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'Nette Kollegin'

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  • 'Nette Kollegin'

    Ich arbeite im Öffentlichen Dienst, seit 18 Jahren, bin dann in Altersteilzeit weil mich der ständige Ärger mit dieser 'Kollegin' zuviel Kraft gekostet hat. Nun habe ich den Eindruck - ich bin jetzt auf halber Arbeitszeit - dass mich die Firma loshaben will. Meine Kollegin meldet meine 'Vergehen' bis ganz nach oben und ich werde dann - ohne jede Vorabinfo zur Schnecke gemacht mit Sachen die fünf Monate vorher angeblich passiert sind. Was da gemeldet worden ist lässt sich in keinster Weise belegen und ist auch schon zulange her - ich würde sagen an den Haaren herbeigezogen. Die sog. Abteilungsleiter decken sie komplett ab weil sie seit Jahren befreundet sind und früher auch zusammen in Urlaub sind. Ich bin die Böse und mir wurde massiv gedroht "es wird Konsequenzen haben und ich werde beobachtet". Fühle mich wie ein Schwerverbrecher und weiss nicht wie ich reagieren soll. Meine Kollegin geht seit Jahren manchmal eine Stunde oder sogar länger früher - sie wird gesehen - nichts passiert. Habe schon mehrere Mobbing-Hotlines angerufen, Personalrat etc.
    Wie soll ich reagieren - was kann ich tun?

  • #2
    AW: 'Nette Kollegin'

    Hallo Evelyna,
    ich kann mich gut in deine Situation einfühlen. Ich habe dieses jetzt fast 4 Jahre mitgemacht. Arbeite auch im Öffentl.Dienst in einer Klinik. Diese Kollegin wollte mich schon im Praktikum nicht haben. Sie war immer kühl und von oben herab.Sie selbst war am Anfang ihrer Arbeit in dieser Abteilung sehr unsicher und brauchte oft Hilfe. Nun mobbt sie jeden , der zu schnell gut wird und alles kann, das passt ihr nicht.Sie selbst kommt auch immer zu spät morgens,geht dauernd zum rauchen, isst und trinkt in der Abteilung ,ist überhaupt nicht erlaubt!!!Und das als Vorzeigechefin! Neue Mitarbeiter einarbeiten kann sie gar nicht.
    Jetzt habe ich auch keine Kraft mehr, immer dagegen anzukämpfen. Für was,für wen? Bevor ich einen Burn Out bekomme, habe ich mich in einer anderen Klinik beworben. Du wirst staunen, ich war in 5 Minuten eingestellt. Da war ich erst mal ein bisschen perplex. Der Chefarzt sagte, er wolle mich unbedingt, da ich sehr viele Qualitäten aufweise und auch in den 4 Jahren sehr viele Fortbildungen nachweisen kann. Jetzt beginne ich in der neuen Klinik und mir geht es sehr viel besser. Der Druck,gegen die andere anzukämpfen, immer alles korrekt zu machen.....ist komplett weg. Bitte versuche , dass du dich an dir selbst orientierst und evtl. auch einen Neuanfang wagen kannst.Drücke dir die Daumen!!!

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    • #3
      AW: 'Nette Kollegin'

      Hallo Evelyna2012,

      da Du im öffentlichen Dienst arbeitest und das bereits seit über 15 Jahren (eventuell auch über 45 Jahre alt bist), ist es grundsätzlich erstmal sehr, sehr schwierig, gekündigt zu werden. Es sei denn, Du kämst auf die Idee, silberne Löffel zu klauen .
      Also: Irgendwelche dubiösen Vorgänge, die von Seiten der Kollegen als "Vergehen" deklariert werden, reichen da ganz sicher nicht aus. Du schreibst selbst, dass die Vorwürfe buchstäblich an den Haaren herbei gezogen sind. Und selbst, wenn Dir mal Fehler unterlaufen sollten, was ja menschlich ist, dann würde das mit Sicherheit noch nicht mal für eine Abmahnung reichen. Also auf die von Dir erwähnten angedrohten "Konsequenzen" wäre ich ja mal sehr gespannt !!!

