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Bin erschüttert, dass es mir passiert ist und finde den Ausweg nicht

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  • Bin erschüttert, dass es mir passiert ist und finde den Ausweg nicht

    Hallo zusammen,

    ich habe gerade sehr unschöne Erlebnisse in Arbeitszusammenhängen hinter mir. Erstmals hab ich mich mit dem Thema Mobbing so richtig beschäftigt und komme aus dem Staunen nicht mehr raus!

    Nach längerer Arbeitsabstinenz wollte ich unbedingt wieder was tun und machte mich auf die Suche nach nem Ehrenamt im Umweltbereich. Das klappte auch ganz gut, damals wurde ich gefragt, ob ich nicht Interesse am Bundesfreiwilligendienst hätte. Hatte ich auch, es war so ne Idee, darüber wieder in das Berufsleben einzusteigen - auf die dicken Bewerbungsmappen hatte ich nicht so wahnsinnig viel Lust.

    Die Sache klappte auch ganz zügig und ich kam in einer Behörde unter - na ja, ein bisschen erschrocken war ich schon, dass es gleich mit 30 stunden losgehen sollte usw. aber ich ließ mich einfach drauf ein.

    Von Anfang an, fühlte ich mich nicht besonders wohl. Zunächst war ich immer wieder erstaunt, wie ich plötzlich mit Aufgaben und ansagen überrascht wurde - das führte ich einfach darauf zurück, dass ich auch ein wenig gelangweilt war und vielleicht öfter mal nicht richtig zugehört habe.

    Erst später viel mir auf, dass ich sehr genau beobachtet wurde. Ob ich nun meine Äpfel besonders schnell verschlungen hab oder ob ich immer sehr früh da war - irgendwie war alles einen Kommentar wert.

    Ganz zu Anfang hatte ich mir mal ein Dienstfahrrad geholt und dieses auch ordnungsgemäß wieder abgestellt usw.
    Am nächsten Tag kam ein Anruf von dem zuständigen Mitarbeiter, wo denn das Fahrrad sei und ich hätte es doch ausgeliehen und bla. Ich hab dem keine Bedeutung beigemessen, sondern nur gesagt, dass es wieder an seinem Platz steht und der Schlüssel auch am Platz hängt. Heute sehe ich das alles ein bisschen anders - wieso kommt erst ein Anruf, statt mal nachzuschauen, was ich dokumentiert habe!

    Na ja, die Geschichte nahm ihren Lauf. Immer wieder erlebte ich es, dass Arbeiten von mir nicht zur Kenntnis genommen wurden. Und ich bekam eigentlich immer eins aufs Dach, dass ich zu schnell bin, zu forsch usw. Leider litt ich noch unter einem extremen Reizhusten, der kam einfach von Medikamenten, die ich einnehmen muss. Und der Husten wurde mir ständig in irgendeiner Form vorgehalten - ich hab einfach alles an Medikamenten geschluckt, um dem vorzubeugen, ging aber eben nicht immer.

    Als ich immer häufiger Probleme mit dem Rechner hatte, schlug meine Kollegin gleich mal vor, dass ich einen Antrag auf Heimarbeit stellen könne. Erst später erfuhr ich dann durch eine andere Mitarbeiterin, dass es schon Pläne gab, mich aus dem derzeitigen Arbeitszimmer zu verbannen. Warum auch immer, aber ich kann mir gut vorstellen, dass die Kollegin im Raum, mich loswerden wollte. Die hat tatsächlich aufgepasst, ob ich mal Magenknurren hatte und mich gleich drauf angesprochen!

    Einmal erlebte ich es sogar, dass eine Arbeit schon seit Wochen fertig war und die haben es so gedreht, dass sie ja nun alles umstricken müssen, weil die Arbeit noch nicht erledigt war. Meine Texte wurden mir geklaut und unter anderem Namen veröffentlicht usw. Irgendwann hab ich dann mal gefragt, was das eigentlich solle, ich hätte längst eine Vorlage für eine bestimmte Broschüre gemacht. Die zuständige Mitarbeiterin guckte mich nur an und sagte: "Ja"
    Das war's dann auch!

