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Mobbing, was kann ich tun? Gemobbt vom Kollegen und vom Chef

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  • Mobbing, was kann ich tun? Gemobbt vom Kollegen und vom Chef

    Hallo!
    Ich hoffe hier kann mir jemand Tipps geben, was ich tun kann.
    Und zwar geht es darum, dass ich in meiner Arbeit gemobbt wurde. Sowohl von Kollegen, als auch von einer Vorgesetzten. Es ging los mit der Vorgesetzten, der ich nichts recht machen konnte, alles war falsch. Dann gingen meine Kollegen hinter meinem rücken zur Chefin. Ich wäre zu unsicher, würde zu viel fragen, sie sind genervt, dann erzählten sie ihr noch, dass ich angeblich immer maulen würde, ich hätte keinen bock etc. (Was aber nicht stimmt!) Das erfuhr ich alles von meiner Chefin, meine Kollegen taten als wäre nichts. Ich versuchte daraufhin selbstständiger und sicherer zu arbeiten, doch ich wurde in Gesprächen immer ausgeschlossen, kaum einer redete noch mit mir, keiner half mir oder sonstiges. Mit der Vorgesetzten hatte ich immer noch Probleme, alles was ich schon immer so machte, war falsch. Es wurde alles immer schlimmer. Zum Schluss wurde ich von einer Kollegin nur noch dumm angeredet, sie behauptete plötzlich, ich wäre falsch, da ihr die Vorgesetzte wohl alles erzählt hatte was ich in dem Gespräch mit der Chefin gesagt hätte (ich dachte das Gespräch wäre vertraulich!! Und außerdem hatte ich nichts schlimmes über die anderen gesagt, mich lediglich verteidigt) allerdings stimmte das auch nicht, was ich angeblich gesagt haben sollte.
    Nachdem ich jetzt jeden Morgen über Übelkeit und Magenschmerzen klagte, mittlerweile 4 Kilo abgenommen habe und kaum mehr schlafen kann, schickte mich mein Freund zum Arzt.
    Der hat mich nun krank geschrieben. Ich habe allerdings vergessen (ok, es war Absicht, da ich Angst vor Fragen von der Chefin hatte) bei der 2. Krankmeldung anzurufen, sondern habe Sie nur in den Postkasten meiner Arbeit geworfen.
    Daraufhin rief mich meine Chefin an und setzte mich total unter Druck, dass ich ihr sage, was ich habe und sie müsse das Wissen... Dumm wie ich leider war, sagte ich, ich hätte psychische Probleme, aber dass ich ihr jetzt nicht mein Privatleben am Telefon erklären würde und ich, wenn es mir besser geht vorbei komme um mit ihr zu sprechen.
    Am selben Abend aber kam sie mit dem Chef vorbei und drückten meinem Freund meine Kündigung in die Hand. Fristgerecht, aber ohne Begründung.
    Am nächsten Tag kam ich gerade vom spazieren gehen mit meinem Hund nach Hause, als ich ihr Auto vor unserem Haus parken sah.. Weiß aber nicht, was sie wollte, da ich dann umgedreht habe.

    Kann mir hier vielleicht jemand helfen, was ich tun soll?
    Und die andere Frage ist auch, was darf ich denn jetzt eigentlich tun, solange ich krank geschrieben bin? Gekündigt haben sie mich ja sowieso schon?

  • #2
    AW: Was kann ich tun?

    An deiner Stelle würde ich zu einem Anwalt gehen und einmal abklären, ob das mit der Kündigung überhaupt rechtens ist. Erzähle ihm genau, was in deinem Betrieb abgelaufen ist.
    Was deine Krankmeldung angeht. Du bist ja nicht bettlägerig krank geschrieben. Es steht dir also frei, auch einmal raus zu gehen. Das dich deine Chefin mit der Diagnose unter Druck gesetzt hat, ist eine Frechheit. Der Arbeitgeber hat nämlich keinen Anspruch darauf, die Art der Erkrankung zu erfahren. Deshalb ist die Diagnose auf der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung für den Arbeitgeber auch nicht aufgeführt.Das Persönlichkeitsrecht des Arbeitnehmers überwiegt in der Regel das Informationsinteresse des Arbeitgebers am Gesundheitszustand des Arbeitnehmers.

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    • #3
      AW: Was kann ich tun?

      Vielen Dank Ilythia.
      Das mit dem Anwalt werde ich tun bzw mich mal am Arbeitsgericht schlau machen. Was mich an der Kündigung etwas stutzig macht ist, dass kein Grund drin steht. Das darf doch normal nicht sein?
      Ja, das sagt mein Freund auch immer, dass ich nicht bettlägerig geschrieben bin, dennoch, vor allem nachdem meine Chefin ja offensichtlich "kontrolliert", zumindest habe ich den Verdacht nachdem ich sie vor meinem Haus parken habe sehen, traue ich mich noch nicht einmal einkaufen fahren..

