Hallo liebe Leser.
Ich bin sehr froh, dass ich auf dieses Forum gestossen bin. Nicht unbedingt, weil ich mir lebensverändernde Ratschläge oder Mitleid erhoffe, sondern weil ich einfach mal Unbeteiligten meine Geschichte erzählen kann.
Ich habe im September 2011 eine Stelle in der Werbebranche angetreten. Ich habe mir dort zwei Jahre lang den Arsch aufgerissen, kaum Urlaub gehabt, unbezahlte Überstunden gemacht, etc. Und ich habe immer wieder mit angesehen wie Kollegen schikaniert wurden und aus lächerlichen Gründen gefeuert bzw. rausgeekelt wurden. Ich habe nichts dazu gesagt - aus Angst meinen Job auch zu verlieren. Stattdessen habe ich für mich beschlossen, keine Fehler zu machen, immer perfekt zu sein und mir nichts zu Schulden kommen zu lassen. Bis vor einigen Monaten ging das gut, dann bin ich unter dem inneren und äußeren Druck zusammengebrochen. Diagnose: Angst und Depression. Ich war drei Wochen krank geschrieben, dann hieß es von Seiten meiner Vorgesetzten, das könne so nicht weitergehen. Also bin ich weitere sechs Wochen trotz Krankschreibung halbtags zur Arbeit gegangen. Dann hieß es wieder, so könne das nicht weitergehen. Also habe ich mich gesund schreiben lassen und wieder Vollzeit gearbeitet. Damit ging das Elend erst richtig los. Meine Anfangs so verständnisvollen Chefs waren auf einmal garnicht mehr so einsichtig.
Mir wurden alle meine Jobs weggenommen, ich durfte nur noch stupide Arbeiten verrichten. Während ich vorher auch Präsentationen vor Kunden halten durfte, wurde ich jetzt ausgeschlossen. Das hat man mir aber nicht mitgeteilt, ich durfte einfach nicht mit ins Gespräch. Jobs, die ich sonst im ersten Anlauf zur vollsten Zufriedenheit erledigt habe, musste ich auf einmal bis zu sechsmal neu machen. Dinge, die mir zuvor als positive Eigenschaft angerechnet hat, wurden mir auf einmal negativ ausgelegt. Anfangs wurde ich beispielsweise immer für meine Höflichkeit gelobt, weil ich nicht einfach in Gespräche reinplatze. Jetzt heißt es, ich würde Gespräche belauschen (was natürlich nicht stimmt). Nach einem Monat Vollzeitarbeit mit schwersten Panikattacken und Angstzuständen habe ich beschlossen, mich wieder krankschreiben zu lassen. Mir wurde im letzten Gespräch vorgeworfen, ich würde Gehalt kassieren und keine Leistung bringen. Man bot mir aber auch an, für den Fall, dass ich nicht wiederkomme, mir die Kündigung auszusprechen, damit ich einen Anspruch auf Arbeitslosengeld habe. Jetzt, nach etwas mehr als zwei Wochen krank, habe ich mich entschieden, nicht wiederzukommen. Ich habe das meinen Chefs mitgeteilt und um einen Termin für ein Gespräch gebeten. Ich möchte mich professionell verhalten und eine gütliche Einigung finden. Aber mir wird ein Termin verwehrt, meine Mails und Anrufe werden ignoriert. Nicht aus Zeitmangel, sondern um mich zu demütigen und mir eindrucksvoll zu demonstrieren, wer die Fäden in der Hand hält und die Macht hat. Ich kenne dieses Spiel von ehemaligen Kollegen. Trotzdem habe ich wahnsinnige Angst vor diesen Menschen (bin deshalb auch in Therapie) und bin ihnen und ihrem unprofessionellen Handeln ausgeliefert. Ich habe zwei Jahre lang meine ganze Kraft in diesen Job gesteckt, war immer fair und ehrlich. Jetzt werde ich wie Müll behandelt und das verletzt mich zutiefst.
Mein einziger Ausweg ist, selbst zu kündigen und zu hoffen, dass mir sowohl mein Arzt als auch das Arbeitsamt diese Vorfälle als Mobbing bestätigen. Nicht dass ich vorhabe, mich Dauerhaft in die Arbeitslosigkeit zu verabschieden, aber nur für alle Fälle. Ich halte jetzt schon wieder nach einem neuen Job Ausschau. Ich will arbeiten, nur eben nicht dort....