    Ich habe bizarre Dinge erlebt z.B. dass ich eben den falschen Mitarbeiter wegen einer Sache gefragt habe und damit wurde mir ein forsches und unerlaubtes Vorgehen unterstellt! Seltsam, eigentlich kann ich Hierarchien ganz gut anerkennen - aber ich muss natürlich irgendwo anfangen zu fragen.

    Ich sitze etwas abseits von den anderen Kollegen, deren Arbeitszimmer alle mittels Durchgangtüren miteinander verbunden und meist offen sind.
    Bei mir gibt es nur eine Durchgangstür, die meist geschlossen ist bzw. nur gelegentlich aufgerissen wird, weil eine Kollegin wegen Akten in den Raum kommt. Bei mir sitzt bzw. saß noch eine andere Mitarbeiterin, die jedoch jetzt schon seit Monaten krank ist - vermutlich hab ich nur deshalb noch dort meinen Arbeitsplatz!
    Im Nachbarzimmer sitzt eine andere Mitarbeiterin , die sich bei mir schon ausgiebig beklagte, dass sie über Jahre gemobbt worden sei. Sie sei jeden Morgen in ihr Arbeitszimmer geschlichen und habe sich gefragt, welche Fallen wohl wieder für sie aufgestellt gewesen seien.

    Es passierte, was passieren musste: Die beiden Frauen sind sich spinnefeind - ich hockte ziemlich isoliert dort und war eben auch eine Exotin und damit auch das willkommene Opfer.

    Die angeblich so heftig Gemobbte kam massiv auf mich zu, schenkte mir irgendwelche Bücher, zeigte mir regelmäßig ihre Handarbeiten und ihre neuesten Fotos usw. Ich hab mich immer brav interessiert, auch wenn ich ein wenig verwundert war über so viel Freundlichkeit und Interesse.

    Eines Tages holte mich der Frust mal wieder mächtig ein und ich erklärte meiner Vorgesetzten, dass wir uns doch bitte darauf einigen sollten, unserer Abmachungen schriftlich festzuhalten bzw. sie solle doch bitte ihre Aufträge schriftlich festhalten, damit wir nicht immer so viele Missverständnisse erleben. Sie war einverstanden - passiert ist natürlich nichts!

    Ich Schaf war mir nicht darüber im Klaren, dass im Nachbarzimmer mitgehört wurde. In jedem Falle sprach mich das angebliche Mobbingopfer eines Tages an, dass ich mir nichts draus machen sollte, es hätte nichts mit mir zu tun, wenn ich mit meiner vorgesetzten Probleme hätte - die sei einfach so und es würde auch nichts nützen, mit ihr alles schriftlich auszumachen! Baoh - ich war so blöd, von Symphathie auszugehen!

    Irgendwann drehte sich das Blatt und das Mobbingopfer erklärte mir, sie habe mit dem Fachbereichsleiter gesprochen und ich dürfte nun mit ihr zusammen arbeiten - es war durch die Krankheit der anderen Mitarbeiterin auch einiges aufgelaufen.

    Ich hab mich gefreut und mich in die Sachen reingewühlt - es gehört auch alles zu meinem beruflichen Spektrum - allerdings hab ich einige Jahre Auszeit und auch einige Jahre andere Arbeit hinter mir. Ich war schon auf fachliche Hilfe und Unterstützung angewiesen, aber sehr willig, wenn auch schnell überlastet.

    Die Überlastung kam vor allem dadurch zustande, dass ich auf meine Fragen nur selten eine klare Antwort gekriegt habe. Außerdem wurden mir viele ganz einfache aber wichtige Gepflogenheiten nicht mitgeteilt z.B. wie die Aktenordnung gewünscht ist usw. Und es passierten bizarre Vorfälle z.B. dass mir eine Akte hingelegt wurde zur Bearbeitung und ich war fast fertig, da stellt sich raus, dass die Kollegin bereits genau den gleichen Vorfall bearbeitet hatte - also Doppelarbeit - zuerst hab ich mir nichts draus gemacht, sondern nur gelacht. Allerdings sind solche Dinge immer wieder passiert!

