Hallo zusammen,
endlich bin ich bereit über mein Leben der letzten 3 Jahre zu schreiben. Ich versuche es kurz zu halten.
Ich arbeite für einen großen Konzern (weltweit vertreten), der Anstrebt Topp Arbeitgeber zu werden...in Büro und bin Sekretärin.
Letztes Jahr im September bin ich unter 2-jährigen Mobbing und Terror am Arbeitsplatz auf dem Weg zur Arbeit zusammengebrochen.
Ich konnte nicht mehr. Die ständigen Schikanen und einen schlecht darstellen, zuhause dann Telefonterror, Gespräch mit meinem Vorgesetzten und auf seine Unterstützung gehofft...
stattdessen wurde mir vom Chef auferlegt, was ich denn alles nicht richtig mache und ich schließlich für alles und jeden zuständig bin.
Über Jahre habe ich 2 Abeilungsleiter und den großen Bereichsleiter betreut. Ihr könnt euch sicher vorstellen, was das für ein Theater war. Ich habe Überstunden ohne Ende gemacht...
Habe dann mit einem Sozialcoach von unserer Firma geredet und der schlug mir allen ernstes vor, dass ich eine Selbsthilfegruppe suchen sollte. Ähm..ja! Super! Damit ist die Situation nicht gelöst gewesen.
Ich bin dann also nach meinem Zusammenbruch Betriebsärztlich nach Hause geschickt worden. Dort war ich bei meiner Ärztin. Sie schrieb mich krank und der Betriebsarzt ordnete an, dass ich in eine andere Abteilung muss.
Das ganze Prozedere hat sich letztendlich 8 Monate hingezogen. Ich war so lange krank zuhause und mir ging es gar nicht gut. Nicht allein wegen dem Mobbing, sondern auch die Ungewissenheit nagte ständig an mir. Der Kopf ließ sich einfach nicht mehr ausschalten. Je länger ich daheim war, desto mehr hatte ich Panik, dass man mich entlässt!
Zu allem Übel stand eines Abends jemand aus meiner Abteilung vor meiner Haustür und klingelte. Da ich nur die Umrisse erkannte, dachte ich, es sei ein Verwandter und öffnete. Vor mir stand ein Kollege aus der Abteilung. Er setzte mich unter Druck. Ich solle gefälligst wiederkommen, keiner würde wissen was mit mir ist... und dann drohte er mir mit dem Finger und meinte, dass man mir auch kündigen kann.
Ich hab entsetzliche Angst gehabt. Ich lebe hier allein... Mir ist ein Rätsel, woher er meine Adresse hat, denn ich stehe weder im Telefonbuch noch sonst wo. Mit meinen Daten gehe ich sehr pfleglich um.
In der nächsten Woche klingelt es wieder abends. Es war wieder er! Er hat sturmgeklingelt und ich habe in meiner Angst die Nachbarin angerufen. Sie ist raus und hat ihn verjagt.
Jetzt war ich also 8 Monate krank, war in dieser Zeit in einer hart-umkämpften Reha (die haben mich in eine Klinik für Essgestörte geschickt - ich habe keine Essstörungen!)... und ich bin in eine andere Abteilung zur Wiedereingliederung gekommen. Momentan laufe ich über eine Abteilung, die viele Fälle wie mich betreut... Quasi ein Arbeitsamt im Konzern...
Ich bin dann in die Teilzeit gewechselt, weil ich befüchtete, dass Vollzeitmodell nicht zu schaffen.
Es hat alles prima geklappt. Bis zu dem Punkt, als mir gesagt wurde, ich könne nur ein halbes Jahr bleiben und muss mir im Unternehmen etwas anderes suchen - bzw. suchen lassen von der Personalabteilung. Ich war traurig. War ich doch endlich in einer Abteilung, wo ich mich angenommen und akzeptiert gefühlt habe.
Ich habe es also irgendwie geschafft mir in dem riesigen Konzern eine freie Stelle zu suchen, die mich gern nehmen wollten und sich freuten, dass sie Unterstützung durch mich haben.
Da habe ich gedacht, dass es echt toll ist. Ich sollte die Hauptsekretärin unterstüzen und Systemeingaben machen.
Leider... kam alles anders. Ich wechselte in diese Abteilung voller Hoffnung und Zuversicht, aber gleich als ich den ersten Tag da war, wurde mir mitgeteilt, dass die Sekretärin und die Auszubildende 2 Wochen Urlaub haben. Ich hatte also nur 2 Tage Zeit mir ALLES anzueignen. Keine Chance. Mir wurde nichts gezeigt und nichts gesagt.
Die beiden waren im Urlaub und ich auf mich allein gestellt. Ich bin der Meinung, dass ich es auch ganz gut gemeistert habe.
