Hallo zusammen,
da ich neu hier im Forum bin will ich mich erst mal kurz vorstellen und meine Geschichte erzählen.
Ich bin ein promovierter Naturwissenschaftler und bekam Anfang Mai letzten Jahres meinen ersten Job nach der Uni. Ihr könnt Euch sicher vorstellen, wie glücklich ich darüber war. Endlich eigenes Geld verdienen und das Gefühl "am-Ziel-angekommen-zu-sein" zu genießen.
Nun, bis Ende letzten Jahres lief es soweit ganz gut, ich bekam eine erste Gahltserhöhung und auch die Aussage durch den Geschäftsführer, dass ich eine gute Arbeit mache. Gleichzeitig zeigte sich aber auch ziemlich genau Ende letzten Jahres, dass eine neuer Produktbereich unserer Firma sich so nicht verwirklichen lässt, und dass die Entwicklung in diesem Bereich eingestellt wird. Zur Info: wegen dieser Entwicklung wurde ich eingestellt.
Zu diesem Zeitpunkt begann begann ich auch, so Einiges in diesem Unternehmen zu überblicken. Schon seit etwa 4 Jahren versuchten Vorgänger von mir die Entwicklung in diesem Bereich zum Erfolg zu bringen, was aber nicht möglich war (und ist).
Es begann also kurz vor Weihnachten für mich eine Situation, wie ich sie bisher noch nie erlebt habe. Mein Chef (der zugleich auch Geschäftsführer ist) begann mich gezielt zu erniedrigen. Einige Beispiele im Folgenden:
1. Als er mich unter Druck setzte und ich in seiner Gegenwart nervös wurde bezeichnete er mich vor Anderen als "nervöse Jungfrau"
2. Ich bekam durch ihn absolut sinnlose, ja zum Teil widersinnige Anweisungen und Aufträge.
3. Mir wurde als Druckmittel regelmäßig mit der Kündigung gedroht. Um dies abzuwenden sollte ich aber stets mein äußerstes Geben, und gleichzeitig keines meiner Projekte vernachlässigen. So seine Aussage in einem Email, das gleichzeitig an einen Kollegen weitergeleitet wurde (!).
4. Hinter meinem Rücken wurde ich durch diese Person schlecht gemacht.
Das ist nur ein kleiner Teil Sachen, die ich erlebt habe. Was auch seltsam ist: ich wurde gleichzeitig in keinem anderen Bereich eingesetzt. Und das, obwohl in letzter Zeit zwei weitere Angestellte eingestellt wurden.
Ich begann also langsam aber sicher zu realisieren, wohin die Sache gehen soll, nämlich: der will mich rausekeln und mich loswerden. In ähnlicher Weise wurde übrigens auch versucht, eine Mitarbeiter loszuwerden, der schon 20 Jahre in der Firma ist, und gute Arbeit leistet.
Daher begann ich schon frühzeitig Bewerbungen zu schreiben. Was aber nicht so ganz easy war, da mir diese Bossing-Situation bereits psychisch und körperlich, inklusive psychosomatischer Beschwerden (Herzschmerzen und Taubheitsgefühl im linken Arm!) sehr zugesetzt hat.
So kame es, wie es offensichtlich kommen musste: ich wurde kurzerhand zum 31.März 2012 gekündigt. Arbeitsrechtlich ist die Sache natürlich nicht rechtens, so dass ich wohl eine Abfindung bekommen kann. Es ergeben sich dadurch aber für mich äußerst schlimme Konsequenzen:
Die Kündigung erfolgte gerade mal nach 11 Monaten. So ziemlich jeder, bei dem ich mich bewerbe, wird da hellhörig. Im Zweifelsfall gegen den Bewerber, sag ich nur. Außerdem kann ich natürlich nicht die Sache so erzählen wie sie wirklich war. So bin ich derzeitig total am Ende, bin depressiv, habe massive Zukunftsängste und weiß nicht, wie es weitergehen soll. Und in so einer Stimmung kann man sich gut bewerben, da man ja "so" von sich überzeugt ist.
So, das ist nun meine Geschichte. Ich bin gespannt, in welche (positive oder negative, wer weiß das schon) Zukunft ich gehe. Ich merke nämlich, dass diese Sache seelische Wunden hinterlassen hat, und ich von großer Angst praktisch wie gelähmt bin. Zumindest habe ich nächste Woche einen Termin beim Psychologen, da ich merke, ohne fremde Hilfe schaffe ich es nicht mehr.
Was denkt ihr darüber? Kennt Ihr solche Erfahrungen? Eines weiß ich, ich mache eine gute Arbeit. Dies wurde mir in meiner Promotion bescheinigt. Ich bin also weder faul, dumm, noch sonst etwas.