    Am schlimmsten aber war immer das Geschrei - das Telefon wurde zu mir umgestellt - ich richte einen Anruf aus und auf mich geht eine Kaskade runter, als wenn ich sonstwas getan hätte. Dabei fragte der Anrufer nur, ob zu dem geplanten Gesprächtermin nicht gleich noch ein Mitarbeiter aus einer anderen Abteilung mitkommen könne. Ich hab dem Mann nichts versprochen, sondern nur das Anliegen ausgerichtet und erlebte einen regelrechten Schimpfanfall. Danach bekam der Mann am Telefon noch eins über gebraten und drei Tage später kam sie zurück vom gemeinsamen Termin mit der anderen Abteilung.

    Ich war so in allem drin und schon längst richtig erschöpft, dass ich nichtmal mit gekriegt hab, wie ich immer kränker wurde. Dazu kam noch, dass meine anderen angefangenen Projekte ja weiterliefen, ich aber kaum noch dazu gekommen bin, die richtig weiter zu verfolgen und am Ball zu bleiben. Irgendwann tauchte dann noch eine andere Vorgesetzte auf und hatte sich noch ein Projekt überlegt, in das ich mächtig eingebunden war, ohne vorher davon zu wissen. Sie verkündete dann, dass ich mich mal mit dem Plan beschäftigen solle und sie ginge jetzt drei Wochen in Urlaub - vorgesehen waren diverse, auch zeitaufwändige Arbeiten für mich!

    Ich spreizte mich nach allen Seiten und wurde immer unkonzentrierter - machte ich die eine Sache kam die Kollegin aus dem Nachbarzimmer und hatte nen Auftrag für mich. Erst später outete sie sich mit dem Satz: Ich frag mich, was macht die da? Ich muss doch wissen, was sie sonst noch alles zu tun haben und warum bekommen sie solche Aufträge, wenn sie hunderprozentig für mich da sein sollen!

    Wir hatten dann in Folge zwei Praktikanten, mit dem ersten lief alles super. Der wurde noch von mir eingearbeitet und wir haben uns toll verstanden. Mit dem zweiten lief es nicht mehr so klasse, der hat auch nicht so toll gespurt.

    Seltsamerweise passierte es bei beiden Praktikanten, dass plötzlich im Arbeitsvorgehen was geändert wurde und ich erfuhr davon nichts. Mir wurde einfach nichts mehr gesagt und das entwickelte sich von Woche zu Woche weiter so.

    Irgendwann verkündete sie dann, dass ich einfach nichts tauge, keine Ahnung von der Materie habe und sowieso seit Wochen nichts mehr läuft und sie verzichtet jetzt auf meine Mitarbeit. Sie hätte das längst alles geklärt und mich ginge einfach nichts mehr was an. Jetzt rennt sie wieder einfach nur noch durch den Raum und ich bin noch isolierter als vorher schon.

    Jetzt bin ich seit Wochen krank geschrieben und muss zu einer Lösung kommen. Ich will dort nicht mehr hin! Ich kann einen Auflösungsvertrag in gegenseitigem Einvernehmen machen und kann mich doch nicht wirklich entscheiden.

    Tatsächlich habe ich aber all diese seltsamen Merkmale erlebt, die als Stichwörter unter Mobbing auftauchen:

    Arbeiten von mir wurden nicht zur Kenntnis genommen. Oder Arbeiten von mir blieben einfach auf dem Schreibtisch liegen - über die Sache wurde ohnehin nicht gesprochen.

    Ich wurde hingewiesen, dass ich doch in meine Texte Dinge aufnehmen sollte, die ich zuvor schon geschrieben habe - also: Meine Ideen wurden mir als wichtiger Hinweis für mein Tun vorgestellt.

    Oft genug durfte ich nicht ausreden. Sofort ging eine Kaskade der Rechtfertigung los, warum etwas so oder so gelaufen ist. Keine Chance zu Änderungen oder anderem Vorgehen.

    Mir wurde dermaßen oft das Wort im Mund umgedreht, dass ich mich schon selbst gefragt habe, ob ich mir vielleicht nur einbilde, dass ich dies oder jenes gesagt hätte. Jepp, ich dachte manchmals schon, ich sage ständig grün, obwohl ich eigentlich nur grün denke und rot sage.

