Guten Tag,
ich habe am 1. August 2012 eine Ausbildung zum Industriekaufmann begonnen und brauche wirklich Hilfe / euren Rat. Ich gehe davon aus, dass dieser Text ziemlich lang werden wird und hoffe, dass ihr diesen dennoch gründlich lesen werdet und mir gegebenenfalls helfen könnt.
Erst einmal zu meiner Person: Ich bin 20 Jahre alt, habe 2011 mein Abitur gemacht. Danach habe ich angefangen zu studieren, habe allerdings frühzeitig (1.Semester) gemerkt, dass mir dieses Fach bzw. Teilmodule nicht lagen, und es das beste wäre, erst eine Ausbildung zu absolvieren, um 1.) als Person zu wachsen und reifer zu werden und 2.) eine Sicherheit im Rücken für meinen nächsten Studiengang nach der Ausbildung zu haben.
Allerdings habe ich mir nicht einfach einen beliebigen Ausbildungsberuf gesucht, sondern habe einen gewählt, der mich von den Aufgaben her angesprochen hat und schon Teilbereiche meines Zielstudiums (Wirtschaftsinformatik) beinhaltet.
Meinen Charakter würde ich in Stichpunkten so zusammenfassen:
- hilfsbereit
- sensibel
- motiviert zu arbeiten
- meist gut gelaunt
- humorvoll
- Ironie könnte mein zweiter Name sein :-)
- kein Draufgänger, aber auch nicht ultra schüchtern => muss einen Menschen meist erst länger kennen, um wirklich offen mit ihm zu reden. Sage allerdings immer meine Meinung
- wegen vorheriger Eigenschaft fällt es mir meist schwer, viele Freundschaften mit neuen Leuten zu schließen, habe also eher meinen "Stammfreundeskreis".
Sooo, jetzt zu meinem Problem .... oder kann man es Mobbing nennen? Ich weiß nicht so wirklich, aber deshalb bin ich ja hier:
Ich hatte beim Vorstellungsgespräch meine Ausbilderin und den Personalleiter so sehr überzeugen können, dass sie mir gerne schon beim Rausgehen aus der Tür den Ausbildungsvertrag in die Hand gedrückt hätten.
Ein halbes Jahr später sah das dann schon ganz anders aus => Meine Ausbilderin sagte mir vor einigen Monaten ins Gesicht, wenn sie gewüsst hätte, dass ich so bin, wie ich jetzt bin, hätte sie mich niemals genommen.
Was habe ich zerbrochen? Tja, ich beschreibe mal mein Verhältnis zu ihr.
Beim Vorstellungsgespräch hatte ich ein wirklich gutes Gefühl, ich kam mit beiden super ins Gespräch und hatte den Eindruck, ein der nettesten Ausbilderinnen erwischt zu haben. // Ich muss selbst lachen, wenn ich das lese!!!
Wir sind 3 Azubis im 1. Lehrjahr und ich hatte das Vergnügen, bei meiner ersten Abteilung gleich im Büro ALLEINE mit meiner Ausbilderin 3 Monate lang sitzen zu dürfen. Habe ich mir anfangs ja nichts bei gedacht, ist ja eine nette Frau. Doch was in diesen 3 Monaten folgte, war wirklich Horror für meine Psyche.
An die Tatsache, morgens nur ein stumpfes, eintöniges und motivationsloses "morgen" zu hören, während der Schlüssel auf den Schreibtisch krachte, hatte ich mich gewöhnt. War auch kein Problem für mich, kann ja verstehen, dass man morgens nicht die beste Laune haben muss.
An die Tatsache, in 3 Monaten nicht ein richtiges Gespräch zu führen, was NICHT mit der Arbeit zu tun hatte, konnte ich mich ebenfalls gewöhnen .... wollte ich als lebensfroher und humorvoller Mensch aber nicht immer, was mich dazu veranlaget, zumindest so alle 2 Tage einmal mal mit einem kleinen Witz oder Versuch der Kommunikation die Stimmung aufzulockern.
=> Das war der größte Fehler, den ich hätte machen können. Ein Schuss ins eigene Knie, ein Eigentor .... wie man es auch immer nennen mag.
