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Mobbing der Doktoranden durch den Doktorvater

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  • Mobbing der Doktoranden durch den Doktorvater

    Hallo,
    ich brauche mal eure Hilfe oder einen guten Rat.
    Mein Freund ist Doktorand seit 2,5 Jahren. Sein Prof. ist als Chef ein wiederlicher Mensch.
    Er macht alle seine Doktoranden nieder, beschimpft sie, demotiviert sie sodass schon viele Frauen weinend sein Büro verlassen haben und auch immer wieder die Doktorandenzeit abgebrochen wird.
    Mein Freund ist mittlerweile sehr am Ende, ein sonst sehr starker Mann, der kurz vor einem burn out steht.
    Es gibt immer wieder Aussagen wie, alles was Sie schreiben ist scheiße, jede Änderung die der Chef will wird nach der Änderung auch als Mist dargestellt, er habe überhaupt keine Ahnung von dem was er tut, obwohl er nur auf Halbtagsbasis angestellt ist arbeitet er weit mehr als 40 Std. die Woche, oft auch noch am Wochenende von zu Hause aus oder und trotzdem wird er niedergemacht wenn er um 16,30h die Uni verlässt,... usw
    usw.
    was kann ich ihm raten, muß er sich alles gefallen lassen? Ist es wirklich so das sein Prof. einfach sagen kann: Ich sehe mich nicht mehr in der Lage sie zu betreuen und kann ihn kündigen? Diese Angst ist sehr groß und ich mache mir mittlerweile wirklich große Sorgen um ihn.
    Ich hoffe ihr könnt mir/uns hier weiterhelfen!
    Danke für jeden guten Rat.

  • #2
    AW: Mobbing der Doktoranden durch den Doktorvater

    Hallo,

    der Typ hat ein gravierendes Problem mit seinem Prof, der einfach ein dominanter Ar... ist. Er müsste ihm Paroli bieten. Wenn er das nicht kann und sich so absolut unterwirft, wird er nie seine Arbeit schaffen, denn der Prof. spielt mit ihm.

    Muss er denn unbedingt diesen Titel haben? Geht es nicht auch ohne? Wenn ja, sollte er ihm den ganzen Kram vor die Füße knallen und irgendwann später, irgendwo, nochmal mit Freude und Interesse zu seiner Arbeit stehen und die nicht ständig zensieren lassen. Das ist doch seine Arbeit, oder?
    Na, bei deinem Freund ist das jetzt nicht mehr seine Arbeit, sondern das Klopapier vom Prof.!
    Vielleicht, wenn er schöne Beine hätte....

    LG
    Ibag

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    • #3
      AW: Mobbing der Doktoranden durch den Doktorvater

      Zitat von Ibag Beitrag anzeigen
      Hallo,

      der Typ hat ein gravierendes Problem mit seinem Prof, der einfach ein dominanter Ar... ist. Er müsste ihm Paroli bieten. Wenn er das nicht kann und sich so absolut unterwirft, wird er nie seine Arbeit schaffen, denn der Prof. spielt mit ihm.

      Muss er denn unbedingt diesen Titel haben? Geht es nicht auch ohne? Wenn ja, sollte er ihm den ganzen Kram vor die Füße knallen und irgendwann später, irgendwo, nochmal mit Freude und Interesse zu seiner Arbeit stehen und die nicht ständig zensieren lassen. Das ist doch seine Arbeit, oder?
      Na, bei deinem Freund ist das jetzt nicht mehr seine Arbeit, sondern das Klopapier vom Prof.!
      Vielleicht, wenn er schöne Beine hätte....