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      • #4
        AW: Was kann ich tun?

        Mach dir nicht so viele Gedanken, wegen deiner kontrollsüchtigen Chefin. Die kann ein Zelt vor eurer Tür aufstellen oder ein Fernglasabbo abschließen. Die kann dir nichts. Du hast auch bei Krankmeldung das RECHT, raus zu gehen ( sogar bei bettlägerigen Umständen zum Einkaufen, oder sollen kranke Menschen verhungern?! )Zudem bist du ja nicht wegen Fieber oder Grippe krank geschrieben. Und niemand verlangt, dass du bei psychischen Problemen zu Hause "eingekerkert" bist. Geh in Ruhe mit deinem Hund raus usw und lass die Gute vom nächsten Ast kippen, wenn sie dir hinterher spioniert...

        Ich hab dir hier mal was in punkto Kündigungen herauskopiert:

        • Bei einer fristlosen Kündigung, die die folgenschwerste Maßnahme eines Arbeitgebers ist, spielt der Kündigungsgrund die zentrale Rolle. Eine fristlose Kündigung erfordert einen weitaus schwerwiegenderen Grund, als z.B. die ordentliche Kündigung eines Mitarbeiters innerhalb der Probezeit
        • Ordentliche Kündigungen im Rahmen des Kündigungsschutzgesetzes bedürfen ebenfalls eines erheblichen (nämlich betriebs-, personen- oder verhaltensbedingten) Grundes, der die Kündigung 'sozial rechtfertigt'
        • Ordentliche Kündigungen außerhalb des Kündigungsschutzgesetzes erfordern hingegen grundsätzlich keine Rechtfertigung über den Grund.


        Du solltest auf jeden Fall direkt zu einem Anwalt gehen und checken, um welche Art Kündigung es sich genau handelt. Denn ist es eine "willkürliche" Kündigung, kann man dagegen auch etwas machen. Falls du dir so keinen Anwalt leisten kannst, beantrage bei deinem zust. Amtsgericht Beratungsbeihilfe. Dann kostet dich ein Anwalt nur maximal 15..
        Es macht mich eben stutzig, dass sie dir kündigt, während du krank geschrieben bist. Unter bestimmten Umständen ist eine Kündigung bei Krankheit zwar möglich, aber dazu gehört einiges mehr, als du beschrieben hast. Ich denke, sie läßt es drauf ankommen. Aber kläre das mit einem Anwalt.
        Ilythia
        besonders erfahrenes Mitglied
        Zuletzt geändert von Ilythia; 27.03.2015, 22:17.

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        • #5
          AW: Was kann ich tun?

          Haha, das hast du jetzt wirklich schön geschrieben, musst ich direkt ein wenig grinsen
          Die Kündigung ist zwar schon fristgerecht, aber wie gesagt.. grundlos!
          Vor allem hatte sie beim Telefonat als sie meinen Krankheitsgrund wissen wollte auch gesagt, wenn ich keine Lust mehr hätte zu arbeiten, soll ich's gleich sagen (eigentlich auch wirklich frech, wenn ich so überlege..), denke also fass es vielleicht auch irgendwo "Trotz" von ihr ist (??).
          Der Tipp mit der Beratungsbeihilfe ist wirklich super! Vielen Dank, das werde ich machen.

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          • #6
            AW: Mobbing, was kann ich tun? Gemobbt vom Kollegen und vom Chef

            guten Tag. Hat der Betrieb einen Betriebsrat und wurde er vor Ausspruch der Kündigung gehört ? Warst Du länger als 6 Monate in dem Betrieb beschäftigt ? Du warst krank geschrieben. Also warst Du krank. Deine Bewertung , wie Du die Krankheit empfindest , ist kein Kündigungsgrund. Die Kündigung dürfte sittenwidrig und damit unwirksam sein.Eine Kündigungsschutzklage muss spätestens 3 Wochen seit Zugang der Kündigung erfolgen, sonst verfristet sie. Eine Kündigungschutzklage kann AN fristwahrend auf einer DIN-A-4 Seite selbst formulieren. Das spart Kosten.
            Zuletzt geändert von seriös; 28.03.2015, 15:34.