Die Tatsache, dass ich als Fahranfänger (hatte 3 Wochen meinen Führerschein und kam noch nichtmal mit meinem eigenen Auto so richtig klar), mir nicht zutraute, am zweiten Ausbildungstag mit einem Automatik-Firmenwagen (zu dem Zeitpunkt hatte ich aus den Theoriebögen nur gewusst, dass es beim Automatikauto sowas wie "kick-down" gib t.... das war es aber schon :P) ca. 40-50 Kilometer zu fahren, um etwas abzuholen, verstand sie wohl noch (hinter meinem Rücken sah es wohl auch anders aus). // Habe natürlich schnell versucht, das nachzuholen und bin zur Post öfters dann mal gefahren ..... mittlerweile fahre ich sehr gerne auch längere Strecken mit unseren Firmenautos :-)
Eines Tages kam zum wiederholten Male eine Frau, die ich zu dem Zeitpunkt erst von kurzen Gesprächen kannte, in unser Büro um etwas abzugeben. Als diese wieder draußen war, wagte ich das erste mal eine Konversation mit meiner Ausbilderin und sagte "Die Frau, die gerade hier war, scheint wirklich nett zu sein, komme gut mit ihr klar". Ich hatte ja jede Art von Antwort erwartet, aber die meiner Ausbilderin toppte alles. In einem sehr zickigen Ton antwortete sie:
"Herr W., wir sind hier nicht auf einem Ponyhof, mit wem sie klarkommen oder nicht interessiert mich nicht".
An dem Tag sagte ich kein Wort mehr, traute mich nichtmal, bei Aufgaben, die ich noch nicht so gut konnte, etwas nachzufragen, sondern machte nur die, die ich gut konnte, und nahm mir vor, am nächsten Tag darüber zu sprechen.
An einem anderen Tag dachte ich: "ja, endlich redet sie mit mir". Ich wurde gefragt, wie mein erste Berufsschultag war. Ich sagte, dass es ganz gut war, ich mich allerdings an manche Personen auf dem Schulhof gewöhnen muss, da das Niveau an der Schule doch teilweise nicht das höchste ist. Ihre Antwort, natürlich wieder total zickig: "Mich interessiert nicht, was da rumläuft, ich will wissen, wie der Unterricht war!!".
Dann lochte ich aus Versehen mal etwas, das eigentlich nur zusammengetackert werden sollte und sagte dann im Lachen: "So ein Mist, war gerade kurz in Gedanken woanders, und habe die Bestellung gelocht, kann ich das trotzdem so in die Ablage einordnen?" ... Ihre Antwort: "Mir geht es ehrlich gesagt am Arsch vorbei, ob sie etwas lochen oder nicht".
Nächste Geschichte: Ich habe unwahrscheinlich große Angst vor Wespen, und wie es der Zufall so will, schlich sich eine auf die Fensterbank unseres Büros und ich starrte schon die ganze Zeit auf diese, konnte mich aber noch gut beherrschen. Meine Ausbilderin "Haben sie ein Problem Herr W.?" , Ich: "Ja, ich habe schon seit Kind Angst vor Wespen", Sie: "Wie kann man Angst vor Wespen haben, die tun einem doch nichts" .... daraufhin machte sie das Fenster auf und packte die Wespe auf ein Stück Papier und schmiss sie raus. Daraufhin dachte ich, wenn ich schonmal mit ihr rede, kann ich ja mal die Konversation noch ein bisschen ausweiten und sagte "Ich hab schon seit kleines Kind Angst vor Wespen, da kann ich leider nichts gegen machen .... habe ich von meiner Mama geerbt, die springt auch immer sofort, wenn ne Wespe kommt."
Ihre Antwort, die so fotzig ausgedrückt war, wie ich es noch nie von ihr gehört hatte ... und ich hatte schon einiges mittlerweile gehört .... schockte mich und toppte einfach alles, was vorher so vorgefallen war:
"Herr W. fangen sie mal an ihr eigenes Leben zu leben, und nicht das ihrer Mutter!"
Mir fiel einfach gar nichts mehr dazu ein, ich bekam meinen Mund gar nicht mehr zu.
Tja, dann kam der Tag, an dem sie die Bürotür zu machte und mit mir reden wollte. Mir wurde vorgeworfen, total kindisch zu sein und dass sie ANGEBLICH von anderen Kollegen auch schon gehört hat, wie kindisch ich wäre. Sie hätte mich so ja niemals eingestellt. Sie überlegte, die Probezeit auf 4 Monate zu verlängern, ich würde in der nächsten Abteilung (Lager) ja bei den Leuten untergehen mit meiner Art (so nebenbei bin ich mittlerweile jetzt den 3. Monate im Lager und kommte mit JEDEM super zurecht). Sowas wie mich hätte sie ja noch nie gehabt. Sofort bekam ich innerlich Panik, denn wir sollten eigentlich nur 2 Azubis sein, einer rückte durch Vitamin B dazu. Wollte sie mich loswerden?