Aber als dann die Sekretärin wieder kam, war alles anders. Sie ignoriert mich... Sie hat nicht mal gefragt, wie es war in den 2 Wochen... nichts. Die Stimmung ist furchtbar. Sie kommuniziert nur mit der Auszubildenden. Mit mir nicht. Nebenbei habe ich erfahren, dass ich die Systemeingaben nicht machen kann, weil ich in der Abteilung nur Gast bin...Da ich ja noch über das "interne Arbeitsamt" laufe. Tja, da hätten sie sich ja mal früher informieren können. Jetzt behandeln sie mich, wie eine Praktikantin!
Dann muckierte sie sich über eine Mail, die ich an sie geschickt hatte. Ich habe in ihrer Abwesenheit etwas erledigt und ihr dann eine Mail geschrieben, damit sie weiß, dass es erledigt ist. Sie blaffte mich nur an, dass wir uns keine Mails schreiben! Huch... dachte ich da... Ich wollte ja nur, dass Sie Bescheid weiß.
Zum Mittag stand sie dann auf, sah mich an, maschierte zur Tür und machte die Bürotür zu und meinte: Ich mach hier jetzt zu. Es ist Mittag und wir sind hier schließlich in der Überzahl!
Ich war platt. (Ich muss dazu sagen, dass ich nur bis halb1 max.1 Uhr arbeite. )
Was sollte das also?
Am nächsten Tag bin ich mit hohem Blutdruck und Migräne zur Arbeit. Ich hatte Angst... Panik... was ist, wenn ich schon wieder ein Mobbingopfer werde? Was soll die Personalabteilung denken, wenn ich sage dass ich in der Abteilung nicht arbeiten kann? Kündigen Sie mir?
Solche Dinge gingen mir durch den Kopf. Der Vormittag verlief grausam... Ich teilte dann irgendwann mit, dass ich gern zum Sanitäter in unserer Firma möchte, weil es mir sehr schlecht geht. Schnippisch saggte die Sekretärin, dass sie mich da begleiten müsse. Ich habe gefälligst nicht allein zu gehen.
Und da witterte ich meine Chance. Auf dem Weg zum Sani sagte ich ihr, dass ich irgendwie noch nicht richtig angekommen bin in der Abteilung. Und dann ging es los:
Sie belehrte mich in einem Ton, den ich hier nicht schreiben kann. Ich würde mich nicht für die Abteilung interessieren. Und ihr wurde mitgeteilt und sie hätte es auch schon mitbekommen, dass ich nur privat telefoniere... und es wäre ein ungeschriebenes Gesetz in dieser Abteilung, dass nichts privates gemacht wird! Sie meinte, sie hätte auch schon gehört, dass ich nur private Mails schreibe. Das würde sie am Tippen von mir hören!!! Und dann hat sie noch gefragt, ob ich Antidepressiva nehme. Ey, HALLO???
Ich war so platt, da konnte ich nichts mehr sagen. Am liebsten hätte ich mich übergeben.
Ist es denn privat, wenn einige Kollegen der vorigen Abteilung mich anrufen und sich erkundigen, wie es mir dort in der neuen Abteilung geht??? Ich habe keine privaten Gespräche geführt!
Ich wurde vom Sani wieder nach Hause geschickt, weil mein Blutdruck extrem hoch war und ich starke Migräne hatte. Ich bin jetzt eine Woche krank... Mir geht es gesundheitlich grade wieder so schlecht, wie letztes Jahr, dabei habe ich so sehr gehofft, dass es besser wird. Ich weiß nicht, was ich tun soll.
Ich bin so außer mir... Ich habe Panikattacken und schiss vor einer Kündigung. Obwohl in meinem Arbeitsvertrag steht: Das Unternehmen verpflichtet sich gg. dem Arbeitnehmer eine entsprechend der Fähigkeiten Tätigkeit zu beschaffen. (nicht wortwörtich wiedergegeben)
Ich will nicht mehr in diese Abteilung!!! Habe schon versucht mit dem Kollegen des "internen Arbeitsamtes" Kontakt aufzunehmen. Habe ihm eine Mail geschrieben und mein Fall und Empfinden geschildert. Ich habe so Angst, dass sie mich dorthin zurückschicken...
Das packe ich nicht mehr.
Ich kann mein Kopf nicht mehr ausstellen - Nachts bin ich stundenlang wach, weil ich Panikattacken habe...
Ich habe auch Angst, das Unternehmen sagt dass ich es mir nicht so zu Herzen nehmen soll oder ich das zu eng sehe. Ich weiß keine Argumentation mehr. Vor allem, weil es jetzt in einer anderen Abteilung wieder soweit gekommen ist für mich. Was mache ich denn nur falsch? Hört das nie auf??? Manchmal wünschte ich, ich wäre einfach nicht mehr da...
Sorry, dass der Text soooo mega lang geworden ist.