    Ich hab sogar mal meinen Arzt gefragt, ob ich vielleicht ein sprech oder Sprachproblem hätte. Der schaute mich ganz erstaunt an und verneinte. Im Job wird mir dies aber ständig gespiegelt.

    Am nervigsten fand ich es dann auch noch, dass laufend die Strategien geändert wurden. Ich frag nach, wie was sein soll und kriege die Antwort, ich soll Aufsteller für eine Ausstellung machen. Fange ich also an, lege vier Entwürfe vor. Kommt meine Chefin und hat sich nur einen angesehen und schon mal inhaltlich drin rum gestrichen und meint dann, so wolle sie das nicht haben. Noch bin ich souverän und zeige ihr noch die anderen Entwürfe - ein echter Punkt für mich. Dann erfahre ich aber, dass alles ganz anders aussehen soll und überhaupt ist von Aufstellern keine Rede mehr! So ging das alles seit rd. einem Jahr!

    Ich wurde genauesten beobachtet, immer wieder Anspielungen oder schräge Blicke. Entweder war es mein Husten oder die unverhohlenen Blicke auf meine Fingernägel - leider habe ich mir mehrere abgerissen, aufgrund einer Koordinationsstörung im rechten Arm. Alles nicht schlimm, wenn da nicht die Kombination mit allem gewesen wäre!

    Ich bin eine alte BUFDI und alle wissen, dass ich alleinstehend bin (Partner gestorben) und dann kommen schon mal diverse Hinweise!

    Und ich hab oft, ohne es wirklich zu wissen, einfach mit meinem Wissen und meinen naturwissenschaftlichen Kenntnissen gepunktet und auch mal auf fachlich sachliche Fehler hingewiesen - ganz schlecht.

    Meine Isolation in der Arbeitsgruppe machte mich total anfällig, ich hab mir wirklich jeden Sch... auf's Auge drücken lassen. Und mit leicht verschwurbelten Aussagen hat man mich auch immer dazu gekriegt, alles zu machen. Meist weil ich dachte, es sei ein Auftrag von oben gewesen!

    Jetzt hocke ich da und will einerseits aus der Nummer nur noch raus, andererseits hab ich Sorge um meine Tagesstruktur und meinen Ruf. Ich würd am liebsten den Schlüssel mitsamt der Kündigung hinschicken und dort nie mehr auftauchen.

    Weiß einfach nicht mehr, was ich machen soll und die geöffneten Augen machen mich noch wütender!

    LG
    Atemlos
    Zuletzt geändert von Atemlos; 26.08.2013, 12:07.

  • #2
    AW: Bin erschüttert, dass es mir passiert ist und finde den Ausweg nicht

    Hallo Atemlos,

    eines ist mir nicht ganz klar, entweder ist es ein Ehrenamt oder eine Arbeit mit Bezahlung. Beides zusammen geht nicht!

    Jetzt bin ich seit Wochen krank geschrieben und muss zu einer Lösung kommen. Ich will dort nicht mehr hin! Ich kann einen Auflösungsvertrag in gegenseitigem Einvernehmen machen und kann mich doch nicht wirklich entscheiden.
    Wenn das Geld einigermaßen stimmt, würde ich dem Auflösungsvertrag zustimmen, als Argument für die Höhe der Abfindung sollte die Möglichkeit der Klage Gewicht haben.

    Dann wäre das Problem "Arbeitsplatz" erst mal für Dich gelöst. Wir werden alle nicht jünger und mit zunehmendem Alter wird das "Nervenkostüm" dünner.

    Die Tagesstruktur ist nicht allein vom Arbeitstag abhängig. Wenn man "den inneren Schweinehund" überwindet, lässt sich ganz prima eine neue Struktur einrichten, z.B. mehr auf seine Gesundheit achten, neue Aufgaben erkennen, Hobbies die durch Zeitgründen vernachlässigt wurden wieder aufleben lassen.

