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Meine Chefin hat einen Kontrollwahn was kann ich tun

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  • Meine Chefin hat einen Kontrollwahn was kann ich tun

    Hallo Liebe Mitleidende..

    ich arbeite seit über 10 Jahren unter einer Chefin, die mich regelmässig zur Weissglut bringt.
    sie kontrolliert Dinge die sie meines Erachtens nichts angehen..

    ein BEispiel:
    wegen der Tasse die ich abspüle (meine) anstatt sie in die Spülmaschine zu stellen dsas wäre nicht effizient..


    alle stellen ihre Tasse in die Spülmaschine nur ich nicht, fängt sie abends wenn ich erledigt bin, zwischen Tür udn Angel eine Diskussion an.
    ich war gestresst und raste dann aus bzw weigere mich die Diskussion weiter zu führen.
    am nächsten TAg bekomme ich dann einen Termin reingesetzt wo sie dann mit mir darüber "reden" will, dass ich mich nicht angemessen verhalte bzw. nicht "anständig" mit ihr rede.
    das Ganze hat eine lange gEschichte, die ich gerne mal am Wochenende hier reinstelle.

    ich bin chronisch krank und kann den Stress nicht gebrauchen Meinees Erachtens geht es ihr um Machtdemonstration und Kontrolle auch bei der kleinsten Kleinigkeit.

    was kann man tun ausser kündigen-geht nicht wegen meines Alters von nun 58 Jahren.

    kennt Ihr sowas?

    danke fürs Zuhören.

    liebe Grüsse
    B.Anna

  • #2
    AW: Meine Chefin hat einen Kontrollwahn was kann ich tun

    Hallo Anna,

    wenn dass schon so lange geht, drehe den Spiess doch einfach mal um.

    Wenn Sie dich wieder dumm anmacht bleibe einfach ruhig, argumentiere sachlich und warte ab, wie sie sich verhält.

    Verhalte dich einfach mal so, wie sie es nicht von dir erwartet. Lass dich nicht mehr aus der Reserve locken, vielleicht reicht das ja schon, damit deine Chefin zu einem Umdenken kommt.

    Wenn sie dich tatsächlich nur provozieren will, nimmst du ihr so den Wind aus den Segeln.

    Ich wünsche dir gutes Gelingen und viel Kraft für deine verbleibenden Jahre

    Herzliche Grüße von Zauselchen

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    • #3
      AW: Meine Chefin hat einen Kontrollwahn was kann ich tun

      Hallo Anna,
      da hat Zauselchen den Nagel auf den Kopf getroffen. Ruhig argumentieren hat schon manchen "niedergestreckt".
      Du musst dich selber im Handeln und Denken stärken, indem du dir klar machst das jemand wegen einer Tasse die per Hand gespült wird keine Diskussion anfängt. So etwas ist doch idiotisch oder neurotisch. Ich stelle mir letzteres vor, deine Chefin hat außer einen Kontrollzwang bestimmt noch eine Sauberkeitstick, ist ziemlich schnell beleidigt und versteht mit Sicherheit keinen Spaß.
      Wenn du dann beim Disput mit ihr noch ausrastest, steigert sich das Ganze ins unermessliche da sie vermutlich glaubt immer im Recht zu sein. Also musst zu zu deinem Vorteil handeln, bleib ruhig und beiß dir lieber auf die Lippen bevor du auf ihr Geschwätz ein gehst. Gelassenheit kann man lernen, falls es nicht funktioniert.
      Viel Glück Minna

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      • #4
        AW: Meine Chefin hat einen Kontrollwahn was kann ich tun

        Hallo Ihr Lieben

        vielen Dank für Eure RAtschläge..das mit dem Ruhigbleiben gelingt manchmal aber es gibt Dinge ich finde das stösst sie an Grenzen, die mich nerven.
        da ich es mit Schilddrüse und Nebennieren habe, kann ich nicht immer ruhig bleiben, sondern raste eben manchmal aus..vor allem wenn sie mich unwissentlich provoziert.
        manchmal hab ich die Reaktion nicht im Griff, dann weiss ich , bei mir sind wieder die Hormone verrutscht. meistens pralle ich dann ausgerechnet mit ihr zusammen.
        deine Chefin hat außer einen Kontrollzwang bestimmt noch eine Sauberkeitstick, ist ziemlich schnell beleidigt und versteht mit Sicherheit keinen Spaß.
        ..ja das stimmt vor allem finde ich dass sie total unsicher ist und dass durch besonders hartes VErhalten zu vertuschen sucht. Irgendwo ist sie auf jeden FAll total neurotisch.

        irgendwas muss ich ja auch zu ihr sagen ,wenn sie mir abends die Diskussion aufdrängt.
        vor allem wenn alle anderen weg sind, weil dann hat man ja keine Zeugen...arrggg...

        das Schlimme ist ja dass ich jetzt wieder als der Depp dastehe und dieses "FEhlverhalten" meinerseit sicher beim nächsten Mitarbeitergespräch zur Sprache kommt.


        liebe Grüsse
        B.Anna
        Zuletzt geändert von B.Anna; 22.02.2013, 21:34.

