Hallo zusammen!
Ich bin Jubi, hab mich so eben neu angemeldet und nun brauche ich irgendwie mal einen Rat.
Vielleicht kurz etwas zu mir. Ich bin 28 Jahre und arbeite in einer Arztpraxis, die recht groß ist (wir haben 4 Ärzte und - ich glaube - wir sind 11 Mädels). Habe dort meine Ausbildung gemacht, die sogar aufgrund von guten Noten frühzeitig beenden dürfen und bin nun schon - mehr oder minder - im sechsten Jahr dort. Nächstes Jahr wären es dann sieben, vorausgesetzt ich hab noch die Kraft dafür.
Um ehrlich zu sein, kann ich nicht sagen, ob das Mobbing ist. Ich weiß nur, dass ich mich dort nie wirklich wohl gefühlt habe, weil es immer kleinere oder auch größere Situationen gab, die mir nicht gut getan haben. Ich habe mich nie zugehörig zum Team gefühlt und habe dort auch nur noch eine Person, mit der ich privat etwas mache.
Nun bin ich "arbeitssuchend" gemeldet, weil ich mittlerweile so weit das ich komplett weg von diesem Beruf möchte, zum einen deswegen weil man sich dort nicht weiter entwickeln kann (als Beispiel, bekomme ich eine Fortbildung nicht genehmigt, die ich so gerne machen würde), ich mache dort einige Aufgaben mehr, ständig heißt es, es sei Gehaltserhöhungsstopp und nun ja - wir wissen ja, dass eine Arzthelferin oder medizinische Fachangestellte, wie wir bezeichnet werden nicht gerade sehr viel verdient. Wenn man knapp 1000 Euro raus hat und man einfach nicht mehr verdient, weil irgendetwas einen ständig ausbremst, dann geht da die Motivation sehr schnell flöten.
Zu meiner Situation (bitte entschuldigt, wenn das ein etwas längerer Text wird):
--> das Team:
Ich bin anders als meine Kolleginnen. Ich bin korpulent (hab aber schon fast 10 kg abgenommen
) und besitze einen eher sehr konservativen Kleidungsstil mit Sportschuhen und sportlicherer Kleidung. Meine Kolleginnen hingegen kommen geschminkt zur Arbeit, färben sich die Haare, treten auf hohen Schuhen auf und kleiden sich halt anders. Was auch vollkommen in Ordnung ist, jeder soll sich so anziehen wie er möchte. Allerdings sind sie auch sehr oberflächlich, urteilen über wen, der dicker ist als sie, schauen sich Modezeitschriften an und sowas. Und ich bin halt komplett anders. Mein Motto lautet: "Ich bin nicht geboren um zu arbeiten, sondern um zu leben." Natürlich gehört Arbeit als fester Lebensinhalt dazu, aber ich finde man sollte es nicht übertreiben. Zudem habe ich viele Hobbys, Klavier spielen, schreiben, Modellbau mit meinem Papa, Motorsport, Astronomie, lesen (auch viele wissenschaftliche Themen) und das ist eine Sache, die ihnen anscheinend gegen den Strich geht. Was man oft bemerkt, nach dem Wochenende. Sie unterhalten sich, alle werden gefragt was man gemacht hat außer ich. Jemand war beim Friseur und die Frisur wird bewundert ohne Ende, jemand hat neue Kleidung und es wird schier in einer kindlichen Stimme gesagt: "Ach nein, was siehst du heute wieder toll aus!" Bei mir, egal ob Friseur, neue Kleidung oder ähnliches ... entweder nur ein kurzer Kommentar oder es kommt gar nichts. Lese ich eines meiner Bücher von Stephen Hawking oder halt meine Fantasysachen: "Was liest du denn da komisches?" Das sind alles so kleine Dinge, die schon sehr verletztend sein können. Der härteste Spruch bisher was als letzten September meine Oma gestorben ist. Ich habe vor Jahren mal erzählt, dass das Leben mit meiner Oma nicht immer sehr einfach ist, weil sie das Leben nie mehr richtig annehmen konnte und sehr, sehr verbittert war. Aber dennoch ist es Familie und ich habe sie sehr geliebt. Nun ist sie nach 4-monatiger Pflege durch meine Mum und mich zu Hause verstorben (ich war auch in diesem Augenblick bei ihr) und von unserer Erstkraft kam: "Ich verstehe gar nicht wieso du so trauerst, du hast dich doch eh nicht mit ihr verstanden." Zudem sind sie dort bis auf die eben genannte Person alle sehr oberflächlich. Entschuldigt diese Frage, aber bin ich wirklich einfach nur zart besaitet oder wird hier hinterrücks irgendwie versucht mich ins Abseits zu drängen?