      LG
      Ibag
      Wie?? Nietzsche möchte Doktor werden? Hat er das denn nötig? LOL

      mfg

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      • #4
        AW: Mobbing der Doktoranden durch den Doktorvater

        Mein Freund ist mittlerweile sehr am Ende, ein sonst sehr starker Mann, der kurz vor einem burn out steht.
        Es gibt immer wieder Aussagen wie, alles was Sie schreiben ist scheiße, jede Änderung die der Chef will wird nach der Änderung auch als Mist dargestellt, er habe überhaupt keine Ahnung von dem was er tut, obwohl er nur auf Halbtagsbasis angestellt ist arbeitet er weit mehr als 40 Std. die Woche, oft auch noch am Wochenende von zu Hause aus oder und trotzdem wird er niedergemacht wenn er um 16,30h die Uni verlässt,... usw
        usw.
        was kann ich ihm raten, muß er sich alles gefallen lassen? Ist es wirklich so das sein Prof. einfach sagen kann: Ich sehe mich nicht mehr in der Lage sie zu betreuen und kann ihn kündigen? Diese Angst ist sehr groß und ich mache mir mittlerweile wirklich große Sorgen um ihn.
        Ich hoffe ihr könnt mir/uns hier weiterhelfen!
        ***************************************Z itat von Niezsche

        Hallo,
        also, egal ob Männlein oder Weiblein, der Prof. will offensichtlich keine Weicheier, die ihren Doktor machen, nur wegen des Titels! Sie verteidigen ja nichtmal ihre Ausführungen und wissenschaftlichen Egebnisse! Im Gegenteil, sie lassen sich sofort dazu herab, zu ändern und lassen die Anderungen dann auch wieder als Scheiße von dem Prof bewerten!

        Also, ich würde so einen wankelmütigen Doktor nicht haben wollen und ihn auch nicht ernst nehmen! Jemand, der wirklich von dem überzeugt ist, was er schreibt, tut und will, der lässt sich nicht wie ein Spielzeug behandeln!

        Das" Weichei" sollte seinen Doktor später machen, nachdem er/sie ein stabiles Selbstwertgefühl aufgebaut hat! Der Titel der ihn/sie jetzt erwartet, ist der eines Schleimers! Der Prof. wird ihm den nicht geben, da bin ich mir sicher!

        Ähm, bist du sicher, dass du der richtige Berater bist für das Problem deines Freundes?

        LG
        Ibag

        P.S.: Ich weiß schon, ich bin manchmal sehr harrrt geworden! Dabei stehe ich nur zu mir selber und sonst nix!
        Ibag
        erfahrenes Forumsmitglied
        Zuletzt geändert von Ibag; 14.07.2012, 10:32.

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        • #5
          AW: Mobbing der Doktoranden durch den Doktorvater

          Oh, ich sehe das anders. Dieses Machtgehabe ist ganz normal in der Wissenschaft, quer durch alle Fächer. Die Führungskultur der Wissenschaft wurde im Mittelalter ausgebildet und die alten Traditionen leben weiter. Es geht nach dem Motto "Nur die Harten kommen in den Garten". Ich persönlich denke auch, dass durch diese gezielten Demütigungen der Chef seine eigene Inkompetenz verbirgt und außerdem den Mitarbeiter dazu ausbildet, selbst später ein Arschloch zu werden. Er wird dann seine Mitarbeiter auch schlecht behandeln nach dem Motto "Mir hat auch keiner was geschenkt".
          Ich kann überhaupt nicht dazu raten, sich irgendwie zu wehren oder irgendwo zu beschweren. Auch den Doktorvater zu wechseln wird vermutlich nicht möglich sein, denn dem Doktoranden gehört seine Doktorarbeit nicht, er hat sie ja als bezahlte Mitarbeiterleistung erbracht. Er würde beim anderen Prof - der auch kein netterer Chef ist! - ganz bei null anfangen müssen und außerdem seinen Ruf ruiniert haben. Jedes Fach ist klein genug, dass jeder jeden kennt.
          Darum gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Das Spiel mitspielen oder hinschmeißen. Das Spiel läuft nach den Regeln des Chefs und Demut ist angesagt. Sie muss ja nicht echt sein.
          Dein Freund sollte das Ganze als ein böses Spiel sehen. Es ist emotional hilfreich, sich zu sagen, dass man sich freiwillig um des Titels willen dafür entschieden hat, mitzuspielen. Dann fühlt man sich so halbwegs wieder als Herr seines Lebens. Nach 2,5 Jahren ist er ja hoffentlich schon recht weit und kann vielleicht schon Licht am Ende des Tunnels sehen. Der Prof will ja auch, dass gute Ergebnisse herauskommen. Jedes Institut zählt jedes Jahr seine veröffentlichten Publikationen, fertiggestellte Doktorarbeiten, eingeworbene Gelder. Der Prof hat also wenig Interesse daran, den Doktoranden am Publizieren zu hindern und es muss auch regelmäßig irgendein Doktorand fertig werden, so dass er auf seine Kennzahlen kommt. Daher ist es auch recht unwahrscheinlich, dass der Prof jemanden wirklich rausschmeißt und die Doktorarbeit abbricht. Solche Fälle passieren fast nie. Es geht nur darum, den Mitarbeiter schmerzhaft an der Kandare zu führen.
          Sorry, so ist das, so kenne ich meine Wissenschaft. Zumindest in Deutschland. In anderen Ländern ist es nicht so dramatisch. Wenn Dein Freund ernsthaft nicht mehr kann, könnte er mit seinem Prof sprechen und ihn fragen, ob er nicht ein halbes oder ganzes Jahr lang in ein Partnerinstitut im Ausland gehen kann. Schlimmstenfalls kann er auch im Ausland nochmal bei Null anfangen und eine Doktorarbeit schreiben. Das Wissen, das er in seinem Kopf hat, kann ihm keiner nehmen und seine bisherigen Veröffentlichungen auch nicht.

