AW: Mobbing der Doktoranden durch den Doktorvater
Ein ganz klares NEIN, das kann kein Prof einfach so. Das Arbeitsverhältnis wird mit der Universität geschlossen und nicht mit dem Prof. Schaut doch mal in den Arbeitsvertrag. Von Seiten der Universität besteht, wie bei anderen Arbeitgebern auch, eine Fürsorgepflicht gegenüber den Angestellten. Auch der Prof als - von der Universität eingesetzter - Fachvorgesetzter des wissenschaftlichen Angestellten ist daran gebunden. Er kann nicht einfach nach Lust und Laune entscheiden, dass er jemanden nicht mehr betreuen will, besonders wenn Dein Freund einen Arbeitsvertrag hat, in dem die wissenschaftliche Weiterqualifizierung festgeschrieben ist. Auch steht ihm nicht zu, Mitarbeiter zu kündigen. Dazu hat er die Befugnis gar nicht. Kündigungen können nur durch die Uni-Leitung erfolgen und auch das nur nach festgelegten Regeln (siehe: öffentlicher Dienst). Dazu gehören z.B. Abmahnungen, vorherige Mitarbeitergespräche usw. Ehe das überhaupt geschehen kann, müssen erstmal sehr trifftige Gründe vorgebracht werden. Stellt Euch mal vor, der Prof geht in's Personaldezernat und sagt: Ich will, dass der Herr X gekündigt wird, weil.... ja, rechtliche Gründe fallen mir nicht ein, aber außerdem habe ich keine Lust mehr, den zu betreuen. Lächerlich! Keine Chance.
Wie in jedem Angestelltenverhältnis gibt es übrigens auch hier einen Kündigungsschutz und: wissenschaftliche Angestellte haben das Recht, sich vom Personalrat beraten und unterstützen zu lassen. Und bei eventuellen Personalgesprächen begleiten zu lassen, sehr wichtig! Auch von denen kann man sich mal ganz vertraulich beraten lassen. Und als Letztes: Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist übrigens eine heilige Kuh - wichtige Aufgabe und Aushängeschild jeder vernünftigen Uni!
Also ich hoffe sehr, Euch zumindest in diesem Punkt ein wenig die Angst nehmen zu können.... falls Ihr dazu mehr wissen wollt, auch gerne per PN.
Zitat von Nietsche76
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Wie in jedem Angestelltenverhältnis gibt es übrigens auch hier einen Kündigungsschutz und: wissenschaftliche Angestellte haben das Recht, sich vom Personalrat beraten und unterstützen zu lassen. Und bei eventuellen Personalgesprächen begleiten zu lassen, sehr wichtig! Auch von denen kann man sich mal ganz vertraulich beraten lassen. Und als Letztes: Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist übrigens eine heilige Kuh - wichtige Aufgabe und Aushängeschild jeder vernünftigen Uni!
Also ich hoffe sehr, Euch zumindest in diesem Punkt ein wenig die Angst nehmen zu können.... falls Ihr dazu mehr wissen wollt, auch gerne per PN.

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