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Mobbing

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  • Mobbing

    Ich mache das mittlerweile 5 1/2 Jahre mit.... Warum? Nun ja, ich bin Mutter einer kleinen Tochter, über 40 J. und Teilzeitkraft, versucht da mal einen qualifizierten Job zu finden.
    Die Einarbeitung war sehr schwer, da ich immer alles perfekt erledigen wollte. Ich zog mir bei jeden Fehler den Schuh gleich an, ich glaube das war auch der ausschlaggebende Punkt.

    Alles zu erzählen würde jetzt den Rahmen sprengen....

    Es gab Hochs und sehr schwere Tiefs.... Und die Stimmung ist meistens abhängig von den beiden im Büro.... es ist die typische Dreier Konstellation nur das der Chef sich dazu noch von den beiden immer wieder einwickeln lässt.

    Momentan befinde ich mich in einem absoluten Tiefpunkt.

    Das schlimmste an allem ist aber, dass ich mittlerweile daran zweifle wirklich gemobbt zu werden, ich frage mich, ob ich vielleicht zu empfindlich bin. Ich bin in keinsterweise mehr lebensfroh und das unbefangene Lachen habe ich schon lange verlernt. Wer mir jetzt sagt ich soll mir professionelle Hilfe suchen.... Das habe ich schon getan.... Wirklich Hefen tut es nicht.

    Wer weiß, ich habe keine passenden Worte für die Damen, wie ich diese aus meinen Kopf bekommen kann, wer kann mir zeigen wie mir die Situation absolut egal wird, um nicht zu sagen am Arsch vorbei geht?
    Ich habe immer nach der Devise gelebt, alles was ich anderen Menschen zufüge oder wünsche, fällt auf mich zurück. So eine aggressive Seite von mir kenne ich nicht, dass ich anderen Leute was schlechtes wünsche, ich hasse sie.

    Ich bin kurz davor zu sagen "zum Teufel mit meinen Manieren" ich melde mich einfach krank und bleib wegen Burnout einfach zu Hause.....

    Danke für's offene Ohr........

  • #2
    AW: Mobbing

    Hallo Tilominus,

    im Grunde kannst du dir nur selber helfen, in dem du an dein Selbstwertgefühl appellierst. Mit deinen 40 Jahren hast du doch schon einige Lebenserfahrungen durch, du kennst die Menschen und wie so einige ticken. Zwei Zimtzicken wollen dir das Leben erschweren, sind in der Mehrzahl und du bist neu dazu gekommen. Was glaubst du wie viel minderwertiges sich in deren Inneren abspielt, wenn sie es nötig haben ihren Gemeinheiten und Intrigen auf deinen Rücken freien Lauf zu lassen. Sie spüren das du dich unwohl fühlst, vielleicht spüren sie in dir eine Konkurrenz und wollen dein Vorankommen somit verhindern. Der Chef hält sich da natürlich raus, die Hauptsache ist für ihn die Arbeit wird erledigt.
    Du musst dir selber gutes tun und diese Spielchen nicht mitspielen. Steh über deren Verhaltensweisen, lass dich nicht einschüchtern, zeig Selbstbewusstsein und erledige mit Stolz deine Arbeit. Auch die machen Fehler und vielleicht schlägt mal deine Stunde wo du es ihnen heimzahlen kannst.
    Du bist in dieser Firma um das Geld zu verdienen und nach Feierabend hast du dein Leben was für dich wichtig ist. Lass es sie spüren,das sie dich nicht verletzen können. Solche Menschen sind in Wahrheit sehr schwach und haben enorme Probleme, und du bist stärker als du glaubst.