MfG
da ich neu hier im Forum bin will ich mich erst mal kurz vorstellen und meine Geschichte erzählen.
Ich bin ein promovierter Naturwissenschaftler und bekam Anfang Mai letzten Jahres meinen ersten Job nach der Uni. Ihr könnt Euch sicher vorstellen, wie glücklich ich darüber war. Endlich eigenes Geld verdienen und das Gefühl "am-Ziel-angekommen-zu-sein" zu genießen.
Nun, bis Ende letzten Jahres lief es soweit ganz gut, ich bekam eine erste Gahltserhöhung und auch die Aussage durch den Geschäftsführer, dass ich eine gute Arbeit mache. Gleichzeitig zeigte sich aber auch ziemlich genau Ende letzten Jahres, dass eine neuer Produktbereich unserer Firma sich so nicht verwirklichen lässt, und dass die Entwicklung in diesem Bereich eingestellt wird. Zur Info: wegen dieser Entwicklung wurde ich eingestellt.
Zu diesem Zeitpunkt begann begann ich auch, so Einiges in diesem Unternehmen zu überblicken. Schon seit etwa 4 Jahren versuchten Vorgänger von mir die Entwicklung in diesem Bereich zum Erfolg zu bringen, was aber nicht möglich war (und ist).
Es begann also kurz vor Weihnachten für mich eine Situation, wie ich sie bisher noch nie erlebt habe. Mein Chef (der zugleich auch Geschäftsführer ist) begann mich gezielt zu erniedrigen. Einige Beispiele im Folgenden:
1. Als er mich unter Druck setzte und ich in seiner Gegenwart nervös wurde bezeichnete er mich vor Anderen als "nervöse Jungfrau"
2. Ich bekam durch ihn absolut sinnlose, ja zum Teil widersinnige Anweisungen und Aufträge.
3. Mir wurde als Druckmittel regelmäßig mit der Kündigung gedroht. Um dies abzuwenden sollte ich aber stets mein äußerstes Geben, und gleichzeitig keines meiner Projekte vernachlässigen. So seine Aussage in einem Email, das gleichzeitig an einen Kollegen weitergeleitet wurde (!).
4. Hinter meinem Rücken wurde ich durch diese Person schlecht gemacht.
Das ist nur ein kleiner Teil Sachen, die ich erlebt habe. Was auch seltsam ist: ich wurde gleichzeitig in keinem anderen Bereich eingesetzt. Und das, obwohl in letzter Zeit zwei weitere Angestellte eingestellt wurden.
Ich begann also langsam aber sicher zu realisieren, wohin die Sache gehen soll, nämlich: der will mich rausekeln und mich loswerden. In ähnlicher Weise wurde übrigens auch versucht, eine Mitarbeiter loszuwerden, der schon 20 Jahre in der Firma ist, und gute Arbeit leistet.
Daher begann ich schon frühzeitig Bewerbungen zu schreiben. Was aber nicht so ganz easy war, da mir diese Bossing-Situation bereits psychisch und körperlich, inklusive psychosomatischer Beschwerden (Herzschmerzen und Taubheitsgefühl im linken Arm!) sehr zugesetzt hat.
So kame es, wie es offensichtlich kommen musste: ich wurde kurzerhand zum 31.März 2012 gekündigt. Arbeitsrechtlich ist die Sache natürlich nicht rechtens, so dass ich wohl eine Abfindung bekommen kann. Es ergeben sich dadurch aber für mich äußerst schlimme Konsequenzen:
Die Kündigung erfolgte gerade mal nach 11 Monaten. So ziemlich jeder, bei dem ich mich bewerbe, wird da hellhörig. Im Zweifelsfall gegen den Bewerber, sag ich nur. Außerdem kann ich natürlich nicht die Sache so erzählen wie sie wirklich war. So bin ich derzeitig total am Ende, bin depressiv, habe massive Zukunftsängste und weiß nicht, wie es weitergehen soll. Und in so einer Stimmung kann man sich gut bewerben, da man ja "so" von sich überzeugt ist.
So, das ist nun meine Geschichte. Ich bin gespannt, in welche (positive oder negative, wer weiß das schon) Zukunft ich gehe. Ich merke nämlich, dass diese Sache seelische Wunden hinterlassen hat, und ich von großer Angst praktisch wie gelähmt bin. Zumindest habe ich nächste Woche einen Termin beim Psychologen, da ich merke, ohne fremde Hilfe schaffe ich es nicht mehr.
Was denkt ihr darüber? Kennt Ihr solche Erfahrungen? Eines weiß ich, ich mache eine gute Arbeit. Dies wurde mir in meiner Promotion bescheinigt. Ich bin also weder faul, dumm, noch sonst etwas.
MfG
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