Das war für mich der absolute Schock .... Vor allem hatte ich bis dahin wirklich so gut wie NIE mit ihr, außer über die Arbeit, gesprochen, und habe meine Arbeit immer super gemacht, sie sagte sogar anfangs, ich sei wirklich schnell mit dem Lernen und Einarbeiten in unser Computersystem. Mir hatte bis dahin wirklich noch nie sowas ähnliches gesagt. Das passte alles vorne und hinten nicht, was sie mir vorwarf. Ich Idiot, mit Angst um meinen Ausbildungsplatz in der Probezeit, hätte ihr gerne die Meinung gegeigt, versuchte allerdings mein Verhalten zu rechtfertigen, sagte ihr sogar, dass ich schwul bin (ja bin ich wirklich, allerdings sieht man mir es als ex-Fußballer kein bisschen an^^). Ich war einfach total verzweifelt.
Ich änderte vor kurzem sogar meine Frisur, weil ich darauf auch immer angesprochen wurde (nicht von der Ausbilderin). "Prinz Eisenherz" wurde ich hinterm Rücken für meine Justin Bieber Frisur genannt, die ich nicht mehr trage, sondern nun etwas kürzer.
Lustigerweise hat sie ja immer sooo gute Laune gehabt (vorgespielt), wenn andere Kollegen ins Büro kamen, doch sobald ich mit ihr alleine war, zog sie sofort die Mundwinkel nach unten. Ich bekam auch öfters mit, wie sie mit einer "Freundin", die auch dort arbeitet über ne kranke Kollegin gelästert hatte. Sie scheint also allgemein ziemlich hinterfotzig zu sein.
Mittlerweile sitze ich im Lager und bin nur noch zwischenzeitlich oben in der Verwaltung. Hatte letzte Woche die Aufgabe, recht zügig für einen Eilauftrag aus einer 25km entfernten Stadt etwas abzuholen. Unsere Empfangsdame, welche die Autos verwaltet, hatte kein Auto mehr mit Einbau-Navi. Ich sagte daher, dass ich mich da nicht auskenne und ohne Navi schlecht fahren kann. Mir wurde also irgendwie noch ein Navi organisiert. Heute hab ich erfahren, dass unsere Empfangsdame dies meiner Ausbilderin erzählte und diese nun in der Fertigung, wo ich in einem Monat anfange, über mich lästerte. Es könnte ja nicht sein, dass ich nicht ohne Navi fahren will, ich hab einen Führerschein und kann ja bei google Maps alles ausdrucken usw. usw. usw.
Ich dachte echt, der Horror hat mit Abteilungswechsel ein Ende, doch das ganze geht durch das Geläster hinterm Rücken anscheinend erst richtig los. Sie reden laut Aussage der Azubis im 3.Lehrjahr so abfällig über uns, wahrscheinlich besonders über mich. Ich kann mittlerweile schon fast keinem mehr in die Augen schaun, ich nehme mir das ganze so sehr zu Herzen. Ich weiß nicht, wie es weitergehen soll.
Erst Mobbing direkt ins Gesicht, jetzt Mobbing hinterm Rücken.
Ich hab doch niemandem was getan, bin immer freundlich und zuvorkommend, mache meine Arbeit laut Aussage der Mitarbeiter super.
Ach jetzt hätte ich fast vergessen, was sie in meine Beurteilung für die Abteilung geschrieben hat.
Ich habe meine Aufgaben "voll erfüllt", als weitere Merkmale => fleißig, pünktlich, Verlässlichkeit.
Weitere Merkmale: "Kindliches Verhalten, reagiert ängstlich auf Aufgaben"
Ich konnte es kaum glauben, als ich das gelesen habe.
Bitte helft mir, wie ich mit dieser Situation umgehen soll!!!
