Und der Haifisch, der hat Zähne, und die trägt er im Gesicht, und McHeath, der hat ein Messer, und das Messer sieht man nicht...
So ein Haifisch ist wenigstens ehrlich, der zeigt seine Waffen; ein Mobber arbeitet unentdeckt, zeigt sich nicht, wie er ist. Nur sein Opfer hat das zweifelhafte Vergnügen, seine Waffen kennenzulernen.
Ich bin so wütend, obwohl meine Mobbing-Geschichte schon mehr als 1 Jahr zurückliegt. Die Wut resultiert daraus, dass ich wegen des Mobbings seitens meines Chefs meine Arbeit aufgegeben habe, ohne Aussicht auf eine neue Arbeitsstelle, wohl wissend, dass ich auch nie wieder Arbeit finden würde. Ich war lange Jahre am selben Arbeitsplatz beschäftigt, hatte im Lauf dieser Jahre mehrere Vorgesetzte. Alle bescheinigten mir gute bis sehr gute Arbeitsleistungen, Motivation, Einsatzfreude, Verträglichkeit, Verschwiegenheit etc. Dann kam einer, dem paßte ich nicht. Das ließ er aber nicht gleich spüren. Er ließ mich stattdessen 1 Jahr glauben, alles sei o.k., dann legte er los. Erst langsam, kleine Sticheleien, die ich nicht ernst nahm, sondern höchstens mit Humor oder gar nicht kommentierte. Dann wurde er massiver, ich wehrte mich, suchte Gespräche. Die übrigen Mitarbeiter zogen sich unmerklich oder deutlich von mir zurück, ich geriet in eine Aussenseiterposition. Mit mir wurde wenig gesprochen, ich war verunsichert und konnte das alles nicht einordnen. Als seine Angriffe schwerer und schwerer und auch immer absurder wurden, beschwerte ich mich. Die Beschwerde wurde kommentiert, ich solle mal ne Therapie machen, mein Chef sei ein herzensguter Mann.
Also, was tun? Kurz und schlecht, ich habs noch 1 1/2 Jahre ausgestanden, immer isolierter und verzweifelter. Gewehrt habe ich mich trotzdem, habe immer wieder versucht, das Ganze zu klären. Ohne Erfolg.
Das Ende vom Lied, nach dem Motto, besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende: Ich habe mit Hilfe einer Rechtsanwältin einen Aufhebungsvertrag mit Abfindung ausgehandelt, wenigstend das. Die Entscheidung, mich dem Terror nicht mehr auszusetzen, bereue ich bis heute noch nicht. Was mir zu schaffen macht, sind mein angeschlagenes Selbstwertgefühl und die Tatsache, dass ich als Bossing-Opfer abgestraft wurde, dass mein Ruf geschädigt ist (auch wenn ich diejenigen, die diese Geschichte kennen, nicht unbedingt wiedersehe) und dass ich nie rehabilitiert wurde - wogegen mein ehemaliger Vorgesetzter keinerlei Probleme bekommen hat, sich der Loyalität aller um ihn herum und auch der Dienststelle sicher sein kann und so weiterlebt wie bisher. Das beißt an mir, ich habe immer noch Alpträume, die mir diesen Horror wiederbringen.
Wieso gibts kein Gesetz, das Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vor Mobbing und Bossing schützt? So, wie heute hier verfahren wird, schützt man die Täter. Die Opfer bleiben auf der Strecke.
Gruß, darkmoon:-/
So ein Haifisch ist wenigstens ehrlich, der zeigt seine Waffen; ein Mobber arbeitet unentdeckt, zeigt sich nicht, wie er ist. Nur sein Opfer hat das zweifelhafte Vergnügen, seine Waffen kennenzulernen.
Ich bin so wütend, obwohl meine Mobbing-Geschichte schon mehr als 1 Jahr zurückliegt. Die Wut resultiert daraus, dass ich wegen des Mobbings seitens meines Chefs meine Arbeit aufgegeben habe, ohne Aussicht auf eine neue Arbeitsstelle, wohl wissend, dass ich auch nie wieder Arbeit finden würde. Ich war lange Jahre am selben Arbeitsplatz beschäftigt, hatte im Lauf dieser Jahre mehrere Vorgesetzte. Alle bescheinigten mir gute bis sehr gute Arbeitsleistungen, Motivation, Einsatzfreude, Verträglichkeit, Verschwiegenheit etc. Dann kam einer, dem paßte ich nicht. Das ließ er aber nicht gleich spüren. Er ließ mich stattdessen 1 Jahr glauben, alles sei o.k., dann legte er los. Erst langsam, kleine Sticheleien, die ich nicht ernst nahm, sondern höchstens mit Humor oder gar nicht kommentierte. Dann wurde er massiver, ich wehrte mich, suchte Gespräche. Die übrigen Mitarbeiter zogen sich unmerklich oder deutlich von mir zurück, ich geriet in eine Aussenseiterposition. Mit mir wurde wenig gesprochen, ich war verunsichert und konnte das alles nicht einordnen. Als seine Angriffe schwerer und schwerer und auch immer absurder wurden, beschwerte ich mich. Die Beschwerde wurde kommentiert, ich solle mal ne Therapie machen, mein Chef sei ein herzensguter Mann.
Also, was tun? Kurz und schlecht, ich habs noch 1 1/2 Jahre ausgestanden, immer isolierter und verzweifelter. Gewehrt habe ich mich trotzdem, habe immer wieder versucht, das Ganze zu klären. Ohne Erfolg.
Das Ende vom Lied, nach dem Motto, besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende: Ich habe mit Hilfe einer Rechtsanwältin einen Aufhebungsvertrag mit Abfindung ausgehandelt, wenigstend das. Die Entscheidung, mich dem Terror nicht mehr auszusetzen, bereue ich bis heute noch nicht. Was mir zu schaffen macht, sind mein angeschlagenes Selbstwertgefühl und die Tatsache, dass ich als Bossing-Opfer abgestraft wurde, dass mein Ruf geschädigt ist (auch wenn ich diejenigen, die diese Geschichte kennen, nicht unbedingt wiedersehe) und dass ich nie rehabilitiert wurde - wogegen mein ehemaliger Vorgesetzter keinerlei Probleme bekommen hat, sich der Loyalität aller um ihn herum und auch der Dienststelle sicher sein kann und so weiterlebt wie bisher. Das beißt an mir, ich habe immer noch Alpträume, die mir diesen Horror wiederbringen.
Wieso gibts kein Gesetz, das Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vor Mobbing und Bossing schützt? So, wie heute hier verfahren wird, schützt man die Täter. Die Opfer bleiben auf der Strecke.
Gruß, darkmoon:-/