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          • #6
            AW: Mobbing der Doktoranden durch den Doktorvater

            PS: Hier noch ein passendes Zitat aus einem Roman von Pearl Buck ("Peony"): "Tu was man dir befiehlt und tu, was du willst. Wenn du klug bist, kannst du beides tun."

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            • #7
              AW: Mobbing der Doktoranden durch den Doktorvater

              Hallo Audrey,

              wenn du klug bist kannst du das, was du tun willst, heimlich tun. Das ganz bestimmt!

              Aber das, was du tun willst ,über das zu stellen, was du tun musst und was dir oder anderen schadet, ist wahre Größe!

              Du veränderst Nichts damit, das Richtige heimlich zu tun und den Befehlen Folge zu leisten.

              So ein Prof, der sagt, er quält nun seine Doktoranden, weil man ihm selber auch nichts geschenkt hat, der ist doch fehl am Platze. Genauso wie ein zukünftiger Doktor, der sich demütigen lässt; dies auch noch als Spiel betrachtet, Hauptsache er kriegt seinen Doktortitel.

              Ich würde die Doktoranden dieses Professors dazu überreden, dem Prof die Unterlagen vor die Füße zu knallen, damit der keinen mehr quälen kann, aus selbstherrlichen Gründen.
              Im Ausland gibt es sowas nicht? Das glaube ich gerne! Da gab es ja auch nie Nazis und deren Gefolge!

              LG
              Ibag

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              • #8
                AW: Mobbing der Doktoranden durch den Doktorvater

                Zitat von Ibag Beitrag anzeigen
                Im Ausland gibt es sowas nicht? Das glaube ich gerne! Da gab es ja auch nie Nazis und deren Gefolge!
                Über diesen Zusammenhang denke ich auch oft nach!!! Vieles was heute falsch läuft und gerade im Zusammenhang mit Mobbing kommt mir manchmal vor wie ein Überbleibsel der moralischen Vorstellungen des Dritten Reichs. Mit christlichem Abendland hat das nichts zu tun.

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                • #9
                  AW: Mobbing der Doktoranden durch den Doktorvater