(Habe bestimmt einiges hier vergessen, aber es sollte einen groben Überblick über meine Situation geben)
Gruß
Marcel
ich habe am 1. August 2012 eine Ausbildung zum Industriekaufmann begonnen und brauche wirklich Hilfe / euren Rat. Ich gehe davon aus, dass dieser Text ziemlich lang werden wird und hoffe, dass ihr diesen dennoch gründlich lesen werdet und mir gegebenenfalls helfen könnt.
Erst einmal zu meiner Person: Ich bin 20 Jahre alt, habe 2011 mein Abitur gemacht. Danach habe ich angefangen zu studieren, habe allerdings frühzeitig (1.Semester) gemerkt, dass mir dieses Fach bzw. Teilmodule nicht lagen, und es das beste wäre, erst eine Ausbildung zu absolvieren, um 1.) als Person zu wachsen und reifer zu werden und 2.) eine Sicherheit im Rücken für meinen nächsten Studiengang nach der Ausbildung zu haben.
Allerdings habe ich mir nicht einfach einen beliebigen Ausbildungsberuf gesucht, sondern habe einen gewählt, der mich von den Aufgaben her angesprochen hat und schon Teilbereiche meines Zielstudiums (Wirtschaftsinformatik) beinhaltet.
Meinen Charakter würde ich in Stichpunkten so zusammenfassen:
- hilfsbereit
- sensibel
- motiviert zu arbeiten
- meist gut gelaunt
- humorvoll
- Ironie könnte mein zweiter Name sein :-)
- kein Draufgänger, aber auch nicht ultra schüchtern => muss einen Menschen meist erst länger kennen, um wirklich offen mit ihm zu reden. Sage allerdings immer meine Meinung
- wegen vorheriger Eigenschaft fällt es mir meist schwer, viele Freundschaften mit neuen Leuten zu schließen, habe also eher meinen "Stammfreundeskreis".
Sooo, jetzt zu meinem Problem .... oder kann man es Mobbing nennen? Ich weiß nicht so wirklich, aber deshalb bin ich ja hier:
Ich hatte beim Vorstellungsgespräch meine Ausbilderin und den Personalleiter so sehr überzeugen können, dass sie mir gerne schon beim Rausgehen aus der Tür den Ausbildungsvertrag in die Hand gedrückt hätten.
Ein halbes Jahr später sah das dann schon ganz anders aus => Meine Ausbilderin sagte mir vor einigen Monaten ins Gesicht, wenn sie gewüsst hätte, dass ich so bin, wie ich jetzt bin, hätte sie mich niemals genommen.
Was habe ich zerbrochen? Tja, ich beschreibe mal mein Verhältnis zu ihr.
Beim Vorstellungsgespräch hatte ich ein wirklich gutes Gefühl, ich kam mit beiden super ins Gespräch und hatte den Eindruck, ein der nettesten Ausbilderinnen erwischt zu haben. // Ich muss selbst lachen, wenn ich das lese!!!
Wir sind 3 Azubis im 1. Lehrjahr und ich hatte das Vergnügen, bei meiner ersten Abteilung gleich im Büro ALLEINE mit meiner Ausbilderin 3 Monate lang sitzen zu dürfen. Habe ich mir anfangs ja nichts bei gedacht, ist ja eine nette Frau. Doch was in diesen 3 Monaten folgte, war wirklich Horror für meine Psyche.
An die Tatsache, morgens nur ein stumpfes, eintöniges und motivationsloses "morgen" zu hören, während der Schlüssel auf den Schreibtisch krachte, hatte ich mich gewöhnt. War auch kein Problem für mich, kann ja verstehen, dass man morgens nicht die beste Laune haben muss.
An die Tatsache, in 3 Monaten nicht ein richtiges Gespräch zu führen, was NICHT mit der Arbeit zu tun hatte, konnte ich mich ebenfalls gewöhnen .... wollte ich als lebensfroher und humorvoller Mensch aber nicht immer, was mich dazu veranlaget, zumindest so alle 2 Tage einmal mal mit einem kleinen Witz oder Versuch der Kommunikation die Stimmung aufzulockern.
=> Das war der größte Fehler, den ich hätte machen können. Ein Schuss ins eigene Knie, ein Eigentor .... wie man es auch immer nennen mag.
