, die Fehler wieder gerade zu rücken. Dadurch bleibt beinahe meine komplette eigentliche Arbeit liegen. Da wir beide aber ein in grossen Teilen identisches Arbeitsgebiet haben, kann ich ihre Sachen nicht liegen lassen - zumal ich nicht weiss, wann sie wieder kommt.
Zudem werden mir von Kollegin A Informationen vorenthalten - die Kollegin B behauptet dann, das könne nicht sein, dass ich davon nicht wüsste und ich solle nicht immer alles auf Kollegin A abwälzen, unterstellt mir, ich würde lügen. Es würde sie nicht interessieren, wenn A nicht da wäre, wäre ich als Stellvertreterin verantwortlich. Wenn ich von Absprachen keine Kenntnis habe oder Belege mir nicht vorgelegt werden, kann ich hierzu keine Auskunft geben und ich habe ihr zu verstehen gegeben, dass ich das mit A klären werde.
Ich bin mit Kollegin B schon im vergangenen Jahr mehrfach aneinander geraten, da sie anderen gegenüber einen ziemlich überheblichen Ton anschlägt und ein völlig launisches Verhalten an den Tag legt. Wir hatten uns diesbezüglich mal ausgesprochen und für eine Zeit war es etwas besser - da war sie schon so überfreundlich, dass es nicht mehr schön war. Aber das hat nicht lange gehalten - mittlerweile werde ich von Kollegin B völlig ignoriert, wenn sie bei uns vorbeikommt, um ihre Unterlagen abzuholen. Heute kam sie mal wieder - unter einem Vorwand und nur um zu spionieren - ich weiss, dass Kollegin B mit meiner Kollegin A privat telefoniert, wahrscheinlich wollte Kollegin B nur schnüffeln, wie die Lage ist damit sie Kollegin A berichten kann, was nun alles liegen bleibt und dass ich das alleine nicht hinbekomme.
Später hat es dann richtig gekracht, weil mir von Kollegin B mal wieder Lügen unterstellt wurden. Allerdings macht sie das immer auf eine ziemlich raffinierte, gerissene Art und Weise und ich bin leider nicht schlagfertig genug, um ihr sofort etwas entgegenzusetzen. Manchmal denke ich, es ist besser, das Gespräch mit Kollegin B einfach nur zu beenden - sonst würde ich mich vielleicht im Ton vergreifen. Auch Entscheidungen unseres Chefs, der bis letztes Jahr auch ihr Vorgesetzer war sowie Entscheidungen aus der Geschäftsführung werden von Kollegin B als nicht kompetent abgetan. Kollegin B versucht auch immer wieder, sich in mein Arbeitsgebiet einzumischen - ich bin ihr keine Rechenschaft schuldig, weshalb ich gewisse Lieferanten auswähle, dies betrifft nicht ihren Aufgabenbereich. Diesen Punkt habe ich bereits bei meinem Chef angesprochen und er stimmt mir 100% zu. Kollegin B hat ihr Wissen nur angelernt und noch nicht mal eine fundierte Ausbildung auf diesem Gebiet. Ich habe kein Problem mit Quereinsteigern solange sie sich nicht als der Topspezialist darstellen und dabei Spezialkenntnisse fehlen. Wegen Kollegin B sind auch schon zwei andere Kollegen aus ihrer Abteilung gegangen - beide waren lange krankgeschrieben und sind nicht mehr wiedergekommen.
Leider habe ich letztes Jahr während der Einarbeitung einige Fehler gemacht, die Kollegin B nicht bemerkt hat und durch einen Fehler einmal bei der Geschäftsleitung vermutlich nicht so gut dagestanden hat. Aber wo sie doch so schlau ist, hätte sie den Fehler bemerken müssen - bevor ich etwas an die Geschäftsleitung herausgebe, prüfe ich dreimal, ob es passt. Schon damals hatten wir eine heftige Auseinandersetzung, da ich unter einem enormen Zeitdruck die Fehler von Kollegin A korrigieren musste und nicht alle Informationen zur Verfügung hatte was zu dem Fehler führte. Mein Chef meinte seinerzeit schon, ach, darfst Du wieder die Fehler von anderen ausbaden. Irgend jemand muss etwas zu Kollegin B gesagt haben, weil anschliessend war sie dann ja so überfreundlich.
Lange Rede - kurzer Sinn....Kollegen ignorieren, wenn man das Büro betritt, Unterstellungen, Worte im Mund verdrehen.....fällt das noch unter "normale" Differenzen oder geht das schon in Richtung "Mobbing"??? Reagiere ich hier zu empfindlich? Die Grenze zu ziehen finde ich recht schwierig und ich möchte nicht als diejenige darstehen, die andere Kollegen diffamiert.