    Selbst wenn Du erfolgreich gegen den Arbeitgeber klagst, wie sieht es dann mit Deinem Einstieg aus? Möchtest Du dann wirklich dorthin zurück?

    Grüße Simon51

    Kommentar


    • #3
      AW: Bin erschüttert, dass es mir passiert ist und finde den Ausweg nicht

      Zitat von Simon51 Beitrag anzeigen
      Hallo Atemlos,

      eines ist mir nicht ganz klar, entweder ist es ein Ehrenamt oder eine Arbeit mit Bezahlung. Beides zusammen geht nicht!
      Nee, bin ja über Ehrenamt beim Bundesfreiwilligendienst gelandet. Da gibt es ein Taschengeld und die Verträge sind ein bisschen verzwickt. Im Prinzip ist es, als würde ich nen Zivildienst machen.



      Zitat von Simon51 Beitrag anzeigen
      Wenn das Geld einigermaßen stimmt, würde ich dem Auflösungsvertrag zustimmen, als Argument für die Höhe der Abfindung sollte die Möglichkeit der Klage Gewicht haben.
      Ne Abfindung gibt es nicht, aber es ist wohl schon der beste Weg, die Auflösung einzuleiten!

      Zitat von Simon51 Beitrag anzeigen
      Dann wäre das Problem "Arbeitsplatz" erst mal für Dich gelöst. Wir werden alle nicht jünger und mit zunehmendem Alter wird das "Nervenkostüm" dünner.
      Da schließe ich mich sofort an - die ewig gleichen Probleme nerven einfach nur!

      Zitat von Simon51 Beitrag anzeigen
      Die Tagesstruktur ist nicht allein vom Arbeitstag abhängig. Wenn man "den inneren Schweinehund" überwindet, lässt sich ganz prima eine neue Struktur einrichten, z.B. mehr auf seine Gesundheit achten, neue Aufgaben erkennen, Hobbies die durch Zeitgründen vernachlässigt wurden wieder aufleben lassen.
      Tja, ich habe gar nicht mitgekriegt, dass es mir gesundheitlich immer schlechter ging. Hab nur gemerkt, dass ich mies geschlafen hab, morgens nicht mehr aus der Falle kam und und und...

      Zitat von Simon51 Beitrag anzeigen
      Selbst wenn Du erfolgreich gegen den Arbeitgeber klagst, wie sieht es dann mit Deinem Einstieg aus? Möchtest Du dann wirklich dorthin zurück?

      Grüße Simon51
      Na ja, Klage erübrigt sich und zurück will ich auf gar keinen Fall! Es ist wohl eher so ne Geschichte wie "Gesicht wahren" oder oder.

      Allerdings bin ich eine Freiwillige, habe es noch nicht mal nötig zu arbeiten und hab mich dort richtig reingehängt! Somit bin ich in einer ausgesprochen guten Position, ich könnte mich auch feuern lassen.

      Allerdings wäre für mich eine Aufgabe schon einigermaßen wichtig, mir reicht der eigene Antrieb nicht wirklich aus, um meine Tage auszufüllen.

      Danke
      LG
      Atemlos

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      • #4
        AW: Bin erschüttert, dass es mir passiert ist und finde den Ausweg nicht