    LG

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    • #3
      AW: Mobbing

      Hi Telominus,

      ohne, dass du wenigstens ein bisschen davon erzählst, was bei dir so los ist, ist es nicht so einfach, dir einen Rat zu geben. Es kann natürlich sein, dass deine Kolleginen deine Bemühungen immer alles perfekt erledigen zu wollen gegen dich verwenden, um deine inzwischen immer mehr wachsende Unsicherheit für sich auszunutzen. Da ist jeder Fehler, den du machst natürlich ein gefundenes Fressen.
      Ich kann auch deine Zweifel gut verstehen, wenn du dich fragst, ob es überhaupt Mobbing ist, oder an dir liegt. (...vielleicht zu empfindlich...) Mobbing kratzt am Selbstwertgefühl und es ist auch schwer zu verstehen, was dieses Verhalten eigentlich soll, weil es letztlich völlig "unlogisch" ist. Da fängt man automatisch an, sich selbst zu hinterfragen, nach Gründen zu suchen, warum die Kollegen so reagieren und es kann ja dann nur an mir liegen. Ich bin zu empfindlich... Hat der Kollege jetzt gerade nur einen missratenen Scherz gemacht?... Die zwei stecken die Köpfe schon wieder zusammen, wenn ich in den Raum komme - die reden bestimmt über mich... Bilde ich mir das doch nur ein?
      Diese Unsicherheit macht ein Betroffener psychisch nicht lange mit. Das ist aber genau das, was Mobbing immer wieder anstachelt.
      Was du machen kannst, ist dir eben nicht mehr bei jedem Fehler gleich "den Schuh anzuziehen". Wie du schon richtig sagst, andere machen auch Fehler, tun dies aber im Gegensatz zu dir, mit einem Achselzucken ab und machen ihre Arbeit einfach weiter. Dazu ist man als Gemobbter ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr in der Lage, sucht die Schuld ständig bei sich. Und das ist gerade falsch!
      Es gibt leider kein Patentrezept, wie man mit Mobbing umgeht, damit es einen nicht mehr berührt. Schließlich muss man es irgendwie schaffen, die Angst los zu werden, was der nächste Tag wieder für Katastrophen bringt. Das ist allein kaum zu bewältigen. Da ist es kein Wunder, wenn sich das Arbeitsleben mit der Zeit ins Private mischt und man nicht mehr abschalten kann. Eine Therapie ist da aber auch nicht in jedem Fall hilfreich. Zumindest, solange man täglich diesem "Trott" ausgesetzt ist. Dann ist es gut möglich, dass es eher eine Achterbahnfahnfahrt wird zwischen "Dampfablassen" in der Therapiestunde und neuem Frustaufbau am nächsten Morgen. (Sofern der Therapeut überhaupt etwas taugt. Viele sind mit Mobbing auch überfordert) Therapiewirkung gleich null.

      Was mir in meiner Mobbingsituation dann tatsächlich geholfen hat, war, meine - wie du so schön schreibst - Manieren zu vergessen und mich für eine längere Zeit krank schreiben zu lassen. Natürlich hat mir meine Hausärztin damals eine Therapie empfolen, die ich aber nach kürzester Zeit abbrach, weil der "Vogel" im Prinzip keine Ahnung hatte, was er da eigentlich tat. Statt dessen wurde es mir tatsächlich vorgeworfen nicht heulend und fertig in der Ecke zu sitzen und, dass ich auch noch in der Lage war, mein Problem klar und deutlich zu schildern, ging schon gar nicht... Das nur nebenbei...

      Geholfen hat mir dann aber, Ruhe zu haben. Mich ganz auf mich selbst zu konzentrieren, auf die Dinge, die mir wichtig waren und diese dann auch durchzuziehen. Dabei gab es zwar auch den ein oder anderen Rückschlag. Auf der anderen Seite hat es aber auch mein Selbstwertgefühl gestärkt und mit der Zeit merkt man dann auch, dass man (immer) weniger angreifbar wird.