--> die Arbeit
Ich arbeite im Bereich der Lungenfunktion und diese Arbeit mache ich als einzige wirklich sehr, sehr gerne weil man dort für sich ist und das so arbeiten kann wie man möchte. Zudem arbeite ich auch sehr gerne mit unserem Lungenfacharzt zusammen und über die Jahre hinweg hat sich das auch so eingespielt, dass ich Entscheidungen Patienten betreffend auch alleine treffen darf. Habe vor zwei Jahren eine Schulung für Asthma und COPD gemacht, dass ich Patienten schulen darf in Bezug auf Medikamenteneinnahmen und ihre Erkrankung. Ich mache das DMP in Bezug auf die Erkrankungen alleine, kenne mich mit Wirkstoffen und deren Gruppen aus, eiche die gesamten Geräte alleine, führe Bestellungen alleine aus und habe auch als Einzige in der Praxis 2 Räume um die ich mich kümmere. Nun gibt es hier aber auch wieder verschiedenen Situationen, die mich ziemlich runterziehen. Die Patienten zum Beispiel, was ich zeitweise verstehen kann, dass sie so reagieren, nur das Problem ist, wir machen die Regeln nicht, dass sind unsere Chefs. Wir haben erst in 3 Monaten wieder Termine (ich kann vollkommen nachvollziehen, wenn jemand Angst um seine Gesundheit hat), nur wisst ihr wie oft ich am Telefon höre: "Bis dahin bin ich ja schon tot!" Was sagt man dann? Ich kann damit nicht mehr umgehen. Letztens mussten wir uns als "blöde Sau" bezeichnen lassen. Dann werde immer nur ich für Überstunden eingeteilt mit der Begründung: "Ich brauche jemanden auf den ich mich verlassen kann." Wir haben aber noch 10 andere Mädels. Ich muss ständig Termine absagen, habe kaum noch Privatleben. Immer wenn ich eine Frage habe wird gesagt: "Wieso weißt du denn nicht wie das geht." Es werden Entscheidungen getroffen, die Arbeitszeiten verändert ohne es mit einem abgesprochen zu haben. Wenn ich versuche etwas zu erklären, wird meine Entscheidungskraft in Frage gestellt. Gerade heute war wieder so eine Situation. Wir waren gestern Abend nur zu viert (eine noch hinten in der Endo). Unsere Azubi kam auf die Idee, dass wir uns etwas holen könnten vom Bäcker. Fand ich auch super und habe diesem zugestimmt. Der Doktor wollte auch etwas und dann habe ich die aus der Endo hinten gefragt, wie lange sie denn noch da sei. Da meinte sie, dass es noch knapp 10 Minuten wären. Wir wussten jetzt aber nicht, ob wir dahin schon zurück sind und haben auch speziell nicht mehr gefragt, ob sie denn auch was möchte, dass ich dachte, dass wenn sie eh in 10 Minuten geht, sie auch nicht länger bleiben mag deswegen. Nun kam unsere Azubi aber genau da zurück, wo sie sich gerade umgezogen hatte. Heute sprach sie dann kein Wort mit mir und da habe ich sie mal drauf angesprochen. Erstmal stand sie so arrogant vor mir, ich konnte es gar nicht glauben. Ihr erster Wortlaut war: "Hör mal Mädchen ..." und dann gings los, wie asozial ich doch sei sie nicht gefragt zu haben und was ich mir einbilden würde, für sie zu denken. Das es aber ein Missverständnis war und ich es nicht böse gemeint habe, da denkt sie nicht dran. Komischerweise war heute auch ein kratzer mehr an meinem Auto (allerdings versucht das mal zu beweisen - obwohl unsere Autos durch feste Parkplätze immer nebeneinander stehen). Unsere Azubinen machen was sie wollen und nun ja, wer unserer Erstkraft nicht in den Hinter kriecht, hat so oder so schon verloren.
Jetzt meine Frage. Ich habe oft vermehrt Kopfschmerzen. Magenschmerzen, hab Angst zur Arbeit zu fahren. Hab abends oft Heulkrämpfe. Ich weiß nicht, was ich machen soll. Da ich jetzt auch noch keinen Partner habe und nur meine Eltern ist einfach die Frage, was mache ich, wenn niemand mehr da ist? Wer kann mir das helfen? Ist das wirklich Mobbing oder seh ich das vielleicht zu eng?
In letzter Zeit habe ich Schweirigkeiten mich zu konzentrieren, habe keine Freude mehr am Leben. Am liebsten würde ich kündigen und das sofort. Doch wer zahl die Fixkosten, die man nun mal monatlich hat um sein Leben zu finanzieren!
Entschuldigt für die Länge des Textes. Ich hoffe auf Antworten und danke euch allen schon mal im Vorraus!