        Hallo,</SPAN>

        kann das gut nachvollziehen, weil meine Situation ähnlich war! </SPAN>
        Ich war damals nah dran, das Handtuch zu werfen. Theoretisch ist kündigen ja kein Problem. Nach einem Jahr von 1 ½ . Grund war auch bei mir Mobbing vom Feinsten (ca.9 Monate), geradezu lehrbuchhaft. Eine Kollegin, die urplötzlich und ohne jeglichen Grund zu mobben begann, mit Sicherheit eine Psychopathin, gemeingefährlich. Dazu ihre Komplizin, auffällig dumpf und ungebildet. Eine ganz üble Mischung also, ich war jedenfalls daraufhin wochenlang krankgeschrieben. Und meine Chefinnen bezeichneten diese auch noch wie zum Hohn als großartige „Freundinnen“ und „es müsse ja was dran sein“, wenn diese zwei ehrenwerten Damen etwas über mich behaupten.</SPAN>
        Ja, die Chefinnen waren das eigentliche Problem – absolut unfähig und unwillig ihren Führungsaufgaben nachzukommen, wirklich erbärmlich.</SPAN>
        Ich wurde dann durch glückliche Umstände versetzt, hätte sonst wahrsch. nicht durchgehalten.</SPAN>
        Was folgte, war dann aber auffallend positiv! Da hatten wohl beide Chefinnen ein schlechtes Gewissen und versuchten (unbewusst) über Umwege ihr jämmerliches Versagen mir gegenüber zu lindern. Für mich ersetzt das aber keineswegs eine Entschuldigung oder zumindest ein paar deutliche Worte über ihre Unfähigkeit, Verlogenheit, Desinteresse, Bequemlichkeit und Schwäche. Geändert haben die sich übrigens bis heute nicht, ich war auch nicht der einzige Fall wie sich herausstellte, Vergleichbares kann sich dort somit jederzeit wiederholen.</SPAN>

        Also, wenn es gar nicht mehr geht, dann ziehe die Konsequenzen, schreib aber dann auch in die Kündigung als Grund wörtlich Mobbing! Du musst an die Zeit danach denken, was für emotionale Konsequenzen das für Dich hat. Es wird jedenfalls davon die Welt nicht untergehen, so wichtig ist letztendlich so eine Maßnahme nicht. Und sie ist ja freiwillig. Kommt halt drauf an, wie lange Dein Vertrag noch gilt, ob es wirklich lohnt, sich da weiterhin durchzuquälen. Danken wird’s Dir eh keiner.</SPAN>
        Natürlich ist es besser, die Zeit irgendwie zu überstehen und dann erhobenen Hauptes für immer den Laden zu verlassen. Wenn der Preis nicht zu hoch ist - das kannst nur Du erspüren!</SPAN>

        Alles Gute!</SPAN>
        moonraker</SPAN>

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        • #5
          AW: Bin erschüttert, dass es mir passiert ist und finde den Ausweg nicht

          Zitat von moonraker Beitrag anzeigen
          Hallo,

          kann das gut nachvollziehen, weil meine Situation ähnlich war!
          Ich war damals nah dran, das Handtuch zu werfen. Theoretisch ist kündigen ja kein Problem. Nach einem Jahr von 1 ½ . Grund war auch bei mir Mobbing vom Feinsten (ca.9 Monate), geradezu lehrbuchhaft. Eine Kollegin, die urplötzlich und ohne jeglichen Grund zu mobben begann, mit Sicherheit eine Psychopathin, gemeingefährlich. Dazu ihre Komplizin, auffällig dumpf und ungebildet. Eine ganz üble Mischung also, ich war jedenfalls daraufhin wochenlang krankgeschrieben. Und meine Chefinnen bezeichneten diese auch noch wie zum Hohn als großartige „Freundinnen“ und „es müsse ja was dran sein“, wenn diese zwei ehrenwerten Damen etwas über mich behaupten.
          Ja, die Chefinnen waren das eigentliche Problem – absolut unfähig und unwillig ihren Führungsaufgaben nachzukommen, wirklich erbärmlich.

          Ich wurde dann durch glückliche Umstände versetzt, hätte sonst wahrsch. nicht durchgehalten.
          Ich hab auch schon mal angefragt, wie es mit einem Einsatz an anderer Stelle aussehen könnte. Dafür war ich aber ein wenig zu spät - da müssen dann neue Verträge gemacht werden und bla.
          Zitat von moonraker Beitrag anzeigen
          Was folgte, war dann aber auffallend positiv! Da hatten wohl beide Chefinnen ein schlechtes Gewissen und versuchten (unbewusst) über Umwege ihr jämmerliches Versagen mir gegenüber zu lindern. Für mich ersetzt das aber keineswegs eine Entschuldigung oder zumindest ein paar deutliche Worte über ihre Unfähigkeit, Verlogenheit, Desinteresse, Bequemlichkeit und Schwäche. Geändert haben die sich übrigens bis heute nicht, ich war auch nicht der einzige Fall wie sich herausstellte, Vergleichbares kann sich dort somit jederzeit wiederholen.
          Jepp, mittlerweile weiß ich, dass es dort öfter zu solch unrühmlichen Vorfällen kommt. Die Sachen müssen dort mitunter Kreise ziehen, es scheint speziell ein Problem dieser Abteilung zu sein.