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        • #5
          AW: Meine Chefin hat einen Kontrollwahn was kann ich tun

          Hallo liebe Anna,

          hast du dich schon an den Betriebsrat gewendet? Ich habe neulich einen interessanten Artikel gelesen über Mediation udn wie der Betriebsrat bei solchen Konflikten helfen kann: http://www.betriebsrat.de/portal/lex...link/mediation.

          Es ist wirklich schwierig wenn man in einer solchen Situation steckt, ich denke aber auch das Beste ist sich von dem anderen nicht provozieren zu lassen und einfach über Aussagen hinweg zu sehen.

          LG

          Soferl

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          • #6
            AW: Meine Chefin hat einen Kontrollwahn was kann ich tun

            Hallo B.Anna

            Den Spiess umdrehen könnte auch bedeuten sie ständig und mehrfach täglich zu fragen ob alles recht war heute.
            Stell doch Deine Tasse einfach in den Geschirrspüler und stell auf Durchzug wenn sie palavert. Was ist daran so schwer? Die Überwindung deines Stolzes?
            Gib ihr lieber schnell das Gefühl im Recht zu sein was die leidigen Diskussionen abkürzt.

            z.B. mit den Worten: Okay ist angekommen. Werde mich danach richten. Wird nicht mehr vorkommen.

            Wenn Du ihrem neurotischen Zwang nachkommst wird sie Mühe haben weiter zu bohren.
            Dein Widerstand beschwört ihr Verhalten herauf Dir zu zeigen wer hier das Sagen hat herauf.
            Der offenbar Deinerseits zu Tage tretende fehlende Respekt und die aus ihrer Sicht fehlende Achtung vor Ihrer Position scheinen mir eher die stärkeren Auslöser für ihr Verhalten zu sein als deren Pingeligkeit.
            Dass Sie das so nicht klar formuliert spricht nicht unbedingt für sie in Sachen Führungskompetenz. Doch irgendwelche wertschöpfenden Qualitäten muss sie offenbar haben. Sonst würde sie nicht schon Jahre dort sitzen wo sie ist.
            Was sind z.B. ihre unbestreitbaren Stärken? Wann hast Du ihr das letzte mal gesagt was Du an ihr schätzt? Auch ein Chef freut sich sehr über ein positives Feedback.

            Bist Du selbst "perfekt" und Deine Arbeit wie Verhalten über jeden Zweifel erhaben?
            Meine Meinung über mich persönlich: Ich bin es nicht. Und ich war in jungen, unerfahrenen Jahren manches Mal ein schwerer Brocken für meine Chefs.

            Ich habe wegen diesen Schwierigkeiten die sich dadurch ergaben versucht unentwegt dazu zu lernen.
            Um zu lernen gibt es erwiesenermassen keine Altersgrenze. Die einzigen Grenzen die der Mensch sich diesbezüglich setzt sind seine eigenen.
            Oft ist es unser gekränktes Ego das den neutralen Blick auf die Fakten trübt und die Situation sich im Kreis drehen oder gar bis zur Explosion eskalieren lässt

            Indem Du ihr das Gefühl gibst ihre Position endlich zu akzeptieren und zu respektieren, was wie erwähnt Deinerseits nicht immer unbedingt der Fall zu sein scheint, wird dieses Verhalten zwar nicht abstellen, jedoch auf ein erträgliches Mass herabfahren. Vielleicht sogar zu einer völlig neuen Qualität in der Beziehung führen. Ich kenne kaum Menschen die wirklich gerne streiten.

            Du wirst schlussendlich für einen Job bezahlt und sie ist die Chefin. Sie hat das Sagen. Punkt aus Ende Gelände. Was und wie Du das tust muss und kann Dir in soweit wirklich vollkommen egal sein.

            Wenn ein Kunde von mir einen Auftrag in dieser und jener Form ausgeführt haben will, dann ist das sein gutes Recht. Schliesslich bezahlt er ja dafür.
            Ich gebe vielleicht noch einen Hinweis möglicher auftretender Schwierigkeiten und gebe dies zu Protokoll im Lasten- bzw. Pflichtenheft des Auftrages.
            Entscheidet er sich jedoch trotzdem für sein Ansinnen trotz besseren Wissens soll es mir egal sein. Was in den Pflichtenheften drin steht wird ausgeführt.
            Meine Dokumentationen und Berichte zum Gesamtvorgang sind meine Lebensversicherung mir diese Entscheidung des Kunden bzgl. Ausführung am Ende nicht auch noch vorhalten lassen zu müssen.

            Sehr oft erlebte ich jedoch, dass der Kunde nach solchen Besprechungen dann doch kalte Füsse bekommt und die Änderungen dann doch eingebaut werden sollen. Natürlich immer mit kleinen Änderungen damit es nach aussen für ihn so aussieht als wäre er der Urheber der Idee.
            Dabei hüte ich mich dann stets davor dem Kunden zu spüren zu geben, dass ich im Recht bin/war sondern gratuliere ihm zu seiner guten Entscheidung und hebe seine eigenen Vorschläge noch besonders hervor.
            Dann fühlt er sich gut und verstanden und ich habe erreicht was ich wollte. Zum Wohle des Kunden wie auch zu meinem.