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      • #4
        AW: Mobbing

        Hallo Tilominus,

        es ist sehr schade, dass Du nicht etwas mehr schreibst über die Art und Weise wie das Mobbing abläuft.
        Wichtig ist, dass man verbal in der Lage ist, die Mobber auf sich selbst zurückzuwerfen. Das kann man
        zuhause trainieren.
        Professionelle Hilfe kann sehr nach hinten losgehen, da diese Menschen oftmals nie in ihrem Leben Mobbing
        mitgemacht haben und selbst wenn sie geschult sind ( wofür auch immer) im Innern nicht begreifen, um
        was es da geht.
        Ich bin nach fünf Jahren, in denen ich gemobbt worden bin gegangen. Ich habe einen Prozess geführt und eine
        haushohe Abfindung kassiert. Auch wenn ich danach längere Zeit "auf der Suche" war, so war das für mich die beste
        Entscheidung.

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        • #5
          AW: Mobbing

          Hallo,

          ich bin schon sehr lange stille Mitleserin in diesem Forum. Heute habe ich mich angemeldet, um mal loszuwerden, wie entsetzlich ich es finde, wie manche hier unter ihren Kollegen leiden müssen.

          Auch ich habe einen Teilzeitjob und fühle mich teilweise gemobbt. Teilweise werde ich nicht gegrüßt bzw. von den Kolleginnen regelrecht ignoriert. Derzeit mache ich eine sehr schwere Zeit durch, da mein Sohn seit vier Wochen schwerverletzt nach einem Motorradunfall im Krankenhaus liegt und noch nicht abzusehen ist, ob er Lähmungen zurückbehalten wird. Ich spreche regelmäßig mit meiner Chefin darüber, und die anderen haben das mit Sicherheit auch mitbekommen, da es immer mucksmäuschenstill ist, wenn ich im offenen Büro meiner Chefin bin und darüber rede. Man braucht aber nicht denken, dass die deshalb in irgendeiner Form ihr Verhalten geändert haben. Ich will ja auch kein Mitleid, aber wenigstens ein normales Verhalten wäre schon schön.

          Ich gehe jeden Morgen ins Büro mit der Einstellung, dass ich nicht hier bin, um Freunde zu finden, sondern um Geld zu verdienen. Gott sei Dank habe ich mein eigenes Büro, das zwar immer offensteht, aber dadurch bekomme ich von den anderen nicht allzuviel mit.

          Tilominus, ich an deiner Stelle würde mir in aller Ruhe etwas Neues suchen. Du bist noch lange nicht zu alt für eine neue Stelle. Ich habe meinen jetzigen Job gefunden, obwohl ich schon 51 Jahre alt war. So wie du deinen Fall beschreibst, ist dort sicherlich keine Besserung in Sicht. Du hast doch nichts zu verlieren. Bewirb dich woanders, solange du noch die Kraft dazu hast und dein Selbstbewusstsein nicht komplett in den Keller rutscht.

          Viel Kraft.

          Gruß Gundis

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          • #6
            AW: Mobbing

            Hallo Gundis!

            Deine Geschichte berührt mich sehr! Meine Partnerin hat drei Kinder von denen noch zwei leben. Ich denke deine Kolleg(inn)en sind unsicher wie sie mit Dir in Deiner Situation umgehen sollen. Besprich das mal mit Deiner Chefin. Eventuell kann Sie das mit Deinem Sohn mal in einer Teambesprechung thematisieren. Ein anderer Gedanke ist Deine Mitarbeiter(innen) zu einer Andacht nach Dienstschluss einzuladen. Das geht allerdingens nur wenn Dein Kollegium religiös empfänglich ist. Ganz wichtig ist, das Deine Chefin teambildende Maßnahmen einleitet. Andererseits gehören die Probleme mit Deinem Sohn eindeutig ins Privatleben. Eine zu geringe Distanz ist auch nicht gut für das Betriebsklima. Wie Du letztendlich damit umgehst kann ich Dir nicht raten. Da wirst Du eine eigene Entscheidung treffen müssen. Ich denke an Dich und Deinem Sohn! Meld dich wieder!

            Grüßlinge!

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