Liebe Grüße
Ich bin Jubi, hab mich so eben neu angemeldet und nun brauche ich irgendwie mal einen Rat.
Vielleicht kurz etwas zu mir. Ich bin 28 Jahre und arbeite in einer Arztpraxis, die recht groß ist (wir haben 4 Ärzte und - ich glaube - wir sind 11 Mädels). Habe dort meine Ausbildung gemacht, die sogar aufgrund von guten Noten frühzeitig beenden dürfen und bin nun schon - mehr oder minder - im sechsten Jahr dort. Nächstes Jahr wären es dann sieben, vorausgesetzt ich hab noch die Kraft dafür.
Um ehrlich zu sein, kann ich nicht sagen, ob das Mobbing ist. Ich weiß nur, dass ich mich dort nie wirklich wohl gefühlt habe, weil es immer kleinere oder auch größere Situationen gab, die mir nicht gut getan haben. Ich habe mich nie zugehörig zum Team gefühlt und habe dort auch nur noch eine Person, mit der ich privat etwas mache.
Nun bin ich "arbeitssuchend" gemeldet, weil ich mittlerweile so weit das ich komplett weg von diesem Beruf möchte, zum einen deswegen weil man sich dort nicht weiter entwickeln kann (als Beispiel, bekomme ich eine Fortbildung nicht genehmigt, die ich so gerne machen würde), ich mache dort einige Aufgaben mehr, ständig heißt es, es sei Gehaltserhöhungsstopp und nun ja - wir wissen ja, dass eine Arzthelferin oder medizinische Fachangestellte, wie wir bezeichnet werden nicht gerade sehr viel verdient. Wenn man knapp 1000 Euro raus hat und man einfach nicht mehr verdient, weil irgendetwas einen ständig ausbremst, dann geht da die Motivation sehr schnell flöten.
Zu meiner Situation (bitte entschuldigt, wenn das ein etwas längerer Text wird):
--> das Team:
Ich bin anders als meine Kolleginnen. Ich bin korpulent (hab aber schon fast 10 kg abgenommen
) und besitze einen eher sehr konservativen Kleidungsstil mit Sportschuhen und sportlicherer Kleidung. Meine Kolleginnen hingegen kommen geschminkt zur Arbeit, färben sich die Haare, treten auf hohen Schuhen auf und kleiden sich halt anders. Was auch vollkommen in Ordnung ist, jeder soll sich so anziehen wie er möchte. Allerdings sind sie auch sehr oberflächlich, urteilen über wen, der dicker ist als sie, schauen sich Modezeitschriften an und sowas. Und ich bin halt komplett anders. Mein Motto lautet: "Ich bin nicht geboren um zu arbeiten, sondern um zu leben." Natürlich gehört Arbeit als fester Lebensinhalt dazu, aber ich finde man sollte es nicht übertreiben. Zudem habe ich viele Hobbys, Klavier spielen, schreiben, Modellbau mit meinem Papa, Motorsport, Astronomie, lesen (auch viele wissenschaftliche Themen) und das ist eine Sache, die ihnen anscheinend gegen den Strich geht. Was man oft bemerkt, nach dem Wochenende. Sie unterhalten sich, alle werden gefragt was man gemacht hat außer ich. Jemand war beim Friseur und die Frisur wird bewundert ohne Ende, jemand hat neue Kleidung und es wird schier in einer kindlichen Stimme gesagt: "Ach nein, was siehst du heute wieder toll aus!" Bei mir, egal ob Friseur, neue Kleidung oder ähnliches ... entweder nur ein kurzer Kommentar oder es kommt gar nichts. Lese ich eines meiner Bücher von Stephen Hawking oder halt meine Fantasysachen: "Was liest du denn da komisches?" Das sind alles so kleine Dinge, die schon sehr verletztend sein können. Der härteste Spruch bisher was als letzten September meine Oma gestorben ist. Ich habe vor Jahren mal erzählt, dass das Leben mit meiner Oma nicht immer sehr einfach ist, weil sie das Leben nie mehr richtig annehmen konnte und sehr, sehr verbittert war. Aber dennoch ist es Familie und ich habe sie sehr geliebt. Nun ist sie nach 4-monatiger Pflege durch meine Mum und mich zu Hause verstorben (ich war auch in diesem Augenblick bei ihr) und von unserer Erstkraft kam: "Ich verstehe gar nicht wieso du so trauerst, du hast dich doch eh nicht mit ihr verstanden." Zudem sind sie dort bis auf die eben genannte Person alle sehr oberflächlich. Entschuldigt diese Frage, aber bin ich wirklich einfach nur zart besaitet oder wird hier hinterrücks irgendwie versucht mich ins Abseits zu drängen? --> die Arbeit