            Ein Fliesenleger würde niemals auf die Idee kommen andere Fliesen im Bad oder am Boden zu verlegen als die welche der Kunde nach seinem Gusto ausgesucht und für die er bezahlt hat.
            Auch wenn die Farbe und das Muster in den Augen des Handwerkers noch so schrecklich sein mögen. Der Fliesenleger muss das ja ein Glück nicht bei sich zu Hause anschauen.

            Und so wie Du am Abend nach Hause gehst und diese Chefin nach Feierabend nicht mehr ertragen musst, geht auch der Fliesenleger heim und denkt nicht mehr weiter darüber nach.
            Sonst würde er ggf. bald verrückt werden wenn er sich über jeden Wunsch oder Extrawurst des Kunden pausenlos aufregen müsste, der nicht seinem ganz persönlichen Geschmack entspricht.

            Darüber hinaus würde sich solch ein Gebaren derartiger Vertragsverletzung auch schnell herumsprechen und die Kunden würden sich wahrscheinlich gleich lieber jemand anders suchen der vom Fleck weg bereit ist das zu tun was er verlangt.
            Ein Fliesenleger-Geschäft das eigenmächtig handelt und etwas anderes tut als das was die Kunden verlangen und im Auftrag steht wird daher wahrscheinlich sehr schnell ein existenzielles Problem bekommen.

            Ein MA der etwas anderes tut als das was die Firma sowie der Chef, als Repräsentant der Kunden wie Firmeninteressen, verlangen, hat schlussendlich das gleiche identische Problem.

            "Der "Wurm" muss letztendlich dem Fisch schmecken und nicht dem Angler" besagt ein altes Sprichwort

            Die Chefin ist daher Deine Kundin. Wenn Dir ein Kunde, die Beziehung zu ihm nicht passt oder das Endgeld für die zu erbringende Leistung Dir nicht angemessen erscheint, dann kann man auch stets NEIN sagen.
            Das ist im Geschäftsleben ein ganz normaler Vorgang mit dem sich der Vertrieb ständig herumschlagen muss. Davon bekommt derjenige der nicht im Verkauf tätig ist in der Regel nichts mit bzw. ist heilfroh sich diesem Prozess nicht aussetzen zu müssen. Doch ohne Verkauf, damit ohne den Willen den Wunsch des Kunden besser erfüllen zu wollen als seine Mitbewerber wird man bald den Laden dicht machen können.

            Denn: Ohne Verkauf passiert in einer Firma nichts, aber rein gar nichts!

            Wenn man NEIN sagt, was durchaus häufiger vorkommt als das weitläufig angenommen wird, muss man auch bereit sein die Konsequenzen dieser Entscheidung ebenso in voller Tragweite zu akzeptieren.
            Nämlich den Verlust des Auftrags und einer möglichen wie ggf. durchaus wichtigen Einnahmequelle.

            Als Arbeitnehmer bedeutet dies die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen aufzukündigen und damit den Arbeitsplatz zu verlieren.

            Alles kann man letztendlich nicht haben. Man wird sich immer in irgend einer Form mit nicht perfekten Umweltbedingungen arrangieren müssen.
            Es gibt weder vollkommen perfekte Arbeitgeber noch perfekte Kunden noch perfekte Mitarbeiter noch perfekte Chefs. Auch hier bestätigen Ausnahmen die Regel.
            Von daher sollte jeder sich aufgerufen fühlen sich erst an der eigenen Nase zu packen und sein Bestes zum Gelingen beizutragen.

            Wer diesem Weg konsequent folgt überholt 90% seiner Mitmenschen in jeder Beziehung. Das kann und darf wörtlich genommen werden.

            Vielleicht denkst Du aus diesem Blickwinkel auch noch einmal über Deine eigene Haltung nach und was Dein Beitrag zur Situation ist und wie das in Zukunft durch Dein Verhalten vermieden werden könnte.
            Du beschreibst Dich selbst als leicht reizbar und wie ich durchhöre auch nicht gerade sparsamen Umgang mit Kritik wenn die Gäule mit Dir durchgehen.
            Ist es dann wirklich ein Wunder dass es die Probleme zwischen Dir und der Chefin gibt die es gibt?
            Seid ihr euch da nicht auf einer gewissen Ebene doch sehr ähnlich?

            Das einmal in einem Gespräch auf den Punkt zu bringen und über die wirklichen Auslöser und Knoten in der beiderseitigen Beziehung zu sprechen statt ständig um den heissen Brei, wäre ggf. ein echter Fortschritt in der seit Jahren sich ständig im Kreis drehenden Konfliktsituation.

            Gruss und gute Gesundheit
            Martin
            Psychobabbel
            besonders erfahrenes Mitglied
            Zuletzt geändert von Psychobabbel; 26.10.2013, 14:46.

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