Hallo Forum,
ich habe lange überlegt, ob ich meine Geschichte überhaupt nieder schreibe, aber ich habe mich jetzt dafür entschieden.
Ich habe vor ca. 4 Jahren in einem Krankenhaus als ITler angefangen. Da mein vorheriger Job (Bossing von der Cheffin) nicht das war, was ich ewig aushalten wollte, kam mir die neue Atmosphäre (kleines Team und super Chef) sehr gelegen und tat mir gut. Da ich (das soll nicht abgehoben klingen, aber die Situation erklären) „leider“ der ITler mit dem größten Fachwissen (und auch der einzige mit Fachausbildung) bin, wurden mir immer interessante Projekte und Aufgaben gegeben. Da die IT im Verhältnis zu den anderen Abteilungen sehr klein ist/war, war diese kleine Abteilung unter der Gebäudetechnik angesiedelt. Der Chef war/ist super. Er ließ einen die anfallenden Aufgaben ohne Rückfragen und Kontrolle erledigen. Gab es Probleme oder hatte man was falsch gemacht, gab es auch mal Kritik (begründet), aber damit kann sicher jeder leben.
Nun zu dem Zeitpunkt, an dem sich leider etwas änderte.
Das Krankenhaus setzt SAP als Patientenverwaltungssoftware ein. Dafür gab es auch eine Abteilung. Da diese aus nur einer (manchmal auch 2 (dazu später mehr))Person bestand (welche auch Privat sehr gut mit einer Klinikmanagerin in Kontakt stand) wurde kurzerhand Festgelegt, das die IT in eine eigene Abteilung (außerhalb der Gebäudetechnik) von dieser SAP Managerin geleitet werden sollte.
Die „alte“ IT wurde von 3 Personen auf 2xIT + 1xSAP zusammengestrichen. Soll heißen, ein Kollege konnte sich in das Gebäude-Management retten. Da ich mit meiner „neuen“ Chefin bis dato keinen großen Kontakt hatte, wollte ich mich natürlich nicht gegen die neue Situation sperren. Später kann noch eine weitere SAP Mitarbeiterin hinzu, so dass wir z.Z. 2x IT + 2x SAP im „TEAM“ sind.
Nun zu meinem eigentlichen Problem:
Da ich wie oben geschrieben etwas mehr Fachwissen habe, als der Rest, habe ich bei einigen Problemen schlicht eine andere Herangehensweise. Mein IT Kollegen ist ca. 20 Jahre älter als ich und ehr von der Turnschuhfraktion (immer direkt loslaufen). Ich dagegen bin einfach schneller, wenn ich via Telefon und Remote (fernzugriff) arbeite. Für meine Chefin (ca. 10 Jahre älter als ich) war dies anfangs kein Problem. Dann änderte sich die Situation. Ich hatte beim Zusammenarbeiten mit meinem Kollegen immer wieder dessen Fehler zu korrigieren und nachzuarbeiten. Dies aber nur, weil er sofort los lief, ohne vorher einmal nachzufragen oder zu denken. Ich suchte also das Gespräch mit ihm. Es kam zu keiner Besserung. Immer wieder gab er den Programmen die Schuld. Als mir dies zu viel wurde, suchte ich das Gespräch mit meiner „neuen“ Chefin. Sie nahm dieses erste Gespräch gut auf und es gab eine Klärung. Danach sogar kurzzeitig eine „Besserung“. Dies hielt jedoch nicht lange an und ich musste wieder und wieder Probleme klären, die nie hätten entstehen müssen. Ich suchte also wieder das Gespräch. Diesmal wurde ich schon gefragt, ob meine Chefin einen Kindergarten leite. Es gab also nicht wirklich eine Klärung. Vielmehr wurde mir angeraten mich doch zusammenzureißen. Nun merkte ich immer wieder, wenn ich morgens mein Büro betrat, das mein IT Kollege mit unserer Chefin ein „Morgengespräch“ führte. Die Inhalte blieben mir meist unbekannt, da dieses Gespräch sich meist kurz nach oder direkt währen meines Eintreffens beendet wurde. Mein ITKollege wurde in dieser Zeit auch dazu berechtigt, in der Abwesenheit meiner Chefin, Unterschriften (zumindest einige) zu leisten. Dies wurde zumindest mündlich von meiner Chefin so „definiert“. Als meine Chefin kurze Zeit später länger krank wurde, zeigte sich, dass mein Kollege dieses als Machtposition ausnutzte. Es war der Meinung das, solange unsere Chefin nicht anwesend ist, er das sagen hat. Dies bezog er sogar auf 1-2h Abwesenheit unserer Chefin. Da ich dies nicht so sah, gerieten wir aneinander. Ich suchte also das Gespräch mit meiner Chefin und er bekam im Anschluss ein paar „nette“ worte von ihr gesagt. Aber (warum auch immer) er war schon kurze Zeit später wieder der „beste“.
