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Mein Arbeitsplatz ist der Schreibtisch...

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  • Mein Arbeitsplatz ist der Schreibtisch...

    Hallo,
    ich bin im öffentlichen Dienst beschäftig und arbeite in einem sehr großen Stadtamt. Für meine Gruppe erledige ich die Post, die schon länger liegen geblieben ist, habe also kein eigenes Sachgebiet.
    Da wir so viele Kollegen sind, sind wir alle auf mehreren Etagen im Haus verteilt. Ich habe massive Probleme mit meinem Rücken und der Halswirbelsäule, da ich mehrer Bandscheibenvorfälle und Bandscheibenvorwölbungen habe. Ich bin im Moment mit meinem Gesundheitszustand aber sehr zufrieden. Ich bekomme nur starke Schmerzen, wenn ich zu lange sitze oder zu lange stehe. Mein Arzt sagte mir, dass ich am Besten einmal pro Stunde aufstehe, mich kurz bewege und dann weiter arbeite. Im Grunde ist das ein perfekter Vorschlag. Ich muss eh immer die Post und Akten der Kollegen holen und wieder weg bringen. Aber nun spielt meine Vorgesetzte verrückt. Sie will, dass ich einmal morgens mir alles hole und nachmittags alles zurückbringe. Ihr Argument: " Dein Arbeitsplatz ist der Schreibtisch, nicht das Treppenhaus".

    Kann sie mir vorschreiben, wie oft am Tag ich aufstehe, um mich zu bewegen? Am liebsten würde sie mir wohl auch den Gang zur Toilette verbieten.
    Wie kann ich mich gegen sie wehren? Gut, klar den Gang zur Toilette kann sie mir nicht verbieten, aber den Rest etwa schon? Ich möchte diese irren Schmerzen nicht mehr. Ich ertrage das nicht mehr und kann dann nicht arbeiten gehen, was ich aber doch so gerne mache.

    Fiore

  • #2
    AW: Mein Arbeitsplatz ist der Schreibtisch...

    Hallo Fiore,

    auch ich war bis 30.09.2013 ein Angestellter im öffentlichen Dienst mit 26 Berufsjahren. Ich hatte in den letzten 12 Jahren und 9 Monaten einen extremst schikanierenden und demütigenden Arbeitgeber - eine bayerisch-schwäbische Sparkasse, die keine Gelegenheit ausließ, um mich zu demütigen und mir alle Zukunftschancen am Arbeitsmarkt zu nehmen. Ich habe auch eine gesundheitliche Beeinträchtigung, welche in 2006 von meinem damaligen Arbeitgeber anscheinend dazu genutzt wurde, um mich zu schikanieren. Nun wurde ich mit 44 Jahren in die grundlose Arbeitslosigkeit gezwungen. Meine Mobbinggeschichte mit den vielseitigen Möglichkeiten kannst du dem folgenden Link entnehmen:

    www.uebelstessparkassenmobbing.wordpress....

    Damals konnte ich mit entsprechender rechtlicher Unterstützung die Fortführung des Angriffs auf meine Gesundheit stoppen.

    Ich hoffe, dass Du aber einen Arbeitgeber im Öffentlichen Dienst hast, der menschlicher mit seinen Mitarbeitern umgeht, wie ich es bei meinem Arbeitgeber erfahren habe müssen.

    Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du eine für Dich akzeptable Lösung erreichst. Es wäre nett, wenn Du das Forum auf dem Laufenden halten würdest.

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    • #3
      AW: Mein Arbeitsplatz ist der Schreibtisch...

      Hallo Fiore,

      hast Du schon mal versucht dem AG (oder deiner Vorgesetzten) ein ärztliches Attest auf den Tisch zu legen, worin steht wie mit den stündlichen Bewegungen zu verfahren ist?

      Deine Vorgesetzte scheint deine Beschwerden nicht zu kennen oder sie setzt sich darüber hinweg. Ein Attest könnte sie nicht ignorieren, schließlich geht dabei auch nicht viel Arbeitszeit verloren. Solltest Du einen Bildschirmarbeitsplatz haben, sind stündliche Pausen Vorschrift.

      Grüße Simon51

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      • #4
        AW: Mein Arbeitsplatz ist der Schreibtisch...

        Hallo Fiore,
        was das ärztliche Attest und die gesetzlichen Vorschriften am Arbeitsplatz betrifft, würde ich Dir raten, dich sehr gut hierüber zu informieren. Denn das eine hat mit dem anderen nichts zu tun und sind unterschiedliche Sichtweisen sowie auch rechtlich anzusehen.