Eure Dita
endlich bin ich bereit über mein Leben der letzten 3 Jahre zu schreiben. Ich versuche es kurz zu halten.
Ich arbeite für einen großen Konzern (weltweit vertreten), der Anstrebt Topp Arbeitgeber zu werden...in Büro und bin Sekretärin.
Letztes Jahr im September bin ich unter 2-jährigen Mobbing und Terror am Arbeitsplatz auf dem Weg zur Arbeit zusammengebrochen.
Ich konnte nicht mehr. Die ständigen Schikanen und einen schlecht darstellen, zuhause dann Telefonterror, Gespräch mit meinem Vorgesetzten und auf seine Unterstützung gehofft...
stattdessen wurde mir vom Chef auferlegt, was ich denn alles nicht richtig mache und ich schließlich für alles und jeden zuständig bin.
Über Jahre habe ich 2 Abeilungsleiter und den großen Bereichsleiter betreut. Ihr könnt euch sicher vorstellen, was das für ein Theater war. Ich habe Überstunden ohne Ende gemacht...
Habe dann mit einem Sozialcoach von unserer Firma geredet und der schlug mir allen ernstes vor, dass ich eine Selbsthilfegruppe suchen sollte. Ähm..ja! Super! Damit ist die Situation nicht gelöst gewesen.
Ich bin dann also nach meinem Zusammenbruch Betriebsärztlich nach Hause geschickt worden. Dort war ich bei meiner Ärztin. Sie schrieb mich krank und der Betriebsarzt ordnete an, dass ich in eine andere Abteilung muss.
Das ganze Prozedere hat sich letztendlich 8 Monate hingezogen. Ich war so lange krank zuhause und mir ging es gar nicht gut. Nicht allein wegen dem Mobbing, sondern auch die Ungewissenheit nagte ständig an mir. Der Kopf ließ sich einfach nicht mehr ausschalten. Je länger ich daheim war, desto mehr hatte ich Panik, dass man mich entlässt!
Zu allem Übel stand eines Abends jemand aus meiner Abteilung vor meiner Haustür und klingelte. Da ich nur die Umrisse erkannte, dachte ich, es sei ein Verwandter und öffnete. Vor mir stand ein Kollege aus der Abteilung. Er setzte mich unter Druck. Ich solle gefälligst wiederkommen, keiner würde wissen was mit mir ist... und dann drohte er mir mit dem Finger und meinte, dass man mir auch kündigen kann.
Ich hab entsetzliche Angst gehabt. Ich lebe hier allein... Mir ist ein Rätsel, woher er meine Adresse hat, denn ich stehe weder im Telefonbuch noch sonst wo. Mit meinen Daten gehe ich sehr pfleglich um.
In der nächsten Woche klingelt es wieder abends. Es war wieder er! Er hat sturmgeklingelt und ich habe in meiner Angst die Nachbarin angerufen. Sie ist raus und hat ihn verjagt.
Jetzt war ich also 8 Monate krank, war in dieser Zeit in einer hart-umkämpften Reha (die haben mich in eine Klinik für Essgestörte geschickt - ich habe keine Essstörungen!)... und ich bin in eine andere Abteilung zur Wiedereingliederung gekommen. Momentan laufe ich über eine Abteilung, die viele Fälle wie mich betreut... Quasi ein Arbeitsamt im Konzern...
Ich bin dann in die Teilzeit gewechselt, weil ich befüchtete, dass Vollzeitmodell nicht zu schaffen.
Es hat alles prima geklappt. Bis zu dem Punkt, als mir gesagt wurde, ich könne nur ein halbes Jahr bleiben und muss mir im Unternehmen etwas anderes suchen - bzw. suchen lassen von der Personalabteilung. Ich war traurig. War ich doch endlich in einer Abteilung, wo ich mich angenommen und akzeptiert gefühlt habe.
Ich habe es also irgendwie geschafft mir in dem riesigen Konzern eine freie Stelle zu suchen, die mich gern nehmen wollten und sich freuten, dass sie Unterstützung durch mich haben.
Da habe ich gedacht, dass es echt toll ist. Ich sollte die Hauptsekretärin unterstüzen und Systemeingaben machen.
Leider... kam alles anders. Ich wechselte in diese Abteilung voller Hoffnung und Zuversicht, aber gleich als ich den ersten Tag da war, wurde mir mitgeteilt, dass die Sekretärin und die Auszubildende 2 Wochen Urlaub haben. Ich hatte also nur 2 Tage Zeit mir ALLES anzueignen. Keine Chance. Mir wurde nichts gezeigt und nichts gesagt.
Die beiden waren im Urlaub und ich auf mich allein gestellt. Ich bin der Meinung, dass ich es auch ganz gut gemeistert habe.