Ich arbeite im Bereich der Lungenfunktion und diese Arbeit mache ich als einzige wirklich sehr, sehr gerne weil man dort für sich ist und das so arbeiten kann wie man möchte. Zudem arbeite ich auch sehr gerne mit unserem Lungenfacharzt zusammen und über die Jahre hinweg hat sich das auch so eingespielt, dass ich Entscheidungen Patienten betreffend auch alleine treffen darf. Habe vor zwei Jahren eine Schulung für Asthma und COPD gemacht, dass ich Patienten schulen darf in Bezug auf Medikamenteneinnahmen und ihre Erkrankung. Ich mache das DMP in Bezug auf die Erkrankungen alleine, kenne mich mit Wirkstoffen und deren Gruppen aus, eiche die gesamten Geräte alleine, führe Bestellungen alleine aus und habe auch als Einzige in der Praxis 2 Räume um die ich mich kümmere. Nun gibt es hier aber auch wieder verschiedenen Situationen, die mich ziemlich runterziehen. Die Patienten zum Beispiel, was ich zeitweise verstehen kann, dass sie so reagieren, nur das Problem ist, wir machen die Regeln nicht, dass sind unsere Chefs. Wir haben erst in 3 Monaten wieder Termine (ich kann vollkommen nachvollziehen, wenn jemand Angst um seine Gesundheit hat), nur wisst ihr wie oft ich am Telefon höre: "Bis dahin bin ich ja schon tot!" Was sagt man dann? Ich kann damit nicht mehr umgehen. Letztens mussten wir uns als "blöde Sau" bezeichnen lassen. Dann werde immer nur ich für Überstunden eingeteilt mit der Begründung: "Ich brauche jemanden auf den ich mich verlassen kann." Wir haben aber noch 10 andere Mädels. Ich muss ständig Termine absagen, habe kaum noch Privatleben. Immer wenn ich eine Frage habe wird gesagt: "Wieso weißt du denn nicht wie das geht." Es werden Entscheidungen getroffen, die Arbeitszeiten verändert ohne es mit einem abgesprochen zu haben. Wenn ich versuche etwas zu erklären, wird meine Entscheidungskraft in Frage gestellt. Gerade heute war wieder so eine Situation. Wir waren gestern Abend nur zu viert (eine noch hinten in der Endo). Unsere Azubi kam auf die Idee, dass wir uns etwas holen könnten vom Bäcker. Fand ich auch super und habe diesem zugestimmt. Der Doktor wollte auch etwas und dann habe ich die aus der Endo hinten gefragt, wie lange sie denn noch da sei. Da meinte sie, dass es noch knapp 10 Minuten wären. Wir wussten jetzt aber nicht, ob wir dahin schon zurück sind und haben auch speziell nicht mehr gefragt, ob sie denn auch was möchte, dass ich dachte, dass wenn sie eh in 10 Minuten geht, sie auch nicht länger bleiben mag deswegen. Nun kam unsere Azubi aber genau da zurück, wo sie sich gerade umgezogen hatte. Heute sprach sie dann kein Wort mit mir und da habe ich sie mal drauf angesprochen. Erstmal stand sie so arrogant vor mir, ich konnte es gar nicht glauben. Ihr erster Wortlaut war: "Hör mal Mädchen ..." und dann gings los, wie asozial ich doch sei sie nicht gefragt zu haben und was ich mir einbilden würde, für sie zu denken. Das es aber ein Missverständnis war und ich es nicht böse gemeint habe, da denkt sie nicht dran. Komischerweise war heute auch ein kratzer mehr an meinem Auto (allerdings versucht das mal zu beweisen - obwohl unsere Autos durch feste Parkplätze immer nebeneinander stehen). Unsere Azubinen machen was sie wollen und nun ja, wer unserer Erstkraft nicht in den Hinter kriecht, hat so oder so schon verloren.
Jetzt meine Frage. Ich habe oft vermehrt Kopfschmerzen. Magenschmerzen, hab Angst zur Arbeit zu fahren. Hab abends oft Heulkrämpfe. Ich weiß nicht, was ich machen soll. Da ich jetzt auch noch keinen Partner habe und nur meine Eltern ist einfach die Frage, was mache ich, wenn niemand mehr da ist? Wer kann mir das helfen? Ist das wirklich Mobbing oder seh ich das vielleicht zu eng?
In letzter Zeit habe ich Schweirigkeiten mich zu konzentrieren, habe keine Freude mehr am Leben. Am liebsten würde ich kündigen und das sofort. Doch wer zahl die Fixkosten, die man nun mal monatlich hat um sein Leben zu finanzieren!
Entschuldigt für die Länge des Textes. Ich hoffe auf Antworten und danke euch allen schon mal im Vorraus!
Liebe Grüße
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