      Ich schreibe das deshalb, weil Du Dich, was das angeht, erstmal ganz in Ruhe zurücklehnen kannst, denn in der Hinsicht bist Du auf der sicheren Seite. Sich das wirklich klar zu machen, ist gerade in einer Situation, in der man das Gefühl hat bzw. sogar gesagt bekommt, dass man beobachtet wird, sehr wichtig.

      So, und aus dieser sicheren Position heraus lass' sie doch ruhig weiter suchen !

      Das ist einfacher gesagt, als getan, ich kann mir das durchaus vorstellen. Aber der Versuch lohnt sich, denn dadurch rückst Du Deine Position wieder etwas zu recht. Diese Position ist nämlich wesentlich besser, als man sie selbst in derartigen Situationen wahrnimmt.

      Dann würde ich empfehlen, Dich unter keinen Umständen mehr "zur Schnecke machen" zu lassen. Sollte ein weiteres Gespräch o.a. Art anstehen, dann bereite Dich gut darauf vor. Fordere ganz exakte Angaben darüber, was Dir wann, von wem, weshalb etc. vorgeworfen wird. Wichtig: Nimm' Dir Unterstützung / Zeugen mit in das Gespräch (möglicherweise Personalrat, wenn Du dort eine Vertrauensperson findest). Signalisiere Bereitschaft, Konflikte zu klären, aber lass' Dich nicht ungerecht behandeln. Wenn der Tonfall Dir gegenüber nicht korrekt sein sollte, dann weise die "Herrschaften" freundlich darauf hin, das zu unterlassen. Lass' ein Protokoll anfertigen (oder fertige selbst eines an), was beide Parteien unterschreiben. Tritt nicht als Opfer auf, sondern fordere Deine Rechte ein!

      Dann noch der Rat, alles (auch Zurückliegendes) genau zu dokumentieren. Stichwort Mobbing-Tagebuch. Für Dich selbst wichtig, da sich die Dinge unaufgeschrieben mit der Zeit verklären oder in Vergessenheit geraten) und auch als Sicherheitsvorkehr, falls Du es zu einem späteren Zeitpunkt als Beweis brauchen solltest.

      Hast Du schon einmal überlegt, eine Versetzung zu beantragen? Auch das wäre eine Möglichkeit, sich aus der Situation zu befreien, ohne finanzielle Nachteile zu erleiden (wie z.B. durch vorzeitiges Ausscheiden).

      Und last but not least: Es gibt natürlich durchaus Fälle im öffentlichen Dienst, wo Mitarbeiter durch Druck zum Ausscheiden bewegt werden sollen. Aus welchen Gründen auch immer. Besonders dann, wenn es nahezu unmöglich ist, dies durch eine Kündigung zu erreichen (Alter, Betriebszugehörigkeit, siehe oben). Ich würde da aber nicht unbedingt immer vom Schlimmsten ausgehen. Und selbst wenn sich diese Vermutung bewahrheiten sollte: Dann sollen sie Dir doch mal ein schickes Angebot machen )).

      Letztlich geht es natürlich auch darum, was Du für ein Ziel verfolgst: Möglichst schnell weg da und eine neue Stelle suchen, ist natürlich auch ein Weg. Aber vergiss' nicht, dass Du in einer guten Position bist. Gehen kannst Du immer noch, wenn Du es nicht mehr aushälst, aber dann zu DEINEN Bedingungen. Und die wollen natürlich überlegt sein!

      Und: Schnell geht doch im öffentlichen Dienst bekanntlich sowieso nichts, oder??? Hast Du nicht zufällig auch noch etwas Urlaub??? Das Wetter ist gerade so schön...

      Ich wünsch' Dir etwas Kampfgeist & drück' Dir fest die Daumen,

      Pat
      (kennt den öffentlichen Dienst auch von der schlechten Seite

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