Aber als dann die Sekretärin wieder kam, war alles anders. Sie ignoriert mich... Sie hat nicht mal gefragt, wie es war in den 2 Wochen... nichts. Die Stimmung ist furchtbar. Sie kommuniziert nur mit der Auszubildenden. Mit mir nicht. Nebenbei habe ich erfahren, dass ich die Systemeingaben nicht machen kann, weil ich in der Abteilung nur Gast bin...Da ich ja noch über das "interne Arbeitsamt" laufe. Tja, da hätten sie sich ja mal früher informieren können. Jetzt behandeln sie mich, wie eine Praktikantin!
Dann muckierte sie sich über eine Mail, die ich an sie geschickt hatte. Ich habe in ihrer Abwesenheit etwas erledigt und ihr dann eine Mail geschrieben, damit sie weiß, dass es erledigt ist. Sie blaffte mich nur an, dass wir uns keine Mails schreiben! Huch... dachte ich da... Ich wollte ja nur, dass Sie Bescheid weiß.
Zum Mittag stand sie dann auf, sah mich an, maschierte zur Tür und machte die Bürotür zu und meinte: Ich mach hier jetzt zu. Es ist Mittag und wir sind hier schließlich in der Überzahl!
Ich war platt. (Ich muss dazu sagen, dass ich nur bis halb1 max.1 Uhr arbeite. )
Was sollte das also?
Am nächsten Tag bin ich mit hohem Blutdruck und Migräne zur Arbeit. Ich hatte Angst... Panik... was ist, wenn ich schon wieder ein Mobbingopfer werde? Was soll die Personalabteilung denken, wenn ich sage dass ich in der Abteilung nicht arbeiten kann? Kündigen Sie mir?
Solche Dinge gingen mir durch den Kopf. Der Vormittag verlief grausam... Ich teilte dann irgendwann mit, dass ich gern zum Sanitäter in unserer Firma möchte, weil es mir sehr schlecht geht. Schnippisch saggte die Sekretärin, dass sie mich da begleiten müsse. Ich habe gefälligst nicht allein zu gehen.
Und da witterte ich meine Chance. Auf dem Weg zum Sani sagte ich ihr, dass ich irgendwie noch nicht richtig angekommen bin in der Abteilung. Und dann ging es los:
Sie belehrte mich in einem Ton, den ich hier nicht schreiben kann. Ich würde mich nicht für die Abteilung interessieren. Und ihr wurde mitgeteilt und sie hätte es auch schon mitbekommen, dass ich nur privat telefoniere... und es wäre ein ungeschriebenes Gesetz in dieser Abteilung, dass nichts privates gemacht wird! Sie meinte, sie hätte auch schon gehört, dass ich nur private Mails schreibe. Das würde sie am Tippen von mir hören!!! Und dann hat sie noch gefragt, ob ich Antidepressiva nehme. Ey, HALLO???
Ich war so platt, da konnte ich nichts mehr sagen. Am liebsten hätte ich mich übergeben.
Ist es denn privat, wenn einige Kollegen der vorigen Abteilung mich anrufen und sich erkundigen, wie es mir dort in der neuen Abteilung geht??? Ich habe keine privaten Gespräche geführt!
Ich wurde vom Sani wieder nach Hause geschickt, weil mein Blutdruck extrem hoch war und ich starke Migräne hatte. Ich bin jetzt eine Woche krank... Mir geht es gesundheitlich grade wieder so schlecht, wie letztes Jahr, dabei habe ich so sehr gehofft, dass es besser wird. Ich weiß nicht, was ich tun soll.
Ich bin so außer mir... Ich habe Panikattacken und schiss vor einer Kündigung. Obwohl in meinem Arbeitsvertrag steht: Das Unternehmen verpflichtet sich gg. dem Arbeitnehmer eine entsprechend der Fähigkeiten Tätigkeit zu beschaffen. (nicht wortwörtich wiedergegeben)
Ich will nicht mehr in diese Abteilung!!! Habe schon versucht mit dem Kollegen des "internen Arbeitsamtes" Kontakt aufzunehmen. Habe ihm eine Mail geschrieben und mein Fall und Empfinden geschildert. Ich habe so Angst, dass sie mich dorthin zurückschicken...
Das packe ich nicht mehr.
Ich kann mein Kopf nicht mehr ausstellen - Nachts bin ich stundenlang wach, weil ich Panikattacken habe...
Ich habe auch Angst, das Unternehmen sagt dass ich es mir nicht so zu Herzen nehmen soll oder ich das zu eng sehe. Ich weiß keine Argumentation mehr. Vor allem, weil es jetzt in einer anderen Abteilung wieder soweit gekommen ist für mich. Was mache ich denn nur falsch? Hört das nie auf??? Manchmal wünschte ich, ich wäre einfach nicht mehr da...
Sorry, dass der Text soooo mega lang geworden ist.
Eure Dita
Kommentar