                  Hallo Nietzsche76,
                  ich hoffe, mein Beitrag kommt nicht zu spät, da ja schon einige Tage vergangen sind. Ich arbeite selbst an einer deutschen Universität und das schon etliche Jahre. Das, was Du von Deinem Freund erzählst, habe ich mehrfach bei Kollegen / Kolleginnen, besonders in Abhängigkeitsverhältnissen wie z.B. während der Promotions- / Habilitationsphase erlebt. Das was AudreyHeburn weiter oben über die mittelalterlichen Führungspraktiken schreibt, kann ich nur unterzeichnen. Leider! Es ist widerlich und für die Betroffenen einfach unerträglich. Was ich aber wichtig finde: Ich halte es nicht für ratsam, zu versuchen, sich da ein dickes Fell anzueignen und stillzuhalten. Das Thema mobbing an Unis wird angesichts der prekären Lage des Mittelbaus mehr und mehr zum Thema und an manchen Unis gibt es inzwischen u.a. Beratungsstellen, an die man sich in dem Fall vertraulich wenden kann. Ich kann das nur empfehlen. Zum einen kann Dein Freund sich dort Unterstützung & Rat holen, zum anderen laufen in diesen Stellen auf diese Weise Informationen über derartig unfähige "Vorgesetzte" zusammen, die wichtig für das Personalmanagement sind. Auch wenn die Öffentlichkeit wenig davon mitbekommt: Es wird "intern" in solchen Fällen sehr wohl gehandelt . Ich finde es - nicht nur für sich selbst - ganz besonders wichtig, so etwas nicht einfach zu "schlucken". Ich drücke Deinem Freund die Daumen, dass er dazu den Mut aufbringt, denn von den direkten Kollegen / Kolleginnen ist in solchen Fällen erfahrungsgemäß keinerlei Hilfe zu erwarten. Alle halten einfach aus, leiden und schauen bei dem Mobben zu... aus Angst und Sorge um ihre berufliche Zukunft.

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                  • #10
                    AW: Mobbing der Doktoranden durch den Doktorvater

                    Zitat von AudreyHepburn Beitrag anzeigen
                    ... ob er nicht ein halbes oder ganzes Jahr lang in ein Partnerinstitut im Ausland gehen kann...
                    ... ich will hier bestimmt keine Hoffnungen zerstören, aber zumindest im europäischen Ausland läuft es nicht anders als hier. Besonders dort, wo auch Stellenknappheit und Befristungen an der Tagesordnung sind...

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                    • #11
                      AW: Mobbing der Doktoranden durch den Doktorvater

                      Hallo Patrizia 234,

                      ich bein froh, dass es einen Hoffnungsschimmer gibt. Intern läuft ein eigenes Modell in Beratungsstellen ab und die hören zu, wenn man sich über Mobbing in den Unis beschwert.

                      Das ist sehr lobenswert!

                      Niemand darf stillhalten, wenn er gequält wird. Allein durch das Offenmachen der Problematik kann eine Veränderung erfolgen, wenn auch langsam.

                      LG
                      Ibag

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                      • #12
                        AW: Mobbing der Doktoranden durch den Doktorvater

                        Hallo Ibag,

                        ja, leider geht das nur langsam, aber wichtig ist: es tut sich überhaupt etwas! Gerade für das Tabu-Thema "mobbing in der Wissenschaft" ist es so wichtig, dass es überhaupt als Thema wahrgenommen und beachtetwird. Leider fühlen sich viele Betroffene viel zu erdrückt von ihrer Situation, um sich anderen zu öffnen. Und die "Vereinzelung" der Personen macht es den Mobbern natürlich noch einfacher... außerdem habe ich den Eindruck, dass gerade Akademiker es als peinlich empfinden, sich zu outen. Zumal ja immer noch viele falsche Infos über sog. Opfer-Persönlichkeiten in unserer Gesellschaft kursieren und leider fortlaufend reproduziert werden...

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                        • #13
                          AW: Mobbing der Doktoranden durch den Doktorvater

                          Zitat von Patricia234 Beitrag anzeigen
                          ... ich will hier bestimmt keine Hoffnungen zerstören, aber zumindest im europäischen Ausland läuft es nicht anders als hier. Besonders dort, wo auch Stellenknappheit und Befristungen an der Tagesordnung sind...
                          Auf der anderen Seite des Zauns ist das Gras also auch nicht grüner?