          Zitat von moonraker Beitrag anzeigen
          Also, wenn es gar nicht mehr geht, dann ziehe die Konsequenzen, schreib aber dann auch in die Kündigung als Grund wörtlich Mobbing! Du musst an die Zeit danach denken, was für emotionale Konsequenzen das für Dich hat. Es wird jedenfalls davon die Welt nicht untergehen, so wichtig ist letztendlich so eine Maßnahme nicht. Und sie ist ja freiwillig. Kommt halt drauf an, wie lange Dein Vertrag noch gilt, ob es wirklich lohnt, sich da weiterhin durchzuquälen. Danken wird’s Dir eh keiner.
          Nee, es lohnt sich nicht. Ich hab jetzt mal zart anklingen lassen, dass ich eh noch mindestens ne Reha brauche. Mein Vertrag geht jetzt noch bis Ende Januar 2014 und ich will mir das nicht länger antun - bin jetzt schon total unten.

          Zitat von moonraker Beitrag anzeigen
          Natürlich ist es besser, die Zeit irgendwie zu überstehen und dann erhobenen Hauptes für immer den Laden zu verlassen. Wenn der Preis nicht zu hoch ist - das kannst nur Du erspüren!
          Zum Glück hab ich noch ein paar Tage Zeit, aber die Tendenz geht Richtung Auflösung. Das Geld kann ich gebrauchen, aber ich verhunger nicht, wenn es ausbleibt und ein Jahr habe ich rum.

          Alles Gute!
          moonraker

          Danke für Dein Hilfe
          Atemlos

          PS Atemlos bin ich tatsächlich, ich hab seit Wochen schon mächtige Probleme mit der Atmung
          Zuletzt geändert von Atemlos; 27.08.2013, 17:30.

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          • #6
            AW: Bin erschüttert, dass es mir passiert ist und finde den Ausweg nicht

            Hi Atemlos,

            das mit dem "Sprechproblem" kenne ich auch sehr gut. Dauernd behaupteten die Leute, ich hätte eine bestimmte Sache gesagt. Ich dachte schon, ich habe meine Zunge nicht im Griff oder Persönlichkeitsspaltung. Aber dann sollte ich auch Dinge gesagt haben, die ich garantiert nie sagen würde. Die können einen echt dazu bringen, dass man an sich selbst zweifelt!

            Ich frage mich aber: Hat dieses Belauschen, Word-im-Mund-Rumdrehen mit der Atemlosigkeit zu tun? Es passt thematisch. Ich habe bei meinem letzten Job zum ersten Mal im Leben Asthma bekommen, nämlich immer genau vor der Tür des Bürohauses. Ich kriegte plötzlich keine Luft mehr. Ich denke, es hatte sehr wohl damit zu tun, dass die Zimmerkollegen meine Telefonate so genau belauschten. Ich musste immer so telefonieren, dass das was ich sage, nicht nur für meinen Gesprächspartner logisch ist, sondern auch für die Lauscher Sinn macht. Sehr knifflig! Dauernd die Angst, etwas Falsches zu sagen. Denn sie trugen all die Gerüchte ja immer gleich zum Chef.

            Ich hoffe, Du kriegst in Zukunft wieder mehr Luft! Bei mir ist das jedenfalls so.

            Audrey

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            • #7
              AW: Bin erschüttert, dass es mir passiert ist und finde den Ausweg nicht

              Zitat von AudreyHepburn Beitrag anzeigen
              Hi Atemlos,

              das mit dem "Sprechproblem" kenne ich auch sehr gut. Dauernd behaupteten die Leute, ich hätte eine bestimmte Sache gesagt. Ich dachte schon, ich habe meine Zunge nicht im Griff oder Persönlichkeitsspaltung. Aber dann sollte ich auch Dinge gesagt haben, die ich garantiert nie sagen würde. Die können einen echt dazu bringen, dass man an sich selbst zweifelt!
              Genau so ging es mir auch, irgendwann war ich mir sicher, dass ich einfach vergessen habe, was ich sagte. Wenn die anderen mal was vergessen, dann kann ich ja auch mal was vergessen.