Mit allen anderen im Unternehmen komme ich gut aus. Ok, man ist nicht immer gleicher Meinung aber ich habe einen guten Draht zu den Kollegen und Kolleginnen und werde durchweg sehr gut akzeptiert. Viele kommen mit ihren Fragen direkt zu mir da ich in einigen Bereichen spezialisiert bin und das gefällt vermutlich Kollegin A auch nicht. Stört mich aber nicht ...das sitze ich aus und da bin ich immun. Sie hatte die gleichen Angebote für die Seminare wie ich und hat sie nicht genutzt.
Ich möchte jetzt, nachdem das Verhalten von Kollegin B mehrfach unangemessen war, und ich mit meinem Chef erst gestern ein Gespräch über respektvolles Umgehen miteinander hatte, eine grundsätzliche Aussprache im Beisein beider Abteilungsleiter, da ich nicht länger gewillt bin, dieses Verhalten zu tolerieren. Ich möchte nur eine vernünftige Basis erreichen, damit ich das Tagesgeschäft ohne irgendwelche Differenzen und im Sinne des Unternehmens abwickeln kann.
Ob es was hilft, weiss ich nicht aber wenn ich es nicht versuche, finde ich es nicht heraus. Ich hoffe nicht, dass ich mir irgendwie ein Eigentor schiesse. Vorab werde ich nochmal mit meinem Chef sprechen wie er die Angelegenheit sieht. Im Unternehmen wird grosser Wert auf einen respektvollen Umgang miteinander gelegt und im Fall von Mobbing würde die Geschäftsleitung der Sache auf den Grund gehen.
Könnte das funktionieren? Mir fällt momentan kein anderer Weg ein und ich möchte nicht als Opfer dastehen, das sich ohne Gegenwehr kleinkriegen lässt.
Gruss
Urmel
Früher war Kollegin A ja alleine für die Arbeit zuständig - jetzt bin ich noch da und da kommen die ganzen Fehler zu Tage, die sie macht und die sie früher eben immer - ohne dass es gross aufgefallen ist- wieder korrigieren konnte. Dass Kollegin A das nicht so gefällt, kann ich mir vorstellen. Da Kollegin A momentan krank ist, ploppen die ganzen Fehler hoch und ich stelle fest, dass ziemlich viel nicht rund läuft und ein grosser Teil meiner Arbeitszeit geht dafür drauf, die Fehler wieder gerade zu rücken. Dadurch bleibt beinahe meine komplette eigentliche Arbeit liegen. Da wir beide aber ein in grossen Teilen identisches Arbeitsgebiet haben, kann ich ihre Sachen nicht liegen lassen - zumal ich nicht weiss, wann sie wieder kommt.
Zudem werden mir von Kollegin A Informationen vorenthalten - die Kollegin B behauptet dann, das könne nicht sein, dass ich davon nicht wüsste und ich solle nicht immer alles auf Kollegin A abwälzen, unterstellt mir, ich würde lügen. Es würde sie nicht interessieren, wenn A nicht da wäre, wäre ich als Stellvertreterin verantwortlich. Wenn ich von Absprachen keine Kenntnis habe oder Belege mir nicht vorgelegt werden, kann ich hierzu keine Auskunft geben und ich habe ihr zu verstehen gegeben, dass ich das mit A klären werde.
Ich bin mit Kollegin B schon im vergangenen Jahr mehrfach aneinander geraten, da sie anderen gegenüber einen ziemlich überheblichen Ton anschlägt und ein völlig launisches Verhalten an den Tag legt. Wir hatten uns diesbezüglich mal ausgesprochen und für eine Zeit war es etwas besser - da war sie schon so überfreundlich, dass es nicht mehr schön war. Aber das hat nicht lange gehalten - mittlerweile werde ich von Kollegin B völlig ignoriert, wenn sie bei uns vorbeikommt, um ihre Unterlagen abzuholen. Heute kam sie mal wieder - unter einem Vorwand und nur um zu spionieren - ich weiss, dass Kollegin B mit meiner Kollegin A privat telefoniert, wahrscheinlich wollte Kollegin B nur schnüffeln, wie die Lage ist damit sie Kollegin A berichten kann, was nun alles liegen bleibt und dass ich das alleine nicht hinbekomme.