Liebe Grüße und Danke fürs Lesen
LIT
Ich bin sehr froh, dass ich auf dieses Forum gestossen bin. Nicht unbedingt, weil ich mir lebensverändernde Ratschläge oder Mitleid erhoffe, sondern weil ich einfach mal Unbeteiligten meine Geschichte erzählen kann.
Ich habe im September 2011 eine Stelle in der Werbebranche angetreten. Ich habe mir dort zwei Jahre lang den Arsch aufgerissen, kaum Urlaub gehabt, unbezahlte Überstunden gemacht, etc. Und ich habe immer wieder mit angesehen wie Kollegen schikaniert wurden und aus lächerlichen Gründen gefeuert bzw. rausgeekelt wurden. Ich habe nichts dazu gesagt - aus Angst meinen Job auch zu verlieren. Stattdessen habe ich für mich beschlossen, keine Fehler zu machen, immer perfekt zu sein und mir nichts zu Schulden kommen zu lassen. Bis vor einigen Monaten ging das gut, dann bin ich unter dem inneren und äußeren Druck zusammengebrochen. Diagnose: Angst und Depression. Ich war drei Wochen krank geschrieben, dann hieß es von Seiten meiner Vorgesetzten, das könne so nicht weitergehen. Also bin ich weitere sechs Wochen trotz Krankschreibung halbtags zur Arbeit gegangen. Dann hieß es wieder, so könne das nicht weitergehen. Also habe ich mich gesund schreiben lassen und wieder Vollzeit gearbeitet. Damit ging das Elend erst richtig los. Meine Anfangs so verständnisvollen Chefs waren auf einmal garnicht mehr so einsichtig.
Mir wurden alle meine Jobs weggenommen, ich durfte nur noch stupide Arbeiten verrichten. Während ich vorher auch Präsentationen vor Kunden halten durfte, wurde ich jetzt ausgeschlossen. Das hat man mir aber nicht mitgeteilt, ich durfte einfach nicht mit ins Gespräch. Jobs, die ich sonst im ersten Anlauf zur vollsten Zufriedenheit erledigt habe, musste ich auf einmal bis zu sechsmal neu machen. Dinge, die mir zuvor als positive Eigenschaft angerechnet hat, wurden mir auf einmal negativ ausgelegt. Anfangs wurde ich beispielsweise immer für meine Höflichkeit gelobt, weil ich nicht einfach in Gespräche reinplatze. Jetzt heißt es, ich würde Gespräche belauschen (was natürlich nicht stimmt). Nach einem Monat Vollzeitarbeit mit schwersten Panikattacken und Angstzuständen habe ich beschlossen, mich wieder krankschreiben zu lassen. Mir wurde im letzten Gespräch vorgeworfen, ich würde Gehalt kassieren und keine Leistung bringen. Man bot mir aber auch an, für den Fall, dass ich nicht wiederkomme, mir die Kündigung auszusprechen, damit ich einen Anspruch auf Arbeitslosengeld habe. Jetzt, nach etwas mehr als zwei Wochen krank, habe ich mich entschieden, nicht wiederzukommen. Ich habe das meinen Chefs mitgeteilt und um einen Termin für ein Gespräch gebeten. Ich möchte mich professionell verhalten und eine gütliche Einigung finden. Aber mir wird ein Termin verwehrt, meine Mails und Anrufe werden ignoriert. Nicht aus Zeitmangel, sondern um mich zu demütigen und mir eindrucksvoll zu demonstrieren, wer die Fäden in der Hand hält und die Macht hat. Ich kenne dieses Spiel von ehemaligen Kollegen. Trotzdem habe ich wahnsinnige Angst vor diesen Menschen (bin deshalb auch in Therapie) und bin ihnen und ihrem unprofessionellen Handeln ausgeliefert. Ich habe zwei Jahre lang meine ganze Kraft in diesen Job gesteckt, war immer fair und ehrlich. Jetzt werde ich wie Müll behandelt und das verletzt mich zutiefst.
Mein einziger Ausweg ist, selbst zu kündigen und zu hoffen, dass mir sowohl mein Arzt als auch das Arbeitsamt diese Vorfälle als Mobbing bestätigen. Nicht dass ich vorhabe, mich Dauerhaft in die Arbeitslosigkeit zu verabschieden, aber nur für alle Fälle. Ich halte jetzt schon wieder nach einem neuen Job Ausschau. Ich will arbeiten, nur eben nicht dort....
Liebe Grüße und Danke fürs Lesen
LIT
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