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                          • #14
                            AW: Mobbing der Doktoranden durch den Doktorvater

                            Zitat von Patricia234 Beitrag anzeigen
                            Hallo Ibag,

                            ja, leider geht das nur langsam, aber wichtig ist: es tut sich überhaupt etwas! Gerade für das Tabu-Thema "mobbing in der Wissenschaft" ist es so wichtig, dass es überhaupt als Thema wahrgenommen und beachtetwird. Leider fühlen sich viele Betroffene viel zu erdrückt von ihrer Situation, um sich anderen zu öffnen. Und die "Vereinzelung" der Personen macht es den Mobbern natürlich noch einfacher... außerdem habe ich den Eindruck, dass gerade Akademiker es als peinlich empfinden, sich zu outen. Zumal ja immer noch viele falsche Infos über sog. Opfer-Persönlichkeiten in unserer Gesellschaft kursieren und leider fortlaufend reproduziert werden...
                            Bei uns an der Uni hat es sogar mal einen Fall gegeben wo ein Professor Doktorandinnen sexuell missbraucht hat. Sie haben trotzdem still gehalten, weil sonst ihre jahrelange Arbeit an ihrer Doktorarbeit für die Tonne gewesen wäre. Erst als zwei sich zusammenschlossen und vor Gericht gingen, melden sich noch vier (!) andere Doktorandinnen, mit denen er dasselbe getan hat. Das Traurige ist: Er wurde zwar verurteilt, aber die Doktorarbeiten waren trotzdem für die Tonne. Ich weiß nicht, ob sie woanders nochmal bei null anfingen oder die Wissenschaft gleich vollständig verließen. Seufz!
                            Das Märchen von der Opferpersönlichkeit finde ich auch ekelhaft. Die Macht des Doktorvaters ist wirklich sehr groß. Bei mir änderte sich z.B. alle paar Monate mein Thema. Zufällig immer zwei Tage nachdem ich mich auf die Hinterbeine gesetzt hatte und der Ausbeutung in einem konkreten Fall Widerstand geleistet hatte. Jedes Mal änderte sich das Thema derart, dass ich meine Literaturrecherche und alle Arbeit der letzten Monate in die Tonne treten musste. Und da fragt man sich schon, ob man für jedes freie Wochenende, das man sich erkämpft, mehrere Monate Arbeit opfern will. War eine schwierige Entscheidung. Sexuelle Dienstleistungen hätte ich aber nicht erbracht!
                            Audrey

                            Kommentar


                            • #15
                              AW: Mobbing der Doktoranden durch den Doktorvater

                              Zitat von AudreyHepburn Beitrag anzeigen
                              Auf der anderen Seite des Zauns ist das Gras also auch nicht grüner?

                              ... nein, leider teilweise genauso verfault wie hier
                              !

                              Natürlich nicht überall, denn es gibt - wie hier in Deutschland auch - durchaus tolle Professoren, die es nicht nötig haben, ihre Doktoranden zu drangsalieren und stattdessen in ihrer Laufbahn fördern. Aber z.B. in Großbritannien und Frankreich (dort habe ich selbst mehrere Jahre gelebt) ist die Situation für den wissenschaftlichen Mittelbau ebenso prekär wie hier: große Abhängigkeit zum Prof., Stellenkürzungen seit Jahren und harter Konkurrenzkampf um die wenigen, befristeten Teilzeitstellen oder Stipendien. Ideale Bedingungen also, um die Abhängigkeit der Mitarbeiter für Lehre & Forschung (z.B. Doktoranden müssen die Arbeit der Profs übernehmen und kommen dadurch nicht zu ihrer Diss.) auszunutzen. Leider gibt es wenig Solidarität unter den Betroffenen. Es herrscht auch dort die Devise: Jeder ist sich selbst der Nächste. Einzelkämpfertum par excellence... gar nicht gesund Ich würde den Schritt an eine Uni in's Ausland deshalb nur empfehlen, wenn vorher bereits gute Netzwerke bestehen und auch nur dann, wenn die Sprachkenntnisse wirklich sehr gut sind. Ich mag mir nicht ausmalen, wie es sein muss, in eine ernsthafte Konfliktsituation zwischen Mitarbeitern zu geraten und mich in der Landessprache nicht ausreichend verteidigen zu können... der blanke Horror...

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