Da ich irgendwann genug davon hatte immer hinter ihm her zu räumen, suchte ich (sogar mit vorab zugesagter Unterstützung der SAP Kollegin) erneut ein klärendes Gespräch. Das Ergebnis war, das ich einen Anschiss dafür bekam und als Nörgler abgestempelt wurde. Ich gab mir im Anschluss wieder mühe einfach über die Fehler hinweg zu sehen. Dies gelang mir auch zeitweise. Dann kam der Punkt an dem auch die SAP Kollegin wieder sehr schlecht auf ihn zu sprechen war und er mich wieder und wieder in Bezug auf die Arbeit anlog (nachweislich) und mir Informationen vorenthielt. Ich entschloss mich dazu nicht zu meiner Vorgesetzten zu gehen und schlich die Kommunikation zu ihm auf das nötigste zu begrenzen. Also keine Privaten Themen, keine Gespräche über Fehler die er gemacht hatte und ich ausbessern musste. Auf Fragen antwortete ich immer korrekt aber kurz und Informationen gab ich ebenso weiter. Da meine Chefin zu diesem Zeitpunkt wieder erkrankt war, sah ich dies vielleicht auch als Möglichkeit ihm unmissverständlich klar zu machen, das ich mit seiner Arbeitsweise und seinen Lügen nicht klar kam.
Was daraus folgte, hätte ich jedoch nicht für möglich gehalten. Da meine Chefin immer wieder zum Team sagte, dass sie immer für ein Gespräch offen ist, war ich sehr überrasch, als ich am Sa in meinem Briefkasten ein Einschreiben mit der Einladung zum Personalgespräch incl. Personalleiter fand. Das Wochenende war damit gelaufen. Als Gesprächspunkte wurde folgendes genannt:
1. Arbeitsaufzeichnungen (wahrscheinlich die Anwesenheitsdokumentation)
2. Bearbeitungszeit von Aufträgen
3. Meldepflicht bei Krankheit
Ich war wie bewusstlos, da ich mir bei allen 3 Punkten kein Fehlverhalten vorwerfen kann. Dies wurde mich auch bestätigt, als ich am Montag direkt das Gespräch mit unserem Betriebsrat suchte. Der meinte dazu nur, das sind Vorgeschobene Gründe. Die Begleitung eines BR Mitglieds wurde mir zugesagt und ich Informierte den Personalleiter, das ich den Termin wahrnehme (in Begleitung des BR). Da ich wusste, dass ich im Krankenhaus auch sehr viele Fürsprecher für mich habe, suchte ich das Gespräch mit meinem ehemaligen vorgesetzten und einer anderen Leitungsperson. Ich schilderte meine Situation und beide sagten mir sofort ihre Unterstützung zu (auch diese sind der Meinung, dass ich die größte Fachliche Kompetenz der Abteilung bin). Beide suchten das Gespräch mit dem Personalleiter. Dieser rief mich anschließen an. Er sagte mir, das er über meine Person mit verschiedenen Kollegen gesprochen hätte und die Situation sich im Anschluss für ihn etwas anders als zum Zeitpunkt des Einschreibens darstellt. Er bat mich, da mit exakt dieser einen Person des BR, welche mich Vertreten sollte (wurde mir auch vorab vom BR so berichtet) , nicht kann diesen auszuladen. Er sicherte mir zu, das ich im Gegenzug jederzeit das Gespräch abbrechen darf und es zu einem anderen Zeitpunkt mit BR weitergeführt wird. Da ich von dieser doch etwas positiven Nachricht etwas erleichtert war, sagte ich dies zu. Meine Chefin weiß (so hoffe ich) noch nichts von dem leichten Sinneswandel des Personalleiters. Ich hoffe das Gespräch verläuft etwas anders als Sie es sich erwartet. Ich werde hier berichten wie es ausgegangen ist.
So jetzt ist es vielleicht etwas krum und schief, ich habe vielleicht die ein oder andere kleine Anekdote ausgelassen aber die grobe Geschichte ist erzählt. Ich bin in dieser Phase der benommenheit auf diversen Seiten gewesen und habe ich in der ein oder anderen Mobbing/Bossing Situation wiedergefunden. Was sagt ihr? Wie würdet ihr weitermachen?