        Ein kleiner Auszug aus der Thematik Bildschirmarbeitsplatz siehe hier: http://www.ergo-online.de/site.aspx?...hirmarbeit.htm

        Da die Problematik ganz wo anders bei Dir liegt, sprich im Wirbelsäulenbereich, können da auch aus medizinischen Gründen Einschränkungen in die Wege geleitet werden. Da wie ich es derzeitig aus deinem Schreiben entnehme, nicht Dein anstreben ist, Du für andere Möglichkeiten suchst, um Deinen Arbeitsplatz zu erhalten.

        Ebenfalls suchst Du Möglichkeiten, um Deiner Vorgesetzten, zu sagen, was Dich letztlich plagt - sprich Deine Schmerzen. Schmerz ist auch immer seelisch das Thema - was schmerzt mich in meiner Seele, auch da rate ich Dir von Herzen, dort mal hinzusehen - was Dich in deiner Seele schmerzt ! Jetzt spreche ich aus meiner Seele, was ich machen würde, was für Dich vielleicht gar nicht emotional zutreffen würde, da ich keinerlei Hintergurndinformationen habe, argumentiere ich aufgrund Deinem geschriebenen.

        Deine Vorgesetzte hat scheinbar keine gute Gedanken gegenüber Deiner Person, sonst würde sie sich anders verhalten. Somit ist es auch nicht erstrebenswert, ihr Deine Probleme zu offenbaren, ebenfalls auf rechtliche Vorschriften hinzuweisen. Denn das würde, so wie Du sie beschreibst, zu keiner guten Lösung führen und das nächste Mobbingthema würde somit ausgelöst. Vielmehr rate ich Dir an, hol Dir einen Petzi-Ball und sitze eine 1/2 Stunde täglich während Du im Büro sitzt auf diesem Ball. Das ist Ausgleich, Entspannung und Muskelaufbau und das während der Arbeitszeit. Anschließend bist Du froh, wieder auf einem ergonoischen Stuhl zu sitzen. Gehe öffters tournimäßig auf die Toilette, um zu laufen und entspanne kurz während Du aufstehst, um einen "angeblichen Ordner" zu holen.

        Ich war selber Bandscheibengeschädigt und hatte höllische Schmerzen, konnte fast nicht liegen und fast nicht sitzen. Die Schulmedizin hat mir kaum Linderung gebracht, auch die akute Reha brachte keine Linderung, bis ich mich auf Alternativmethoden eingelassen habe. Ich war rechtsseitig gelähmt und habe heute keine Lähmung mehr und bin schmerzfrei. Das heisst aber nicht, dass ich mich jetzt auf den Lorbeeren ausruhen kann, ich muss immer präventiv was unternehmen, meine Wirbelsäule zu stabilisieren sowie die Muskulatur, um meine Gesundheit zu erhalten. Weitere Entspannungstechniken sind Massagen nach Dorn- und Breussmethoden, Fußzonenreflexmassagen, Energiearbeit, Yoga, schwimmen, saunieren, Wärmebehandlung, Akupunktur, Meditation, Homöophatie und Entsäureung des Körpers, uvm.

        Falls Du Deine Tätigkeit schmerzbedingst nicht mehr ausüben kannst, gibt es andere Möglichkeiten, die ich aber bei Dir momentan noch nicht sehe. Such Dir deinen Freiraum, auch deinen Freiraum - dich nicht erklären zu müssen bei Deiner Vorgesetzten - um frei, "Rückenstabil" und somit geerdet zu sein. Gute Besserung Susann45
        Zuletzt geändert von Susann45; 24.10.2013, 19:42.

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        • #5
          AW: Mein Arbeitsplatz ist der Schreibtisch...

          Ich habe auch Probleme mit den Bandscheiben im Lendenwirbelbereich und habe mit Kieser-Training angefangen. Es hat mir sehr gut geholfen. Außerdem habe ich am Arbeitsplatz einen höhenverstellbaren Schreibtisch und einen besonderen Stuhl bekommen.
          Alles in allem kann ich mittlerweile wieder acht Stunden arbeiten, ohne dass ich vor Schmerzen nach Hause krieche.

          Schlimm ist eben nur, wenn man nicht so toll von seinem Arbeitgeber unterstützt wird wie ich. Kannst Du Dir nicht einen völlig anderen Job suchen? Oder zumindest innerhalb der Stadtverwaltung, die ist doch in der Regel groß genug, so dass es doch dort etwas geben müsste, um einen anderen Vorgesetzten zu bekommen.

          Gute Besserung
          Käthe

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