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            • #7
              AW: Mobbing, was kann ich tun? Gemobbt vom Kollegen und vom Chef

              Zitat von Dedda Beitrag anzeigen
              bei der 2. Krankmeldung anzurufen, sondern habe Sie nur in den Postkasten meiner Arbeit geworfen.
              Damit bist du deiner zeitnahen "Informationspflicht" nachgekommen.
              Dumm wie ich leider war, sagte ich, ich hätte psychische Probleme, aber dass ich ihr jetzt nicht mein Privatleben am Telefon erklären würde und ich, wenn es mir besser geht vorbei komme um mit ihr zu sprechen.
              Sie hat dich angerufen? Gab´s für das Gespräch Zeugen?
              Ansonsten würde ich sagen: Ach Blödsinn! Du hast ihr doch ganz sicher erklärt, dass du PHYSISCHE Probleme hast, kaum schlafen kannst, weil du dich schlecht bewegen kannst und deswegen auch schon 4 kg abgenommen hast. Deswegen gehst du doch auch öfters spazieren, um die Muskulatur wieder zu lockern. Das hat dir doch auch so der Arzt erklärt, dass in deinem Falle Bewegung das beste Mittel ist.
              Am selben Abend aber kam sie mit dem Chef vorbei und drückten meinem Freund meine Kündigung in die Hand. Fristgerecht, aber ohne Begründung.
              Ohne Begründung ist rechtens. Allerdings erweckt es immer den Eindruck, dass da einiges im Argen liegt, denn wenn sie es nicht begründen, gehen sie indirekt ja schon davon aus, dass die Kündigung rechtlich anfechtbar ist.

              Gründe könnten sein:
              * Verhaltensbedingt
              Muss aber in den allermeisten Fällen erst einmal eine Abmahnung vorliegen. Ansonsten kommen sie mit einer Kündigung nicht durch. Oder der Grund muss so schwerwiegend sein, dass du fristlos rausfliegst. Aber fristlos bist du nicht gekündigt worden.
              * Betriebsbedingt
              Dann würde dein Arbeitsplatz wegfallen (z.B. Umstrukturierung). Das müsstest du wissen, wenn das der Fall wäre, denn so etwas zeichnet sich schon im Vorfeld ab. Und selbst dann wäre eine Kündigung noch anfechtbar, denn es muss geprüft werden, ob du nicht auch noch anderweitig einsetzbar bist. Wobei das auch wieder auf die Betriebsgröße ankommt.
              * Betriebsbedingt in der Form, dass die Firma kurz vor der Insolvenz steht. Aber das wird bei dir nicht der Fall sein.



              Kann mir hier vielleicht jemand helfen, was ich tun soll?
              Wie meine VorrednerInnen empfohlen haben: zum Anwalt gehen.
              Und die andere Frage ist auch, was darf ich denn jetzt eigentlich tun, solange ich krank geschrieben bin? Gekündigt haben sie mich ja sowieso schon?
              Die Krankheit fällt aber noch in die Zeit des Arbeitsverhältnisses. Demzufolge besteht auch noch ein Versicherungsschutz. Ist also mehr eine rechtliche Sache. Außerdem steht ja noch gar nicht fest, ob die Kündigung wirksam ist.

              Grundsätzlich gilt: Du darfst alles tun, was deinen Gesundheitszustand nicht verschlechtert und die Krankschreibung somit bewusst verlängert.
              Beispiel: Du hast einen Bandscheibenvorfall und wirst draußen gesehen, wie du einen Sixpack 1,5-Liter-Flaschen Wasser vom 800 m entfernten Supermarkt zu Fuß wegschleppst. Das wäre ein Grund für eine fristlose Kündigung, da davon ausgegangen werden kann, dass du mit dieser Aktion deine Krankheit verlängerst. Wirst du hingegen nur mit einer Flasche Wasser (und einem kleinen Einkauf für die nächsten Tage) auf der Straße gesehen, wird dir nichts passieren.

              In deinem Falle (psych. Probleme) würde ich mal sagen, wäre ein Beispiel, wenn du mit den Stadt-Suffis vor dem Supermarkt eine Flasche Wodka nach der anderen pichelst und davon ausgegangen wird, dass der Alk die psych. Probleme noch verschlimmern kann. Bzw. dass dann auch die Diagnose "psych. Probleme" nur vorgetäuscht ist.
              Oder du wirst erwischt, wie du Nächte lang durch die Diskotheken ziehst, was ja vielleicht für ein psych. Leiden auch nicht unbedingt förderlich ist.

              Ansonsten gilt: Nicht einschüchtern lassen. Die Leibeigene bist du noch nicht, dass du nicht auch mal an die frische Luft gehen darfst.

              Ich würde dir aber empfehlen, für deine Spaziergänge entweder Zeugen zu suchen oder von einem Einkauf die Einkaufsbelege aufzuheben, damit du im Falle eines Arbeitsgerichtsprozess genau darlegen kannst, dass du deine Krankheit nicht in irgendeiner Art noch gefördert hast. Führe Tagebuch darüber, was du so den ganzen Tag machst und treibst. Es sieht nämlich aus, als hätten sie dir vorsorglich gekündigt und suchen jetzt einen Grund, dir eine vorgetäuschte Krankheit anzuhängen. Umsonst steht deine Chefin nicht vor der Türe. Wenn einmal diese Behauptung steht, wird es mehr als genug Zeugen in der Firma geben, die deine angeblichen Nachlässigkeiten bestätigen. Wenn einmal das Getrete losgeht, kann´s heftig werden.

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