Gruß Red
ich habe lange überlegt, ob ich meine Geschichte überhaupt nieder schreibe, aber ich habe mich jetzt dafür entschieden.
Ich habe vor ca. 4 Jahren in einem Krankenhaus als ITler angefangen. Da mein vorheriger Job (Bossing von der Cheffin) nicht das war, was ich ewig aushalten wollte, kam mir die neue Atmosphäre (kleines Team und super Chef) sehr gelegen und tat mir gut. Da ich (das soll nicht abgehoben klingen, aber die Situation erklären) „leider“ der ITler mit dem größten Fachwissen (und auch der einzige mit Fachausbildung) bin, wurden mir immer interessante Projekte und Aufgaben gegeben. Da die IT im Verhältnis zu den anderen Abteilungen sehr klein ist/war, war diese kleine Abteilung unter der Gebäudetechnik angesiedelt. Der Chef war/ist super. Er ließ einen die anfallenden Aufgaben ohne Rückfragen und Kontrolle erledigen. Gab es Probleme oder hatte man was falsch gemacht, gab es auch mal Kritik (begründet), aber damit kann sicher jeder leben.
Nun zu dem Zeitpunkt, an dem sich leider etwas änderte.
Das Krankenhaus setzt SAP als Patientenverwaltungssoftware ein. Dafür gab es auch eine Abteilung. Da diese aus nur einer (manchmal auch 2 (dazu später mehr))Person bestand (welche auch Privat sehr gut mit einer Klinikmanagerin in Kontakt stand) wurde kurzerhand Festgelegt, das die IT in eine eigene Abteilung (außerhalb der Gebäudetechnik) von dieser SAP Managerin geleitet werden sollte.
Die „alte“ IT wurde von 3 Personen auf 2xIT + 1xSAP zusammengestrichen. Soll heißen, ein Kollege konnte sich in das Gebäude-Management retten. Da ich mit meiner „neuen“ Chefin bis dato keinen großen Kontakt hatte, wollte ich mich natürlich nicht gegen die neue Situation sperren. Später kann noch eine weitere SAP Mitarbeiterin hinzu, so dass wir z.Z. 2x IT + 2x SAP im „TEAM“ sind.
Nun zu meinem eigentlichen Problem:
Da ich wie oben geschrieben etwas mehr Fachwissen habe, als der Rest, habe ich bei einigen Problemen schlicht eine andere Herangehensweise. Mein IT Kollegen ist ca. 20 Jahre älter als ich und ehr von der Turnschuhfraktion (immer direkt loslaufen). Ich dagegen bin einfach schneller, wenn ich via Telefon und Remote (fernzugriff) arbeite. Für meine Chefin (ca. 10 Jahre älter als ich) war dies anfangs kein Problem. Dann änderte sich die Situation. Ich hatte beim Zusammenarbeiten mit meinem Kollegen immer wieder dessen Fehler zu korrigieren und nachzuarbeiten. Dies aber nur, weil er sofort los lief, ohne vorher einmal nachzufragen oder zu denken. Ich suchte also das Gespräch mit ihm. Es kam zu keiner Besserung. Immer wieder gab er den Programmen die Schuld. Als mir dies zu viel wurde, suchte ich das Gespräch mit meiner „neuen“ Chefin. Sie nahm dieses erste Gespräch gut auf und es gab eine Klärung. Danach sogar kurzzeitig eine „Besserung“. Dies hielt jedoch nicht lange an und ich musste wieder und wieder Probleme klären, die nie hätten entstehen müssen. Ich suchte also wieder das Gespräch. Diesmal wurde ich schon gefragt, ob meine Chefin einen Kindergarten leite. Es gab also nicht wirklich eine Klärung. Vielmehr wurde mir angeraten mich doch zusammenzureißen. Nun merkte ich immer wieder, wenn ich morgens mein Büro betrat, das mein IT Kollege mit unserer Chefin ein „Morgengespräch“ führte. Die Inhalte blieben mir meist unbekannt, da dieses Gespräch sich meist kurz nach oder direkt währen meines Eintreffens beendet wurde. Mein ITKollege wurde in dieser Zeit auch dazu berechtigt, in der Abwesenheit meiner Chefin, Unterschriften (zumindest einige) zu leisten. Dies wurde zumindest mündlich von meiner Chefin so „definiert“. Als meine Chefin kurze Zeit später länger krank wurde, zeigte sich, dass mein Kollege dieses als Machtposition ausnutzte. Es war der Meinung das, solange unsere Chefin nicht anwesend ist, er das sagen hat. Dies bezog er sogar auf 1-2h Abwesenheit unserer Chefin. Da ich dies nicht so sah, gerieten wir aneinander. Ich suchte also das Gespräch mit meiner Chefin und er bekam im Anschluss ein paar „nette“ worte von ihr gesagt. Aber (warum auch immer) er war schon kurze Zeit später wieder der „beste“.