Die Tatsache, dass ich als Fahranfänger (hatte 3 Wochen meinen Führerschein und kam noch nichtmal mit meinem eigenen Auto so richtig klar), mir nicht zutraute, am zweiten Ausbildungstag mit einem Automatik-Firmenwagen (zu dem Zeitpunkt hatte ich aus den Theoriebögen nur gewusst, dass es beim Automatikauto sowas wie "kick-down" gib t.... das war es aber schon :P) ca. 40-50 Kilometer zu fahren, um etwas abzuholen, verstand sie wohl noch (hinter meinem Rücken sah es wohl auch anders aus). // Habe natürlich schnell versucht, das nachzuholen und bin zur Post öfters dann mal gefahren ..... mittlerweile fahre ich sehr gerne auch längere Strecken mit unseren Firmenautos :-)
Eines Tages kam zum wiederholten Male eine Frau, die ich zu dem Zeitpunkt erst von kurzen Gesprächen kannte, in unser Büro um etwas abzugeben. Als diese wieder draußen war, wagte ich das erste mal eine Konversation mit meiner Ausbilderin und sagte "Die Frau, die gerade hier war, scheint wirklich nett zu sein, komme gut mit ihr klar". Ich hatte ja jede Art von Antwort erwartet, aber die meiner Ausbilderin toppte alles. In einem sehr zickigen Ton antwortete sie:
"Herr W., wir sind hier nicht auf einem Ponyhof, mit wem sie klarkommen oder nicht interessiert mich nicht".
An dem Tag sagte ich kein Wort mehr, traute mich nichtmal, bei Aufgaben, die ich noch nicht so gut konnte, etwas nachzufragen, sondern machte nur die, die ich gut konnte, und nahm mir vor, am nächsten Tag darüber zu sprechen.
An einem anderen Tag dachte ich: "ja, endlich redet sie mit mir". Ich wurde gefragt, wie mein erste Berufsschultag war. Ich sagte, dass es ganz gut war, ich mich allerdings an manche Personen auf dem Schulhof gewöhnen muss, da das Niveau an der Schule doch teilweise nicht das höchste ist. Ihre Antwort, natürlich wieder total zickig: "Mich interessiert nicht, was da rumläuft, ich will wissen, wie der Unterricht war!!".
Dann lochte ich aus Versehen mal etwas, das eigentlich nur zusammengetackert werden sollte und sagte dann im Lachen: "So ein Mist, war gerade kurz in Gedanken woanders, und habe die Bestellung gelocht, kann ich das trotzdem so in die Ablage einordnen?" ... Ihre Antwort: "Mir geht es ehrlich gesagt am Arsch vorbei, ob sie etwas lochen oder nicht".
Nächste Geschichte: Ich habe unwahrscheinlich große Angst vor Wespen, und wie es der Zufall so will, schlich sich eine auf die Fensterbank unseres Büros und ich starrte schon die ganze Zeit auf diese, konnte mich aber noch gut beherrschen. Meine Ausbilderin "Haben sie ein Problem Herr W.?" , Ich: "Ja, ich habe schon seit Kind Angst vor Wespen", Sie: "Wie kann man Angst vor Wespen haben, die tun einem doch nichts" .... daraufhin machte sie das Fenster auf und packte die Wespe auf ein Stück Papier und schmiss sie raus. Daraufhin dachte ich, wenn ich schonmal mit ihr rede, kann ich ja mal die Konversation noch ein bisschen ausweiten und sagte "Ich hab schon seit kleines Kind Angst vor Wespen, da kann ich leider nichts gegen machen .... habe ich von meiner Mama geerbt, die springt auch immer sofort, wenn ne Wespe kommt."
Ihre Antwort, die so fotzig ausgedrückt war, wie ich es noch nie von ihr gehört hatte ... und ich hatte schon einiges mittlerweile gehört .... schockte mich und toppte einfach alles, was vorher so vorgefallen war:
"Herr W. fangen sie mal an ihr eigenes Leben zu leben, und nicht das ihrer Mutter!"
Mir fiel einfach gar nichts mehr dazu ein, ich bekam meinen Mund gar nicht mehr zu.
Tja, dann kam der Tag, an dem sie die Bürotür zu machte und mit mir reden wollte. Mir wurde vorgeworfen, total kindisch zu sein und dass sie ANGEBLICH von anderen Kollegen auch schon gehört hat, wie kindisch ich wäre. Sie hätte mich so ja niemals eingestellt. Sie überlegte, die Probezeit auf 4 Monate zu verlängern, ich würde in der nächsten Abteilung (Lager) ja bei den Leuten untergehen mit meiner Art (so nebenbei bin ich mittlerweile jetzt den 3. Monate im Lager und kommte mit JEDEM super zurecht). Sowas wie mich hätte sie ja noch nie gehabt. Sofort bekam ich innerlich Panik, denn wir sollten eigentlich nur 2 Azubis sein, einer rückte durch Vitamin B dazu. Wollte sie mich loswerden?