              Aber: in einem Fall bekam ich gleich von zwei Seiten ein ähnliches feedback. Ich staunte über ein plötzlich aufgetauchtes Projekt und die verschiedenen Akteure. Gleich zwei der Akteure sprachen mich darauf an, woher denn diese Planung so plötzlich komme und warum sie davon nichts gewusst haben.

              Bilde ich mir natürlich alles nur ein!

              Zitat von AudreyHepburn Beitrag anzeigen
              Ich frage mich aber: Hat dieses Belauschen, Word-im-Mund-Rumdrehen mit der Atemlosigkeit zu tun? Es passt thematisch. Ich habe bei meinem letzten Job zum ersten Mal im Leben Asthma bekommen, nämlich immer genau vor der Tür des Bürohauses. Ich kriegte plötzlich keine Luft mehr. Ich denke, es hatte sehr wohl damit zu tun, dass die Zimmerkollegen meine Telefonate so genau belauschten. Ich musste immer so telefonieren, dass das was ich sage, nicht nur für meinen Gesprächspartner logisch ist, sondern auch für die Lauscher Sinn macht. Sehr knifflig! Dauernd die Angst, etwas Falsches zu sagen. Denn sie trugen all die Gerüchte ja immer gleich zum Chef.
              Auch mir wurde ständig in kleinen Anspielungen irgendwas rübergeschickt. Wunderte mich immer, wie die auf bestimmte Sachen gekommen sind. Vor allem gab es ständig auch Anspielungen auf mein Privatleben, was mich doch sehr erstaunt hat. Dabei war alles ganz positiv eingefärbt, gar nicht mal negativ dargestellt.

              Besonders übel war wie die aufgepasst haben, was ich esse, was ich trinke und welche Medikamente ich einnehme. Ich hab ja leider öfter mal einen Hustenreiz, der ständig und in allen Variationen kommentiert wurde. Und es wurde genau aufgepasst, was ich dagegen unternommen habe.

              Irgendwann hab ich nur noch gestaunt, wer alles darüber Bescheid wusste, wann ich komme und wie lange ich bleibe usw. Auch Mitarbeiter, mit denen ich nie was zu tun hatte!

              Ich hab das Ganze nie wirklich in Zusammenhang gekriegt, mich allenfalls gewundert und versuchte immer nett und höflich zu antworten. Später war es dann so, dass die Kollegin aus dem Nachbarzimmer konsequent Akten brauchte, wenn ich gerade mit einem Besucher im Gespräch war! Klar brauchte sie öfter mal Akten aus meinem Zimmer, aber das Zusammentreffen war schon irgendwie komisch!

              Ist überhaupt ganz übel, wenn diese seltsamen Annäherungen passieren. Auch wenn sich der persönliche Kontakt nicht unbedingt von selbst ergibt. Wenn man aber ohnehin total isoliert ist, springt man auch auf jeden Sch... an! Ich war echt zu blöde, als ich kategorisch aufgefordert wurde, mich zu entscheiden ob ich nun mit auf einen Privatausflug von einer Kollegin kommen will. Dämlich, aber mir ist keine Entschuldigung eingefallen. Ergo bin ich mit gefahren.

              Ihr Geschrei konnte ich irgendwann nicht mehr hören - ich hab's mir nur nicht klar gemacht!

              Zitat von AudreyHepburn Beitrag anzeigen
              Ich hoffe, Du kriegst in Zukunft wieder mehr Luft! Bei mir ist das jedenfalls so.
              Audrey[/QUOTE]

              Ja, ich kann wieder durchatmen. Nach langen Behandlungen - mein ganzer Brustkorb war ein einziger Panzer, alles verklebt, teilweise war die Muskulatur völlig abgebaut! Vor allem aber schlafe ich wieder erheblich besser - zumindest bin ich morgens ausgeschlafen!

              Atemlos

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