Da ich irgendwann genug davon hatte immer hinter ihm her zu räumen, suchte ich (sogar mit vorab zugesagter Unterstützung der SAP Kollegin) erneut ein klärendes Gespräch. Das Ergebnis war, das ich einen Anschiss dafür bekam und als Nörgler abgestempelt wurde. Ich gab mir im Anschluss wieder mühe einfach über die Fehler hinweg zu sehen. Dies gelang mir auch zeitweise. Dann kam der Punkt an dem auch die SAP Kollegin wieder sehr schlecht auf ihn zu sprechen war und er mich wieder und wieder in Bezug auf die Arbeit anlog (nachweislich) und mir Informationen vorenthielt. Ich entschloss mich dazu nicht zu meiner Vorgesetzten zu gehen und schlich die Kommunikation zu ihm auf das nötigste zu begrenzen. Also keine Privaten Themen, keine Gespräche über Fehler die er gemacht hatte und ich ausbessern musste. Auf Fragen antwortete ich immer korrekt aber kurz und Informationen gab ich ebenso weiter. Da meine Chefin zu diesem Zeitpunkt wieder erkrankt war, sah ich dies vielleicht auch als Möglichkeit ihm unmissverständlich klar zu machen, das ich mit seiner Arbeitsweise und seinen Lügen nicht klar kam.
Was daraus folgte, hätte ich jedoch nicht für möglich gehalten. Da meine Chefin immer wieder zum Team sagte, dass sie immer für ein Gespräch offen ist, war ich sehr überrasch, als ich am Sa in meinem Briefkasten ein Einschreiben mit der Einladung zum Personalgespräch incl. Personalleiter fand. Das Wochenende war damit gelaufen. Als Gesprächspunkte wurde folgendes genannt:
1. Arbeitsaufzeichnungen (wahrscheinlich die Anwesenheitsdokumentation)
2. Bearbeitungszeit von Aufträgen
3. Meldepflicht bei Krankheit
Ich war wie bewusstlos, da ich mir bei allen 3 Punkten kein Fehlverhalten vorwerfen kann. Dies wurde mich auch bestätigt, als ich am Montag direkt das Gespräch mit unserem Betriebsrat suchte. Der meinte dazu nur, das sind Vorgeschobene Gründe. Die Begleitung eines BR Mitglieds wurde mir zugesagt und ich Informierte den Personalleiter, das ich den Termin wahrnehme (in Begleitung des BR). Da ich wusste, dass ich im Krankenhaus auch sehr viele Fürsprecher für mich habe, suchte ich das Gespräch mit meinem ehemaligen vorgesetzten und einer anderen Leitungsperson. Ich schilderte meine Situation und beide sagten mir sofort ihre Unterstützung zu (auch diese sind der Meinung, dass ich die größte Fachliche Kompetenz der Abteilung bin). Beide suchten das Gespräch mit dem Personalleiter. Dieser rief mich anschließen an. Er sagte mir, das er über meine Person mit verschiedenen Kollegen gesprochen hätte und die Situation sich im Anschluss für ihn etwas anders als zum Zeitpunkt des Einschreibens darstellt. Er bat mich, da mit exakt dieser einen Person des BR, welche mich Vertreten sollte (wurde mir auch vorab vom BR so berichtet) , nicht kann diesen auszuladen. Er sicherte mir zu, das ich im Gegenzug jederzeit das Gespräch abbrechen darf und es zu einem anderen Zeitpunkt mit BR weitergeführt wird. Da ich von dieser doch etwas positiven Nachricht etwas erleichtert war, sagte ich dies zu. Meine Chefin weiß (so hoffe ich) noch nichts von dem leichten Sinneswandel des Personalleiters. Ich hoffe das Gespräch verläuft etwas anders als Sie es sich erwartet. Ich werde hier berichten wie es ausgegangen ist.
So jetzt ist es vielleicht etwas krum und schief, ich habe vielleicht die ein oder andere kleine Anekdote ausgelassen aber die grobe Geschichte ist erzählt. Ich bin in dieser Phase der benommenheit auf diversen Seiten gewesen und habe ich in der ein oder anderen Mobbing/Bossing Situation wiedergefunden. Was sagt ihr? Wie würdet ihr weitermachen?
Gruß Red
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