Später hat es dann richtig gekracht, weil mir von Kollegin B mal wieder Lügen unterstellt wurden. Allerdings macht sie das immer auf eine ziemlich raffinierte, gerissene Art und Weise und ich bin leider nicht schlagfertig genug, um ihr sofort etwas entgegenzusetzen. Manchmal denke ich, es ist besser, das Gespräch mit Kollegin B einfach nur zu beenden - sonst würde ich mich vielleicht im Ton vergreifen. Auch Entscheidungen unseres Chefs, der bis letztes Jahr auch ihr Vorgesetzer war sowie Entscheidungen aus der Geschäftsführung werden von Kollegin B als nicht kompetent abgetan. Kollegin B versucht auch immer wieder, sich in mein Arbeitsgebiet einzumischen - ich bin ihr keine Rechenschaft schuldig, weshalb ich gewisse Lieferanten auswähle, dies betrifft nicht ihren Aufgabenbereich. Diesen Punkt habe ich bereits bei meinem Chef angesprochen und er stimmt mir 100% zu. Kollegin B hat ihr Wissen nur angelernt und noch nicht mal eine fundierte Ausbildung auf diesem Gebiet. Ich habe kein Problem mit Quereinsteigern solange sie sich nicht als der Topspezialist darstellen und dabei Spezialkenntnisse fehlen. Wegen Kollegin B sind auch schon zwei andere Kollegen aus ihrer Abteilung gegangen - beide waren lange krankgeschrieben und sind nicht mehr wiedergekommen.
Leider habe ich letztes Jahr während der Einarbeitung einige Fehler gemacht, die Kollegin B nicht bemerkt hat und durch einen Fehler einmal bei der Geschäftsleitung vermutlich nicht so gut dagestanden hat. Aber wo sie doch so schlau ist, hätte sie den Fehler bemerken müssen - bevor ich etwas an die Geschäftsleitung herausgebe, prüfe ich dreimal, ob es passt. Schon damals hatten wir eine heftige Auseinandersetzung, da ich unter einem enormen Zeitdruck die Fehler von Kollegin A korrigieren musste und nicht alle Informationen zur Verfügung hatte was zu dem Fehler führte. Mein Chef meinte seinerzeit schon, ach, darfst Du wieder die Fehler von anderen ausbaden. Irgend jemand muss etwas zu Kollegin B gesagt haben, weil anschliessend war sie dann ja so überfreundlich.
Lange Rede - kurzer Sinn....Kollegen ignorieren, wenn man das Büro betritt, Unterstellungen, Worte im Mund verdrehen.....fällt das noch unter "normale" Differenzen oder geht das schon in Richtung "Mobbing"??? Reagiere ich hier zu empfindlich? Die Grenze zu ziehen finde ich recht schwierig und ich möchte nicht als diejenige darstehen, die andere Kollegen diffamiert.
Mit allen anderen im Unternehmen komme ich gut aus. Ok, man ist nicht immer gleicher Meinung aber ich habe einen guten Draht zu den Kollegen und Kolleginnen und werde durchweg sehr gut akzeptiert. Viele kommen mit ihren Fragen direkt zu mir da ich in einigen Bereichen spezialisiert bin und das gefällt vermutlich Kollegin A auch nicht. Stört mich aber nicht ...das sitze ich aus und da bin ich immun. Sie hatte die gleichen Angebote für die Seminare wie ich und hat sie nicht genutzt.
Ich möchte jetzt, nachdem das Verhalten von Kollegin B mehrfach unangemessen war, und ich mit meinem Chef erst gestern ein Gespräch über respektvolles Umgehen miteinander hatte, eine grundsätzliche Aussprache im Beisein beider Abteilungsleiter, da ich nicht länger gewillt bin, dieses Verhalten zu tolerieren. Ich möchte nur eine vernünftige Basis erreichen, damit ich das Tagesgeschäft ohne irgendwelche Differenzen und im Sinne des Unternehmens abwickeln kann.
Ob es was hilft, weiss ich nicht aber wenn ich es nicht versuche, finde ich es nicht heraus. Ich hoffe nicht, dass ich mir irgendwie ein Eigentor schiesse. Vorab werde ich nochmal mit meinem Chef sprechen wie er die Angelegenheit sieht. Im Unternehmen wird grosser Wert auf einen respektvollen Umgang miteinander gelegt und im Fall von Mobbing würde die Geschäftsleitung der Sache auf den Grund gehen.
Könnte das funktionieren? Mir fällt momentan kein anderer Weg ein und ich möchte nicht als Opfer dastehen, das sich ohne Gegenwehr kleinkriegen lässt.
Gruss
Urmel
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