Das war für mich der absolute Schock .... Vor allem hatte ich bis dahin wirklich so gut wie NIE mit ihr, außer über die Arbeit, gesprochen, und habe meine Arbeit immer super gemacht, sie sagte sogar anfangs, ich sei wirklich schnell mit dem Lernen und Einarbeiten in unser Computersystem. Mir hatte bis dahin wirklich noch nie sowas ähnliches gesagt. Das passte alles vorne und hinten nicht, was sie mir vorwarf. Ich Idiot, mit Angst um meinen Ausbildungsplatz in der Probezeit, hätte ihr gerne die Meinung gegeigt, versuchte allerdings mein Verhalten zu rechtfertigen, sagte ihr sogar, dass ich schwul bin (ja bin ich wirklich, allerdings sieht man mir es als ex-Fußballer kein bisschen an^^). Ich war einfach total verzweifelt.
Ich änderte vor kurzem sogar meine Frisur, weil ich darauf auch immer angesprochen wurde (nicht von der Ausbilderin). "Prinz Eisenherz" wurde ich hinterm Rücken für meine Justin Bieber Frisur genannt, die ich nicht mehr trage, sondern nun etwas kürzer.
Lustigerweise hat sie ja immer sooo gute Laune gehabt (vorgespielt), wenn andere Kollegen ins Büro kamen, doch sobald ich mit ihr alleine war, zog sie sofort die Mundwinkel nach unten. Ich bekam auch öfters mit, wie sie mit einer "Freundin", die auch dort arbeitet über ne kranke Kollegin gelästert hatte. Sie scheint also allgemein ziemlich hinterfotzig zu sein.
Mittlerweile sitze ich im Lager und bin nur noch zwischenzeitlich oben in der Verwaltung. Hatte letzte Woche die Aufgabe, recht zügig für einen Eilauftrag aus einer 25km entfernten Stadt etwas abzuholen. Unsere Empfangsdame, welche die Autos verwaltet, hatte kein Auto mehr mit Einbau-Navi. Ich sagte daher, dass ich mich da nicht auskenne und ohne Navi schlecht fahren kann. Mir wurde also irgendwie noch ein Navi organisiert. Heute hab ich erfahren, dass unsere Empfangsdame dies meiner Ausbilderin erzählte und diese nun in der Fertigung, wo ich in einem Monat anfange, über mich lästerte. Es könnte ja nicht sein, dass ich nicht ohne Navi fahren will, ich hab einen Führerschein und kann ja bei google Maps alles ausdrucken usw. usw. usw.
Ich dachte echt, der Horror hat mit Abteilungswechsel ein Ende, doch das ganze geht durch das Geläster hinterm Rücken anscheinend erst richtig los. Sie reden laut Aussage der Azubis im 3.Lehrjahr so abfällig über uns, wahrscheinlich besonders über mich. Ich kann mittlerweile schon fast keinem mehr in die Augen schaun, ich nehme mir das ganze so sehr zu Herzen. Ich weiß nicht, wie es weitergehen soll.
Erst Mobbing direkt ins Gesicht, jetzt Mobbing hinterm Rücken.
Ich hab doch niemandem was getan, bin immer freundlich und zuvorkommend, mache meine Arbeit laut Aussage der Mitarbeiter super.
Ach jetzt hätte ich fast vergessen, was sie in meine Beurteilung für die Abteilung geschrieben hat.
Ich habe meine Aufgaben "voll erfüllt", als weitere Merkmale => fleißig, pünktlich, Verlässlichkeit.
Weitere Merkmale: "Kindliches Verhalten, reagiert ängstlich auf Aufgaben"
Ich konnte es kaum glauben, als ich das gelesen habe.
Bitte helft mir, wie ich mit dieser Situation umgehen soll!!!
(Habe bestimmt einiges hier vergessen, aber es sollte einen groben Überblick über meine Situation geben)
Gruß
Marcel


, werde einer, beobachte wie andere mit Ihr um gehen, dein Outing finde ich super, aber gehört deine Sexualität im Berufsleben, nein.

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